Nach Matthäus 10:1-42

10  Er rief also seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über böse* Geister,+ sodass sie sie austreiben und alle möglichen Krankheiten und Leiden heilen konnten.  Die Namen der zwölf Apostel sind:+ als Erstes Sịmon, genannt Petrus,+ und Andreas,+ sein Bruder; Jakobus, der Sohn von Zebedạ̈us, und Johạnnes,+ sein Bruder;  Philịppus und Bartholomạ̈us;+ Thomas+ und Matthạ̈us,+ der Steuereinnehmer; Jakobus, der Sohn von Alphạ̈us, und Thaddạ̈us;  Sịmon, der Kananạ̈er, und Judas Iskạriot, der ihn später verriet.+  Diese zwölf sandte Jesus mit folgenden Anweisungen aus:+ „Nehmt nicht die Straße, die zu anderen Völkern führt, und betretet keine Stadt der Samarịter,+  sondern geht immer wieder zu den verlorenen Schafen Israels*.+  Predigt überall, wohin ihr geht: ‚Das Königreich des Himmels ist nah.‘+  Heilt Kranke,+ erweckt Tote auf, macht Aussätzige gesund*, treibt Dämọnen aus. Gratis habt ihr bekommen, gratis gebt weiter.+  Besorgt euch kein Gold, Silber oder Kupfer für euren Geldgürtel,+ 10  keine Provianttasche für unterwegs, kein zusätzliches Gewand*, keine Sandalen und keinen Stab,+ denn der Arbeiter hat sich sein Essen verdient.+ 11  Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf geht, findet heraus, wer eurer Botschaft würdig ist. Haltet euch dort auf, bis ihr weiterzieht.+ 12  Betretet ihr das Haus, dann begrüßt die Bewohner. 13  Wenn das Haus es verdient, soll es den Frieden bekommen,+ den ihr ihm wünscht. Wenn aber nicht, dann soll euer Frieden zu euch zurückkommen. 14  Wo man euch nicht aufnimmt und euch nicht zuhört, da schüttelt den Staub von euren Füßen,+ wenn ihr das Haus oder die Stadt verlasst. 15  Ich versichere euch: Sọdom und Gomọrra+ wird es am Gerichtstag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt. 16  Seht! Ich sende euch aus wie Schafe unter Wölfe.+ Seid also vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben.+ 17  Nehmt euch vor den Leuten in Acht, denn sie werden euch vor Ortsgerichte bringen+ und in ihren Synagogen auspeitschen*.+ 18  Ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gebracht werden+ – als Zeugnis für sie und die anderen Völker.+ 19  Wenn man euch ausliefert, dann macht euch keine Sorgen, wie oder was ihr reden sollt. In dieser Stunde wird euch eingegeben, was ihr sagen sollt,+ 20  denn ihr redet dann nicht allein, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch.+ 21  Ein Bruder wird seinen Bruder in den Tod schicken und ein Vater sein Kind, und Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie töten lassen.+ 22  Alle Menschen werden euch wegen meines Namens hassen,+ aber wer bis zum Ende ausgeharrt hat, der wird gerettet werden.+ 23  Verfolgt man euch in der einen Stadt, dann flieht in eine andere.+ Ihr werdet nämlich auf keinen Fall mit allen Städten* Israels fertig sein, bis der Menschensohn kommt. Das versichere ich euch. 24  Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer und ein Sklave nicht über seinem Herrn.+ 25  Es reicht, wenn der Schüler wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr.+ Wenn die Leute schon den Hausherrn Beelzebub+ nennen, wie viel mehr wird man dann die aus seinem Haushalt so nennen? 26  Habt also keine Angst vor ihnen! Denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt werden wird, und nichts geheim, was nicht bekannt werden wird.+ 27  Was ich euch im Dunkeln sage, das gebt im Hellen weiter, und was ihr im Flüsterton hört*, das verkündet von den Dächern.+ 28  Habt keine Angst vor denen, die zwar den Körper töten, die Seele aber nicht töten können,+ sondern fürchtet euch vor dem, der sowohl Seele als auch Körper in der Gehẹnna vernichten kann.+ 29  Was zahlt man schon für zwei Spatzen? Eine Münze, die kaum etwas wert ist. Trotzdem fällt keiner von ihnen auf den Boden, ohne dass euer Vater es weiß.+ 30  Und sogar die Haare auf eurem Kopf sind alle gezählt.+ 31  Deshalb keine Angst: Ihr seid mehr wert als ein ganzer Spatzenschwarm.+ 32  Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt,+ zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.+ 33  Doch wer mich vor den Menschen verleugnet*, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.+ 34  Denkt nicht, ich bin gekommen, um der Erde Frieden zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern ein Schwert.+ 35  Ich bin gekommen, um zu trennen: einen Mann von seinem Vater und eine Tochter von ihrer Mutter und eine Schwiegertochter von ihrer Schwiegermutter.+ 36  Ja, die Feinde eines Menschen werden in seinem eigenen Haus sein. 37  Wer seinen Vater oder seine Mutter mehr liebt als mich,* verdient es nicht, mein Jünger zu sein – genauso wenig wie jemand, der seinen Sohn oder seine Tochter lieber hat als mich.+ 38  Auch wer seinen Marterpfahl nicht nimmt und mir nachfolgt, verdient es nicht, mein Jünger zu sein.+ 39  Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele meinetwegen verliert, wird sie finden.+ 40  Wer euch aufnimmt, nimmt auch mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt auch den auf, der mich gesandt hat.+ 41  Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird wie ein Prophet belohnt,+ und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird wie ein Gerechter belohnt. 42  Und wer einem von diesen Kleinen einfach nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wird seine Belohnung auf keinen Fall verlieren. Das versichere ich euch.“+

Fußnoten

Wtl. „unreine“.
Wtl. „des Hauses Israel“.
Wtl. „rein“.
Wtl. „keine zwei Gewänder“.
Wtl. „geißeln“.
Oder „dem Kreis der Städte“.
Wtl. „im Ohr hört“, „ins Ohr hinein hört“.
Oder „behauptet, mich nicht zu kennen“.
Oder „Wer zu ... größere Zuneigung hat als zu mir“.

Studienanmerkungen

Apostel: Oder „Abgesandten“. Das griechische Substantiv apóstolos ist von dem Verb apostéllō abgeleitet, das „wegsenden“ oder „aussenden“ bedeutet (Mat 10:5; Luk 11:49; 14:32). Die Grundbedeutung von apóstolos geht klar aus Jesu Aussage in Joh 13:16 hervor, wo es mit „Abgesandter“ wiedergegeben wird.

Simon, genannt Petrus: In der Bibel erscheinen fünf verschiedene Namen für diesen Apostel: 1. der hebräische Name Simeon; 2. der griechische Name Simon (Simeon und Simon sind beide von einem hebräischen Verb abgeleitet, das „hören“, „zuhören“, „erhören“ bedeutet); 3. Petrus (ein griechischer Name, der „Felsstück“ bedeutet und den sonst niemand in der Bibel trägt); 4. Kephas (die semitische Entsprechung zu Petrus; vielleicht mit dem in Hi 30:6 und Jer 4:29 gebrauchten hebräischen Wort kephím [„Felsen“ (Plural)] verwandt); 5. die Kombination Simon Petrus (Apg 15:14; Joh 1:42; Mat 16:16).

Levi: In der Parallelstelle Mat 9:9 wird dieser Jünger Matthäus genannt. Markus und Lukas verwenden den Namen Levi, wenn von ihm als ehemaligem Steuereinnehmer die Rede ist (Luk 5:27, 29). Geht es um ihn in seiner Rolle als Apostel, nennen sie ihn Matthäus (Mar 3:18; Luk 6:15; Apg 1:13). Aus der Bibel geht nicht hervor, ob Levi den Namen Matthäus schon hatte, bevor er ein Jünger Jesu wurde. Markus erwähnt als einziger Evangelist, dass Matthäus Levi der Sohn eines gewissen Alphäus war. (Siehe Anm. zu Mar 3:18.)

Levi: In der Parallelstelle Mat 9:9 wird dieser Jünger Matthäus genannt. Markus und Lukas verwenden den Namen Levi, wenn von ihm als ehemaligem Steuereinnehmer die Rede ist (Mar 2:14). Geht es um ihn in seiner Rolle als Apostel, nennen sie ihn Matthäus (Mar 3:18; Luk 6:15; Apg 1:13). Aus der Bibel geht nicht hervor, ob Levi den Namen Matthäus schon hatte, bevor er ein Jünger Jesu wurde. (Siehe Anm. zu Mar 2:14.)

Steuereinnehmer: Viele Juden trieben für den römischen Staat Steuern ein. Ihre Landsleute hatten eine starke Abneigung gegen sie, nicht nur weil sie mit einer verhassten fremden Macht zusammenarbeiteten, sondern auch weil sie überhöhte Steuern erpressten. Die Juden wollten mit Steuereinnehmern generell nichts zu tun haben und stellten sie mit Sündern und Prostituierten auf eine Stufe (Mat 11:19; 21:32).

Jakobus, dem Sohn von Alphäus: Offensichtlich der gleiche Jünger, der in Mar 15:40 „Jakobus der Kleinere“ genannt wird. Bei seinem Vater Alphäus handelte es sich, wie man allgemein annimmt, um den Klopas aus Joh 19:25. Damit wäre er der Mann „der anderen Maria“ gewesen (Mat 27:56; 28:1; Mar 15:40; 16:1; Luk 24:10). Offenbar war er nicht der Alphäus, der in Mar 2:14 als Vater von Levi erwähnt wird.

Bartholomäus: Bedeutet „Sohn des Tolmai“. Man geht davon aus, dass er der im Johannesevangelium erwähnte Nathanael ist (Joh 1:45, 46). Wie ein Vergleich zeigt, werden die Namen Bartholomäus und Philippus im Matthäus- und Lukasevangelium genauso miteinander in Verbindung gebracht wie die Namen Nathanael und Philippus im Johannesevangelium (Mat 10:3; Luk 6:14).

Matthäus: Auch als Levi bekannt. (Siehe Anm. zu Mar 2:14; Luk 5:27.)

der Steuereinnehmer: Matthäus, ein ehemaliger Steuereinnehmer und Schreiber des gleichnamigen Evangeliums, gab oft Zahlen und Geldbeträge an (Mat 17:27; 26:15; 27:3). Außerdem machte er genauere Zahlenangaben als die anderen Evangelienschreiber. Beispielsweise gliederte er die Abstammungslinie von Jesus in drei Gruppen von je 14 Generationen (Mat 1:1-17). Außerdem erwähnte er sieben Bitten im Vaterunser (Mat 6:9-13), sieben Veranschaulichungen in Mat 13 und sieben Warnungen in Mat 23:13-36. (Informationen zu dem Begriff „Steuereinnehmer“ enthält die Anm. zu Mat 5:46.)

Jakobus, der Sohn von Alphäus: Siehe Anm. zu Mar 3:18.

Thaddäus: Der Name Thaddäus erscheint nicht in der Auflistung der Apostel in Luk 6:16 und Apg 1:13. Stattdessen wird dort „Judas, der Sohn von Jakobus“ erwähnt, was den Schluss nahelegt, dass Thaddäus ein anderer Name für den Apostel ist, den Johannes „Judas (nicht Iskariot)“ nennt (Joh 14:22). Möglicherweise wurde dieser Judas manchmal Thaddäus genannt, um eine Verwechslung mit dem Verräter Judas Iskariot zu vermeiden.

der Kananäer: Ein Beiname, durch den der Apostel Simon von dem Apostel Simon Petrus unterschieden wurde (Mar 3:18). Das Wort kommt vermutlich aus dem Hebräischen oder Aramäischen und bedeutet „Zelot“, „Eiferer“, „Begeisterter“. Im Lukasevangelium steht für Simons Beinamen das griechische Wort zēlōtḗs, das ebenfalls „Zelot“, „Eiferer“ oder „Begeisterter“ bedeutet (Luk 6:15; Apg 1:13). Es ist nicht auszuschließen, dass Simon einmal der jüdischen Partei der Zeloten angehört hatte, die sich gegen Rom stellte. Vielleicht bekam er den Beinamen aber auch wegen seines Eifers und seiner Begeisterung.

Iskariot: Bedeutet evtl. „Mann aus Kerijoth“. Auch Simon, der Vater von Judas, wird „Iskariot“ genannt (Joh 6:71). Man geht davon aus, dass die beiden aus der judäischen Stadt Kerijoth-Hezron stammten und die Bezeichnung „Iskariot“ daher kommt (Jos 15:25). In diesem Fall wäre Judas der einzige Apostel aus Judäa gewesen; die anderen elf Apostel kamen aus Galiläa.

predigte: Das griechische Wort hat die Grundbedeutung „als Amtsbote verkünden“. Es betont die Art und Weise des Verkündens: In der Regel ist ein Ausrufen in der Öffentlichkeit gemeint und nicht eine Predigt vor einer bestimmten Zuhörerschaft.

das Königreich des Himmels ist nah: Die Botschaft von einer neuen Regierung für die ganze Welt war Jesu Hauptpredigtthema (Mat 10:7; Mar 1:15). Johannes der Täufer hatte bereits sechs Monate vor Jesu Taufe begonnen, eine ähnliche Botschaft zu verbreiten (Mat 3:1, 2). Als aber Jesus sagte: „Das Königreich ... ist nah“, bekam die Botschaft zusätzliches Gewicht, da er selbst – der gesalbte und designierte König des Königreiches – auf der Erde war. Es wird nichts darüber berichtet, dass Jesu Jünger nach seinem Tod weiter verkündet hätten, das Königreich sei „nah“.

Predigt: Damit ist öffentliches Verkünden gemeint. (Siehe Anm. zu Mat 3:1.)

Das Königreich des Himmels ist nah: Siehe Anm. zu Mat 4:17.

Aussätziger: Oder „Leprakranker“. Aussatz ist eine schwere Hautkrankheit. In der Bibel bezeichnet „Aussatz“ jedoch noch mehr als die heute unter diesem Namen bekannte Krankheit. Wer damals die Diagnose Aussatz bekam, musste außerhalb der Gemeinschaft leben, bis er geheilt war (3Mo 13:2, Fn., 45, 46; siehe Worterklärungen zu „Aussatz; Aussätziger“).

Aussätzige: Siehe Anm. zu Mat 8:2 und Worterklärungen zu „Aussatz; Aussätziger“.

dort bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst: Wenn die Jünger in eine Stadt kamen, sollten sie dort bleiben, wo man sie gastfreundlich aufnahm, und nicht ständig von einem Haus zum nächsten wechseln (Luk 10:1-7). Sie sollten also nicht nach einem Gastgeber suchen, der ihnen mehr Komfort oder bessere Unterhaltung bieten konnte. Dadurch zeigten sie, dass solche Dinge für sie im Vergleich zu ihrem Predigtauftrag nur zweitrangig waren.

Haltet euch dort auf: Siehe Anm. zu Mar 6:10.

begrüßt: Ein üblicher jüdischer Gruß lautete: „Friede sei mit dir“ (Ri 19:20; Mat 10:13; Luk 10:5).

schüttelt den Staub von euren Füßen: Durch diese Geste würden die Jünger zeigen, dass sie nicht dafür verantwortlich zu machen sind, wenn Gott diese Menschen zur Rechenschaft zieht. Eine ähnliche Formulierung ist in Mar 6:11 und Luk 9:5 zu finden. Markus und Lukas fügen die Worte „als Warnung für die Bewohner“ hinzu. Paulus und Barnabas setzten Jesu Anweisung in Antiochia (Pisidien) um (Apg 13:51). In Korinth tat Paulus etwas Ähnliches, als er seine Kleider ausschüttelte und dazu erklärte: „Ihr seid für euren Tod selbst verantwortlich. Ich bin rein“ (Apg 18:6). Den Jüngern dürften solche Gesten vertraut gewesen sein. Fromme Juden schüttelten nämlich, bevor sie nach einem Auslandsaufenthalt wieder jüdischen Boden betraten, den in ihren Augen unreinen Staub von den Sandalen. Doch Jesus hatte zweifellos eine andere Bedeutung im Sinn, als er seinen Jüngern die Anweisung gab, den Staub abzuschütteln.

Ich versichere euch: Wtl. „Amen, ich sage euch“. Das griechische Wort amḗn ist eine Transliteration des hebräischen ʼamén, was „so soll es sein“ oder „gewiss“ bedeutet. Jesus leitete damit oft eine Aussage, ein Versprechen oder eine Prophezeiung ein, um zu betonen, dass seine Worte absolut wahr und vertrauenswürdig sind. Laut Experten wird das Wort „amen“ in keiner religiösen Schrift so verwendet, wie es Jesus tat. Manchmal wiederholte Jesus das Wort (amḗn amḗn), um seiner Aussage zusätzliches Gewicht zu verleihen; diese Verdopplung erscheint durchweg im Johannesevangelium und wurde mit „eins steht fest“ übersetzt. (Siehe Anm. zu Joh 1:51.)

nicht so schlimm ergehen: Offensichtlich war das nicht wörtlich zu verstehen, sondern als eine Art Hyperbel. (Vergleiche eine andere Hyperbel von Jesus in Mat 5:18; Luk 16:17; 21:33.) Als Jesus sagte: „Sodom wird es an dem Tag [d. h. am Gerichtstag] nicht so schlimm ergehen“ (Mat 10:15; 11:22, 24; Luk 10:14), meinte er nicht, dass die Einwohner von Sodom an diesem Tag tatsächlich anwesend sein müssten. (Vgl. Jud 7.) Vielleicht wollte er einfach darauf aufmerksam machen, dass die meisten Menschen in Städten wie Chorazin, Bethsaida und Kapernaum an seiner Botschaft nicht interessiert waren und sich viel zuschulden kommen ließen (Luk 10:13-15). Interessanterweise war die Vernichtung des alten Sodom sprichwörtlich geworden und wurde öfter in Verbindung mit Gottes Zorn und Strafgericht erwähnt (5Mo 29:23; Jes 1:9; Klg 4:6).

Ich versichere euch: Siehe Anm. zu Mat 5:18.

nicht so schlimm ergehen: Siehe Anm. zu Luk 10:12.

plötzlich: Das griechische Wort idoú, hier mit „plötzlich“ wiedergegeben, bedeutet wtl. „siehe“ oder „seht“. Es wird oft verwendet, um auf etwas aufmerksam zu machen, was gleich folgt: Der Leser soll sich etwas vorstellen oder auf ein Detail in einer Erzählung hingewiesen werden. idoú wird auch gebraucht, um etwas Wichtiges hervorzuheben oder um etwas Neues bzw. Überraschendes anzukündigen. In den Christlichen Griechischen Schriften erscheint das Wort am häufigsten im Matthäus- und im Lukasevangelium sowie in der Offenbarung. In den Hebräischen Schriften kommt an vielen Stellen ein vergleichbarer Begriff vor.

wie eine Taube: Die Taube wurde einerseits für religiöse Zwecke verwendet und hatte andererseits eine symbolische Bedeutung. Sie war ein Opfertier (Mar 11:15; Joh 2:14-16), und sie galt als Symbol für Unschuld und Reinheit (Mat 10:16). Als Noah eine Taube aus der Arche freiließ, kam sie mit einem Olivenblatt zurück, was zeigte, dass das Wasser der Sintflut zurückgegangen war (1Mo 8:11) und eine Ära der Ruhe und des Friedens bevorstand (1Mo 5:29). Vielleicht gebrauchte Jehova bei Jesu Taufe aus diesen Gründen eine Taube. Sie sollte womöglich auf Jesu Rolle als Messias aufmerksam machen. Er war der reine, sündenlose Sohn Gottes, der sein Leben für die Menschheit opfern und so die Grundlage für eine Ära der Ruhe und des Friedens legen würde – mit ihm als König. Als Gottes Geist oder aktive Kraft auf Jesus herabkam, sah das möglicherweise wie das Flattern einer Taube aus, die sich auf einem Ast niederlässt.

Seht!: Siehe Anm. zu Mat 1:20.

vorsichtig wie Schlangen: Gemeint ist klug, vernünftig und umsichtig zu sein. Zoologen zufolge sind die meisten Schlangen ständig auf der Hut, und statt anzugreifen, fliehen sie lieber. Jesu Jünger sollen sich beim Predigen gegenüber Gegnern ebenso vorsichtig verhalten und möglichen Gefahren aus dem Weg gehen.

doch unschuldig wie Tauben: Die beiden Aufforderungen Jesu (einerseits vorsichtig, andererseits unschuldig zu sein) ergänzen sich. (Siehe Anm. zu vorsichtig wie Schlangen in diesem Vers.) Das mit „unschuldig“ übersetzte griechische Wort bedeutet wtl. „unvermischt“ im Sinne von „unverdorben“ oder „rein“. Es erscheint außerdem in Rö 16:19 („unschuldig, was das Böse angeht“) und Php 2:15 („euch als rein und unschuldig erweist, als makellose Kinder Gottes“). Hier, in Mat 10:16, beinhaltet „unschuldig“ zu sein offensichtlich, aufrichtig und ehrlich zu sein, niemanden zu täuschen und reine Beweggründe zu haben. Auch in der hebräischen Sprache und Poesie wird die Taube manchmal als Symbol für diese und ähnliche Eigenschaften gebraucht (Hoh 2:14; 5:2; vgl. Anm. zu Mat 3:16). Jesus wollte seinen Nachfolgern durch seine Aufforderung Folgendes vermitteln: Wenn sie wie Schafe unter Wölfen mit Verfolgung konfrontiert würden, müssten sie in sich die typischen Eigenschaften von Schlangen und Tauben vereinen – sie müssten vorsichtig und klug sein sowie im Herzen rein, untadelig und unschuldig (Luk 10:3).

obersten Gerichtshof: Gemeint ist der Sanhedrin, ein Richtergremium in Jerusalem, dem der Hohe Priester sowie insgesamt 70 Älteste und Schriftgelehrte angehörten. Die Juden betrachteten die Entscheidungen des Sanhedrins als bindend. (Siehe Worterklärungen zu „Sanhedrin“.)

Sanhedrin: Gemeint ist hier der Hohe Rat der Juden in Jerusalem. Das mit „Sanhedrin“ wiedergegebene griechische Substantiv synédrion bedeutet wtl. „Zusammensitzen“. synédrion war an sich ein allgemeiner Begriff für eine Versammlung oder eine Zusammenkunft, konnte sich in Israel aber auch auf ein religiöses Gericht beziehen. (Siehe Anm. zu Mat 5:22 und Worterklärungen; siehe auch Anh. B12 zur möglichen Lage des Saals des Sanhedrins.)

Ortsgerichte: In den Christlichen Griechischen Schriften ist mit dem Wort synédrion meistens der Sanhedrin gemeint, der Hohe Rat der Juden in Jerusalem. (Siehe Worterklärungen zu „Sanhedrin“ und Anm. zu Mat 5:22; 26:59.) synédrion war jedoch auch ein allgemeiner Begriff für eine Versammlung oder eine Zusammenkunft. In diesem Vers steht das Wort im Plural und bezieht sich auf Ortsgerichte, die den Synagogen angeschlossen waren. Sie waren befugt, Personen mit Auspeitschung oder mit dem Ausschluss aus der Synagoge zu bestrafen (Mat 23:34; Mar 13:9; Luk 21:12; Joh 9:22; 12:42; 16:2).

wegen meines Namens: In der Bibel steht der Ausdruck „Name“ manchmal für den Namensträger, für seinen Ruf und für alles, was man mit ihm in Verbindung bringt. (Siehe Anm. zu Mat 6:9.) Im Fall von Jesus steht er auch für die Autorität und die Stellung, die er von seinem Vater erhalten hat (Mat 28:18; Php 2:9, 10; Heb 1:3, 4). Jesus erklärt hier, dass seine Nachfolger wegen seines Namens gehasst würden, also wegen seiner Stellung als der von Gott ausgewählte Herrscher, als König der Könige und als derjenige, dem sich alle unterwerfen müssen, um ewiges Leben zu bekommen. (Siehe Anm. zu Joh 15:21.)

ausgeharrt hat: Oder „ausharrt“, „durchhält“. Das mit „ausharren“ wiedergegebene griechische Verb hypoménō bedeutet wtl. „unter etwas bleiben“. Oft wird es im Sinn von „bleiben statt fliehen“, „standhalten“, „durchhalten“ oder „standhaft bleiben“ gebraucht (Mat 10:22; Rö 12:12; Heb 10:32; Jak 5:11). In diesem Vers bezieht es sich darauf, trotz Gegnerschaft und prüfungsreicher Situationen weiter seinen Weg als ein Jünger von Christus zu gehen (Mat 24:9-12).

wegen meines Namens: Siehe Anm. zu Mat 24:9.

ausgeharrt hat: Oder „ausharrt“, „durchhält“. (Siehe Anm. zu Mat 24:13.)

Menschensohn: Oder „Sohn eines Menschen“. Dieser Ausdruck kommt in den Evangelien rund 80-mal vor. Jesus bezeichnete sich selbst als Menschensohn, wodurch er offensichtlich Folgendes herausstellen wollte: Er war wirklich ein von einer Frau geborener Mensch und er war die passende menschliche Entsprechung zu Adam. In dieser Funktion hatte er die Macht, die Menschheit von Sünde und Tod zu erlösen (Rö 5:12, 14, 15). Die Bezeichnung „Menschensohn“ machte Jesus außerdem als den Messias oder Christus kenntlich (Da 7:13, 14; siehe Worterklärungen).

Menschensohn: Siehe Anm. zu Mat 8:20.

wie viel mehr: Jesus gebrauchte bei seiner Argumentation oft die Methode, vom Kleineren auf das Größere zu schließen. Zuerst nannte er eine allseits anerkannte Tatsache und leitete dann davon eine Schlussfolgerung ab, die nicht von der Hand zu weisen war (Mat 10:25; 12:12; Luk 11:13; 12:28).

Beelzebub: Evtl. eine Abwandlung von Baal-Sebub, was „Besitzer (Herr) der Fliegen“ bedeutet und den Baal meint, den die Philister in Ekron verehrten (2Kö 1:3). Einige griechische Handschriften enthalten die abgewandelten Formen Beelzeboul und Beezeboul, die möglicherweise „Besitzer (Herr) des erhabenen Wohnsitzes (der Wohnung)“ bedeuten oder auch „Herr des Mistes (Kots)“, falls es sich um ein Wortspiel mit dem nicht biblischen hebräischen Wort sével („Mist“, „Kot“) handelt. Wie Mat 12:24 zeigt, ist Beelzebub eine Bezeichnung für Satan, den Obersten oder Herrscher der Dämonen.

wie viel mehr: Siehe Anm. zu Mat 7:11.

im Hellen: D. h. öffentlich.

verkündet von den Dächern: Eine Redewendung, die „öffentlich verkünden“ bedeutet. In biblischer Zeit hatten Häuser Flachdächer. Man konnte von dort aus gut etwas bekannt machen, und es war weithin zu sehen, was sich dort abspielte (2Sa 16:22).

Gehenna: Der Ausdruck geht auf die hebräischen Wörter gē hinnóm zurück, was „Hinnomtal“ bedeutet. Dieses Tal erstreckte sich südlich und südwestlich des alten Jerusalem. (Siehe Anh. B12, Karte „Jerusalem und Umgebung“.) Zur Zeit Jesu wurde dort Müll verbrannt, weshalb das Wort „Gehenna“ passenderweise für völlige Vernichtung steht. (Siehe Worterklärungen.)

Seele: Oder „Leben“, d. h. das zukünftige Leben einer Person, das durch eine Auferstehung möglich wird. Das griechische Wort psychḗ und das entsprechende hebräische Wort néphesch (beide traditionell mit „Seele“ wiedergegeben) beziehen sich hauptsächlich auf 1. Menschen, 2. Tiere oder 3. das Leben eines Menschen oder eines Tieres (1Mo 1:20; 2:7; 4Mo 31:28; 1Pe 3:20; siehe auch Fnn.). Beispiele, wo psychḗ für das Leben eines Menschen verwendet wird, findet man unter anderem in Mat 6:25; 10:39; 16:25, 26, Mar 8:35-37, Luk 12:20, Joh 10:11, 15; 12:25; 13:37, 38; 15:13 und Apg 20:10. Solche Bibeltexte helfen, die Aussage Jesu in diesem Vers zu verstehen. (Siehe Worterklärungen.)

der sowohl Seele als auch Körper ... vernichten kann: Nur Gott kann die „Seele“ eines Menschen (in diesem Kontext seine Aussicht auf Leben) zerstören, und nur Gott kann einen Menschen zu ewigem Leben auferwecken. Dieser Vers ist eine der Stellen in der Bibel, wo die Seele (griechisch psychḗ) als etwas Sterbliches und Zerstörbares beschrieben wird. Andere Stellen sind Mar 3:4, Luk 17:33, Joh 12:25 und Apg 3:23.

Gehenna: Gemeint ist ewige Vernichtung. (Siehe Anm. zu Mat 5:22 und Worterklärungen.)

Spatzen: Das griechische Wort strouthíon ist das Diminutiv von strouthόs. Es bezeichnet einen kleinen Vogel, bezieht sich jedoch oft auf den Spatzen – den billigsten von allen Vögeln, die zum Verzehr verkauft wurden.

Eine Münze, die kaum etwas wert ist: Wtl. „Ein Assarion“, der Arbeitslohn für 45 Minuten. (Siehe Anh. B14.) Bei dieser Gelegenheit (auf seiner dritten Predigttour durch Galiläa) sagte Jesus, zwei Spatzen würden ein Assarion kosten. Offenbar rund ein Jahr später (in Judäa) erwähnte er, man würde für den doppelten Preis fünf Spatzen bekommen (Luk 12:6). Wie ein Vergleich dieser beiden Berichte zeigt, waren Spatzen für einen Händler so wenig wert, dass man den fünften gratis bekam.

sogar die Haare auf eurem Kopf sind alle gezählt: Der Mensch hat im Schnitt 100 000 Haare auf dem Kopf. Dass Jehova selbst solche winzigen Details genau kennt, zeigt, was für ein starkes Interesse er an jedem Nachfolger seines Sohnes hat.

Marterpfahl: Oder „Hinrichtungspfahl“. An dieser Stelle erscheint zum ersten Mal das griechische Wort staurós. Im klassischen Griechisch bezeichnete es in erster Linie einen aufrecht stehenden Stamm oder Pfahl. Im übertragenen Sinn wird es in der Bibel manchmal für das Leid, die Schande, die Qual oder sogar den Tod gebraucht, den jemand erduldet, weil er Jesus nachfolgt. (Siehe Worterklärungen.)

nimmt: Wtl. auch „aufnimmt“, „auf sich nimmt“. Oder „annimmt“. Hier übertragen zu verstehen: Jemand nimmt die Verantwortung und die Konsequenzen auf sich, die es mit sich bringt, ein Jünger von Jesus zu werden.

Seele: Oder „Leben“. Siehe Worterklärungen.

im Namen des: Mit dem griechischen Ausdruck ónoma („Name“) kann mehr gemeint sein als der Eigenname. In diesem Kontext bedeutet die Wendung „im Namen des“, dass jemand die Autorität und Stellung des Vaters und des Sohnes anerkennt sowie die Rolle des heiligen Geistes. Wer das tut, gelangt in ein neues Verhältnis zu Gott. (Vgl. Anm. zu Mat 10:41.)

weil er ein Prophet ist: Wtl. „im Namen von einem Propheten“. In diesem Kontext zeigt die griechische Wendung „im Namen von“ an, dass jemand das Amt und die Arbeit eines Propheten anerkennt. (Vgl. Anm. zu Mat 28:19.)

wie ein Prophet belohnt: Wer Gottes Propheten anerkennt und unterstützt, wird sehr belohnt. Das zeigt z. B. der Bericht über die Witwe in 1Kö 17.

Gerechten: Siehe Worterklärungen zu „Gerechtigkeit“.

Medien

Stab und Provianttasche
Stab und Provianttasche

Ein Stab oder Stock war in biblischer Zeit ein alltäglicher Gegenstand. Man gebrauchte ihn, um sich aufzustützen (2Mo 12:11; Sach 8:4; Heb 11:21), zur Verteidigung (2Sa 23:21), zum Dreschen (Jes 28:27), zum Ernten von Oliven (5Mo 24:20; Jes 24:13) und für vieles mehr. Provianttaschen waren normalerweise aus Leder und wurden über der Schulter getragen. Unter anderem benutzten Reisende, Hirten und Landwirte solche Taschen für Verpflegung, Kleidung und andere Dinge. Als Jesus die Apostel auf eine Predigttour schickte und ihnen dafür Anweisungen gab, sagte er auch etwas über den Stab und die Provianttasche. Sie sollten nur das mitnehmen, was sie bereits hatten, und sich nicht durch zusätzliche Besorgungen aufhalten lassen; Jehova würde für sie sorgen. (Die Anm. zu Luk 9:3 und 10:4 enthalten weitere Details zu Jesu Anweisungen.)

Wolf
Wolf

Der Wolf (Canis lupus) ist ein aggressives, gieriges und unerschrockenes Tier. Oft reißt er mehr Schafe, als er fressen oder fortschleppen kann. Die in Israel lebenden Wölfe jagen vor allem nachts (Hab 1:8). In der Bibel werden Tiere mit ihren typischen Merkmalen und Verhaltensweisen häufig als Bild für positive oder negative Eigenschaften gebraucht. In der Sterbebettprophezeiung von Jakob beispielsweise wird der Stamm Benjamin als kämpferisch wie ein Wolf beschrieben (1Mo 49:27). Meistens steht der Wolf jedoch für schlechte Eigenschaften wie Aggressivität, Gier und Hinterhältigkeit. Mit Wölfen verglichen werden z. B. falsche Propheten (Mat 7:15), bösartige Gegner des Predigtwerks (Mat 10:16; Luk 10:3) und falsche Lehrer, die innerhalb der Christenversammlung Schaden anrichten (Apg 20:29, 30). Hirten waren sich der Gefahr bewusst, die von Wölfen ausging. Jesus sagte einmal: „Der Lohnarbeiter, der kein Hirte ist ..., sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht“, ja er „kümmert sich nicht um die Schafe“. Jesus dagegen – „der gute Hirte“ – gab sogar „sein Leben für die Schafe“ (Joh 10:11-13).

Peitsche
Peitsche

Das schrecklichste Instrument zum Auspeitschen oder Geißeln war das Flagellum. Es bestand aus einem Griff, an dem mehrere Stricke oder Lederriemen befestigt waren. In die Riemen waren spitze Knochen oder Metallstückchen eingearbeitet, um die Schläge noch schmerzhafter zu machen.

Flachdächer
Flachdächer

In biblischer Zeit spielte sich das Leben zu einem großen Teil auf den Dächern der Wohnhäuser ab. Väter konnten dort mit ihrer Familie zusammenkommen, um über Jehova zu sprechen, und beim Fest der Einsammlung baute man Laubhütten auf den Dächern (3Mo 23:41, 42; 5Mo 16:13-15). Man nutzte die Flächen auch für alltägliche Arbeiten, beispielsweise zum Trocknen von Flachs (Jos 2:6). Manchmal schliefen die Leute auch auf dem Dach (1Sa 9:25, 26). Was sich dort abspielte, konnte von anderen leicht beobachtet werden (2Sa 16:22). Und wenn man von dort etwas rief, wurde man sofort von Nachbarn oder Passanten auf der Straße gehört.

Hinnomtal (Gehenna)
Hinnomtal (Gehenna)

Das Hinnomtal war ein tiefes, enges Tal im S und SW des alten Jerusalem. Im Griechischen wurde es „Gehenna“ genannt. Da dort zur Zeit Jesu Abfall verbrannt wurde, ist der Ort ein passendes Symbol für völlige Vernichtung.

Spatz
Spatz

Spatzen waren die billigsten zum Verzehr angebotenen Vögel. Mit dem Lohn für 45 Minuten Arbeit konnte man zwei Spatzen kaufen. Der griechische Ausdruck umfasste unterschiedliche kleine Vögel, darunter den Haussperling (Passer domesticus biblicus) und den Weidensperling (Passer hispaniolensis). Beide sind in Israel nach wie vor weit verbreitet.