An die Philipper 2:1-30

2  Wenn es also irgendeine Ermutigung in Christus gibt, irgendeinen Trost aus Liebe, irgendeine geistige Gemeinschaft, irgendwelche innige Liebe und irgendwelches Mitgefühl,+  dann macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr übereinstimmend denkt und dieselbe Liebe habt, dass ihr völlig vereint seid und auf ein und dasselbe bedacht seid.+  Tut nichts aus Streitsucht+ oder Egoismus,+ sondern achtet andere in Demut höher als euch selbst.+  Habt nicht nur eure eigenen Interessen im Auge,+ sondern auch die der anderen.+  Behaltet diese innere Einstellung bei, die auch Christus Jesus hatte.+  Obwohl er in Gottesgestalt existierte,+ lag es ihm völlig fern zu versuchen, Gott gleich zu sein.+  Nein, er gab vielmehr alles auf, was er hatte, nahm Sklavengestalt an+ und wurde Mensch*.+  Mehr noch: Als er als Mensch kam, demütigte er sich und wurde gehorsam bis zum Tod,+ ja zum Tod an einem Marterpfahl.+  Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn in eine übergeordnete Stellung erhöht+ und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem anderen Namen ist,+ 10  damit jeder – ob im Himmel, auf der Erde oder unter dem Erdboden – seine Knie im Namen Jesu beugt+ 11  und jeder* offen anerkennt, dass Jesus Christus Herr ist+ zur Verherrlichung Gottes, des Vaters. 12  Darum, meine Lieben, so wie ihr immer gehorcht habt – nicht nur während meiner Anwesenheit, sondern jetzt noch viel bereitwilliger während meiner Abwesenheit –, arbeitet weiter mit Furcht und Zittern an eurer Rettung. 13  Denn Gott ist derjenige, der euch sowohl den Wunsch als auch die Kraft gibt,+ das zu tun, was ihm gefällt. 14  Tut weiterhin alles, ohne euch zu beklagen+ und zu widersprechen,+ 15  damit ihr euch als rein und unschuldig erweist, als makellose Kinder Gottes,+ die mitten in einer verkehrten und verdrehten Generation+ wie Lichtspender in der Welt leuchten.+ 16  Klammert euch dabei mit festem Griff an das Wort des Lebens.+ Dann werde ich am Tag Christi Grund zur Freude haben,+ weil ich nicht vergeblich gelaufen bin oder vergeblich hart gearbeitet habe. 17  Doch wenn ich auch wie ein Trankopfer über das Opfer+ und den heiligen Dienst ausgegossen werde,+ zu dem der Glaube euch geführt hat, bin ich glücklich, und ich freue mich mit euch allen. 18  Seid auch ihr glücklich und freut euch mit mir. 19  Nun hoffe ich im Herrn Jesus, dass ich Timọtheus+ bald zu euch schicken kann, damit ich ermutigt werde, wenn ich etwas von euch höre. 20  Denn ich habe sonst niemand, der die gleiche Einstellung hat wie er und sich aufrichtig um eure Belange kümmern wird.+ 21  Alle anderen sind auf ihre eigenen Interessen aus und nicht auf die von Jesus Christus. 22  Doch ihr wisst, wie gut er sich bewährt hat, dass er wie ein Kind+ mit dem Vater hart mit mir gearbeitet hat, um die gute Botschaft zu fördern. 23  Deswegen hoffe ich, dass ich ihn schicken kann, sobald ich sehe, wie es mit mir weitergeht. 24  Ich habe jedoch die Zuversicht im Herrn*, dass auch ich bald kommen werde.+ 25  Aber erst einmal halte ich es für nötig, euch Epaphrodịtus zu schicken, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitkämpfer, euren Abgesandten und persönlichen Diener für meine Bedürfnisse.+ 26  Er wünscht sich nämlich sehr, euch alle zu sehen, und ist niedergeschlagen, weil ihr gehört habt, dass er krank geworden war. 27  Er wurde tatsächlich krank und wäre fast gestorben. Aber Gott hatte Erbarmen mit ihm, ja nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir, damit ich nicht einen Kummer nach dem anderen habe. 28  Darum schicke ich ihn so schnell wie möglich zu euch. Dann könnt ihr euch, wenn ihr ihn seht, wieder freuen, und auch ich mache mir weniger Sorgen. 29  Heißt ihn daher mit aller Freude wie gewohnt im Herrn willkommen. Und bringt Männern wie ihm weiterhin Achtung entgegen,+ 30  denn er wäre wegen des Werkes des Christus fast gestorben. Er riskierte sein Leben, um einen Ausgleich dafür zu schaffen, dass ihr nicht hier wart und mir persönlich Dienst leisten konntet.+

Fußnoten

Wtl. „den Menschen gleich“.
Wtl. „jede Zunge“.
Oder „vertraue jedoch im Herrn darauf“.

Studienanmerkungen

Mut machen: Oder „ermahnen“. Im Griechischen steht hier das Substantiv paráklēsis (wtl. „Zu-sich-Rufen“). Es hat oft den Sinn von „Ermutigung“ (Apg 13:15; Php 2:1) oder „Trost“ (Rö 15:4; 2Ko 1:3, 4; 2Th 2:16). Wie die alternative Wiedergabe zeigt, kann unter paráklēsis und dem verwandten Verb parakaléō, das ebenfalls in diesem Vers vorkommt, auch „Ermahnung“ bzw. „ermahnen“ verstanden werden. Manchmal wird paráklēsis im Haupttext in diesem Sinn wiedergegeben (1Th 2:3; 1Ti 4:13; Heb 12:5 [„Aufforderung“]). Das Bedeutungsspektrum dieser griechischen Wörter („Ermahnung“, „Trost“, „Ermutigung“) legt nahe, dass ein Christ beim Ermahnen nie schroff oder unfreundlich sein sollte.

Ermutigung … Trost: Paulus verwendet hier zwei griechische Substantive mit ähnlichen Bedeutungen. Das Wort für „Ermutigung“ (paráklēsis) kann unterschiedlich übersetzt werden: außer mit „Ermutigung“ (Apg 13:15; Heb 6:18) auch mit „Trost“ (Rö 15:4; 2Ko 1:3, 4; 2Th 2:16), „Ermahnung“ (1Th 2:3; 1Ti 4:13) oder „Aufforderung“ (Heb 12:5). (Siehe Anm. zu Rö 12:8.) Das Wort paramýthion, das im vorliegenden Vers mit „Trost“ übersetzt ist, leitet sich von einem griechischen Verb ab, das „ermuntern“, „trösten“, „zureden“ bedeutet. (Vgl. Anm. zu 1Ko 14:3.) Wie Paulus andeutet, würde es die Einheit in der Versammlung stärken, wenn die Philipper einander trösteten und ermutigten (Php 2:2).

geistige Gemeinschaft: Oder „Teilhaben am Geist“. Der entsprechende griechische Ausdruck beschreibt ein freundschaftliches Verhältnis, das von gemeinsamen Interessen und dem Teilen miteinander geprägt ist. (Siehe Anm. zu Apg 2:42, wo das griechische Wort für „Gemeinschaft“, „Anteilhaben“ erklärt wird.) Hier und im nächsten Vers geht es Paulus um Folgendes: Wenn Christen gemeinsame Ziele im Dienst für Jehova haben und sich von seinem Geist leiten lassen, entsteht eine Einheit, die von der Welt nicht zerstört werden kann. (Siehe Anm. zu Php 2:2.) In einem Wörterbuch zur Bibel heißt es zu dem Wort für „Gemeinschaft“ in diesem Vers: „Ein solches Teilen verlangt, dass man andere höher achtet als sich selbst“ (2Ko 13:14; siehe Anm. zu Joh 17:21).

Mitgefühl: Das griechische Wort splágchnon beschreibt in diesem Vers tief empfundene, starke Gefühle. (Siehe Anm. zu 2Ko 6:12.)

innige Liebe: Das hier verwendete griechische Wort (splágchnon) bedeutet wtl. „Eingeweide“. In Apg 1:18 erscheint es im buchstäblichen Sinn. Im vorliegenden Vers beschreibt es im übertragenen Sinn tief empfundene, starke Gefühle. Es ist im Griechischen eines der ausdrucksstärksten Wörter für Mitgefühl.

eins sind: Oder „in Einheit sind“, „sich einig sind“. Jesus und sein Vater sind „eins“ oder einig im Denken und in der Zusammenarbeit. Genauso sollten seine Nachfolger „eins“ sein, indem sie harmonisch zusammenarbeiten – darum betete Jesus (Joh 17:22). In 1Ko 3:6-9 beschreibt Paulus diese Art von Einheit, die entsteht, wenn Christen untereinander und mit Gott zusammenarbeiten. (Siehe 1Ko 3:8 und Anm. zu Joh 10:30; 17:11.)

völlig vereint: Oder „vereinter Seele“. Das entsprechende griechische Wort sýnpsychos (sýmpsychos) setzt sich aus der Vorsilbe syn- („[zusammen] mit“) und dem Wort psychḗ („Seele“) zusammen. Mit diesem und anderen Ausdrücken legt Paulus den Philippern ans Herz, sich um Einheit zu bemühen. (Siehe Anm. zu Php 2:1.)

hatten Gemeinschaft miteinander: Oder „hatten aneinander Anteil“. Die Grundbedeutung des griechischen Wortes koinōnía ist „Gemeinschaft“, „Anteilhaben“. Paulus verwendete dieses Wort mehrfach in seinen Briefen (1Ko 1:9; 10:16; 2Ko 6:14, Fn.; 13:14). Wie der Kontext zeigt, ging es bei dieser Gemeinschaft eher um enge Freundschaft als um lose Bekanntschaft.

ermutigt und tröstet: Die griechischen Substantive paráklēsis (übersetzt mit „ermutigt“) und paramythía (übersetzt mit „tröstet“) haben beide mit Ermutigung zu tun, wobei paramythía noch mehr in Richtung Zuspruch und Trost geht. Das verwandte Verb paramythéomai kommt in Joh 11:19, 31 vor, wo von Juden berichtet wird, die Maria und Martha nach dem Tod ihres Bruders Lazarus trösteten (siehe auch 1Th 5:14).

geistige Gemeinschaft: Oder „Teilhaben am Geist“. Der entsprechende griechische Ausdruck beschreibt ein freundschaftliches Verhältnis, das von gemeinsamen Interessen und dem Teilen miteinander geprägt ist. (Siehe Anm. zu Apg 2:42, wo das griechische Wort für „Gemeinschaft“, „Anteilhaben“ erklärt wird.) Hier und im nächsten Vers geht es Paulus um Folgendes: Wenn Christen gemeinsame Ziele im Dienst für Jehova haben und sich von seinem Geist leiten lassen, entsteht eine Einheit, die von der Welt nicht zerstört werden kann. (Siehe Anm. zu Php 2:2.) In einem Wörterbuch zur Bibel heißt es zu dem Wort für „Gemeinschaft“ in diesem Vers: „Ein solches Teilen verlangt, dass man andere höher achtet als sich selbst“ (2Ko 13:14; siehe Anm. zu Joh 17:21).

völlig vereint: Oder „vereinter Seele“. Das entsprechende griechische Wort sýnpsychos (sýmpsychos) setzt sich aus der Vorsilbe syn- („[zusammen] mit“) und dem Wort psychḗ („Seele“) zusammen. Mit diesem und anderen Ausdrücken legt Paulus den Philippern ans Herz, sich um Einheit zu bemühen. (Siehe Anm. zu Php 2:1.)

Wir wollen nicht egoistisch werden: Nach der Gegenüberstellung der „Auswirkungen der sündigen Natur“ und der „Frucht, die der Geist hervorbringt“ warnt Paulus vor Egoismus (Gal 5:19-23). Das mit „egoistisch“ übersetzte griechische Wort (kenódoxos) vermittelt den Gedanken von „prahlerisch“ oder „süchtig nach Ruhm“. Es kommt in den Christlichen Griechischen Schriften nur hier vor. Gemäß einem Fachwörterbuch beschreibt es jemanden, „der sich ein unbegründetes Ansehen zu verschaffen sucht“. Er ist eingebildet und angeberisch, überschätzt sich und will unbedingt gelobt werden, auch wenn er kein Lob verdient. In Php 2:3 wird ein verwandtes Wort mit „Egoismus“ übersetzt.

Demut: Ein demütiger Mensch ist nicht stolz oder arrogant. Ob man demütig ist, zeigt sich daran, wie man sich selbst im Verhältnis zu Gott und zu anderen Menschen sieht. Demut ist keine Schwäche. Es ist eine innere Haltung, über die Gott sich freut. Christen, deren Demut echt ist, können gut zusammenarbeiten (Eph 4:2; Php 2:3; Kol 3:12; 1Pe 5:5). In den Christlichen Griechischen Schriften ist „Demut“ die Wiedergabe des Wortes tapeinophrosýnē, das von den Wörtern tapeinóō („niedrig machen“) und phrēn („Sinn“, „Gesinnung“) abgeleitet ist. Sinngemäß bedeutet es also, nicht zu hoch von sich zu denken. Das entsprechende Adjektiv tapeinós wird mit „demütig“ (Mat 11:29) und „die Demütigen“ (Jak 4:6; 1Pe 5:5) wiedergegeben. (Siehe Anm. zu Mat 11:29.)

Egoismus: Die Eigenschaft, sich selbst zu wichtig zu nehmen. (Siehe Anm. zu Gal 5:26, wo ein verwandtes griechisches Wort mit „egoistisch“ übersetzt ist.)

achtet andere … höher als euch selbst: Oder „haltet andere … für wichtiger als euch selbst“. (Siehe auch Rö 12:3; 1Ko 10:24; Php 2:4.)

Demut: Siehe Anm. zu Apg 20:19.

Behaltet diese innere Einstellung bei: Oder „Habt diese Denkweise“. Wie der Zusammenhang zeigt, geht es hier um die demütige Einstellung von Jesus (Php 2:3, 4).

Mensch: Wtl. „Fleisch“. Das griechische Wort sarx bezeichnet hier ein physisches Wesen, ein Lebewesen aus Fleisch und Blut. Als Jesus als Mensch geboren wurde, war er kein Geistwesen mehr. Anders als Engel in der Vergangenheit nahm er nicht lediglich einen menschlichen Körper an (1Mo 18:1-3; 19:1; Jos 5:13-15). Er konnte sich mit vollem Recht als „der Menschensohn“ bezeichnen (Joh 1:51; 3:14; siehe Anm. zu Mat 8:20).

Obwohl er in Gottesgestalt existierte: Das mit „Gestalt“ wiedergegebene griechische Wort morphḗ bedeutet auch „Form“, „äußere Erscheinung“, „Bild“. Genauso wie Gott „ein Geist“ ist, war auch Jesus ein Geistwesen (Joh 4:24 und Anm.). Das Wort morphḗ kommt auch in dem Wort „Sklavengestalt“ im nächsten Vers vor. Dort geht es darum, dass Jesus ein Mensch aus Fleisch und Blut wurde (Joh 1:14, Anm.).

lag es ihm völlig fern zu versuchen, Gott gleich zu sein: Oder „dachte er nicht daran, Gleichheit mit Gott an sich zu reißen“. Paulus legt den Philippern hier ans Herz, die gleiche bemerkenswerte Haltung zu haben wie Jesus. In Php 2:3 fordert er sie auf: „Achtet andere in Demut höher als euch selbst.“ Und in Vers 5 fügt er hinzu: „Behaltet diese innere Einstellung bei, die auch Christus Jesus hatte.“ Jesus achtete Gott höher als sich selbst. Statt danach zu streben, Gott gleich zu sein, „demütigte er sich und wurde gehorsam bis zum Tod“ (Php 2:8; Joh 5:30; 14:28; 1Ko 15:24-28). Ganz anders dachte der Teufel, der Eva einredete, sie könne wie Gott sein bzw. ihm gleich sein (1Mo 3:5). Jesus ist das perfekte Beispiel für den Punkt, um den es Paulus hier ging: Demut und Gehorsam gegenüber dem Schöpfer sind ein Muss. (Siehe Anm. zu versuchen, … zu sein in diesem Vers.)

versuchen, … zu sein: Im Griechischen steht in dieser Wendung das Substantiv harpagmós (wtl. das „Rauben“ oder „An-sich-Reißen“ von etwas). Einige sind der Meinung, dass es hier um etwas geht, das man schon besitzt und an dem man festhält. Dagegen spricht jedoch, dass das Verb harpázō, von dem harpagmós abgeleitet ist, in der Bibel nie in diesem Sinn gebraucht wird. Es hat die Grundbedeutung „rauben“, „ergreifen“ und ist in der Bibel mit „ergreifen“, „ausrauben“, „wegholen“ oder ähnlich übersetzt (Mat 11:12; 12:29; 13:19; Joh 6:15; 10:12, 28, 29; Apg 8:39; 23:10; 2Ko 12:2, 4; 1Th 4:17; Jud 23; Off 12:5). Wenn es Jesus „völlig fern[lag] zu versuchen, Gott gleich zu sein“, kann er logischerweise Gott nicht gleich gewesen sein.

wurde das Wort Mensch: Wtl. „wurde das Wort Fleisch“. Jesus war von seiner Geburt bis zu seinem Tod ganz und gar ein Mensch aus Fleisch und Blut. Er selbst sagte über den Grund, warum er ein Mensch geworden war: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich für das Leben der Welt opfern werde“ (Joh 6:51). Und nur weil er tatsächlich ein Mensch wurde, konnte er die gleichen Erfahrungen machen wie die Menschen und ein Hoher Priester werden, der mit ihnen mitfühlen kann (Heb 4:15). Jesus hätte nicht gleichzeitig menschlicher und göttlicher Natur sein können. Die Bibel sagt, dass er „ein wenig geringer gemacht wurde als Engel“ (Heb 2:9; Ps 8:4, 5; siehe Anm. zu Mensch in diesem Vers). Damals gingen allerdings die Meinungen auseinander, ob Jesus tatsächlich ein Mensch war. Es gab z. B. die Gnostiker, die glaubten, Erkenntnis (griechisch gnṓsis) könne auf mystische Weise erlangt werden. Sie vermischten griechische Philosophie und orientalische Mystik mit Gedankengut von abtrünnigen Christen. Für sie war alles Materielle böse. Deshalb lehrten sie, Jesus sei nicht als Mensch gekommen, sondern es habe nur so ausgesehen, als hätte er einen menschlichen Körper gehabt. Eine frühe Form des Gnostizismus setzte sich offensichtlich bereits gegen Ende des 1. Jh. durch. Das könnte erklären, warum Johannes extra schrieb: „So wurde das Wort Mensch [wtl. „Fleisch“].“ Wiederholt warnte er in seinen Briefen vor der falschen Lehre, Jesus sei nicht als Mensch gekommen (1Jo 4:2, 3; 2Jo 7).

Gott ist ein Geist: Mit dem griechischen Wort pneuma ist hier ein Geistwesen gemeint. (Siehe Worterklärungen zu „Geist“.) Aus der Bibel geht hervor, dass neben Gott auch der verherrlichte Jesus und die Engel Geister sind (1Ko 15:45; 2Ko 3:17; Heb 1:14). Die Lebensformen von Geistwesen und Menschen sind völlig unterschiedlich. Für das menschliche Auge ist ein Geist unsichtbar. Geistwesen haben einen „geistigen Körper“, der dem „physischen Körper“ weit überlegen ist (1Ko 15:44; Joh 1:18). Die Bibelschreiber sprechen zwar davon, dass Gott ein Gesicht, Augen, Ohren, Hände usw. hat, doch das sind nur Sprachbilder, die uns Menschen helfen sollen, das Wesen Gottes zu begreifen. Die Bibel zeigt deutlich, dass Gott eine Persönlichkeit hat. Und er existiert an einem bestimmten Ort, weshalb Jesus sagen konnte, er „gehe zum Vater“ (Joh 16:28); dieser Ort befindet sich jedoch außerhalb des physischen Bereichs. Gemäß Heb 9:24 begab sich Christus „in den Himmel, um … vor Gott für uns zu erscheinen“.

er gab … alles auf, was er hatte: Das griechische Verb bedeutet wtl. „leer machen“, „entleeren“. Paulus gebraucht es im übertragenen Sinn dafür, dass Jesus bereit war, nicht mehr als Geistwesen zu leben, sondern als Mensch; er war sogar bereit zu leiden. Engel haben hin und wieder Menschengestalt angenommen, um für Menschen sichtbar zu werden. Im Gegensatz zu ihnen hat Jesus den Körper, den er als Geistwesen hatte, völlig aufgegeben – einschließlich der Herrlichkeit und der Möglichkeiten, die damit verbunden waren. Es gibt niemand, der auch nur annähernd so viel aufgegeben hat, um Gott zu gefallen.

Obwohl er in Gottesgestalt existierte: Das mit „Gestalt“ wiedergegebene griechische Wort morphḗ bedeutet auch „Form“, „äußere Erscheinung“, „Bild“. Genauso wie Gott „ein Geist“ ist, war auch Jesus ein Geistwesen (Joh 4:24 und Anm.). Das Wort morphḗ kommt auch in dem Wort „Sklavengestalt“ im nächsten Vers vor. Dort geht es darum, dass Jesus ein Mensch aus Fleisch und Blut wurde (Joh 1:14, Anm.).

Als er als Mensch kam: Wtl. „Als er in der äußeren Erscheinung als ein Mensch vorgefunden wurde“. (Siehe Anm. zu Php 2:6.)

Marterpfahl: Oder „Hinrichtungspfahl“. Jesus nahm es auf sich, als Verbrecher und Gotteslästerer an einem Pfahl zu sterben, obwohl er völlig unschuldig war. Ein eindrucksvolleres Vorbild an Demut und Gehorsam gibt es nicht (Mat 26:63-66; Luk 23:33; siehe Worterklärungen zu „Marterpfahl“, „Pfahl; Stamm“). Jesus bewies ein für alle Mal, dass Menschen Jehova auch unter schwersten Prüfungen treu bleiben können (Joh 5:30; 10:17; Heb 12:2).

göttlicher Anerkennung: Oder „Gunst“, „unverdienter Güte“. Das griechische Wort cháris kommt in den Christlichen Griechischen Schriften mehr als 150 Mal vor und hat je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungsschattierungen. Wenn sich cháris auf die unverdiente Güte bezieht, die Gott Menschen erweist, dann beschreibt es ein Geschenk, das Gott großzügig gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. cháris ist ein Ausdruck von Gottes Freigebigkeit sowie seiner Liebe und Güte, die er großzügig schenkt, ohne dass der Empfänger etwas dafür getan hätte. Der Beweggrund dahinter ist einzig und allein Großzügigkeit (Rö 4:4; 11:6). Bei cháris geht es nicht unbedingt darum, dass der Empfänger ihrer nicht würdig ist. Darum konnte auch Jesus von Gott cháris geschenkt bekommen. Und deswegen wird der Begriff in Verbindung mit Jesus auch mit „Anerkennung“ oder, wie hier in diesem Vers, mit „göttliche Anerkennung“ wiedergegeben (Luk 2:40, 52). In anderen Zusammenhängen wurde das Wort ebenfalls mit „Anerkennung“ und „Gunst“ oder auch mit „Liebesgabe“ übersetzt (Luk 1:30; Apg 2:47; 7:46; 1Ko 16:3; 2Ko 8:19).

wegen meines Namens: In der Bibel steht der Ausdruck „Name“ manchmal für den Namensträger, für seinen Ruf und für alles, was man mit ihm in Verbindung bringt. (Siehe Anm. zu Mat 6:9.) Im Fall von Jesus steht er auch für die Autorität und die Stellung, die er von seinem Vater erhalten hat (Mat 28:18; Php 2:9, 10; Heb 1:3, 4). Jesus erklärt hier, dass seine Nachfolger wegen seines Namens gehasst würden, also wegen seiner Stellung als der von Gott ausgewählte Herrscher, als König der Könige und als derjenige, dem sich alle unterwerfen müssen, um ewiges Leben zu bekommen. (Siehe Anm. zu Joh 15:21.)

gütigerweise … gegeben: Das entsprechende griechische Verb (charízomai) ist mit dem Wort für „unverdiente Güte“ verwandt, das auch mit „göttliche Anerkennung“ übersetzt werden kann (Joh 1:14 und Anm.). Hier wird damit ausgedrückt, dass Gott als Zeichen seiner Liebe, Anerkennung und Großzügigkeit Jesus einen Namen gegeben hat, „der über jedem anderen Namen ist“. Da Jehova, der Vater, diesen Namen verleiht, muss er höherrangig sein als Jesus, sein Sohn (Joh 14:28; 1Ko 11:3). Jede Ehre, die Jesus aufgrund seiner hohen Stellung erwiesen wird, trägt letztendlich „zur Verherrlichung Gottes, des Vaters“, bei (Php 2:11).

den Namen: In der Bibel ist ein „Name“ oft mehr als nur eine Bezeichnung. (Siehe Anm. zu Mat 24:9.) Hier ist mit „Name“ die Stellung und Autorität gemeint, die Jesus von seinem Vater bekommen hat. Aus dem Zusammenhang im vorliegenden Kapitel geht hervor, dass Jesus diesen besonderen Namen nach seiner Auferstehung erhalten hat (Mat 28:18; Php 2:8, 10, 11; Heb 1:3, 4).

jedem anderen Namen: Wtl. „jedem Namen“. Eine wörtliche Wiedergabe, wie sie in vielen Bibelübersetzungen zu finden ist, könnte den Eindruck erwecken, dass Jesu Name auch über dem Namen Gottes steht. Das passt allerdings nicht zum unmittelbaren Zusammenhang. Paulus schreibt, dass Gott Jesus „in eine übergeordnete Stellung erhöht“ hat und ihm diesen Namen verliehen hat. Logischerweise steht Gott und sein eigener Name, Jehova, über allem – Jesu Name steht über jedem anderen Namen. (Siehe auch 1Ko 15:28.) Dass das griechische Wort für „jeder“ oder „alles“ in manchen Zusammenhängen „jeder andere“ oder „alles andere“ bedeuten kann, sieht man z. B. in Luk 13:2; 21:29; Php 2:21.

im Namen des: Mit dem griechischen Ausdruck ónoma („Name“) kann mehr gemeint sein als der Eigenname. In diesem Kontext bedeutet die Wendung „im Namen des“, dass jemand die Autorität und Stellung des Vaters und des Sohnes anerkennt sowie die Rolle des heiligen Geistes. Wer das tut, gelangt in ein neues Verhältnis zu Gott. (Vgl. Anm. zu Mat 10:41.)

unter dem Erdboden: Damit sind offensichtlich die Toten gemeint, „die in den Gräbern sind“ (Joh 5:28, 29). Wenn sie auferweckt werden, müssen auch sie sich Jesus unterordnen und offen anerkennen, „dass Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters“ (Php 2:11).

seine Knie im Namen Jesu beugt: Die Knie „im Namen Jesu“ zu beugen, bedeutet für jedes vernunftbegabte Geschöpf im Himmel und auf der Erde, Jesu Stellung anzuerkennen und sich ihm unterzuordnen. (Siehe Anm. zu Mat 28:19.)

öffentlich erklärst: In den meisten Bibelübersetzungen wird das hier verwendete griechische Wort homologéō mit „bekennen“ wiedergegeben. Fachwörterbücher nennen als Bedeutung auch „etwas frei heraus sagen“, „erklären“. In Vers 10 wird es mit „eine öffentliche Erklärung ablegen“ übersetzt. Paulus erklärt hier, dass es für Christen nicht ausreicht, in ihrem Herzen zu glauben. Um gerettet zu werden, müssen sie auch in der Öffentlichkeit über ihren Glauben sprechen (Ps 40:9, 10; 96:2, 3, 10; 150:6; Rö 15:9). Ein solches öffentliches Glaubensbekenntnis legen sie nicht nur einmal ab, etwa bei der Taufe, sondern wann immer sie mit Mitgläubigen zusammenkommen oder Andersgläubigen die gute Botschaft der Rettung verkünden (Heb 10:23-25; 13:15).

dass Jesus Herr ist: Das griechische Wort kýrios („Herr“) kann Verschiedenes bedeuten. Manche, die keine Jünger von Jesus waren, gebrauchten es als höfliche Anrede, wie z. B. die Samariterin am Brunnen (Mat 8:2; Joh 4:11). Doch wenn Jesu Jünger (oder Schüler) ihn so ansprachen, zeigten sie, dass sie ihn als ihren Herrn und Lehrer respektierten (Joh 13:13, 16). Nachdem Jesus gestorben und auferweckt worden war, erhielt er im Himmel eine hohe Stellung, und sein Titel „Herr“ nahm eine tiefere Bedeutung an: Durch seinen Opfertod hatte Jesus seine Jünger freigekauft und wurde sowohl ihr Besitzer (1Ko 7:23; 2Pe 2:1; Jud 4; Off 5:9, 10) als auch ihr König (Kol 1:13; 1Ti 6:14-16; Off 19:16). Jesus als Herrn anzuerkennen bedeutet mehr, als ihn einfach nur so anzureden. Echte Christen müssen seine Autorität respektieren und ihm gehorchen (Mat 7:21; Php 2:9-11).

offen anerkennt: Oder „öffentlich erklärt“, „bekennt“. Wie aus dem Zusammenhang deutlich wird, hat dieses Bekenntnis mit der Überzeugung zu tun, dass Jehova Jesus von den Toten auferweckt hat. (Vgl. Anm. zu Rö 10:9.)

dass Jesus Christus Herr ist: Siehe Anm. zu Rö 10:9.

Herr: Einige schließen aus dem Satzteil „dass Jesus Christus Herr ist“, er und sein Vater Jehova würden einen Gott bilden. Das kann jedoch nicht sein, denn im Kontext heißt es: „Gott [hat] ihn in eine übergeordnete Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem anderen Namen ist“ (Php 2:9; siehe Anm. zu Rö 10:9).

dass Jesus Herr ist: Das griechische Wort kýrios („Herr“) kann Verschiedenes bedeuten. Manche, die keine Jünger von Jesus waren, gebrauchten es als höfliche Anrede, wie z. B. die Samariterin am Brunnen (Mat 8:2; Joh 4:11). Doch wenn Jesu Jünger (oder Schüler) ihn so ansprachen, zeigten sie, dass sie ihn als ihren Herrn und Lehrer respektierten (Joh 13:13, 16). Nachdem Jesus gestorben und auferweckt worden war, erhielt er im Himmel eine hohe Stellung, und sein Titel „Herr“ nahm eine tiefere Bedeutung an: Durch seinen Opfertod hatte Jesus seine Jünger freigekauft und wurde sowohl ihr Besitzer (1Ko 7:23; 2Pe 2:1; Jud 4; Off 5:9, 10) als auch ihr König (Kol 1:13; 1Ti 6:14-16; Off 19:16). Jesus als Herrn anzuerkennen bedeutet mehr, als ihn einfach nur so anzureden. Echte Christen müssen seine Autorität respektieren und ihm gehorchen (Mat 7:21; Php 2:9-11).

Herr: Das entsprechende griechische Wort kýrios wird in der Bibel zwar im Allgemeinen als Substantiv verwendet, ursprünglich war es aber ein Adjektiv. Es leitet sich von dem Wort kýros („Macht“) ab und beschreibt jemanden, der Macht oder Autorität besitzt. kýrios kommt in fast allen Büchern der Christlichen Griechischen Schriften vor, außer im Brief an Titus und in den Johannesbriefen. Jesus Christus sprach seinen Vater und Gott richtigerweise mit „Herr“ (kýrios) an, denn Gott hat ihn erschaffen, besitzt größere Macht und Autorität und ist sein Haupt (Mat 11:25; Joh 20:17; 1Ko 11:3). In der Bibel wird das Wort „Herr“ jedoch nicht nur als Anrede oder Bezeichnung für Jehova Gott gebraucht, sondern auch für Jesus Christus (Mat 7:21; Rö 1:4, 7), für einen der Ältesten im Himmel, die Johannes in einer Vision sah (Off 7:13, 14), für Engel (Da 12:8), für Menschen (Apg 16:16, 19, 30) und für falsche Götter (1Ko 8:5). Manche leiten aus dem Satzteil „dass Jesus Herr ist“ ab, dass er und sein Vater, Jehova, dieselbe Person seien. Dem widerspricht jedoch eindeutig der Kontext, aus dem hervorgeht, „dass Gott ihn [Jesus] von den Toten auferweckt hat“. Jesus hat seine Autorität von seinem Vater erhalten und wurde von ihm als „Herr“ eingesetzt (Mat 28:18; Joh 3:35; 5:19, 30). (Siehe Anm. zu dass Jesus Herr ist in diesem Vers.)

Anwesenheit: Paulus verwendet hier das griechische Wort parousía. Offenbar bezeichnet es eine Zeitspanne – die Zeit, wo er mit den Philippern zusammen ist. Dass seine „Anwesenheit“ gemeint sein muss, ist daran zu erkennen, dass er diese Zeit seiner Abwesenheit (apousía) gegenüberstellt, also der Zeit, wo er nicht bei ihnen ist. Das Wort parousía kommt auch in Verbindung mit Jesus Christus vor. Es bezeichnet die Zeit ab seiner Einsetzung als messianischer König im Himmel zu Beginn der letzten Tage dieses Weltsystems. (Siehe Anm. zu Mat 24:3; 1Ko 15:23; Php 1:26.)

arbeitet weiter: Das entsprechende griechische Wort hat die Grundbedeutung „erreichen“, „vollenden“, „ausführen“. Es steht hier im Präsens, was eine fortlaufende Handlung anzeigt. Der Gedanke ist also, dass man an etwas so lange arbeitet, bis es fertig ist.

wenn ich wieder bei euch bin: Paulus freute sich darauf, wieder mit den Christen in Philippi zusammen zu sein. In der griechischen Formulierung kommt hier das Wort parousía vor, das wtl. „Dabeisein“ bedeutet. Es wird auch mit „Anwesenheit“ oder „Gegenwart“ übersetzt, vor allem in Verbindung mit Jesus Christus (Mat 24:37; 1Ko 15:23). Dass man parousía in diesem Sinn verstehen kann, wird aus Php 2:12 ersichtlich (siehe Anm.), wo Paulus seine „Anwesenheit“ seiner „Abwesenheit“ gegenüberstellt. (Siehe Anm. zu Mat 24:3; 1Ko 16:17.)

während seiner Gegenwart: Das griechische Wort parousía, das hier mit „Gegenwart“ übersetzt ist, kommt zum ersten Mal in Mat 24:3 vor, wo einige Apostel Jesus fragten: „An welchem Zeichen wird man deine Gegenwart … erkennen?“ Gemeint ist Jesu Gegenwart als messianischer König seit seiner unsichtbaren Thronbesteigung zu Beginn der letzten Tage des heutigen Weltsystems. Das Wort parousía wird in vielen Bibelübersetzungen mit „Kommen“ wiedergegeben, doch wörtlich bedeutet es „Dabeisein“. Mit Jesu parousía ist nicht einfach nur sein Kommen oder seine Ankunft gemeint, sondern seine Anwesenheit oder Gegenwart in einem bestimmten Zeitraum. Das wird durch Mat 24:37-39 deutlich, wo „die Zeit Noahs ... vor der Sintflut“ mit der „Gegenwart des Menschensohnes“ verglichen wird. In Php 2:12 verwendet Paulus das Wort parousía, um seine „Anwesenheit“ oder Gegenwart seiner „Abwesenheit“ gegenüberzustellen. (Siehe Anm. zu 1Ko 16:17.) Wie Paulus erklärt, würde die Auferstehung zu Leben im Himmel für diejenigen, die zum Christus gehören (seine geistgesalbten Brüder und Miterben), einige Zeit nach Jesu Einsetzung als König von Gottes Königreich stattfinden.

Gegenwart: Das griechische Wort parousía (in vielen Übersetzungen mit „Kommen“ wiedergegeben) bedeutet wtl. „Dabeisein“. Es bezieht sich nicht einfach nur auf ein Kommen oder eine Ankunft, sondern auf die Anwesenheit während einer bestimmten Zeitspanne. Das wird durch Mat 24:37-39 deutlich, wo „die Zeit Noahs … vor der Sintflut“ mit der „Gegenwart des Menschensohnes“ verglichen wird. Und in Php 2:12 stellte Paulus seine „Anwesenheit“ oder Gegenwart seiner „Abwesenheit“ gegenüber.

den Wunsch … gibt: Aufgrund von Entmutigung, persönlichen Schwächen und anderen Umständen haben Diener Gottes mitunter nicht mehr den Wunsch verspürt, Gott weiter zu dienen, und teilweise sogar ihren Lebenswillen verloren (1Kö 19:4; Ps 73:13, 14; Jon 4:2, 3). In so einer Situation ist Jehova gern bereit, seine Diener wieder zu motivieren – besonders wenn sie ihn um Hilfe bitten (Ps 51:10, 11; 73:17, 18).

die Kraft gibt, das zu tun: Im Griechischen kommt in diesem Vers zwei Mal das Verb energéō vor, weshalb man den gesamten Gedanken auch so übersetzen könnte: „der in euch wirkt und euch zum Wollen und Handeln veranlasst“. Der heilige Geist, Gottes Kraft in Aktion, ist die größte Energiequelle im Universum. Jehova hat damit alles erschaffen (1Mo 1:2; Ps 104:30; Jes 40:26). Durch den heiligen Geist gibt er seinen Dienern neue Kraft, wenn sie erschöpft sind (Jes 40:31). Wenn nötig kann Jehova auch die Fähigkeiten eines Menschen auf ein höheres Niveau heben (Luk 11:13; 2Ko 4:7). Paulus erlebte oft, wie zusätzlich zu seiner eigenen Anstrengung die Kraft Gottes in ihm wirkte (Php 4:13; Kol 1:29).

ohne euch zu beklagen: Oder „ohne zu murren“, „ohne Getuschel“. Im Griechischen steht hier ein Substantiv, das sich oft auf negatives Gerede und auf Klagen hinter vorgehaltener Hand bezieht. Wer sich andauernd beschwert, versucht andere zu beeinflussen. Die eigene Meinung oder die eigenen Gefühle werden dabei meist überbewertet, und die Aufmerksamkeit wird auf sich selbst gelenkt statt auf Gott. Das kann zu Unstimmigkeiten führen und die Versammlung hindern, Jehova in Einheit zu dienen. Um 55 u. Z. hatte Paulus die Korinther daran erinnert, dass das ständige Klagen der Israeliten in der Wildnis Jehova zornig machte. (Siehe Anm. zu 1Ko 10:10.) Es ist jedoch nicht grundsätzlich verkehrt, sich zu beklagen. Dasselbe griechische Wort steht auch in Apg 6:1. Wie es dort heißt, fingen die Griechisch sprechenden Juden in Jerusalem an, „sich … zu beschweren“, weil ihre Witwen benachteiligt wurden. Daraufhin sorgten die Apostel dafür, dass das Problem behoben wurde (Apg 6:1-6).

Beklagt euch auch nicht, wie es einige von ihnen taten: Oder „Murrt …“. Die Israeliten beklagten sich mehrere Male über Jehova. Zum Beispiel kritisierten sie Moses und Aaron scharf, als 10 der 12 Männer, die das Land Kanaan ausgekundschaftet hatten, mit einem negativen Bericht zurückkamen. Sie schlugen sogar vor, Moses als Führer zu ersetzen und nach Ägypten zurückzukehren (4Mo 14:1-4). Später fing die ganze Gemeinde an, sich über die Hinrichtung der Rebellen Korah, Dathan und Abiram und ihrer Anhänger zu beklagen. Sie fanden die Strafe offensichtlich ungerecht und steckten viele mit ihrer kritischen Einstellung an. Jehova bestrafte sie mit einer Plage, durch die 14 700 Israeliten ihr Leben verloren (4Mo 16:41, 49). Das Murren, das sich gegen seine Vertreter richtete, nahm er persönlich (4Mo 17:5).

wenn ich auch wie ein Trankopfer … ausgegossen werde: Zu den meisten Opfern, die die Israeliten darbrachten, gehörten auch Trankopfer; dabei wurde ein Becher Wein über dem Altar ausgegossen (3Mo 23:18, 37; 4Mo 15:2, 5, 10; 28:7). Paulus vergleicht sich hier mit einem solchen Trankopfer. Um die Philipper und andere Christen in ihrem heiligen Dienst für Gott und den damit verbundenen Opfern zu unterstützen, war er bereit, sich körperlich und emotional zu verausgaben. (Vgl. 2Ko 12:15.) Kurz vor seinem Tod schrieb er an Timotheus: „Ich werde schon wie ein Trankopfer ausgegossen und die Zeit für meine Erlösung steht bevor“ (2Ti 4:6).

ich: Oder „mein Leben“. (Siehe Anm. zu wenn ich auch wie ein Trankopfer … ausgegossen werde in diesem Vers.)

den heiligen Dienst: Oder „den öffentlichen Dienst“. Paulus spricht hier von dem Dienst eines Christen. Sein liebevoller und fleißiger Einsatz für die Philipper hatte ihrem Glauben sehr gutgetan. Sie waren motiviert, anderen genauso zu dienen. Im Griechischen gebraucht Paulus hier das Wort leitourgía. Wahrscheinlich dachten die Christen in Philippi (einer römischen Kolonie) bei dem Wort an die Arbeiten und Dienste, die Bürger für das Allgemeinwohl zu leisten hatten. (Siehe Anm. zu 2Ko 9:12.) Mit diesen Bürgerpflichten waren oft Kosten verbunden. Den Philippern dürfte klar gewesen sein, dass man auch im Dienst für Gott persönliche Opfer bringen muss. Das Wort leitourgía und verwandte Begriffe werden in den Christlichen Griechischen Schriften häufig verwendet, wenn es um den Dienst im Tempel oder den Dienst eines Christen geht. (Siehe dazu Anm. zu Luk 1:23; Apg 13:2; Rö 13:6; 15:16.)

öffentlicher Diener: Das entsprechende griechische Wort leitourgós leitet sich von den Wörtern laós („Volk“) und érgon („Arbeit“) ab. Bei den Griechen bezeichnete es ursprünglich jemanden, der im Auftrag staatlicher Behörden zum Nutzen des Volkes Arbeiten verrichtete oder Dienste leistete, und das gewöhnlich auf eigene Kosten. Bei den Römern gab es ebenfalls solche Diener für das Volk. In der Bibel bezieht sich leitourgós in der Regel auf jemanden, der Dienst für Gott verrichtet. Das verwandte Wort leitourgía wird in der Septuaginta häufig für den „Dienst“ (4Mo 4:28; 1Ch 6:32 [6:17, LXX]) und die „Aufgaben“ (4Mo 7:5) verwendet, die von den Priestern in der Stiftshütte und im Tempel Jehovas in Jerusalem verrichtet wurden. Hier wendet Paulus den Begriff leitourgós auf sich an. Als „Apostel für die anderen Völker“ verkündete er die gute Botschaft Gottes (Rö 11:13). Sein Dienst als Prediger kam der Allgemeinheit zugute, insbesondere Nichtjuden.

öffentliche Diener: Das entsprechende griechische Wort leitourgós („öffentlicher Diener“, „öffentlicher Arbeiter“) sowie die verwandten Wörter leitourgéō („öffentlichen Dienst verrichten“) und leitourgía („öffentlicher Dienst“) gebrauchten die Griechen und Römer, wenn es um Arbeiten und Dienste ging, die im Auftrag des Staates oder ziviler Behörden zum Nutzen des Volkes verrichtet wurden. Diese Wörter sind von laós („Volk“) und érgon („Arbeit“) abgeleitet. Hier werden weltliche Institutionen als Gottes „öffentliche Diener“ (Plural von leitourgós) bezeichnet, weil sie wertvolle Dienste für die Allgemeinheit leisten. In den Christlichen Griechischen Schriften werden diese griechischen Wörter jedoch häufiger für den Dienst im Tempel oder den Dienst eines Christen verwendet. (Siehe dazu Anm. zu Luk 1:23; Apg 13:2; Rö 15:16.)

dienten: Oder „öffentlich dienten“. Das entsprechende griechische Verb leitourgéō und die verwandten Substantive leitourgía („öffentlicher Dienst“) und leitourgós („öffentlicher Diener“, „öffentlicher Arbeiter“) gebrauchten die Griechen, wenn es um Arbeiten und Dienste ging, die im Auftrag des Staates oder ziviler Behörden zum Nutzen des Volkes verrichtet wurden. In Rö 13:6 beispielsweise werden die weltlichen Autoritäten als Gottes „öffentliche Diener“ (Plural von leitourgós) bezeichnet, da sie nützliche Dienste für die Allgemeinheit leisten. In Luk 1:23 (siehe Anm.) wird leitourgía mit „heiliger Dienst“ (oder „öffentlicher Dienst“) wiedergegeben und bezieht sich auf den Dienst von Sacharja, dem Vater von Johannes dem Täufer. Dort wird das Wort leitourgía in der gleichen Art und Weise verwendet, wie es (und verwandte Wörter) in der Septuaginta gebraucht wird, wenn es um die Dienste der Priester und Leviten an der Stiftshütte (2Mo 28:35; 4Mo 1:50; 3:31; 8:22) und am Tempel (2Ch 31:2; 35:3; Joel 1:9, 13; 2:17) ging. Diese Dienste beinhalteten den Aspekt, dass sie zum Nutzen des Volkes verrichtet wurden. In einigen Kontexten schlossen sie zusätzlich den Aspekt der Heiligkeit ein, wenn es etwa darum ging, dass die levitischen Priester Gottes Gesetz lehrten (2Ch 15:3; Mal 2:7) oder Opfer darbrachten, durch die die Sünden des Volkes gesühnt wurden (3Mo 1:3-5; 5Mo 18:1-5). Im vorliegenden Vers wird leitourgéō im erweiterten Sinn verwendet und beschreibt den Dienst, den die christlichen Propheten und Lehrer in der Versammlung im syrischen Antiochia verrichteten. Es bezieht sich auf die unterschiedlichen Handlungen, die mit der Anbetung und dem Dienst für Gott in Verbindung stehen, z. B. auf Bereiche des christlichen Dienstes wie das Beten und Lehren. Zu dem Dienst dieser Propheten und Lehrer gehörte zweifellos auch das Predigen in der Öffentlichkeit (Apg 13:3).

heiligen Dienstes: Oder „öffentlichen Dienstes“. Das entsprechende griechische Wort leitourgía sowie die verwandten Wörter leitourgéō („öffentlichen Dienst verrichten“) und leitourgós („öffentlicher Diener“, „öffentlicher Arbeiter“) gebrauchten die Griechen und Römer, wenn es um Arbeiten und Dienste zum Nutzen des Volkes ging, die im Auftrag ziviler Behörden verrichtet wurden. In Rö 13:6 beispielsweise werden die weltlichen Autoritäten als Gottes „öffentliche Diener“ (Plural von leitourgós) bezeichnet, da sie nützliche Dienste für die Allgemeinheit leisten. In der Septuaginta werden die griechischen Wörter häufig für die Dienste der Priester und Leviten im Tempel verwendet (2Mo 28:35; 4Mo 8:22). In diesem Sinn gebraucht auch Lukas hier das Wort leitourgía. Der Dienst im Tempel galt als öffentlicher Dienst zum Nutzen des Volkes. Er beinhaltete jedoch auch den Aspekt der Heiligkeit, da die levitischen Priester Gottes Gesetz lehrten und Opfer darbrachten, durch die die Sünden des Volkes gesühnt wurden (2Ch 15:3; Mal 2:7).

Dienst: Oder „öffentlichen Dienst“. Paulus gebraucht hier das griechische Wort leitourgía für die Hilfsaktion zugunsten der jüdischen Brüder in Jerusalem und Judäa. „Für die Bedürfnisse der Heiligen zu sorgen“ war ein echter Liebesdienst. Die Griechen und Römer gebrauchten das Wort leitourgía sowie die verwandten Wörter leitourgéō („öffentlichen Dienst verrichten“) und leitourgós („öffentlicher Diener“, „öffentlicher Arbeiter“), wenn es um Arbeiten oder Dienste ging, die im Auftrag des Staates oder ziviler Behörden zum Nutzen des Volkes verrichtet wurden. In den Christlichen Griechischen Schriften werden diese Wörter jedoch häufiger für den Dienst im Tempel oder den christlichen Dienst verwendet. (Siehe dazu Anm. zu Luk 1:23; Apg 13:2; Rö 13:6; 15:16.)

hoffe ich …, dass ich Timotheus bald zu euch schicken kann: Es ist unklar, ob Timotheus die Reise von Rom nach Philippi auf dem Land- oder dem Seeweg unternahm. Beides war mit Schwierigkeiten verbunden. Für die Seereise musste man ein Schiff finden, das überhaupt Passagiere mitnahm. Während der Fahrt verbrachte man Tag und Nacht auf dem Deck, und das bei jedem Wetter. Bei rauer See konnte man seekrank werden und sogar Schiffbruch erleiden. Über Land dauerte die Reise von Rom nach Philippi rund 40 Tage. Normalerweise reiste man Richtung O über die Via Appia bis zum Adriatischen Meer. Nach einer kurzen Überfahrt ging es – möglicherweise auf der Via Egnatia – weiter bis nach Philippi. (Siehe Anh. B13.) Unterwegs waren Reisende Wind und Wetter ausgesetzt und mussten mit Raubüberfällen rechnen. Zeitgenössische Quellen beschreiben die Herbergen entlang des Weges als schäbig, schmutzig, überfüllt und voller Flöhe. (Vgl. Anm. zu Apg 28:15.) Paulus war sich sicher, dass Timotheus nicht nur die Strapazen der Hinreise, sondern auch der Rückreise auf sich nehmen würde, um ihm zu berichten, wie es der Versammlung in Philippi ging.

Marktplatz des Appius: Oder „Forum des Appius“ (lateinisch Appii Forum). Dieser Marktplatz lag etwa 65 km südöstlich von Rom. Er war ein bekannter Rastplatz auf der Via Appia, einer berühmten Römerstraße, die von Rom über Capua nach Brundisium (heute Brindisi) verlief. Sowohl die Straße als auch der Marktplatz waren nach Appius Claudius Caecus benannt, der im 4. Jh. v. u. Z. mit dem Bau begonnen hatte. Reisende aus Rom machten gewöhnlich am Ende des ersten Reisetages am Marktplatz des Appius halt. Dadurch entwickelte sich der Ort zu einem geschäftigen Warenumschlagplatz. Außerdem lag er an einem Kanal, der an der Via Appia entlang durch die Pontinischen Sümpfe führte. Berichten zufolge wurden Reisende dort nachts auf Kanalbooten befördert, die von Maultieren gezogen wurden. Wie aus einer Beschreibung des römischen Dichters Horaz hervorgeht, war die Reise auf diesem Abschnitt beschwerlich. Er beklagte sich über die Frösche und Stechmücken und beschrieb den Marktplatz des Appius als „voll von Schiffern und listig berechnenden Wirten“ (Satiren, I, V, 1–6). Die Brüder aus Rom nahmen jedoch gern die Unannehmlichkeiten auf sich, um Paulus und seine Begleiter dort zu begrüßen. Sie wollten ihn auf seiner letzten Reiseetappe begleiten, damit er wohlbehalten in Rom ankam. Wo früher der Marktplatz des Appius war, liegt heute das Dorf Borgo Faiti, in dem noch auf das „Foro Appio“ hingewiesen wird. (Siehe Anh. B13.)

Er riskierte sein Leben: Oder „Er setzte seine Seele Gefahren aus“. Offensichtlich war es für Epaphroditus nicht ganz ungefährlich gewesen, ein Geschenk für Paulus nach Rom zu bringen. Vielleicht wurde er „krank und wäre fast gestorben“ (Php 2:26, 27), weil man als Reisender im 1. Jh. äußerst unhygienischen Bedingungen ausgesetzt war. Jedenfalls wäre Epaphroditus „wegen des Werkes des Christus fast gestorben“. Paulus hatte allen Grund, ihn für seinen Einsatz zu loben. Er fordert die Versammlung auf: „Heißt ihn … mit aller Freude wie gewohnt im Herrn willkommen. Und bringt Männern wie ihm weiterhin Achtung entgegen“ (Php 2:29; siehe Anm. zu Php 2:25, 26 und Worterklärungen zu „Seele“).

Epaphroditus: Ein vertrauenswürdiger Bruder aus der Versammlung in Philippi. Er wird nur in diesem Brief erwähnt. Epaphroditus wurde mit einem Geschenk zu Paulus nach Rom geschickt, der dort in Gefangenschaft war. Wahrscheinlich wollte er eine Zeitlang bei Paulus bleiben, um ihm zur Seite zu stehen. Doch leider wurde Epaphroditus „krank und wäre fast gestorben“, weshalb er früher als geplant nach Philippi zurückkehrte (Php 2:27, 28; siehe Anm. zu Php 2:26, 30).

Mitarbeiter: Siehe Anm. zu Rö 16:3; 1Ko 3:9.

Abgesandten: Oder „Apostel“. Paulus verwendet hier das griechische Wort apóstolos ganz allgemein im Sinn von „Abgesandter“ oder „Bote“. Epaphroditus wurde von der Versammlung in Philippi mit einem Geschenk zu Paulus geschickt, der damals in Rom in Haft war.

Gottes Mitarbeiter: Das griechische Wort für „Mitarbeiter“, synergós, kommt in den Christlichen Griechischen Schriften mehr als zehn Mal vor, am häufigsten in den Briefen von Paulus. Es wird für Personen verwendet, die zusammen die gute Botschaft verbreiten (Rö 16:9, 21; 2Ko 1:24; 8:23; Php 2:25; 4:3; Kol 4:11; Phm 1, 24). Paulus bringt hier zum Ausdruck, was für eine große Ehre es ist, mit Gott zusammenzuarbeiten. (Siehe Anm. zu 1Ko 3:6.) Den gleichen Gedanken findet man in 2Ko 6:1. (Vgl. auch 2Ko 5:20; Anm. zu Rö 16:3.)

Priska und Aquila: Dieses glaubensstarke Ehepaar musste im Jahr 49 oder Anfang 50 u. Z. Rom verlassen, weil Kaiser Claudius ein antijüdisches Dekret erlassen hatte. Claudius starb 54 u. Z. Als Paulus um 56 u. Z. den Römerbrief schrieb, waren Priska und Aquila nach Rom zurückgekehrt. (Siehe Anm. zu Apg 18:2.) Paulus bezeichnet die beiden als seine Mitarbeiter. Das entsprechende griechische Wort synergós kommt in den Christlichen Griechischen Schriften zwölf Mal vor, am häufigsten in den Briefen von Paulus (Rö 16:9, 21; Php 2:25; 4:3; Kol 4:11; Phm 1, 24). In 1Ko 3:9 schreibt Paulus sogar: „Wir sind Gottes Mitarbeiter.“

niedergeschlagen: Das entsprechende griechische Wort wird auch in Verbindung mit Jesu Gemütszustand im Garten Gethsemane verwendet, wo es heißt, dass ihn „eine starke innere Unruhe“ überfiel (Mat 26:37; Mar 14:33). Einem Wörterbuch zufolge bedeutet das Wort auch „betrübt sein“, „in Angst sein“, „in Unruhe sein“. Epaphroditus war niedergeschlagen, weil die Versammlung in Philippi von seiner Krankheit erfahren hatte. Vielleicht befürchtete er, dass nun einige dachten, er sei Paulus keine Hilfe gewesen, sondern eine zusätzliche Belastung. Als es Epaphroditus wieder besser ging, schickte Paulus ihn mit einem Brief zurück nach Philippi. Darin erklärt Paulus, was passiert war, und lobt ihn für seinen Einsatz und seine Treue (Php 2:25-29); das hat Epaphroditus bestimmt gutgetan. (Siehe Anm. zu Php 2:25, 30.)

wünscht sich … sehr, euch alle zu sehen: In manchen alten Handschriften fehlt das Wort für „sehen“. Dementsprechend steht hier in einigen Bibelübersetzungen „sehnt sich nach euch allen“. Die vorliegende Lesart ist jedoch gut belegt, und der Gedanke ist mehr oder weniger derselbe: Epaphroditus vermisste seine Glaubensbrüder in Philippi. (Siehe Anh. A3.)

niedergeschlagen: Das entsprechende griechische Wort wird auch in Verbindung mit Jesu Gemütszustand im Garten Gethsemane verwendet, wo es heißt, dass ihn „eine starke innere Unruhe“ überfiel (Mat 26:37; Mar 14:33). Einem Wörterbuch zufolge bedeutet das Wort auch „betrübt sein“, „in Angst sein“, „in Unruhe sein“. Epaphroditus war niedergeschlagen, weil die Versammlung in Philippi von seiner Krankheit erfahren hatte. Vielleicht befürchtete er, dass nun einige dachten, er sei Paulus keine Hilfe gewesen, sondern eine zusätzliche Belastung. Als es Epaphroditus wieder besser ging, schickte Paulus ihn mit einem Brief zurück nach Philippi. Darin erklärt Paulus, was passiert war, und lobt ihn für seinen Einsatz und seine Treue (Php 2:25-29); das hat Epaphroditus bestimmt gutgetan. (Siehe Anm. zu Php 2:25, 30.)

Er riskierte sein Leben: Oder „Er setzte seine Seele Gefahren aus“. Offensichtlich war es für Epaphroditus nicht ganz ungefährlich gewesen, ein Geschenk für Paulus nach Rom zu bringen. Vielleicht wurde er „krank und wäre fast gestorben“ (Php 2:26, 27), weil man als Reisender im 1. Jh. äußerst unhygienischen Bedingungen ausgesetzt war. Jedenfalls wäre Epaphroditus „wegen des Werkes des Christus fast gestorben“. Paulus hatte allen Grund, ihn für seinen Einsatz zu loben. Er fordert die Versammlung auf: „Heißt ihn … mit aller Freude wie gewohnt im Herrn willkommen. Und bringt Männern wie ihm weiterhin Achtung entgegen“ (Php 2:29; siehe Anm. zu Php 2:25, 26 und Worterklärungen zu „Seele“).

Epaphroditus: Ein vertrauenswürdiger Bruder aus der Versammlung in Philippi. Er wird nur in diesem Brief erwähnt. Epaphroditus wurde mit einem Geschenk zu Paulus nach Rom geschickt, der dort in Gefangenschaft war. Wahrscheinlich wollte er eine Zeitlang bei Paulus bleiben, um ihm zur Seite zu stehen. Doch leider wurde Epaphroditus „krank und wäre fast gestorben“, weshalb er früher als geplant nach Philippi zurückkehrte (Php 2:27, 28; siehe Anm. zu Php 2:26, 30).

wegen des Werkes des Christus: Evtl. auch „wegen des Werkes des Herrn“. Es gibt alte Handschriften, in denen hier „Herr“ statt „Christus“ steht, doch die Lesart im Haupttext ist besser belegt.

Er riskierte sein Leben: Oder „Er setzte seine Seele Gefahren aus“. Offensichtlich war es für Epaphroditus nicht ganz ungefährlich gewesen, ein Geschenk für Paulus nach Rom zu bringen. Vielleicht wurde er „krank und wäre fast gestorben“ (Php 2:26, 27), weil man als Reisender im 1. Jh. äußerst unhygienischen Bedingungen ausgesetzt war. Jedenfalls wäre Epaphroditus „wegen des Werkes des Christus fast gestorben“. Paulus hatte allen Grund, ihn für seinen Einsatz zu loben. Er fordert die Versammlung auf: „Heißt ihn … mit aller Freude wie gewohnt im Herrn willkommen. Und bringt Männern wie ihm weiterhin Achtung entgegen“ (Php 2:29; siehe Anm. zu Php 2:25, 26 und Worterklärungen zu „Seele“).

niedergeschlagen: Das entsprechende griechische Wort wird auch in Verbindung mit Jesu Gemütszustand im Garten Gethsemane verwendet, wo es heißt, dass ihn „eine starke innere Unruhe“ überfiel (Mat 26:37; Mar 14:33). Einem Wörterbuch zufolge bedeutet das Wort auch „betrübt sein“, „in Angst sein“, „in Unruhe sein“. Epaphroditus war niedergeschlagen, weil die Versammlung in Philippi von seiner Krankheit erfahren hatte. Vielleicht befürchtete er, dass nun einige dachten, er sei Paulus keine Hilfe gewesen, sondern eine zusätzliche Belastung. Als es Epaphroditus wieder besser ging, schickte Paulus ihn mit einem Brief zurück nach Philippi. Darin erklärt Paulus, was passiert war, und lobt ihn für seinen Einsatz und seine Treue (Php 2:25-29); das hat Epaphroditus bestimmt gutgetan. (Siehe Anm. zu Php 2:25, 30.)

Epaphroditus: Ein vertrauenswürdiger Bruder aus der Versammlung in Philippi. Er wird nur in diesem Brief erwähnt. Epaphroditus wurde mit einem Geschenk zu Paulus nach Rom geschickt, der dort in Gefangenschaft war. Wahrscheinlich wollte er eine Zeitlang bei Paulus bleiben, um ihm zur Seite zu stehen. Doch leider wurde Epaphroditus „krank und wäre fast gestorben“, weshalb er früher als geplant nach Philippi zurückkehrte (Php 2:27, 28; siehe Anm. zu Php 2:26, 30).

Medien