Nach Johannes 17:1-26

17  All das sagte Jesus, schaute zum Himmel und betete: „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrlicht.+  Du hast ihm ja Macht über alle Menschen gegeben,+ sodass er allen, die du ihm gegeben hast,+ ewiges Leben geben kann.+  Das bedeutet ewiges Leben:+ dich, den allein wahren Gott, kennenzulernen+ und auch den, den du gesandt hast, Jesus Christus.+  Ich habe dich auf der Erde verherrlicht+ und den Auftrag*, den du mir gegeben hast, erfüllt.+  Deshalb, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich neben dir hatte, bevor es die Welt gab.+  Ich habe den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben hast, deinen Namen offenbart.+ Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben sich an dein Wort gehalten.  Jetzt wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt,  weil ich das an sie weitergegeben habe, was du mir gesagt hast.+ Sie haben deine Worte angenommen und wissen jetzt sicher, dass ich als dein Repräsentant gekommen bin,+ und sie sind zu der Überzeugung gelangt, dass du mich gesandt hast.+  Für sie bitte ich. Ich bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast, weil sie dir gehören. 10  Alles, was mir gehört, gehört dir, und was dir gehört, gehört mir,+ und ich bin unter ihnen verherrlicht worden. 11  Ich bin nicht länger in der Welt,+ doch sie sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, wache über sie+ wegen deines Namens, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind, so wie wir eins sind.+ 12  Als ich bei ihnen war, habe ich wegen deines Namens, den du mir gegeben hast, über sie gewacht.+ Ich habe sie beschützt und kein Einziger von ihnen ist verloren gegangen*+ außer dem Sohn der Vernichtung,+ damit sich das erfüllt, was in den Schriften steht.+ 13  Jetzt aber komme ich zu dir und sage das alles, solange ich noch in der Welt bin, damit meine Freude in ihnen vollkommen wird.+ 14  Ich habe dein Wort an sie weitergegeben, doch die Welt hat sie gehasst,+ weil sie kein Teil der Welt sind,+ so wie ich kein Teil der Welt bin. 15  Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt herauszunehmen, sondern wegen des Teufels* über sie zu wachen.+ 16  Sie sind kein Teil der Welt,+ so wie ich kein Teil der Welt bin.+ 17  Heilige sie durch die Wahrheit.+ Dein Wort ist Wahrheit.+ 18  So wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt.+ 19  Und ich heilige mich für sie, damit auch sie durch die Wahrheit geheiligt werden. 20  Ich bitte nicht nur für sie, sondern auch für alle, die durch ihre Worte an mich glauben, 21  damit sie alle eins sind+ – so wie du, Vater, mit mir verbunden bist und ich mit dir,+ so sollen auch sie mit uns verbunden sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. 22  Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, genauso wie wir eins sind.+ 23  Ich bin verbunden mit ihnen und du mit mir, damit sie vollkommen eins werden.+ Daran wird die Welt erkennen, dass du mich gesandt und sie so geliebt hast wie mich. 24  Vater, ich möchte, dass die, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.+ Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt hast.+ 25  Gerechter Vater, die Welt hat dich tatsächlich nicht kennengelernt,+ aber ich kenne dich,+ und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26  Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen,+ damit sie die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in sich haben und ich mit ihnen verbunden bin.“+

Fußnoten

Wtl. „Werk“.
Oder „vernichtet worden“.
Wtl. „des Bösen“.

Studienanmerkungen

Mensch: Wtl. „Fleisch“. Das griechische Wort sarx bezeichnet hier ein physisches Wesen, ein Lebewesen aus Fleisch und Blut. Als Jesus als Mensch geboren wurde, war er kein Geistwesen mehr. Anders als Engel in der Vergangenheit nahm er nicht lediglich einen menschlichen Körper an (1Mo 18:1-3; 19:1; Jos 5:13-15). Er konnte sich mit vollem Recht als „der Menschensohn“ bezeichnen (Joh 1:51; 3:14; siehe Anm. zu Mat 8:20).

alle Menschen: Wtl. „alles Fleisch“. Den gleichen griechischen Ausdruck findet man auch in Luk 3:6, wo aus Jes 40:5 zitiert wird. Dort steht im Hebräischen ebenfalls „alles Fleisch“. (Vgl. Anm. zu Joh 1:14.)

dich ... kennenzulernen: Oder „immer mehr über dich ... zu erfahren“, „dich ... immer besser kennenzulernen“. Das griechische Verb ginṓskō hat die Grundbedeutung „(er)kennen“. Es steht hier im Präsens und drückt somit einen anhaltenden Vorgang aus. Es kann den Gedanken vermitteln, immer mehr über jemand zu erfahren, jemand kennenzulernen oder mit jemandem besser bekannt zu werden. Es kann auch beinhalten, sich ständig darum zu bemühen, jemand, den man schon kennt, noch besser kennenzulernen. In diesem Vers bezieht sich ginṓskō darauf, dass man seine persönliche Beziehung zu Gott vertieft. Dazu ist es nötig, immer mehr über Gott und Christus zu erfahren und ihnen immer mehr zu vertrauen. Für so eine Beziehung reicht es natürlich nicht, zu wissen, wer derjenige ist und wie er heißt. Man muss herausfinden, was ihm gefällt und was nicht und welche Werte und Maßstäbe er vertritt (1Jo 2:3; 4:8).

Grundlegung der Welt: Das mit „Grundlegung“ übersetzte griechische Wort erscheint auch in Heb 11:11. Dort wird es in Zusammenhang mit einem Nachkommen erwähnt und mit „empfangen“ wiedergegeben. Hier, in dem Ausdruck „Grundlegung der Welt“, bezieht es sich offenbar auf die Geburt der Kinder von Adam und Eva. Jesus brachte die „Grundlegung der Welt“ mit Abel in Verbindung (Luk 11:50, 51). Abel war offensichtlich der erste Mensch, der vom Tod erlöst werden kann und dessen Name „seit der Grundlegung der Welt“ in der „Buchrolle des Lebens“ steht (Off 17:8). Was Jesus hier in dem Gebet sagte, bestätigt, dass Gott seinen einziggezeugten Sohn seit langer Zeit liebte – schon bevor Adam und Eva Kinder bekamen.

Welt: Mit dem griechischen Wort kósmos ist hier offensichtlich die Menschenwelt gemeint. (Vgl. Anm. zu Joh 17:24.)

Name: Der Eigenname Gottes wird in Hebräisch mit den vier Konsonanten יהוה (JHWH) geschrieben. Die Wiedergabe „Jehova“ hat im Deutschen eine lange Tradition. In der Neuen-Welt-Übersetzung erscheint der Name an 6 979 Stellen in den Hebräischen Schriften und an 237 Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften. (Nähere Informationen zum Gebrauch des Gottesnamens in den Christlichen Griechischen Schriften sind im Anh. A5 und Anh. C zu finden.) In der Bibel steht der Ausdruck „Name“ manchmal auch für eine Person an sich, für ihren Ruf und für alles, was sie über sich selbst offenbart. (Vgl. 2Mo 34:5, 6; Off 3:4, Fn.)

Welt: In diesem Kontext bezeichnet das griechische Wort kósmos die Menschenwelt, die Gott nicht dient, also die von Gott entfremdete, nicht nach seinen Maßstäben lebende menschliche Gesellschaft. Johannes zitiert als einziger Evangelist die Aussage von Jesus, dass seine Nachfolger kein Teil der Welt sind oder nicht zur Welt gehören. Diesen Gedanken äußerte Jesus auch zweimal in dem letzten Gebet, das er im Beisein der treuen Apostel sprach (Joh 17:14, 16).

Ich habe ... deinen Namen offenbart: Oder „Ich habe ... deinen Namen bekannt gemacht“. Jesu Nachfolger kannten und gebrauchten Gottes Namen bereits. Sie konnten ihn in den hebräischen Schriftrollen, die es in den Synagogen gab, sehen und lesen. Er stand auch in der Septuaginta, einer griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften, die man beim Lehren verwendete. (Siehe Anh. A5 und C.) In der Bibel steht das Wort „Name“ manchmal für eine Person an sich, ihren Ruf und alles, was sie über sich selbst offenbart. (Siehe Anm. zu Mat 6:9; vgl. Off 3:4, Fn.) Jesus machte Gottes Namen nicht nur dadurch bekannt, dass er ihn gebrauchte. Er vermittelte auch ein Bild von Gottes Persönlichkeit, seinen Taten und seinen Zielen. Als derjenige, der „an der Seite des Vaters“ war, konnte Jesus wie kein anderer den Vater beschreiben (Joh 1:18; Mat 11:27). Dadurch bekam der „Name“ Gottes für Jesu erste Nachfolger eine tiefere Bedeutung.

Welt: In diesem Kontext bezieht sich das griechische Wort kósmos offensichtlich auf die Menschenwelt, die von Gott entfremdet ist. Die wahren Nachfolger Christi, seine Versammlung, sind von dieser Welt getrennt. (Siehe Anm. zu Joh 15:19.)

sich an dein Wort gehalten: Oder „deinem Wort gehorcht“. Wtl. „dein Wort festgehalten“. In diesem Kontext kann das griechische Verb tēréō, das hier mit „sich halten an“ übersetzt ist, auch „unbeirrt gehorchen“, „auf etwas achten“ bedeuten.

Welt: In diesem Kontext bezeichnet das griechische Wort kósmos die Menschenwelt, die Gott nicht dient, also die von Gott entfremdete, nicht nach seinen Maßstäben lebende menschliche Gesellschaft. Johannes zitiert als einziger Evangelist die Aussage von Jesus, dass seine Nachfolger kein Teil der Welt sind oder nicht zur Welt gehören. Diesen Gedanken äußerte Jesus auch zweimal in dem letzten Gebet, das er im Beisein der treuen Apostel sprach (Joh 17:14, 16).

Welt: In diesem Kontext bezeichnet das griechische Wort kósmos die Menschenwelt, die Gott nicht dient, also die von Gott entfremdete, nicht nach seinen Maßstäben lebende menschliche Gesellschaft. (Vgl. Anm. zu Joh 15:19.)

Name: Der Eigenname Gottes wird in Hebräisch mit den vier Konsonanten יהוה (JHWH) geschrieben. Die Wiedergabe „Jehova“ hat im Deutschen eine lange Tradition. In der Neuen-Welt-Übersetzung erscheint der Name an 6 979 Stellen in den Hebräischen Schriften und an 237 Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften. (Nähere Informationen zum Gebrauch des Gottesnamens in den Christlichen Griechischen Schriften sind im Anh. A5 und Anh. C zu finden.) In der Bibel steht der Ausdruck „Name“ manchmal auch für eine Person an sich, für ihren Ruf und für alles, was sie über sich selbst offenbart. (Vgl. 2Mo 34:5, 6; Off 3:4, Fn.)

Ich habe ... deinen Namen offenbart: Oder „Ich habe ... deinen Namen bekannt gemacht“. Jesu Nachfolger kannten und gebrauchten Gottes Namen bereits. Sie konnten ihn in den hebräischen Schriftrollen, die es in den Synagogen gab, sehen und lesen. Er stand auch in der Septuaginta, einer griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften, die man beim Lehren verwendete. (Siehe Anh. A5 und C.) In der Bibel steht das Wort „Name“ manchmal für eine Person an sich, ihren Ruf und alles, was sie über sich selbst offenbart. (Siehe Anm. zu Mat 6:9; vgl. Off 3:4, Fn.) Jesus machte Gottes Namen nicht nur dadurch bekannt, dass er ihn gebrauchte. Er vermittelte auch ein Bild von Gottes Persönlichkeit, seinen Taten und seinen Zielen. Als derjenige, der „an der Seite des Vaters“ war, konnte Jesus wie kein anderer den Vater beschreiben (Joh 1:18; Mat 11:27). Dadurch bekam der „Name“ Gottes für Jesu erste Nachfolger eine tiefere Bedeutung.

sind eins: Oder „sind in Einheit“, „sind uns einig“. Jesu Äußerung zeigt, dass er und sein Vater die „Schafe“ gemeinsam beschützen und zu ewigem Leben führen möchten. Daran arbeiten Vater und Sohn mit vereinten Kräften. Sie sind gleichermaßen an den Schafen interessiert und lassen nicht zu, dass irgendjemand sie aus ihrer Hand reißt (Joh 10:27-29; vgl. Hes 34:23, 24). Im Johannesevangelium ist immer wieder davon die Rede, dass zwischen dem Vater und dem Sohn eine große Harmonie besteht; sie wollen das Gleiche und arbeiten auf das Gleiche hin. Im Griechischen steht hier das Wort für „eins“ (das eine Sache bezeichnet), nicht für „einer“ (das eine Person bezeichnet). Das stützt den Gedanken, dass Jesus und sein Vater in ihrer Zusammenarbeit „eins“ sind, und nicht, dass sie „einer“ oder ein und dieselbe Person sind (Joh 5:19; 14:9, 23). Ein Vergleich von Jesu Aussage hier in Kapitel 10 mit seinem Gebet in Kapitel 17 bestätigt, dass er nicht davon sprach, die gleiche Göttlichkeit zu besitzen wie sein Vater; vielmehr geht es darum, dass sie dieselben Ziele verfolgen und in ihrer Handlungsweise übereinstimmen (Joh 10:25-29; 17:2, 9-11). Das wird noch deutlicher in Jesu Bitte, die er an seinen Vater bezüglich seiner Nachfolger richtete: „Wache über sie ..., damit sie eins sind, so wie wir eins sind“ (Joh 17:11). Somit geht es in Kapitel 10 und in Kapitel 17 um dieselbe Form des „Einsseins“. (Siehe Anm. zu Joh 17:11, 21; 1Ko 3:8.)

Heiliger Vater: Diese Anrede kommt in der Bibel nur hier vor. Sie wird nicht für einen Menschen gebraucht, sondern einzig und allein für Jehova Gott. (Vgl. Mat 23:9.)

deines Namens, den du mir gegeben hast: Der Name Jesus entspricht dem hebräischen Namen Jeschua (eine Kurzform von Jehoschua) und bedeutet „Jehova ist Rettung“. Der Name Gottes wurde Jesus also „gegeben“, indem er einen Namen bekam, der den Namen Gottes enthielt. Das passt zu der Tatsache, dass Jesus in diesem Kapitel zweimal ausdrücklich erwähnte, er habe den Namen Jehova bekannt gemacht oder offenbart (Joh 17:6, 26). In der Bibel kann das Wort „Name“ aber auch für eine Person an sich stehen, für ihren Ruf, ihre Eigenschaften und alles, was sie über sich selbst verrät. (Siehe Anm. zu Mat 6:9; Joh 17:6.) Daher wurde Jesus der Gottesname offensichtlich noch auf andere Weise „gegeben“, z. B. dadurch, dass er die Persönlichkeit seines Vaters vollkommen widerspiegelte (Joh 14:9), dass er im Namen seines Vaters kam und dass er in dessen Namen mächtige Taten vollbrachte (Joh 5:43; 10:25).

eins sind: Oder „in Einheit sind“, „sich einig sind“. Jesus und sein Vater sind „eins“ oder einig im Denken und in der Zusammenarbeit. Genauso sollten seine Nachfolger „eins“ sein, indem sie harmonisch zusammenarbeiten. Was Jesus hier in diesem Gebet sagte, erinnert an seine Worte in Joh 10:30. Dort erklärte er, dass er und der Vater darin „eins“ sind, wie sie mit seinen Jüngern umgehen – den „Schafen“, die ihm der Vater gegeben hat (Joh 10:25-30; 17:2, 9). Im Griechischen steht hier das Wort für „eins“ (das eine Sache bezeichnet), nicht für „einer“ (das eine Person bezeichnet). (Siehe Anm. zu Joh 10:30.)

jemandem, der es ... verdient, in der Gehenna zu enden: Wtl. „einem Sohn der Gehenna“. Gemeint ist jemand, der die ewige Vernichtung verdient. (Siehe Worterklärungen zu „Gehenna“.)

Sohn der Vernichtung: Bezieht sich hier auf Judas Iskariot. Dadurch, dass er den Sohn Gottes absichtlich verriet, verdiente er die ewige Vernichtung. Er ist es nicht würdig, wieder aufzuerstehen. Derselbe Ausdruck wird in 2Th 2:3 für den „Menschen der Gesetzlosigkeit“ verwendet. In den Ursprachen der Bibel wird „Sohn“ oder „Söhne“ manchmal übertragen für Personen gebraucht, die eine Besonderheit aufweisen oder ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen. Beispiele dafür sind „Söhne des Höchsten“, „Söhne des Lichts“, „Söhne des Tages“, „Söhne des Königreiches“, „Söhne [oder „Sohn“] des Teufels“ (Luk 6:35; 1Th 5:5; Mat 13:38; Apg 13:10). Dementsprechend kann sich der Ausdruck „Sohn des (der)“ darauf beziehen, wie es mit jemandem ausgeht, der ein bestimmtes Merkmal aufweist oder ein spezielles Verhalten an den Tag legt. In 2Sa 12:5 geht es z. B. um jemand, der den Tod verdient; im Hebräischen steht dort wtl. „Sohn des Todes“. Und in Mat 23:15 bezeichnet der wtl. Ausdruck „Sohn der Gehenna“ eine Person, die die ewige Vernichtung verdient. Das hatte Jesus offensichtlich auch im Sinn, als er Judas Iskariot einen „Sohn der Vernichtung“ nannte. (Siehe Anm. zu Mat 23:15 und Worterklärungen zu „Gehenna“.)

Welt: In diesem Kontext bezeichnet das griechische Wort kósmos die Menschenwelt, die Gott nicht dient, also die von Gott entfremdete, nicht nach seinen Maßstäben lebende menschliche Gesellschaft. Die Aussage Jesu, dass seine Nachfolger kein Teil der Welt sind, also nicht zu dieser Welt gehören, findet sich nur im Johannesevangelium. Diesen Gedanken äußerte Jesus am letzten Abend mit seinen treuen Aposteln insgesamt drei Mal (Joh 15:19; 17:16).

Heilige sie: Oder „Halte sie abgesondert“, und zwar für den heiligen Dienst für Gott. Wenn Jesu Nachfolger nach der Wahrheit aus Gottes Wort leben, werden sie geheiligt oder gereinigt (1Pe 1:22). Dadurch sind sie „kein Teil der Welt“ mehr – sie heben sich von der Welt ab, die sich nicht nach Gottes Wahrheit ausrichtet (Joh 17:16).

Dein Wort ist Wahrheit: Jehovas Wort der Wahrheit stellt die Dinge so dar, wie sie wirklich sind. Es offenbart Jehovas Eigenschaften, seine Gebote und was er vorhat. Es zeigt, in welchem Zustand sich die Menschheit tatsächlich befindet. In Übereinstimmung mit Jesu Gebet erklärt es, was man tun muss, um von Jehova geheiligt oder abgesondert zu werden, damit man ihm dienen kann. Und es macht deutlich, wie man heilig bleibt.

ich heilige mich: Oder „ich halte mich abgesondert“, „ich halte mich heilig“. Jesus war bereits heilig, als er als Mensch geboren wurde (Luk 1:35), und er blieb sein ganzes Leben auf der Erde heilig (Apg 4:27; Heb 7:26). Dadurch, dass er sich nie etwas zuschulden kommen ließ und sein Leben als Loskaufsopfer gab, ermöglichte er es seinen Nachfolgern, für den Dienst Gottes geheiligt oder abgesondert zu werden. Deshalb konnte er auch zu seinem Vater sagen, dass er sich für sie oder zu ihren Gunsten heiligte. Jesu Nachfolger werden durch die Wahrheit geheiligt, wenn sie seinen Fußspuren genau folgen und nach den Wahrheiten leben, die sie von ihm erfahren haben und die sonst noch in der Bibel zu finden sind (Joh 17:17; 2Ti 2:20, 21; Heb 12:14). Sie können sich die Heiligung dadurch aber nicht verdienen, denn ihre Heiligung kommt durch Jesus Christus (Rö 3:23-26; Heb 10:10).

sind eins: Oder „sind in Einheit“, „sind uns einig“. Jesu Äußerung zeigt, dass er und sein Vater die „Schafe“ gemeinsam beschützen und zu ewigem Leben führen möchten. Daran arbeiten Vater und Sohn mit vereinten Kräften. Sie sind gleichermaßen an den Schafen interessiert und lassen nicht zu, dass irgendjemand sie aus ihrer Hand reißt (Joh 10:27-29; vgl. Hes 34:23, 24). Im Johannesevangelium ist immer wieder davon die Rede, dass zwischen dem Vater und dem Sohn eine große Harmonie besteht; sie wollen das Gleiche und arbeiten auf das Gleiche hin. Im Griechischen steht hier das Wort für „eins“ (das eine Sache bezeichnet), nicht für „einer“ (das eine Person bezeichnet). Das stützt den Gedanken, dass Jesus und sein Vater in ihrer Zusammenarbeit „eins“ sind, und nicht, dass sie „einer“ oder ein und dieselbe Person sind (Joh 5:19; 14:9, 23). Ein Vergleich von Jesu Aussage hier in Kapitel 10 mit seinem Gebet in Kapitel 17 bestätigt, dass er nicht davon sprach, die gleiche Göttlichkeit zu besitzen wie sein Vater; vielmehr geht es darum, dass sie dieselben Ziele verfolgen und in ihrer Handlungsweise übereinstimmen (Joh 10:25-29; 17:2, 9-11). Das wird noch deutlicher in Jesu Bitte, die er an seinen Vater bezüglich seiner Nachfolger richtete: „Wache über sie ..., damit sie eins sind, so wie wir eins sind“ (Joh 17:11). Somit geht es in Kapitel 10 und in Kapitel 17 um dieselbe Form des „Einsseins“. (Siehe Anm. zu Joh 17:11, 21; 1Ko 3:8.)

eins sind: Oder „in Einheit sind“, „sich einig sind“. Jesus und sein Vater sind „eins“ oder einig im Denken und in der Zusammenarbeit. Genauso sollten seine Nachfolger „eins“ sein, indem sie harmonisch zusammenarbeiten. Was Jesus hier in diesem Gebet sagte, erinnert an seine Worte in Joh 10:30. Dort erklärte er, dass er und der Vater darin „eins“ sind, wie sie mit seinen Jüngern umgehen – den „Schafen“, die ihm der Vater gegeben hat (Joh 10:25-30; 17:2, 9). Im Griechischen steht hier das Wort für „eins“ (das eine Sache bezeichnet), nicht für „einer“ (das eine Person bezeichnet). (Siehe Anm. zu Joh 10:30.)

eins sind: Oder „in Einheit sind“, „sich einig sind“. Jesus und sein Vater sind „eins“ oder einig im Denken und in der Zusammenarbeit. Genauso sollten seine Nachfolger „eins“ sein, indem sie harmonisch zusammenarbeiten – darum betete Jesus (Joh 17:22). In 1Ko 3:6-9 beschreibt Paulus diese Art von Einheit, die entsteht, wenn Christen untereinander und mit Gott zusammenarbeiten. (Siehe 1Ko 3:8 und Anm. zu Joh 10:30; 17:11.)

vollkommen eins: Oder „völlig vereint“. Jesus bringt hier vollkommene Einheit damit in Zusammenhang, vom Vater geliebt zu werden. Das passt zu Kol 3:14, wo über die Liebe gesagt wird: „Sie ist ein vollkommenes Band der Einheit.“ Diese vollkommene Einheit ist natürlich relativ. Sie bedeutet nicht, dass alle Persönlichkeitsunterschiede ausgelöscht werden, dass es keine unterschiedlichen Fähigkeiten, Gewohnheiten und Gewissensentscheidungen mehr gibt, sondern dass Jesu Nachfolger im Handeln, im Glauben und im Lehren vereint sind (Rö 15:5, 6; 1Ko 1:10; Eph 4:3; Php 1:27).

Grundlegung der Welt: Das mit „Grundlegung“ übersetzte griechische Wort erscheint auch in Heb 11:11. Dort wird es in Zusammenhang mit einem Nachkommen erwähnt und mit „empfangen“ wiedergegeben. Hier, in dem Ausdruck „Grundlegung der Welt“, bezieht es sich offenbar auf die Geburt der Kinder von Adam und Eva. Jesus brachte die „Grundlegung der Welt“ mit Abel in Verbindung (Luk 11:50, 51). Abel war offensichtlich der erste Mensch, der vom Tod erlöst werden kann und dessen Name „seit der Grundlegung der Welt“ in der „Buchrolle des Lebens“ steht (Off 17:8). Was Jesus hier in dem Gebet sagte, bestätigt, dass Gott seinen einziggezeugten Sohn seit langer Zeit liebte – schon bevor Adam und Eva Kinder bekamen.

Ich habe ... deinen Namen offenbart: Oder „Ich habe ... deinen Namen bekannt gemacht“. Jesu Nachfolger kannten und gebrauchten Gottes Namen bereits. Sie konnten ihn in den hebräischen Schriftrollen, die es in den Synagogen gab, sehen und lesen. Er stand auch in der Septuaginta, einer griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften, die man beim Lehren verwendete. (Siehe Anh. A5 und C.) In der Bibel steht das Wort „Name“ manchmal für eine Person an sich, ihren Ruf und alles, was sie über sich selbst offenbart. (Siehe Anm. zu Mat 6:9; vgl. Off 3:4, Fn.) Jesus machte Gottes Namen nicht nur dadurch bekannt, dass er ihn gebrauchte. Er vermittelte auch ein Bild von Gottes Persönlichkeit, seinen Taten und seinen Zielen. Als derjenige, der „an der Seite des Vaters“ war, konnte Jesus wie kein anderer den Vater beschreiben (Joh 1:18; Mat 11:27). Dadurch bekam der „Name“ Gottes für Jesu erste Nachfolger eine tiefere Bedeutung.

Name: Der Eigenname Gottes wird in Hebräisch mit den vier Konsonanten יהוה (JHWH) geschrieben. Die Wiedergabe „Jehova“ hat im Deutschen eine lange Tradition. In der Neuen-Welt-Übersetzung erscheint der Name an 6 979 Stellen in den Hebräischen Schriften und an 237 Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften. (Nähere Informationen zum Gebrauch des Gottesnamens in den Christlichen Griechischen Schriften sind im Anh. A5 und Anh. C zu finden.) In der Bibel steht der Ausdruck „Name“ manchmal auch für eine Person an sich, für ihren Ruf und für alles, was sie über sich selbst offenbart. (Vgl. 2Mo 34:5, 6; Off 3:4, Fn.)

Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht: Diesen Gedanken hatte Jesus schon am Anfang seines Gebets erwähnt. (Siehe Anm. zu Joh 17:6.) Jetzt, am Schluss des Gebets, steht im Griechischen jedoch ein anderes Verb, nämlich gnōrízō, was „bekannt machen“ bedeutet. Es deckt sich weitgehend mit dem in Joh 17:6 verwendeten Verb phaneróō, das so viel bedeutet wie „zeigen“, „offenbaren“ oder auch „bekannt machen“. (Siehe Joh 17:6, Fn.) Wenn in der Bibel davon die Rede ist, den Namen einer Person bekannt zu machen, kann das sowohl einschließen, ihren tatsächlichen Namen zu offenbaren, als auch zu zeigen, wofür ihr Name steht. Dazu gehört ihr Ruf und alles, was sie über sich verrät. (Siehe Anm. zu Mat 6:9; vgl. Off 3:4, Fn.) Jesus machte Gottes Namen bekannt, indem er ihn gebrauchte und indem er ein Bild von Gottes Persönlichkeit, seinen Taten und seinen Zielen vermittelte. Jesus fügte noch hinzu: „[Ich] werde ihn bekannt machen“, was man auch mit „[Ich] werde ihn weiterhin bekannt machen“ übersetzen könnte. Der Name Gottes würde somit für Jesu Nachfolger eine immer tiefere Bedeutung annehmen.

Medien