Nach Lukas 8:1-56

8  Kurz danach zog er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf, wobei er predigte und die gute Botschaft von Gottes Königreich bekannt machte.+ Die Zwölf waren bei ihm  sowie einige Frauen, die von bösen Geistern befreit und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalẹne,+ aus der sieben Dämọnen ausgefahren waren,  Johạnna,+ die Frau von Chụsa, einem hohen Beamten von Herodes, Susạnna und viele andere Frauen, die ihn und die Apostel mit dem unterstützten, was sie besaßen*.+  Eine große Menschenmenge versammelte sich nun gemeinsam mit denen, die aus einer Stadt nach der anderen zu ihm kamen. Da brachte Jesus einen Vergleich:+  „Ein Sämann ging los, um Samen zu säen. Beim Säen fielen einige Samenkörner auf den Weg und wurden zertreten, und die Vögel des Himmels pickten sie auf.+  Andere fielen auf den Felsen, und nachdem sie aufgegangen waren, vertrockneten sie, weil sie keine Feuchtigkeit hatten.+  Wieder andere fielen unter die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit ihnen und erstickten sie.+  Andere fielen jedoch auf guten Boden, und nachdem sie aufgegangen waren, brachten sie hundertfachen Ertrag.“+ Dann rief er noch: „Wer Ohren hat, soll gut zuhören.“+  Seine Jünger wollten nun wissen, was dieser Vergleich bedeutet.+ 10  Da sagte er: „Ihr dürft* die heiligen Geheimnisse des Königreiches Gottes verstehen, für die Übrigen aber bleiben es Vergleiche,+ sodass sie, obwohl sie sehen, vergeblich sehen, und obwohl sie hören, nicht die Bedeutung verstehen.+ 11  Mit dem Vergleich ist Folgendes gemeint: Der Samen ist das Wort Gottes.+ 12  Mit denen auf dem Weg ist es so: Sie haben das Wort Gottes gehört, aber dann kommt der Teufel und nimmt es aus ihrem Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.+ 13  Mit denen auf dem Felsen ist es so: Sie hören das Wort Gottes und nehmen es mit Freude an, bilden aber keine Wurzeln. Sie glauben eine Zeit lang, aber in einer Zeit der Erprobung fallen sie ab.+ 14  Mit denen unter den Dornen ist es so: Sie haben das Wort Gottes gehört, lassen sich aber von den Sorgen, dem Reichtum+ und den Vergnügungen dieses Lebens+ forttragen, werden völlig erstickt und bringen nichts zur Reife.+ 15  Mit denen auf dem guten Boden ist es so: Sie hören das Wort Gottes mit einem aufrichtigen und guten Herzen,+ lassen es nicht mehr los, harren aus* und bringen dabei Ertrag.+ 16  Niemand, der eine Lampe angezündet hat, deckt sie mit einem Gefäß zu oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Lampenständer, sodass jeder, der hereinkommt, das Licht sehen kann.+ 17  Denn es ist nichts versteckt, was nicht offenbar werden wird, noch etwas sorgfältig verborgen, was niemals bekannt werden und ans Licht kommen wird.+ 18  Achtet also darauf, wie ihr zuhört, denn wer hat, dem wird noch mehr gegeben.+ Aber wer nicht hat, dem wird selbst das, was er zu haben meint, weggenommen.“+ 19  Seine Mutter und seine Brüder+ wollten nun zu ihm, aber wegen der vielen Leute kamen sie nicht durch.+ 20  Deshalb richtete man ihm aus: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen.“ 21  Er erwiderte: „Meine Mutter und meine Brüder sind diese Menschen hier, die Gottes Wort hören und danach leben.“+ 22  Eines Tages stieg er mit seinen Jüngern in ein Boot und sagte: „Lasst uns an das andere Seeufer fahren.“ Also setzten sie die Segel.+ 23  Während sie segelten, schlief er ein. Doch dann fiel ein gewaltiger Sturm auf den See herab und ihr Boot lief voll Wasser und sie gerieten in Gefahr.+ 24  Die Jünger gingen zu ihm, weckten ihn und riefen: „Lehrer,* Lehrer, wir sterben!“ Da stand er auf und sprach ein Machtwort zu dem Wind und den tosenden Wellen. Darauf legte sich der Sturm und eine Stille trat ein.+ 25  Dann fragte er sie: „Wo ist euer Glaube*?“ Doch sie sagten voller Angst und Staunen zueinander: „Wer ist das nur? Er gibt sogar dem Wind und den Wellen Befehle und sie hören auf ihn.“+ 26  In der Gegend der Gerasẹner gegenüber von Galilạ̈a legten sie an.+ 27  Als Jesus an Land ging, begegnete ihm ein von Dämọnen Besessener aus der Stadt. Er trug schon seit längerer Zeit keine Kleidung mehr und wohnte nicht in einem Haus, sondern in den Grabhöhlen.+ 28  Als sein Blick auf Jesus fiel, schrie er auf, warf sich vor ihm auf den Boden und rief laut: „Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich flehe dich an, quäle mich nicht!“+ 29  (Jesus hatte dem bösen Geist nämlich befohlen, aus dem Mann herauszukommen. Der Dạ̈mon hatte ihn schon oft gepackt*,+ und man hatte den Mann wiederholt an Händen und Füßen gefesselt und bewacht, aber er zerriss jedes Mal die Ketten und wurde von dem Dạ̈mon an einsame Orte getrieben.) 30  Jesus fragte ihn: „Wie heißt du?“, worauf er antwortete: „Legiọn“, denn viele Dämọnen waren in den Mann gefahren. 31  Mehrmals flehten sie ihn an, ihnen nicht zu befehlen, in den Abgrund zu gehen.+ 32  Nun weidete eine große Schweineherde+ dort am Berg, und so baten die Dämọnen ihn, sie in die Schweine fahren zu lassen. Das erlaubte er ihnen.+ 33  Sofort kamen die Dämọnen aus dem Mann heraus und fuhren in die Schweine. Die Herde stürmte über den Steilhang* in den See und ertrank. 34  Als die Schweinehirten das sahen, ergriffen sie die Flucht und berichteten in der Stadt und auf dem Land, was passiert war. 35  Die Leute machten sich auf, um sich das alles anzuschauen. Als sie zu Jesus kamen, sahen sie, dass der Mann, aus dem die Dämọnen ausgefahren waren, bekleidet und bei klarem Verstand war und Jesus zu Füßen saß.+ Da bekamen sie es mit der Angst zu tun. 36  Die Augenzeugen berichteten ihnen, wie der von Dämọnen besessene Mann geheilt* worden war. 37  Daraufhin wurde Jesus von einer Menge Leute aus der Gegend der Gerasẹner gebeten wegzugehen, denn es hatte sie große Angst gepackt. Er stieg also ins Boot, um abzufahren. 38  Der Mann, von dem die Dämọnen ausgefahren waren, bat ihn wiederholt, bei ihm bleiben zu dürfen, doch er schickte ihn mit den Worten weg:+ 39  „Geh wieder nach Hause und erzähl allen, was Gott für dich getan hat.“ Da ging der Mann weg und machte in der ganzen Stadt bekannt, was Jesus für ihn getan hatte. 40  Als Jesus zurückkam, wurde er von der Menschenmenge herzlich empfangen, denn alle warteten schon auf ihn.+ 41  Auf einmal kam ein Mann namens Jaịrus, ein Synagogenvorsteher. Er fiel Jesus zu Füßen und flehte ihn an, ihn nach Hause zu begleiten.+ 42  Seine einzige Tochter, die ungefähr zwölf Jahre alt war, lag nämlich im Sterben. Jesus machte sich also auf den Weg, dicht gefolgt von einer Menschenmenge, die sich um ihn drängte. 43  Nun war da eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt+ und niemand gefunden hatte, der sie heilen konnte.+ 44  Sie näherte sich von hinten, berührte die Fransen* seines Obergewandes,+ und die Blutungen hörten sofort auf. 45  Da fragte Jesus: „Wer hat mich berührt?“ Als alle es abstritten, sagte Petrus: „Lehrer, die vielen Menschen drücken und drängen von allen Seiten.“+ 46  Jesus entgegnete: „Doch, mich hat jemand berührt, denn ich weiß*, dass Kraft+ von mir ausgegangen ist.“ 47  Als der Frau klar wurde, dass sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd näher, warf sich vor ihm auf den Boden und erzählte vor allen Leuten, warum sie ihn berührt hatte und wie sie augenblicklich geheilt worden war. 48  Da sagte er zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht*. Geh in Frieden.“+ 49  Während er noch redete, kam ein Vertreter des Synagogenvorstehers mit der Nachricht: „Deine Tochter ist gestorben. Mach dem Lehrer keine weiteren Umstände.“+ 50  Als Jesus das hörte, erwiderte er: „Hab keine Angst, hab einfach nur Glauben und sie wird gerettet werden.“+ 51  Als er bei dem Haus ankam, ließ er niemanden mit hineingehen außer Petrus, Johạnnes, Jakobus und die Eltern des Mädchens. 52  Alle Leute weinten und schlugen sich vor Trauer an die Brust, und so sagte er: „Hört auf zu weinen,+ denn sie ist nicht gestorben, sondern schläft.“+ 53  Da lachten sie ihn aus, weil sie ja wussten, dass sie tot war. 54  Doch er nahm ihre Hand und rief: „Kind, steh auf*!“+ 55  Da kam ihre Lebenskraft+ zurück und sie stand sofort auf,+ und er sagte, man solle ihr etwas zu essen geben. 56  Ihre Eltern waren außer sich vor Freude, doch er schärfte ihnen ein, niemandem davon zu erzählen.+

Fußnoten

Oder „die ihnen mit ihrem Besitz dienten“.
Oder „Euch ist es erlaubt (gestattet)“.
Oder „halten durch“.
Oder „Unterweiser“.
Oder „Vertrauen“.
Evtl. auch „hatte ihn seit langer Zeit im Griff“.
Oder „Böschung“.
Oder „gerettet“.
Oder „Saum“, „Borte“, „Quasten“.
Oder „habe gemerkt“.
Oder „gerettet“.
Oder „wach auf“.

Studienanmerkungen

predigte: Das griechische Wort hat die Grundbedeutung „als Amtsbote verkünden“. Es betont die Art und Weise des Verkündens: In der Regel ist ein Ausrufen in der Öffentlichkeit gemeint und nicht eine Predigt vor einer bestimmten Zuhörerschaft.

predigte: Siehe Anm. zu Mat 3:1.

Maria, genannt Magdalene: Oft auch Maria Magdalene genannt. Zu diesem Zeitpunkt, im zweiten Jahr von Jesu Predigttätigkeit, wird sie zum ersten Mal erwähnt. Der Beiname Magdalene bedeutet „aus Magdala“ oder „Magdalenerin“. Er hat vermutlich mit dem Ort Magdala zu tun, der am W-Ufer des Sees von Galiläa auf halbem Weg zwischen Kapernaum und Tiberias lag. Möglicherweise stammte Maria aus Magdala oder wohnte dort. Sie kommt hauptsächlich in dem Bericht über Jesu Tod und Auferstehung vor (Mat 27:55, 56, 61; Mar 15:40; Luk 24:10; Joh 19:25).

Diener: Im Griechischen steht hier das Verb diakonéō. Damit verwandt ist das Substantiv diákonos („Diener“, „Gehilfe“), das Personen beschreibt, die anderen unermüdlich und demütig Dienste erweisen. Der Ausdruck wird für Christus gebraucht (Rö 15:8), für Diener und Dienerinnen von Christus (Rö 16:1; 1Ko 3:5-7; Kol 1:23), für Dienstamtgehilfen (Php 1:1; 1Ti 3:8), für Hausbedienstete (Joh 2:5, 9) und für Regierungsvertreter (Rö 13:4).

Johanna: Dieser Name ist die weibliche Kurzform des hebräischen Namens Jehohanan, der „Jehova hat Gunst erwiesen“, „Jehova ist gnädig (gütig) gewesen“ bedeutet. Johanna gehörte zu den Frauen, die von Jesus geheilt wurden. Sie wird in den Christlichen Griechischen Schriften nur zwei Mal erwähnt, und zwar ausschließlich im Lukasevangelium (Luk 24:10).

Chusa: Ein hoher Beamter von Herodes Antipas, möglicherweise ein Hausverwalter.

unterstützten: Oder „dienten“, „versorgten“. Das griechische Verb diakonéō kann sich darauf beziehen, dass jemand für das leibliche Wohl anderer sorgt, indem er z. B. Lebensmittel beschafft, zubereitet und serviert. In diesem Sinn erscheint es auch in Luk 10:40 („Arbeit“), Luk 12:37 und 17:8 („bedienen“) und Apg 6:2 („Essen austeilen“). Es kann aber auch für andere persönliche Dienstleistungen stehen. Hier beschreibt es, wie die in Vers 2 und 3 erwähnten Frauen Jesus und seine Jünger unterstützten und ihnen so halfen, Gottes Auftrag zu erfüllen. Dadurch ehrten diese Frauen Gott. Er schätzte ihre Güte und Großzügigkeit und sorgte dafür, dass ihr Beispiel in der Bibel für die Nachwelt festgehalten wurde (Spr 19:17; Heb 6:10). diakonéō wird in Verbindung mit Frauen außerdem in Mat 27:55 und Mar 15:41 verwendet. (Siehe Anm. zu Luk 22:26, wo das Substantiv diákonos erklärt wird.)

Vergleiche: Oder „Gleichnisse“. Das griechische Wort parabolḗ bedeutet wtl. „ein Nebeneinander- oder Zusammenstellen“. Damit kann ein Gleichnis, eine Veranschaulichung, ein Sprichwort oder ein Vergleich gemeint sein. Bei seinen Erklärungen stellte Jesus oft Dinge oder Sachverhalte nebeneinander, indem er sie miteinander verglich und Ähnlichkeiten hervorhob (Mar 4:30). Seine Gleichnisse waren kurze und meist erfundene Erzählungen, aus denen man eine moralische oder religiöse Lehre ziehen konnte.

Vergleich: Siehe Anm. zu Mat 13:3.

felsigen Boden: Hier geht es nicht um einzelne felsige Stellen oder steiniges Erdreich, sondern um einen felsigen Untergrund, der nur von wenig Erde bedeckt ist. Im Parallelvers Luk 8:6 heißt es: „auf den Felsen“. Auf einem solchen Boden können die keimenden Samen keine tiefen Wurzeln ausbilden und bekommen dadurch nicht genug Wasser.

auf den Felsen: Siehe Anm. zu Mat 13:5.

unter die Dornen: Jesus meinte offensichtlich keine großen Dornbüsche, sondern Unkraut, das nach dem Pflügen nicht ausgerissen worden war. Das Unkraut würde wachsen und dabei die aufkeimende Saat ersticken.

unter die Dornen: Siehe Anm. zu Mat 13:7.

heiligen Geheimnisse: Das griechische Wort mystḗrion wird in der Neuen-Welt-Übersetzung 25-mal mit „heiliges Geheimnis“ wiedergegeben und steht hier im Plural. Es bezieht sich auf verschiedene Aspekte von Gottes Vorhaben, die verborgen bleiben, bis er beschließt, sie zu offenbaren. Und dann werden sie komplett enthüllt – allerdings nur denjenigen, denen Gott dieses Verständnis gewähren möchte (Kol 1:25, 26). Ist ein heiliges Geheimnis Gottes erst einmal enthüllt, wird es so vielen wie möglich bekannt gemacht. In der Bibel wird das durch Wörter wie „verkünden“, „bekannt machen“, „predigen“, „offenbaren“ und „Offenbarung“ deutlich, die in Verbindung mit dem „heiligen Geheimnis“ verwendet werden (1Ko 2:1; Eph 1:9; 3:3; Kol 1:25, 26; 4:3). Das zentrale „heilige Geheimnis Gottes“ dreht sich darum, dass Jesus Christus der angekündigte „Nachkomme“ oder Messias ist (Kol 2:2; 1Mo 3:15). Dieses heilige Geheimnis hat wiederum viele Facetten, einschließlich der Rolle, die Jesus in Gottes Vorhaben spielt (Kol 4:3). Wie Jesus hier zeigte, haben die „heiligen Geheimnisse“ mit dem Königreich des Himmels oder dem „Königreich Gottes“ zu tun, der Regierung im Himmel mit Jesus als König (Mar 4:11; Luk 8:10; siehe Anm. zu Mat 3:2). In den Christlichen Griechischen Schriften wird der Ausdruck mystḗrion anders verwendet als in den antiken Mysterienreligionen, die im 1. Jh. u. Z. florierten. Diese Religionen, denen oft ein Fruchtbarkeitskult zugrunde lag, versprachen ihren Anhängern Unsterblichkeit, direkte Offenbarungen und Zugang zu den Göttern durch mystische Rituale. Es liegt auf der Hand, dass diese Geheimnisse nichts mit Wahrheit zu tun hatten. Wer in die Mysterien einer solchen Religion eingeweiht wurde, gelobte, sie für sich zu behalten, und so blieben die Kulte geheimnisumwoben. Ganz anders verhielt es sich mit den heiligen Geheimnissen des Christentums, die überall bekannt gemacht wurden. In der Bibel wird das Wort mystḗrion dreimal auch in Verbindung mit der falschen Anbetung gebraucht. (Nähere Informationen zu diesen drei Stellen sind in den Anm. zu 2Th 2:7 und Off 17:5, 7 zu finden.)

heiligen Geheimnisse: Siehe Anm. zu Mat 13:11.

Lampe: In biblischer Zeit nutzte man zur Beleuchtung von Räumen in der Regel kleine, mit Olivenöl gefüllte Tongefäße.

Lampe: Siehe Anm. zu Mat 5:15.

Brüder: D. h. Jesu Halbbrüder. Ihre Namen werden in Mat 13:55 und Mar 6:3 erwähnt. (Erklärungen zu dem Wort „Bruder“ enthält die Anm. zu Mat 13:55.)

Brüder: Siehe Anm. zu Mat 12:46.

Meine Mutter und meine Brüder: Jesus unterschied hier zwischen seinen leiblichen Brüdern, von denen einige offensichtlich nicht an ihn glaubten (Joh 7:5), und seinen geistigen Brüdern, also seinen Jüngern. So wichtig ihm die Bindung zu seiner Familie auch war, die Bindung zu denen, die Gottes Wort hören und danach leben, bedeutete ihm noch mehr.

das andere Seeufer: Gemeint ist das O-Ufer des Sees von Galiläa.

gewaltiger Sturm: Dieser Ausdruck gibt drei griechische Wörter wieder, die wörtlich mit „großer Wirbelsturm von Wind“ übersetzt werden könnten. (Siehe Anm. zu Mat 8:24.) Markus war bei dieser Begebenheit nicht dabei. Seine lebhafte Beschreibung des Sturms und anderer Einzelheiten deutet darauf hin, dass ihm Petrus davon erzählt hatte. (Zu dem Einfluss von Petrus auf das Markusevangelium siehe „Einführung in Markus“.)

gewaltiger Sturm: Dieser Ausdruck gibt zwei griechische Wörter wieder, die wörtlich mit „Wirbelsturm von Wind“ übersetzt werden könnten. (Siehe Anm. zu Mar 4:37.) Auf dem See von Galiläa, der etwa 210 m unter dem Meeresspiegel liegt, sind solche Stürme nicht ungewöhnlich, denn es ist dort wärmer als auf den umliegenden Hochebenen und Bergen. Dadurch kommt es zu atmosphärischen Störungen und starken Winden, die innerhalb kurzer Zeit hohe Wellen erzeugen können.

Gegend der Gadarener: Eine Gegend auf der anderen Seite, also auf der O-Seite, des Sees von Galiläa. Es könnte ein Gebiet gewesen sein, das sich vom See bis nach Gadara erstreckte, einer Stadt, die etwa 10 km vom See entfernt lag. Münzen aus Gadara, auf denen ein Schiff abgebildet ist, stützen diese Annahme. Markus und Lukas bezeichnen das Gebiet, das Jesus besuchte, als „Gegend der Gerasener“. (Siehe Anm. zu Mar 5:1.) Die Gegenden könnten sich teilweise überschnitten haben. (Siehe Anh. A7, Karte 3B, „Jesus am See von Galiläa“ und Anh. B10.)

Gerasener: In den drei Parallelberichten (Mat 8:28-34; Mar 5:1-20; Luk 8:26-39) hat die Gegend, in der sich diese Begebenheit abspielte, verschiedene Bezeichnungen. Für jede dieser drei Textstellen gibt es auch in den alten Manuskripten verschiedene Lesarten. Gemäß den zuverlässigsten noch erhaltenen Manuskripten gebrauchte Matthäus ursprünglich den Ausdruck „Gegend der Gadarener“, während Markus und Lukas die Bezeichnung „Gegend der Gerasener“ verwendeten. Wie die Anm. zu Gegend der Gerasener zu diesem Vers jedoch zeigt, beziehen sich beide Bezeichnungen im Großen und Ganzen auf ein und dasselbe Gebiet.

Gerasener: In den drei Parallelberichten (Mat 8:28-34; Mar 5:1-20; Luk 8:26-39) hat die Gegend, in der sich diese Begebenheit abspielte, verschiedene Bezeichnungen. Für jede dieser drei Textstellen gibt es auch in den alten Manuskripten verschiedene Lesarten. Gemäß den zuverlässigsten noch erhaltenen Manuskripten gebrauchte Matthäus ursprünglich den Ausdruck „Gegend der Gadarener“, während Markus und Lukas die Bezeichnung „Gegend der Gerasener“ verwendeten. Wie die Anm. zu Gegend der Gerasener zu diesem Vers jedoch zeigt, beziehen sich beide Bezeichnungen im Großen und Ganzen auf ein und dasselbe Gebiet.

Gegend der Gerasener: Eine Gegend gegenüber von Galiläa, also am O-Ufer des Sees von Galiläa. Die Gegend lässt sich heute nicht mehr genau lokalisieren, ihr Grenzverlauf ist unbekannt. Einige bringen sie mit der Umgebung von Kursi in Verbindung, einer Stadt, die in der Nähe der Steilhänge am O-Ufer des Sees liegt. Andere dagegen vermuten, dass es sich um den weiteren Umkreis von Gerasa (oder Dscharasch) handelte, einer Stadt 55 km südsüdöstlich des Sees. In Mat 8:28 wird die Bezeichnung „Gegend der Gadarener“ gebraucht. (Siehe Anm. zu Mat 8:28; Mar 5:1.) Die verschiedenen Gegenden lagen im Großen und Ganzen in demselben Gebiet an der O-Küste des Sees von Galiläa und könnten sich teilweise überschnitten haben. Die Parallelberichte widersprechen sich daher nicht. (Siehe auch Anh. A7, Karte 3B, „Jesus am See von Galiläa“ und Anh. B10.)

Gerasener: Siehe Anm. zu Mar 5:1.

Gräbern: Oder „Gedenkgräbern“. (Siehe Worterklärungen zu „Gedenkgrab“.) Offensichtlich Höhlen oder in den Fels gehauene Grabkammern, die sich in der Regel außerhalb von Städten befanden. Die Juden mieden solche Grabstätten, um sich nicht rituell zu verunreinigen. Dadurch waren die Gräber ideale Schlupfwinkel für psychisch kranke oder von Dämonen besessene Menschen.

ein von Dämonen Besessener: Matthäus (8:28) spricht von zwei Männern, Markus (5:2) und Lukas dagegen erwähnen nur einen Mann. Womöglich konzentrierten sie sich nur auf einen der beiden Besessenen, weil Jesus mit diesem Mann sprach und weil sein Fall noch bemerkenswerter war als der des anderen. Vielleicht war er noch brutaler oder er befand sich schon länger in der Hand der Dämonen. Möglicherweise wollte auch nur dieser Mann Jesus begleiten (Luk 8:37-39).

in den Grabhöhlen: Oder „inmitten der Gedenkgräber“. (Siehe Anm. zu Mat 8:28.)

Was habe ich mit dir zu tun ...?: Oder „Was habe ich mit dir gemeinsam ...?“. Wörtlich übersetzt lautet diese rhetorische Frage: „Was mir und dir?“ Dabei handelt es sich um eine idiomatische Wendung aus dem Semitischen. Sie kommt sowohl in den Hebräischen Schriften vor (Ri 11:12, Fn.; Jos 22:24; 2Sa 16:10; 19:22; 1Kö 17:18; 2Kö 3:13; 2Ch 35:21; Hos 14:8) als auch in entsprechender griechischer Form in den Christlichen Griechischen Schriften (Mat 8:29; Mar 1:24; 5:7; Luk 4:34; 8:28; Joh 2:4). Die genaue Bedeutung hängt vom Kontext ab. In Mar 5:7 drückt die Redewendung Feindseligkeit und Abwehr aus, weshalb einige Übersetzer die Wiedergabe „Stör mich nicht!“ oder „Lass mich in Ruhe!“ befürworten. An anderen Stellen wird sie gebraucht, um eine andere Meinung auszudrücken oder um anzuzeigen, dass man sich nicht zu etwas drängen lässt; dabei schwingt aber keine Verachtung, Arroganz oder Feindseligkeit mit. (Siehe Anm. zu Joh 2:4.)

Gefängniswärtern: Das mit „Gefängniswärter“ übersetzte griechische Wort basanistḗs hat die Grundbedeutung von „Folterer“, wahrscheinlich weil Gefängniswärter Gefangene auch oft einer grausamen Folter unterzogen. Mit der Zeit wurde der Ausdruck jedoch ganz allgemein für Gefängniswärter verwendet, da die Einkerkerung an sich offensichtlich schon als Form von Folter galt, unabhängig davon, ob die Inhaftierten tatsächlich gefoltert wurden. (Siehe Anm. zu Mat 8:29.)

Was habe ich mit dir zu tun ...?: Siehe Anm. zu Mar 5:7.

quäle: Ein verwandter griechischer Begriff wird in Mat 18:34 für „Gefängniswärter“ gebraucht. Daher ist mit „quälen“ hier anscheinend gemeint, dass die Dämonen im „Abgrund“ festgehalten oder eingesperrt werden, wie Luk 8:31 zeigt. (Siehe Anm. zu Mat 18:34.)

Legion: Wahrscheinlich war „Legion“ nicht der eigentliche Name des Mannes. Anscheinend brachte ihn der Anführer dieser Dämonen dazu, sich so zu nennen. Im 1. Jh. bestand eine römische Legion aus ca. 6 000 Soldaten, was den Schluss nahelegt, dass der Mann von sehr vielen Dämonen besessen war. (Siehe Anm. zu Mat 26:53.)

Legion: Siehe Anm. zu Mar 5:9.

uns zu quälen: Ein verwandter griechischer Begriff wird in Mat 18:34 für „Gefängniswärter“ gebraucht. Daher ist mit „quälen“ hier anscheinend gemeint, dass die Dämonen im „Abgrund“ festgehalten oder eingesperrt werden, wie der Parallelvers Luk 8:31 zeigt.

Abgrund: Oder „Tiefe“. Das entsprechende griechische Wort ábyssos bedeutet „sehr tief“ oder „unermesslich“, „ungeheuer“ und bezeichnet einen Ort oder Zustand des Gefangenseins. Es kommt in den Christlichen Griechischen Schriften neun Mal vor, und zwar im vorliegenden Vers, in Rö 10:7 und sieben Mal in der Offenbarung. In Off 20:1-3 wird beschrieben, wie Satan „in den Abgrund“ geworfen wird, wo er 1 000 Jahre gefangen ist. Die Dämonen, die Jesus eindringlich baten, sie nicht „in den Abgrund“ zu schicken, könnten an diese künftige Strafe gedacht haben. Laut Vers 28 bat einer von ihnen Jesus, ihn nicht zu „quälen“. Im Parallelvers Mat 8:29 fragten die Dämonen Jesus: „Bist du hier, um uns zu quälen, bevor die Zeit gekommen ist?“ Folglich bezieht sich das „Quälen“, vor dem die Dämonen Angst hatten, anscheinend auf ihre Gefangenschaft im „Abgrund“. (Siehe Worterklärungen und Anm. zu Mat 8:29.)

Schweineherde: Nach dem mosaischen Gesetz waren Schweine unrein (3Mo 11:7). Doch in der Dekapolis gab es unter den vielen Nichtjuden einen Absatzmarkt für Schweinefleisch, denn bei den Griechen und Römern galt es als Delikatesse. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob die Schweinehirten Juden waren, die gegen das Gesetz verstießen (Luk 8:34).

erzähl allen, was Gott für dich getan hat: Normalerweise wies Jesus Geheilte an, niemandem von seinen Wundern zu erzählen (Mar 1:44; 3:12; 7:36; Luk 5:14). Doch diesen Mann forderte er ausdrücklich auf, seinen Verwandten davon zu berichten. Vielleicht tat Jesus das, weil man ihn gebeten hatte, die Region zu verlassen, und er deshalb dort nicht selbst predigen konnte. Durch den Bericht des Mannes wurde auch Gerüchten entgegengewirkt, die möglicherweise wegen des Verlustes der Schweine in Umlauf waren.

in der ganzen Stadt: In dem Parallelvers Mar 5:20 heißt es: „in der Dekapolis“. Die hier erwähnte Stadt gehörte also offensichtlich zur Dekapolis. (Siehe Worterklärungen zu „Dekapolis“.)

einzige: Wtl. „einziggezeugte“. Das griechische Wort monogenḗs wird definiert als „einzig“, „einzig in seiner Art“, „einzeln“, „allein geboren (erzeugt)“. Es wird gebraucht, um ein besonderes Verhältnis zwischen Eltern und ihrem Sohn oder auch ihrer Tochter zu beschreiben. Hier ist damit das einzige Kind gemeint. Dasselbe Wort wird für den einzigen Sohn einer Witwe aus Nain verwendet und auch für den einzigen Sohn eines Mannes, den Jesus von Dämonen befreite (Luk 7:12; 9:38). In der Septuaginta wird monogenḗs für Jephthas Tochter gebraucht, von der es heißt: „Sie war sein einziges Kind. Außer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter“ (Ri 11:34). In den Schriften des Apostels Johannes kommt monogenḗs fünf Mal in Verbindung mit Jesus vor. (Zu der Bedeutung von monogenḗs in diesen Fällen siehe Anm. zu Joh 1:14; 3:16.)

Blutungen: Vermutlich chronische Regelblutungen. In diesem Fall wäre die Frau laut mosaischem Gesetz unrein gewesen und hätte eigentlich niemanden berühren dürfen (3Mo 15:19-27).

Blutungen: Siehe Anm. zu Mat 9:20.

Tochter: Die einzige bekannte Begebenheit, bei der Jesus eine Frau mit „Tochter“ ansprach, vielleicht weil sie zitterte und die Situation für sie so unangenehm war (Mar 5:33; Luk 8:47). Durch diese liebevolle Anrede – die nichts über das Alter der Frau aussagt – zeigte Jesus ihr, dass er mit ihr fühlte.

Geh in Frieden: Diese Wendung wird sowohl in den Griechischen als auch den Hebräischen Schriften häufig im Sinn von „Lass es dir gut gehen“ verwendet (Luk 7:50; 8:48; Jak 2:16; vgl. 1Sa 1:17; 20:42; 25:35; 29:7; 2Sa 15:9; 2Kö 5:19). Das hebräische Wort schalṓm, das oft mit „Frieden“ übersetzt wird, hat ein breites Bedeutungsspektrum. Es bezeichnet die Abwesenheit von Kriegen oder Konflikten (Ri 4:17; 1Sa 7:14; Pr 3:8) und kann darüber hinaus den Gedanken von Gesundheit und Sicherheit (1Sa 25:6, Fn.; 2Ch 15:5, Fn.; Hi 5:24, Fn.) sowie von Wohlbefinden (Est 10:3, Fn.) oder Freundschaft (Ps 41:9) vermitteln. In den Christlichen Griechischen Schriften hat das griechische Wort für „Frieden“ (eirḗnē) den gleichen breiten Bedeutungsumfang angenommen wie das hebräische Wort schalṓm. Neben Konfliktfreiheit drückt es den Gedanken von Wohlergehen und Harmonie sowie von Rettung aus.

Tochter: Siehe Anm. zu Mar 5:34.

Geh in Frieden: Siehe Anm. zu Mar 5:34.

ist nicht gestorben, sondern schläft: In der Bibel wird der Tod oft mit dem Schlaf verglichen (Ps 13:3; Joh 11:11-14; Apg 7:60; 1Ko 7:39, Fn.; 15:51; 1Th 4:13). Jesus war gerade im Begriff, das Mädchen wieder zum Leben zu bringen, und wollte mit seiner Aussage vielleicht zeigen, dass Menschen genauso aus dem Tod geweckt werden können wie aus einem tiefen Schlaf. Die Macht, das Mädchen aufzuerwecken, erhielt Jesus von seinem Vater, „der die Toten lebendig macht und das nicht Vorhandene ruft, als wäre es vorhanden“ (Rö 4:17).

sie ist nicht gestorben, sondern schläft: Siehe Anm. zu Mar 5:39.

hauchte seinen Geist aus: Oder „verschied“, „hörte auf zu atmen“. Der Ausdruck „Geist“ (griechisch pneuma) kann sich hier auf „Atem“ oder „Lebenskraft“ beziehen. Das wird durch den Gebrauch des Verbs ekpnéō (wtl. „aushauchen“, „ausatmen“) im Paralleltext Mar 15:37 gestützt (dort wird ekpnéō mit „sterben“ wiedergegeben bzw. in der Anm. mit „den letzten Atem aushauchen“). Das von Matthäus verwendete griechische Verb, das mit „aushauchen“ übersetzt wurde, bedeutet wtl. „aufgeben“. Nach Ansicht einiger ist das ein Hinweis darauf, dass Jesus seinen Todeskampf bewusst aufgab, da alles vollbracht war (Joh 19:30). Sicher ist, dass er aus freien Stücken „sein Leben ausschüttete bis hin zum Tod“ (Jes 53:12; Joh 10:11).

Lebenskraft: Oder „Geist“, „Atem“. Das griechische Wort pneuma bezieht sich hier wahrscheinlich auf die Lebenskraft, die in Lebewesen auf der Erde wirkt, oder einfach auf den Atem. (Siehe Anm. zu Mat 27:50.)

Medien

Lampenständer
Lampenständer

Diese künstlerische Darstellung eines Lampenständers (1) basiert auf Fundstücken aus Ephesus (Türkei) und Italien, die aus dem 1. Jh. stammen. Diese Art Lampenständer gab es wahrscheinlich eher in wohlhabenden Häusern. In ärmeren Häusern stellte man Lampen auf Ton- oder Holzständer und in Wandnischen (2) oder befestigte sie mit einer Schnur an der Decke.

Fischerboot im 1. Jahrhundert
Fischerboot im 1. Jahrhundert

Diese Abbildung stützt sich auf zwei Fundstücke aus dem 1. Jh.: auf das Wrack eines Fischerbootes, das im Uferschlamm des Sees von Galiläa gefunden wurde, sowie auf ein Mosaik, das man in einem Haus in der am See gelegenen Stadt Migdal entdeckt hat. Boote dieser Art hatten vermutlich einen Mast und mindestens ein Segel. Die Besatzung könnte aus vier Ruderern und einem Steuermann bestanden haben, der auf einer kleinen Plattform hinten am Heck stand. Das gefundene Boot war ungefähr 8 m lang, in der Mitte etwa 2,5 m breit und 1,25 m tief. Offensichtlich hatten darin 13 Personen oder sogar noch mehr Platz.

Überreste eines galiläischen Fischerbootes
Überreste eines galiläischen Fischerbootes

Als durch eine Dürre in den Jahren 1985/86 der Wasserspiegel des Sees von Galiläa sank, kamen im Schlamm Teile eines antiken Bootsrumpfes zum Vorschein. Der Rumpf ist 8,2 m lang, 2,3 m breit und hat eine maximale Tiefe von 1,3 m. Archäologen zufolge wurde das Boot irgendwann im 1. Jh. v. u. Z. oder 1. Jh. u. Z. gebaut. Es ist heute in einem Museum in Israel ausgestellt. In dem Video wird gezeigt, wie das Boot ausgesehen haben könnte, als es vor 2 000 Jahren über den See von Galiläa fuhr.

Steilhang am Ostufer des Sees von Galiläa
Steilhang am Ostufer des Sees von Galiläa

Die Begebenheit, als Jesus aus zwei Männern Dämonen austrieb und sie in eine Schweineherde schickte, ereignete sich am O-Ufer des Sees von Galiläa.

Jesus heilt eine Frau
Jesus heilt eine Frau

Ängstlich blickt die Frau zu Jesus hoch. Sie gesteht ihm zitternd, dass sie sein Gewand berührt hat, in der Hoffnung, von einer Krankheit geheilt zu werden, unter der sie schon seit zwölf Jahren leidet. Jesus verurteilt sie nicht, sondern sagt freundlich zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh in Frieden“ (Luk 8:48). Dieses Wunder vollbrachte Jesus, als er auf dem Weg zum Haus von Jairus war, um dessen kranke Tochter zu heilen (Luk 8:41, 42). Beide Wunder zeigen, dass Jesus die Macht hat, sämtliche Krankheiten zu heilen. Wenn er über die Menschheit regiert, wird keiner seiner Untertanen sagen: „Ich bin krank“ (Jes 33:24).