Der erste Brief an die Korinther 15:1-58

  • Auferstehung von Christus (1-11)

  • Auferstehung ist Grundlage des Glaubens (12-19)

  • Auferstehung von Christus ist Garantie (20-34)

  • Physischer Körper, geistiger Körper (35-49)

  • Unsterblichkeit und Unverweslichkeit (50-57)

  • Reichlich beschäftigt im Werk des Herrn (58)

15  Nun erinnere ich euch an die gute Botschaft, Brüder, die ich euch verkündet habe,+ die ihr auch angenommen habt und für die ihr eintretet.  Durch diese gute Botschaft, die ich euch verkündet habe, werdet ihr auch gerettet, sofern ihr daran festhaltet. Sonst wärt ihr umsonst gläubig geworden.  Zu den ersten Dingen, die ich euch weitergegeben und die ich auch selbst empfangen habe, gehörte, dass Christus gemäß den Schriften für unsere Sünden starb+  und begraben wurde,+ ja dass er gemäß den Schriften+ am dritten Tag+ auferweckt wurde+  und dass er Kẹphas* erschien,+ dann den Zwölf.+  Später erschien er mehr als 500 Brüdern auf einmal,+ von denen die meisten noch unter uns sind, einige aber sind gestorben*.  Danach erschien er Jakobus,+ dann allen Aposteln.+  Als Letztem von allen erschien er auch mir,+ gewissermaßen einem vorzeitig Geborenen.  Denn ich bin der geringste der Apostel, und ich bin es nicht wert, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Versammlung Gottes verfolgt habe.+ 10  Doch durch Gottes unverdiente Güte bin ich, was ich bin. Und seine unverdiente Güte mir gegenüber war nicht vergeblich, denn ich habe mich mehr abgemüht als sie alle, wobei nicht ich es war, sondern die unverdiente Güte Gottes in mir. 11  Ob nun ich es bin oder die anderen — so predigen wir es und so habt ihr es geglaubt. 12  Wenn nun gepredigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist,+ wieso sagen dann einige von euch, dass es keine Auferstehung der Toten gibt? 13  Wenn es tatsächlich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 14  Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unser Predigen bestimmt vergeblich, und euer Glaube ist sinnlos. 15  Außerdem stehen wir als falsche Zeugen Gottes da,+ weil wir gegen Gott aussagen, indem wir behaupten, dass er den Christus auferweckt hat,+ den er aber nicht auferweckt hat, wenn die Toten gar nicht auferweckt werden. 16  Wenn nämlich die Toten nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17  Und ist Christus nicht auferweckt worden, dann ist euer Glaube nutzlos. Ihr seid nicht frei von euren Sünden.+ 18  Dann sind auch die verloren, die in Christus gestorben* sind.+ 19  Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen. 20  Nun ist Christus aber von den Toten auferweckt worden, der Erstling von denen, die gestorben* sind.+ 21  Denn da der Tod durch einen Menschen gekommen ist,+ kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen.+ 22  Wie in Adam alle sterben,+ so werden auch im Christus alle lebendig gemacht werden.+ 23  Jeder aber nach einer bestimmten Reihenfolge: Christus, der Erstling,+ danach die, die zum Christus gehören, während seiner Gegenwart.+ 24  Als Nächstes kommt das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er jede Art Regierung und alle Autorität und Macht beseitigt hat.+ 25  Denn er muss als König regieren, bis Gott alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.+ 26  Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.+ 27  Denn Gott „hat alles unter seine Füße gelegt“.+ Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen worden ist,+ dann ist offensichtlich der ausgenommen, der ihm alles unterworfen hat.+ 28  Wenn dem Sohn jedoch alles unterworfen sein wird, dann wird er sich auch selbst dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat,+ damit Gott für jeden alles ist.+ 29  Was werden sonst die tun, die getauft werden, um Tote zu sein?+ Wenn die Toten gar nicht auferweckt werden, warum werden sie dann getauft, um Tote zu sein? 30  Warum sind wir auch jede Stunde* in Gefahr?+ 31  Täglich sehe ich dem Tod ins Auge. Das ist so sicher, Brüder, wie ich in Christus Jesus, unserem Herrn, große Freude über euch empfinde. 32  Wenn ich wie andere Menschen* in Ẹphesus mit wilden Tieren gekämpft habe,+ was bringt mir das Gutes ein? Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann „lasst uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben“.+ 33  Lasst euch nicht täuschen: Schlechter Umgang verdirbt gute Gewohnheiten*.+ 34  Kommt zur Besinnung, handelt gerecht und treibt nicht Sünde, denn einige haben keine Gotteserkenntnis. Ich sage das, um euch zu beschämen. 35  Nun wird jemand fragen: „Wie werden die Toten auferweckt werden? Ja mit was für einem Körper kommen sie?“+ 36  Du Unvernünftiger! Was du säst, wird nicht lebendig gemacht, außer es stirbt zuerst. 37  Auch säst du nicht den Pflanzenkörper, der sich erst entwickeln wird, sondern nur ein bloßes Korn, ob vom Weizen oder von einer anderen Samenart. 38  Gott gibt ihm dann nach seinem Belieben einen Körper. Er gibt jeder Samenart ihren eigenen Körper. 39  Nicht alles Fleisch ist gleich, sondern es gibt Unterschiede zwischen dem des Menschen, des Viehs, der Vögel und der Fische. 40  Auch gibt es himmlische Körper+ und irdische Körper,+ doch die Pracht der himmlischen Körper und der irdischen Körper ist unterschiedlich. 41  Die Pracht der Sonne unterscheidet sich von der Pracht des Mondes+ und die Pracht der Sterne ist wieder eine andere. Ja, ein Stern unterscheidet sich vom anderen an Pracht. 42  So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit.+ 43  Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Pracht.+ Es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft.+ 44  Es wird ein physischer Körper gesät, es wird ein geistiger Körper auferweckt. Wenn es einen physischen Körper gibt, dann gibt es auch einen geistigen. 45  So steht es in den Schriften: „Der erste Mensch, Adam, wurde ein lebendes Wesen*.“+ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist.+ 46  Zuerst kommt aber nicht das, was geistig ist. Was physisch ist, kommt zuerst, danach das, was geistig ist. 47  Der erste Mensch ist von der Erde und aus Staub gemacht,+ der zweite Mensch ist vom Himmel.+ 48  Wie der eine aus Staub gemacht wurde, so sind auch die anderen aus Staub gemacht. Und wie der eine himmlisch ist, so sind auch die anderen himmlisch.+ 49  Und so, wie wir das Ebenbild dessen sind*, der aus Staub gemacht wurde,+ so werden wir auch das Ebenbild des Himmlischen sein*.+ 50  Ich sage euch aber dies, Brüder: Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht erben, noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit. 51  Ich sage euch jetzt ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle im Tod schlafen*, aber wir werden alle verwandelt werden,+ 52  in einem Moment, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Trompete. Denn die Trompete wird ertönen+ und die Toten werden auferweckt werden — unverweslich —, und wir werden verwandelt werden. 53  Denn was verweslich ist, muss Unverweslichkeit anziehen,+ und was sterblich ist, muss Unsterblichkeit anziehen.+ 54  Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und dieses Sterbliche Unsterblichkeit, dann wird sich erfüllen, was in den Schriften gesagt wird: „Der Tod ist für immer beseitigt*.“+ 55  „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“+ 56  Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde,+ und die Kraft der Sünde ist das Gesetz*.+ 57  Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!+ 58  Deshalb, meine lieben Brüder, seid standhaft,+ unerschütterlich und immer reichlich beschäftigt+ im Werk des Herrn, denn ihr wisst ja, dass eure harte Arbeit in Verbindung mit dem Herrn nicht vergeblich ist.+

Fußnoten

Auch Petrus genannt.
Wtl. „entschlafen“.
Wtl. „entschlafen“.
Wtl. „entschlafen“.
Oder „ständig“.
Evtl. auch „aus menschlicher Sicht“.
Oder „eine gute Moral“.
Oder „Seele“.
Wtl. „getragen haben“.
Wtl. „tragen“.
Oder „entschlafen“.
Wtl. „verschlungen“.
Oder „das Gesetz gibt der Sünde ihre Kraft“.