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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JULI 2015

 TITELTHEMA | WIE SOLL ES WEITERGEHEN?

. . . wenn das Leben in Gefahr ist

. . . wenn das Leben in Gefahr ist

„Sobald ich die Sirenen höre, rast mein Herz wie wild und ich renne in den Luftschutzkeller“, erzählt Alona. „Aber da hab ich immer noch Angst. Am schlimmsten ist es, wenn ich unterwegs bin und nirgendwo in Deckung gehen kann. Einmal hab ich da nur noch geweint und keine Luft mehr bekommen. Es hat Stunden gedauert, bis ich mich beruhigt hatte. Und dann ging der Alarm schon wieder los.“

ALONA

Krieg ist nur eins der tausend Gesichter, die Gefahr haben kann. Was für ein Schlag es doch ist, wenn bei einem selbst oder jemandem, dem man sehr nahesteht, eine lebensbedrohliche Krankheit festgestellt wird. Oder die Zukunftsängste, die manche plagen: „Wird die Welt, in der meine Kinder und Enkel aufwachsen, nur noch Kriege, Verbrechen, Umweltverschmutzung, Klimawandel und Epidemien zu bieten haben?“ Wie soll man mit solchen Ängsten umgehen?

„Ein kluger Mensch sieht die Gefahr voraus und bringt sich in Sicherheit“ (Sprüche 27:12, Begegnung fürs Leben). Genauso wie man auf seine körperliche Gesundheit achtet, kann man auch seine mentale und emotionale Gesundheit schützen. Unterhaltung, in der viel Blut fließt, und selbst Nachrichten, die grausame Szenen zeigen, können einen selbst und die Kinder schwer belasten. Solche Einflüsse auf ein Minimum zu reduzieren bedeutet nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir sind einfach nicht dafür gemacht, uns viel mit Bösem zu beschäftigen. „Alles, was wahr, . . . alles,  was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist“, tut uns wirklich gut. Wenn wir uns damit beschäftigen, wird uns „der Gott des Friedens“ innere Ruhe schenken (Philipper 4:8, 9).

SO WICHTIG IST DAS GEBET

Echter Glaube macht stark. Die Bibel sagt: „Werdet nicht müde zu beten“ (1. Petrus 4:7, Hoffnung für alle). Wir können Gott um Hilfe, Weisheit und Mut bitten — im vollsten Vertrauen, „dass er uns in dem, worum immer wir bitten, hört“ (1. Johannes 5:15). So können wir aus unserer Situation das Beste machen.

Mit ihrem Mann Avi

In der Bibel steht eindeutig, dass nicht Gott, sondern der Teufel „der Herrscher dieser Welt“ ist und „die ganze Welt . . . in der Macht dessen [liegt], der böse ist“ (Johannes 12:31; 1. Johannes 5:19). Jesus sagte also nicht einfach nur so, dass wir beten sollten: „Befreie uns von dem, der böse ist“ (Matthäus 6:13). Alona erzählt: „Wenn der Alarm losgeht, bete ich sofort zu Jehova und bitte ihn, dass ich nicht die Nerven verliere. Und außerdem ruft mich mein lieber Mann an und betet mit mir. Beten hilft wirklich.“ Es ist so, wie die Bibel sagt: „Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrhaftigkeit [aufrichtig] anrufen“ (Psalm 145:18).

GUTE AUSSICHTEN FÜR DIE ZUKUNFT

In der Bergpredigt sagte Jesus, dass man beten sollte: „Dein Königreich komme“ (Matthäus 6:10). Unter diesem Königreich, Gottes Regierung, werden Ängste und Sorgen der Vergangenheit angehören. Gott wird durch Jesus, den „Fürsten des Friedens“, Kriege überall auf der Erde beenden (Jesaja 9:6; Psalm 46:9). „Er [Gott] wird gewiss Recht sprechen unter vielen Völkern . . . Nicht werden sie das Schwert erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen . . . Da wird niemand sein, der sie aufschreckt“ (Micha 4:3, 4). Glückliche Familien „werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen“ (Jesaja 65:21). Und niemand wird jemals wieder sagen: „Ich bin krank“ (Jesaja 33:24).

Trotz sämtlicher Vorsichtsmaßnahmen ist es heutzutage natürlich nicht möglich, nie zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. „Unvorhergesehenes Geschehen“, wie die Bibel es nennt, trifft jeden (Prediger 9:11). Schon seit Jahrhunderten fallen viele gute Menschen Kriegen, Verbrechen und Krankheiten zum Opfer. Gibt es für diese Unschuldigen Hoffnung?

Millionen von Menschen — nur Gott kennt die genaue Zahl — werden wieder leben! Im Moment „schlafen“ sie noch, sicher aufgehoben in Gottes Gedächtnis, bis zu dem Tag, an dem „alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, . . . herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29). Die Bibel sagt über die Auferstehung: „Diese Hoffnung haben wir als einen Anker für die Seele, der sowohl sicher als auch fest ist“ (Hebräer 6:19). Und Gott hat uns eine Garantie gegeben, ja „er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn [den Christus] von den Toten zur Auferstehung gebracht hat“ (Apostelgeschichte 17:31).

Heute ist es noch so, dass jeder — auch wer sich eng an Gott hält — mit Ängsten und Sorgen zu kämpfen hat. Paul, Janet und Alona stehen in diesem Kampf recht gut da. Sie stellen sich auf die Umstände ein, vertiefen durch Beten ihre Freundschaft zu Gott und stärken ihre Hoffnung auf das, was die Bibel verspricht. Sie erleben, was wir jedem wünschen: „Möge der Gott, der Hoffnung gibt, euch dadurch, dass ihr glaubt, mit aller Freude und mit Frieden erfüllen“ (Römer 15:13).

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