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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  Mai 2015

 TITELTHEMA

Kommt das Ende schon bald?

Kommt das Ende schon bald?

Wird Gott noch lange zuschauen, wie Menschen den Herrscher übereinander spielen und die Menschheit an den Rand des Abgrunds bringen? Nein. Er wird die jahrhundertelange Unterdrückung und das Leid beenden. Der Schöpfer, der die Erde und uns Menschen gemacht hat, möchte, dass wir wissen: Er tritt demnächst in Aktion. Aber wie lässt er uns diese überlebenswichtige Information zukommen?

Wie er dabei vorgeht, lässt sich mit dem vergleichen, was viele vor einer Reise tun. Will man mit dem Auto an ein bestimmtes Ziel, schaut man sich meist erst mal im Internet oder auf einer Karte die Route an oder liest eine Wegbeschreibung. Auf der Fahrt sieht man dann Schilder und andere Hinweise oder Orientierungspunkte, die einem die Sicherheit geben, dass man auf dem richtigen Weg ist. So ähnlich hat Gott in seinem Wort für Hinweise gesorgt, die uns die Sicherheit geben, dass wir uns in der Zeit vor dem Ende befinden. Es sind markante Trends, die man auf der ganzen Erde beobachten kann.

In der Bibel wird ein Zeitabschnitt beschrieben, der eine Wende in der Weltgeschichte darstellt und in dem angekündigten Ende gipfelt. In diesem Zeitraum würden auf globaler Ebene Ereignisse und Situationen eintreten, wie man sie so noch nie zuvor gesehen hat. Welche Trends beschreibt die Bibel unter anderem?

1. GRAVIERENDE GLOBALE VERÄNDERUNGEN In Matthäus Kapitel 24 wird ein Zeichen vorausgesagt, das sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt. Dieses Zeichen würde den „Abschluss des Systems der Dinge“ markieren und wäre in dem Zeitabschnitt vor dem Ende zu sehen (Vers 3, 14). Zu den verschiedenen Komponenten gehören große Kriege, Hungersnöte und Erdbeben an einer Stelle nach der anderen; gesetzlose Zustände würden zunehmen, die Menschen würden immer liebloser werden und religiöse Führer würden versuchen, Menschen hinterhältig auf den falschen Weg zu bringen (Vers 6-26). Von diesen Komponenten sind einzelne über die Jahrhunderte natürlich immer wieder in Erscheinung getreten. Doch je näher das Ende rückt, desto geballter sollten sie auftreten. Es gibt allerdings noch mehr Hinweise.

2. DER ZUSTAND UNSERER GESELLSCHAFT Die Bibel spricht von einem rapiden Abwärtstrend in der Gesellschaft in der Zeit vor dem Ende, den sogenannten „letzten Tagen“. Es heißt: „Die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott“ (2. Timotheus 3:1-4). Respektlosigkeit ist natürlich kein neues Phänomen, doch in den „letzten Tagen“ wäre es so schlimm, dass man zu Recht von „kritischen Zeiten . . ., mit denen man schwer fertig wird“, sprechen kann. Und wem ist nicht schon aufgefallen, dass es mit unserer Gesellschaft immer mehr bergab geht?

3. DER ZUSTAND DER ERDE In der Bibel wird angekündigt, dass Gott die zur Verantwortung ziehen wird, „die die Erde verderben“ (Offenbarung 11:18). Wie haben Menschen die Erde zugrunde gerichtet oder verdorben? Ähnlich wie damals zur Zeit Noahs. Die Bibel sagt: „Die Erde aber war in Gottes Augen verdorben und die Erde war voller Gewalttat. Gott sah die Erde: Sie war verdorben.“ Gottes Urteil über diese verkommene Gesellschaft war: „Daher will ich sie von der Erde vertilgen“ (1. Mose 6:11-13, Herder). Man kann sich den Beweisen kaum entziehen: Wir leben in einer Welt, die von Gewalt durchdrungen ist. Zudem ist ein Punkt erreicht, an dem die Erde tatsächlich zerstört und alles menschliche Leben ausgelöscht werden könnte. Die militärischen Möglichkeiten sind gegeben. Und die Erde ist noch auf eine andere Art verdorben: Unser Lebensraum — die Luft, die wir atmen, das Ökosystem der Tiere und Pflanzen  und die Meere — ist durch den Menschen völlig heruntergewirtschaftet, und die Zerstörung schreitet unaufhaltsam voran.

War das vor gut 100 Jahren auch schon so? Hätte die ganze Menschheit damals schon auf einen Schlag ausgelöscht werden können? An diesem Punkt sind wir heute angekommen — mit den immer größer werdenden Arsenalen modernster Waffen und der unaufhaltsam fortschreitenden Umweltzerstörung. Der technische Fortschritt ist so schnell, dass der Mensch etwaige Folgen kaum noch abschätzen, geschweige denn in richtige Bahnen lenken kann. Was aus der Erde wird, liegt zum Glück nicht in der Hand des Menschen. Gott wird mit denen abrechnen, die die Erde zugrunde richten, und das, bevor der Mensch alles Leben völlig zerstört. Das hat er fest versprochen!

4. EINE GLOBALE AKTION Zu dem Zeichen, das man in der Zeit vor dem Ende sehen könnte, würde auch etwas bis dahin noch nie Dagewesenes gehören: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14). Was hier angekündigt wird, würde sich von den meisten Bekehrungsbemühungen der letzten Jahrhunderte gravierend unterscheiden. Die besondere Botschaft, die verbreitet werden sollte, ist „die gute Botschaft vom Königreich“. Welche Gemeinschaft stellt das Reich Gottes in den Mittelpunkt? Welche Gemeinschaft spricht darüber nicht nur hier und da, sondern „auf der ganzen bewohnten Erde . . ., allen Nationen zu einem Zeugnis“?

Auf der ganzen Erde wird in Hunderten von Sprachen das Reich Gottes angekündigt

Auf der Website von Jehovas Zeugen (www.jw.org) geht es in erster Linie um genau „diese gute Botschaft vom Königreich“. Man kann dort Beiträge in über 700 Sprachen finden, die davon handeln. Wo wird sonst noch so viel Aufwand betrieben, damit man überall auf der Welt vom Reich Gottes erfährt? Schon lange vor Erfindung des Internets waren Jehovas Zeugen für diesen Predigteifer bekannt. Seit 1939 stehen auf jedem Wachtturm die Worte: „Verkündigt Jehovas Königreich“. In einem Buch über Religionen wurde das Predigen von Jehovas Zeugen als ein Werk bezeichnet, das „in Umfang und Intensität kaum zu überbieten ist“. Bei diesem Predigen dreht sich alles um die gute Nachricht, dass Gottes Reich sehr bald „das Ende“ herbeiführen wird.

EINE WENDE IN DER GESCHICHTE

Die eben beschriebenen Hinweise oder Trends sind einem vielleicht auch schon selbst aufgefallen. Schon seit über 100 Jahren werden in dieser Zeitschrift viele Hinweise zusammengetragen, die den Lesern helfen sollen, sich selbst davon zu  überzeugen, dass das Ende nicht mehr lange auf sich warten lässt. Natürlich gibt es auch Gegenstimmen. So behaupten manche, dass Daten und Fakten verfälscht werden können und eine sachliche Beurteilung nicht möglich ist. Durch die Medien und die immer bessere Vernetzung sähe es nur so aus, als würde alles schlimmer. Doch die Beweise häufen sich, dass bald eine ganz besondere Phase der Menschheitsgeschichte abgeschlossen sein wird.

Auch Experten sprechen davon, dass wir auf große Veränderungen zusteuern. Zum Beispiel wandten sich 2014 Atomwissenschaftler und Fachautoren in einem Berichtsblatt (Bulletin of the Atomic Scientists) mit einem ernsten Hinweis an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und unterrichteten ihn darüber, welche großen Risiken für die Existenz der Menschheit bestehen. Die Wissenschaftler stellten fest: „Eine genaue Untersuchung der vorhandenen Risiken führt uns zu der Schlussfolgerung, dass unsere Zivilisation durch technische Entwicklungen weiter der großen Gefahr einer Katastrophe ausgesetzt ist.“ Viele sind immer mehr davon überzeugt, dass wir einen Wendepunkt in unserer Geschichte erreicht haben. Für die Herausgeber dieser Zeitschrift und viele ihrer Leser steht eindeutig fest, dass diese Zeit der Wende mit den „letzten Tagen“ gleichzusetzen ist und das Ende kurz bevorsteht. Das ist allerdings kein Grund zur Panik, sondern Grund zur Hoffnung auf eine herrliche Zukunft. Warum? Weil jeder das Ende überleben kann!