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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM APRIL 2015

 DIE BIBEL HAT IHR LEBEN VERÄNDERT

3 Fragen und alles wurde anders

3 Fragen und alles wurde anders
  • GEBURTSJAHR: 1949

  • GEBURTSLAND: VEREINIGTE STAATEN

  • VORGESCHICHTE: IRGENDETWAS FEHLTE

MEINE VERGANGENHEIT:

Ich bin in Ancram aufgewachsen, einem kleinen Nest im Norden der USA, im Staate New York. Dort lebten die meisten von der Milchwirtschaft. Man kann sagen, dass ein Großteil der Einwohner Kühe waren.

Im Ort gab es eine einzige Kirche und da gingen wir hin. Jeden Sonntagmorgen polierte mein Opa meine Schuhe blitzeblank und dann flitzte ich mit meiner kleinen weißen Bibel, die ich von meiner Oma bekommen hatte, zur Sonntagsschule. Meine Geschwister und ich lernten, fleißig zu sein, anderen gern zu helfen und sie respektvoll zu behandeln, und für das dankbar zu sein, was wir hatten.

Als ich alt genug war, zog ich von zu Hause aus und wurde Lehrerin. Mir gingen viele Fragen über Gott und das Leben durch den Kopf. Zum Beispiel hatte ich Schüler, die sehr begabt waren, andere waren nicht so begabt und mussten sich sehr anstrengen. Manche waren körperlich behindert, andere strotzten nur so vor Kraft. Ich fand das furchtbar ungerecht. Die Eltern von den Schülern, die weniger gut dran waren, sagten dann manchmal so etwas wie: „Das hat der liebe Gott für mein Kind halt so gewollt.“ Ich verstand einfach nicht, warum Gott zulässt, dass Kinder mit Behinderungen geboren wurden. Es waren doch völlig unschuldige kleine Wesen.

Ich überlegte auch: „Warum bin ich da? Was ist meine eigentliche Aufgabe?“ Wie das Leben doch dahinflog! Ich hatte eine schöne Kindheit gehabt, war an guten Schulen gewesen und liebte meinen Beruf. Ansonsten war mein Leben aber irgendwie leer. Mit viel Glück würde ich mir ein gemütliches Nest bauen, mit einem netten Mann und Kindern, würde bis zur Pension arbeiten, ja und dann irgendwann ins Pflegeheim gehen. Aber sollte das wirklich alles gewesen sein?

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT:

Einmal machte ich mit ein paar anderen Lehrerinnen im Sommer eine Tour durch Europa. Wir sahen uns Westminster Abbey, Notre-Dame, den Vatikan und viele kleinere Kirchen an. Überall, wo wir hinkamen, stellte ich meine Fragen. Zurück zu Hause in Sloatsburg (New York) ging ich in noch mehr Kirchen.  Aber nirgendwo konnte man mir meine Fragen vernünftig beantworten.

Dann kam eines Tages eine meiner Schülerinnen zu mir und stellte mir drei Fragen. Erstens, ob ich wüsste, dass sie eine Zeugin Jehovas ist. Ich sagte: „Ja.“ Zweitens, ob ich gern mehr über Jehovas Zeugen wissen würde. Ich sagte wieder: „Ja.“ Und drittens wollte sie wissen, wo ich wohne. Ich erzählte es ihr und siehe da, ich wohnte bei ihnen um die Ecke. Nicht im Traum hätte ich daran gedacht, dass diese drei kleinen Fragen einer Zwölfjährigen mein Leben für immer verändern sollten.

Bald darauf kam sie bei mir angeradelt und unser Bibelkurs ging los. Ich stellte ihr genau die gleichen Fragen, die ich schon so vielen Geistlichen gestellt hatte. Im Gegensatz zu ihnen beantwortete sie mir meine Fragen klar und einfach mit meiner eigenen Bibel. Da standen sie, die Antworten, und ich hatte sie noch nie gesehen!

Es hat mir so gutgetan, was ich da aus der Bibel gelernt hab! Und ich war richtig erleichtert, als ich in 1. Johannes 5:19 las: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist.“ Gott hat nichts mit dem ganzen Elend um uns herum zu tun; der Teufel ist dafür verantwortlich und Gott wird alles wiedergutmachen (Offenbarung 21:3, 4). Was in der Bibel steht, hat Hand und Fuß, es muss einem nur vernünftig erklärt werden. Klar, meine Bibellehrerin war zwar erst 12, aber ich dachte: „Die Wahrheit ist die Wahrheit. Da ist es egal, von wem du sie hörst.“

Aber ich wollte auch rausfinden, ob die Zeugen wirklich das machen, was sie sagen. Die Kleine hatte mir zum Beispiel erklärt, wie wichtig es für einen Christen ist, freundlich und geduldig zu sein (Galater 5:22, 23). „Ob sie sich wohl selbst daran hält?“, dachte ich und wollte sie testen. Also kam ich einmal absichtlich zu spät zu unserer Verabredung. „Mal sehen, ob sie auf mich wartet. Und falls sie noch da ist, ob sie wohl böse auf mich ist?“ Als ich in meine Auffahrt einbog, sah ich sie schon. Da war sie, auf den Stufen vor meinem Haus, und wartete auf mich. Sie kam ans Auto gerannt und sagte: „Ich wollte schon nach Hause laufen und meiner Mama sagen, dass wir bei der Polizei und in den Krankenhäusern anrufen müssen, weil, Sie kommen doch sonst nie zu spät. Ich hatte richtig Angst, dass Ihnen was passiert ist!“

Ein andermal stellte ich ihr eine Frage, von der ich dachte: „Das ist eine harte Nuss für so ein kleines Mädchen. Mal sehen, ob sie sich einfach eine Antwort aus den Fingern saugt.“ Also, ich stellte ihr die Frage, sie sah mich mit ernster Miene an und sagte: „Das ist aber eine schwierige Frage. Ich schreib sie mir auf und sprech mit meinen Eltern darüber.“ Und — wie hätte es anders sein können — bei unserem nächsten Treffen hatte sie einen Wachtturm dabei, in dem die Antwort auf meine Frage stand. Das fand ich bei den Zeugen interessant und sehr ansprechend: In ihren Schriften wurden alle meine Fragen mit der Bibel beantwortet. Ich machte den Bibelkurs mit meiner kleinen Bibellehrerin weiter und ein Jahr später war ich getauft. *

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT:

Als sich endlich alle meine Fragen geklärt hatten, wollte ich auch anderen erzählen, was ich gelernt hatte (Matthäus 12:35). Meine Familie hat es mir am Anfang ziemlich schwer gemacht. Aber mit der Zeit legte sich das. Kurz bevor meine Mutter starb, hatte auch sie einen Bibelkurs mit Jehovas Zeugen. Auch wenn sie sich nicht mehr taufen lassen konnte, bin ich doch davon überzeugt, dass sie sich schon für Jehova entschieden hatte.

1978 heiratete ich Elias Kazan, der auch ein Zeuge Jehovas war. Wir wurden 1981 ins Bethel * in den Vereinigten Staaten eingeladen. Es war sehr traurig, dass Elias nur 4 Jahre später starb. Dass ich auch als Witwe im Bethel blieb, gab mir allerdings Halt und half mir ein Stück weit über meinen Schmerz hinweg.

Mit mir im Bethel war Richard Eldred. Wir lernten uns kennen und heirateten 2006. Wir freuen uns, dass wir bis heute im Bethel bleiben konnten. Mit dem, was ich über Gott erfahren habe, beantworteten sich nicht nur alle meine Fragen, sondern mein Leben hat jetzt auch wirklich Inhalt. Und das alles, weil mir ein kleines Mädchen drei Fragen gestellt hat.

^ Abs. 16 Dank diesem kleinen Mädchen und ihren Geschwistern studierten insgesamt fünf Lehrer die Bibel und entschieden sich für Jehova.

^ Abs. 18 „Bethel“ bedeutet „Haus Gottes“ und Jehovas Zeugen nennen so ihre Zweigstellen auf der ganzen Erde (1. Mose 28:17, 19, Fußnote). Von da aus wird viel für das Bildungsprogramm von Jehovas Zeugen getan.

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