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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2015

 TITELTHEMA | JESUS, DER ERLÖSER — WAS HEISST DAS?

Jesus starb und wurde auferweckt: Das bedeutet Leben!

Jesus starb und wurde auferweckt: Das bedeutet Leben!

„Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden“ (Apostelgeschichte 16:31).

Bedeutungsvolle Worte! Paulus und Silas sagten das zu einem Gefängnisaufseher in Philippi. Aber was ist mit dieser Aussage eigentlich gemeint? Wie kann Glaube an Jesus retten, uns vom Tod erlösen? Erst einmal ist es wichtig, herauszufinden, warum wir überhaupt sterben — und die Bibel hat die Antwort.

Der Mensch wurde nicht geschaffen, um zu sterben

„Jehova Gott nahm dann den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und ihn pflege. Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: ‚Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben‘ “ (1. Mose 2:15-17)

Gott gab dem ersten Menschen, Adam, den Garten Eden als Zuhause — ein Paradies mit einer atemberaubenden Landschaft, in der es von Leben nur so wimmelte. An den Bäumen, die dort standen, konnte er sich einfach bedienen. Jehova machte aber auch klar, dass er von einem ganz bestimmten Baum nicht essen sollte. Würde er es doch tun, müsste er sterben.

Hätte Adam dieses Verbot missverstehen können? Er hatte gesehen, wie Tiere sterben, also wusste er, was der Tod ist. Wäre Adam geschaffen worden, um schließlich sowieso zu sterben, hätte der Tod als Strafe keinen Sinn ergeben. Adam verstand genau: Wenn er auf Gott hören und nicht von dem Baum essen würde, könnte er ewig leben — er bräuchte nie zu sterben.

Manche glauben, dass mit der „verbotenen Frucht“ Sex gemeint ist. Das kann aber nicht stimmen. Gott hatte ja zu Adam und seiner Frau Eva gesagt: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde“ (1. Mose 1:28). Bei dem Verbot ging es eindeutig um einen buchstäblichen Baum. Gott nannte ihn „den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“, denn er stand für Gottes Recht, festzulegen, was für den Menschen gut oder schlecht ist. Nicht von der Frucht zu essen wäre nicht nur ein Zeichen für Gehorsam gewesen, sondern auch dafür, dass Adam seinem großzügigen Schöpfer wirklich dankbar war.

 Adam musste sterben, weil er nicht auf Gott hörte

Gott sprach zu Adam: „Weil du darangegangen bist, von dem Baum zu essen, wirst du im Schweiße deines Angesichts Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“ (1. Mose 3:17, 19)

Adam aß von dem Baum. Dass er das Verbot Gottes übertrat, war keine Kleinigkeit. Durch seinen Ungehorsam stellte er sich offen gegen Gott und zeigte im Prinzip, dass er für all das, was er seinem Gott Jehova verdankte, nichts als Verachtung übrig hatte. Er wies seinen Schöpfer zurück, ging eigene Wege und das hatte katastrophale Folgen.

Wie von Jehova angekündigt, starb Adam schließlich. Gott hatte ihn „aus Staub vom Erdboden“ erschaffen und gesagt, er würde „zum Erdboden zurückkehren“. Adam lebte nicht in einer anderen Form irgendwo anders weiter. Als er starb, wurde er so leblos wie der Staub, aus dem er gemacht worden war (1. Mose 2:7; Prediger 9:5, 10).

Wir sterben, weil wir von Adam abstammen

Durch e i n e n Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod und so hat sich der Tod zu allen Menschen verbreitet, weil sie alle gesündigt hatten (Römer 5:12)

Adams Ungehorsam oder Sünde hatte weitreichende Folgen. Er verlor nicht nur ein Leben von 70 oder 80 Jahren, sondern ein Leben, das hätte ewig dauern können. Außerdem war er von da an nicht mehr vollkommen und konnte auch an seine Kinder nur Fehlerhaftigkeit weitergeben.

Wir alle stammen von Adam ab. Wir hatten keine andere Wahl, als das schwere Erbe der Unvollkommenheit anzutreten. Wir neigen dazu, Fehler zu machen, zu sündigen, und steuern auf den Tod zu. Paulus sagte über diese Misere, dass wir „unter die Sünde verkauft“ sind, und schrieb: „Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist?“ Er gab dann auch selbst die Antwort: „Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!“ (Römer 7:14, 24, 25).

 Jesus hat sein Leben gegeben, damit wir ewig leben können

Der Vater hat seinen Sohn als Retter der Welt ausgesandt (1. Johannes 4:14)

Jehova, der Vater, hat Mittel und Wege gefunden, um die Auswirkungen der Sünde aufzuheben und uns die Konsequenz — den ewigen Tod — zu ersparen. Er sorgte dafür, dass sein geliebter Sohn, der bei ihm im Himmel lebte, auf der Erde als Mensch geboren wurde. Jesus war vollkommen, so wie Adam. Aber im Gegensatz zu Adam „beging [Jesus] keine Sünde“ (1. Petrus 2:22). Deshalb war er auch nicht dem Tod ausgeliefert und hätte als fehlerfreier Mensch ewig leben können.

Jehova ließ allerdings zu, dass Jesus umgebracht wurde. Dann auferweckte er ihn drei Tage später als Geistwesen, damit er schließlich wieder im Himmel sein konnte. Als Jesus dort den Wert seines vollkommenen menschlichen Lebens Gott sozusagen übergab, kaufte er das zurück, was Adam für sich und seine Nachkommen verspielt hatte. Dadurch, dass Jehova diesen Rückkauf akzeptierte, wurde für alle, die wirklich an Jesus glauben, ewiges Leben möglich (Römer 3:23, 24; 1. Johannes 2:2).

Jesus erlitt den Tod, damit wir ewig leben können. Die Bibel sagt, dass Jesus starb, „damit er durch Gottes unverdiente Güte für jedermann den Tod schmecke“ (Hebräer 2:9).

Wie Gott in dieser Sache vorging, verrät viel über ihn. Er hat hohe Rechtsnormen. Sündige Menschen konnten sich nicht einfach selbst vom Tod erlösen. Doch weil Jehova uns sehr liebt und Mitleid mit uns hat, sorgte er selbst für eine Lösung, die seinen Rechtsnormen entsprach, obwohl ihn das sehr viel kostete: Er gab seinen Sohn als Lösegeld (Römer 5:6-8).

Jesu Auferstehung war erst der Anfang; es werden noch viel mehr Menschen auferstehen

Christus ist von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die im Tod entschlafen sind. Denn da der Tod durch einen Menschen gekommen ist, kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden (1. Korinther 15:20-22)

Jesus hat gelebt und ist gestorben, keine Frage. Aber kann man sich auch sicher sein, dass er auferweckt wurde? Ja. Und zu den überzeugendsten Beweisen dafür gehört, dass es viele Augenzeugen gab, denen sich Jesus nach seiner Auferstehung zeigte. Er wurde bei verschiedenen Gelegenheiten von anderen gesehen, einmal von mehr als 500 Personen. Paulus sprach darüber in einem Brief an die Korinther und erwähnte, dass viele der Augenzeugen damals noch lebten — man konnte sich also persönlich bei ihnen rückversichern (1. Korinther 15:3-8).

Jesus wurde von Paulus der „Erstling“ oder Erste aller genannt, die auferstehen — es würde also noch mehr Auferstehungen geben. Und auch Jesus selbst sprach von einer Zeit, „in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [oder Gräbern] sind, . . . herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29).

 Um ewig leben zu können, braucht man echten Glauben an Jesus

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe (Johannes 3:16)

Die ersten Seiten der Bibel erzählen, wie es dazu kam, dass Menschen sterben und das Paradies verloren ging. Die letzten Seiten der Bibel erzählen, wie der Tod wieder verschwinden wird und wie Gott aus der Erde ein Paradies macht. Dann werden alle glücklich sein und ein wirklich erfülltes Leben haben — und das für immer. In Offenbarung 21:4 steht: „Der Tod wird nicht mehr sein.“ Man kann diesem Versprechen absolut vertrauen, denn in Vers 5 steht: „Diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ Für Jehova ist es kein Problem, das zu halten, was er verspricht.

Sind diese Worte auch für Sie „zuverlässig und wahr“? Wer Jesus heute schon besser kennenlernt und Glauben an ihn auslebt, der kann sich sicher sein, dass Gott sich darüber freut. Jehova schenkt uns nicht nur heute schon viel Gutes, sondern wir können uns auch auf ein endloses Leben in einem Paradies auf der Erde freuen. Dort wird es dann weder „Trauer noch Geschrei noch Schmerz“ geben. Und wir werden auch endlich vom Tod erlöst sein.

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