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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM FEBRUAR 2015

 TITELTHEMA | KANN ARBEIT SPASS MACHEN?

Ideen für mehr Spaß an der Arbeit

Ideen für mehr Spaß an der Arbeit

„Es ist ein Geschenk Gottes, wenn jemand isst und trinkt und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann“ (Prediger 3:13, Begegnung fürs Leben). Gott ist es also wichtig, dass der Mensch Spaß an der Arbeit hat. Zeigt er denn auch, wie das geht? (Jesaja 48:17). Ja! Man braucht nur ein bisschen in der Bibel zu blättern und schon findet man Tipps, wie man bei seiner Tätigkeit zufriedener sein kann . . .

ARBEIT KANN SO SCHÖN SEIN

Ob man nun vorwiegend mit dem Kopf arbeitet oder eher mit den Händen oder vielleicht auch beides — eins ist klar: „Durch jederlei Mühe ergibt sich ein Vorteil“ (Sprüche 14:23). Was für ein Vorteil denn? Na ja, mit Arbeit kann man normalerweise seine Brötchen verdienen. Es stimmt schon, Gott verspricht, dass man auf seine Hilfe zählen kann, wenn man seinen Glauben nicht auf die leichte Schulter nimmt (Matthäus 6:31, 32). Aber: Man muss sich auch selbst bemühen, seinen Lebensunterhalt ehrlich zu finanzieren — das erwartet Gott einfach (2. Thessalonicher 3:10).

Um dieses Ziel zu erreichen, ist Arbeit das richtige Mittel. Und man möchte seinen Verpflichtungen ja auch gern nachkommen, das ist irgendwie Ehrensache. „Wer für sich selbst sorgen kann, hat wirklich was geschafft“, findet der 25-jährige Joshua. „Und wenn man bezahlen kann, was man zum Leben braucht, hat die Arbeit ihren Zweck erfüllt.“

Außerdem tut es dem Selbstwertgefühl gut, etwas zu leisten. Und es ist, wie es ist: Arbeit ist nun mal Arbeit und damit anstrengend. Wenn man aber die Disziplin aufbringt, auch an öden oder schwierigen Arbeiten dranzubleiben, gibt einem das ein gutes Gefühl. Man hat sich sozusagen selbst überwunden und ist seiner Arbeitsmoral treu geblieben, statt den einfachsten Ausweg zu nehmen (Sprüche 26:14). Und genau das macht richtig zufrieden. „Dieses Gefühl am Ende eines harten Arbeitstages — einfach genial!“, sagt Aaron. „Auch wenn ich wirklich ausgepowert bin — und vielleicht niemand gemerkt hat, was ich alles mach: Ich weiß, was ich geleistet hab.“

 JEDE ARBEIT WILL GELERNT SEIN

Ein Mann, der „geschickt in seiner Arbeit“ ist, und eine Frau, die gerne mit den Händen arbeitet, werden in der Bibel in den höchsten Tönen gelobt (Sprüche 22:29; 31:13). Aber natürlich ist man noch lange nicht geschickt oder qualifiziert, nur weil man arbeitet. Und: Wer macht schon gern etwas, worin er nicht gut ist? Womöglich ist das ja der Grund, wieso viele keine große Lust auf ihre Arbeit haben. Nur: Mit wenig Engagement wird niemand gut in seinem Job.

Man kann eigentlich an fast jeder Arbeit Freude finden. Voraussetzung ist der richtige Blickwinkel, nämlich, sich immer darauf zu konzentrieren, wie man etwas wirklich gut macht. William sagt dazu: „Wenn man bei einem Projekt sein Bestes gibt und dann sieht, was dabei rauskommt, fühlt man sich echt gut.“ Der 24-Jährige meint außerdem: „Liefert man nur das Mindeste oder sogar Pfusch ab, wird man dieses Gefühl nie erleben.“

ARBEITEN HEISST LIEBEN

Wer denkt, dass es nur darauf ankommt, wie viel Geld man in seinem Beruf verdient, macht es sich selber schwer. Besser beraten ist man, wenn man über Fragen nachdenkt wie: Wieso ist diese Arbeit eigentlich nötig? Was wäre, wenn sie niemand machen würde? Oder wenn nur halbe Arbeit geleistet würde? Was wird durch meine Arbeit alles Gutes bewirkt?

Gerade die letzte Frage ist besonders wichtig, denn Arbeit macht uns dann am zufriedensten, wenn wir sehen, dass andere davon profitieren. Schon Jesus wusste: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Und nicht nur der Kunde oder der Arbeitgeber profitiert von unserem Einsatz, nein, zum Beispiel auch unsere Familie oder Menschen in Not. Fangen wir einmal mit der Familie an.

Die Familie: Wer keine Arbeit und Mühe scheut, um seine Lieben zu versorgen, bewirkt in zweifacher Hinsicht Gutes. Zum einen sorgt er dafür, dass seine Familie ein Dach über dem Kopf hat, Essen auf dem Tisch und genug zum Anziehen. Dadurch kommt er der Verantwortung nach, seine Angehörigen gut zu versorgen, so wie Gott es sich von ihm wünscht (1. Timotheus 5:8). Zum anderen lebt er seiner Familie vor, wie wichtig es ist, angestrengt zu arbeiten. Dazu passt, was Shane sagt: „Wenn es um Arbeitsmoral geht, ist mein Vater mein großes Vorbild. Er ist ein ehrlicher Mann, der wirklich sein ganzes Leben lang hart gearbeitet hat, größtenteils als Zimmermann. Von ihm habe ich mir abgeschaut, wie gut es ist, wenn man ein bisschen handwerkliches Geschick hat und etwas Brauchbares für andere bauen kann.“

Menschen in Not: Wie Paulus sagte, soll sich ein Christ „anstrengen . . ., damit er dadurch etwas hat, was er dem abgeben kann, der in einer Notlage steckt“ (Epheser 4:28, Das Buch). Da ist wirklich etwas dran: Wer sich anstrengt, um für seine Familie zu sorgen, kann eventuell auch noch den Menschen helfen, die es nicht so gut haben (Sprüche 3:27). Wer arbeitet, kann also selbst erleben, um wie viel glücklicher es macht, zu geben, statt zu nehmen.

 DIE EXTRAMEILE

Jesus sagte in seiner Bergpredigt: „Wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen“ (Matthäus 5:41). Wie könnte das Prinzip, das dahintersteckt, in der Praxis aussehen? Statt einfach nur Mindestmaß abzuliefern, könnte man überlegen, wie sich die gestellten Erwartungen noch übertreffen lassen. Wie wärs mit ein paar Zielen? Etwas noch schneller oder besser machen, als erwartet, oder selbst die Feinheiten so richtig gut machen. Das ist dann die Extrameile.

So macht einem die Arbeit auch gleich mehr Spaß. Wirklich? Ja, denn man hat selbst in der Hand, was man tut. Man leistet mehr, weil man es selbst so will, nicht weil einen jemand dazu zwingt (Philemon 14). Da ist auch interessant, was ein Bibelspruch sagt: „Die Hand der Fleißigen ist die, die herrschen wird, aber die lässige Hand wird zwangsarbeitspflichtig werden“ (Sprüche 12:24). Sicher, man muss vielleicht nicht direkt befürchten, demnächst in Sklaverei oder Zwangsarbeit zu geraten. Aber wer immer nur das Minimum leistet, also nur auf Forderungen reagiert, könnte sich dadurch unter starkem Druck oder sogar Zwang fühlen. Anders ist es, wenn man die Extrameile geht, also mehr macht, weil man es so will. Dann hat man das gute Gefühl, alles im Griff zu haben — selbstbestimmt zu leben.

ARBEIT IST EBEN NUR DAS HALBE LEBEN

Das Leben besteht natürlich nicht nur aus Arbeit, so edel sie auch ist. Die Bibel spricht sich für fleißiges Arbeiten aus, das stimmt (Sprüche 13:4). Aber sie ist nicht dafür, dass man zum Workaholic wird! In Prediger 4:6 steht: „Besser ist eine Handvoll Ruhe als eine doppelte Handvoll harter Arbeit und Haschen nach Wind.“ Wie ist das gemeint? Als Workaholic kommt man vielleicht nie dazu, die Früchte seiner Arbeit auch zu genießen, weil die Arbeit die gesamte Zeit und Energie verschlingt. Im Prinzip ist dann das ganze Schuften sinnlos, als wollte man den Wind einfangen.

Mit der Bibel ist es wirklich leichter, die sogenannte Work-Life-Balance zu erreichen. Empfiehlt sie doch, bei der Arbeit engagiert zu sein, aber eben auch, „wichtigere Dinge“ nicht zu vernachlässigen (Philipper 1:10). Zu diesen wichtigeren Dingen im Leben zählt die Zeit mit der Familie oder mit Freunden. Eine noch wichtigere Sache wäre, die Freundschaft mit Gott zu pflegen, also in der Bibel zu lesen und sie wirken zu lassen.

Wer es schafft, dass sich die Dinge in seinem Leben die Waage halten, kann seine Arbeit wahrscheinlich sogar noch mehr genießen. William erzählt: „Mein früherer Arbeitgeber hat eine bewundernswerte Einstellung zur Arbeit. Er kann echt arbeiten und hat einen guten Ruf, weil er Qualität abliefert. Aber wenn Feierabend ist, kann er die Arbeit Arbeit sein lassen und ist dann voll für seine Familie da und nimmt sich Zeit für seinen Glauben. Und — ganz ehrlich — ich kenne kaum jemand, der so glücklich ist wie er!“

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