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Jehovas Zeugen

Deutsch

DER WACHTTURM FEBRUAR 2015

 GESPRÄCH VON MENSCH ZU MENSCH

Hat die Bibel mehr zu bieten, als man denkt?

Hat die Bibel mehr zu bieten, als man denkt?

Jehovas Zeugen unterhalten sich gern über die Bibel. Eine typische Unterhaltung könnte so ablaufen wie das folgende erdachte Gespräch. Ein Zeuge Jehovas, den wir Martin A. nennen wollen, spricht Eric N. auf der Straße an.

DIE BIBEL — GESCHICHTLICH KORREKT

Eric N.: Mit Religion hab ichs eigentlich nicht so. Ich glaub, es bringt nicht viel, mit mir zu reden.

Martin A.: Das ist ja nett, dass Sie mich gleich vorwarnen. Also, ich heiße Martin A.

Eric N.: Ah, und ich bin Eric N.

Martin A.: Schön, Sie kennenzulernen, Herr N. Hat Religion bei Ihnen denn früher mal eine Rolle gespielt?

Eric N.: Na ja, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt hab schon. Aber als ich dann zur Uni gegangen bin, war das für mich nicht mehr so ein Thema.

Martin A.: Ah, verstehe. Für welchen Studiengang haben Sie sich denn entschieden, wenn ich fragen darf?

Eric N.: Sozialwissenschaften und Geschichte. Geschichte fand ich schon immer toll, wissen Sie. Wie sich der Mensch so im Lauf der Geschichte entwickelt hat . . .

Martin A.: Oh ja, Geschichte kann faszinierend sein. Dann wissen Sie vielleicht, dass auch in der Bibel Geschichtsschreibung enthalten ist. Haben Sie die Bibel bei Ihren Arbeiten mal verwendet?

Eric N.: Nein, nicht wirklich. Ich weiß, dass sie ein gutes Buch ist. Aber ein Geschichtsbuch — das ist mir neu.

Martin A.: Sie scheinen ein offener Mensch zu sein, das find ich gut. Wenn Sie ein paar Minuten haben, würde ich Ihnen gern zwei Beispiele für präzise Geschichtsschreibung in der Bibel zeigen.

Eric N.: Ja, warum nicht. Aber ich hab jetzt keine Bibel dabei.

Martin A.: Kein Problem, ich hab ja eine, da können Sie mit reinschauen. Also für das erste Beispiel lesen wir mal in 1. Chronika im Kapitel 29 diese beiden Verse hier, 26 und 27. „Was David, den Sohn Isais, betrifft, er regierte über ganz Israel; und die Tage, die er über Israel regierte, waren vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben Jahre lang, und in Jerusalem regierte er dreiunddreißig Jahre lang.“

Eric N.: Warum ist das präzise Geschichtsschreibung, wie Sie sagen?

Martin A.: Manche Fachleute haben behauptet, dass König David gar keine reale Person war.

Eric N.: Echt? Und wie kamen die dazu?

Martin A.: Also außer in der Bibel gab es kaum Hinweise auf diesen König David. Aber 1993 hat ein Archäologenteam etwas gefunden, und zwar eine sehr alte Inschrift auf einem Stein. Und diese Inschrift bezeichnet das jüdische Königshaus mit einem Wort, das übersetzt „Haus Davids“ bedeutet.

Eric N.: Aha!

Martin A.: Und das zweite Beispiel: Pontius Pilatus. Er war ein Statthalter zur Zeit Jesu. Hier taucht  er auf, in Lukas Kapitel 3 im Vers 1. Da werden einige Staatsmänner aufgezählt.

Eric N.: Ah ja, ich seh schon. Da stehts: „Als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Bezirksherrscher von Galiläa.“

Martin A.: Genau. Und über Jahre haben manche behauptet, dass auch Pontius Pilatus nie gelebt hätte. Vor ungefähr 50 Jahren hat man dann aber im Nahen Osten eine alte Steinplatte entdeckt. Und darauf ist klar und deutlich sein Name eingraviert.

Eric N.: Mhm. Sie sind der Erste, von dem ich das hör.

Martin A.: Freut mich, dass ich Ihnen was Neues erzählen konnte.

Eric N.: Also, dass die Bibel literarisch wertvoll ist, hab ich schon gewusst. Und kann ja auch sein, dass sie geschichtlich korrekt ist. Nur, ganz ehrlich, mit dem Leben heute hat sie doch nichts mehr zu tun.

DIE BIBEL — VON FRÜHER FÜR HEUTE

Martin A.: Ich glaub, das denken viele. Aber ich seh das ein bisschen anders. Wissen Sie, warum? Unsere Grundbedürfnisse sind seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte die gleichen: Essen, Schlafen, ein Zuhause . . . Wir brauchen auch andere Menschen, mit denen wir kommunizieren können, und möchten eine glückliche Familie haben. Das ist doch für uns wichtig, oder?

Eric N.: Auf jeden Fall.

Martin A.: In allen diesen Bereichen hilft uns die Bibel weiter. Man könnte also sagen: Sie ist von früher, aber für heute.

Eric N.: Wie meinen Sie das jetzt?

Martin A.: Ich meine: In der Bibel wurden vor Jahrhunderten zeitlose Lebensweisheiten aufgeschrieben, die für uns heute noch wertvoll sind.

In der Bibel wurden vor Jahrhunderten zeitlose Lebensweisheiten aufgeschrieben, die für uns heute noch wertvoll sind

Eric N.: Ach ja?

Martin A.: Ja.Die Bibel zeigt zum Beispiel, wie man eine gesunde Einstellung zum Thema Geld haben kann, Glück im Familienleben findet und wie gute Freundschaften funktionieren. Sie ist wie ein Kompass, der einen durchs Leben führt. Würden Sie nicht auch sagen, dass es heutzutage gar nicht so leicht ist, ein guter Ehemann oder Vater zu sein?

Eric N.: Da haben Sie recht. Meine Frau und ich sind jetzt ein Jahr verheiratet und, na ja, ein Herz und eine Seele sind wir auch nicht immer.

Martin A.: Genau das mein ich. Und in der Bibel findet man Tipps, die wirklich funktionieren. Hier, Epheser 5. In Vers 22 und 23 und noch im Vers 28. Wollen Sie das vielleicht mal lesen?

Eric N.: Ja, mach ich. „Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, denn ein Mann ist das Haupt seiner Frau, wie der Christus auch das Haupt der Versammlung ist, er, der Retter dieses Leibes.“ Und 28: „Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.“

Martin A.: Danke. Wenn sich jetzt beide Partner an diesen doch recht klaren Rat halten, wird sich die Beziehung nicht garantiert verbessern?

Eric N.: Ich denk schon, ja. Aber das ist leichter gesagt als getan.

Martin A.: Klar, keiner ist fehlerfrei. Und im gleichen Kapitel steht auch, dass man vernünftig sein soll. * In jeder Beziehung hilft es, wenn man entspannt ist und nachgeben kann. Genau dabei hilft die Bibel, das haben meine Frau und ich selber so erlebt.

Eric N.: Kann ich mir vorstellen.

Martin A.: Wir Zeugen Jehovas haben eine Website, auf der man viel für Familien findet. Müssen Sie jetzt weiter oder haben Sie noch ein bisschen Zeit? Sonst könnten wir mal kurz zusammen reinschauen.

Eric N.: Ja, die Zeit nehm ich mir, zeigen Sie mal.

Martin A.: Klasse. Die Adresse ist www.jw.org. Das ist die Startseite.

Eric N.: Was sind denn das für Fotos?

Martin A.: Die Bilder zeigen ein bisschen etwas von unserer weltweiten Aktivität als Bibellehrer. Und hier unten kann man auf „Ehepaare & Eltern“ tippen. Da sehen Sie ein paar Abhandlungen über verschiedene Themen. Ist da was für Sie dabei?

Eric N.: Hm. Ich glaub, das ist was für mich: „Eheprobleme lösen“.

 Martin A.: Okay. Ah, hier werden vier Schritte vorgestellt, wie man die Sache angehen kann. Schauen Sie mal . . . dieser Absatz hier. Wollen Sie lesen?

Eric N.: Okay. „So wichtig wie Herz und Lunge für den Blutkreislauf sind, so wichtig sind Liebe und Respekt für eine gute Kommunikation in der Ehe.“ Das klingt nicht schlecht.

Martin A.: Ja, und hier kann man dazu eine passende Stelle in der Bibel anschauen. Wenn Sie hier drauftippen . . .

Eric N.: Ah ja, hier dieses Epheser 5:33: „Nichtsdestoweniger liebe auch jeder Einzelne von euch seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben.“

Martin A.: Ist das nicht interessant, wie dieser Text jedem ans Herz legt, genau das zu geben, was der andere gern bekommen möchte?

Eric N.: Ich weiß nicht ganz, worauf Sie hinauswollen.

Martin A.: Na ja, normalerweise will man doch als Mann gern von seiner Frau respektiert werden. Und eine Frau möchte sich doch ganz sicher sein, dass ihr Mann sie wirklich liebt, oder?

Eric N.: Ja, das stimmt.

Martin A.: Wenn jetzt der Ehemann alles dafür tut, dass seine Frau sich geliebt fühlt, kann ihn die Frau doch auch leichter respektieren.

Eric N.: Ja, Sie haben recht. So müsste es eigentlich funktionieren.

Martin A.: Dieser eine Vers in der Bibel, aufgeschrieben vor fast 2 000 Jahren, geht also auf die Bedürfnisse beider Partner ein und hilft beiden auch wirklich weiter. Erinnern Sie sich noch an das Beispiel von vorhin? Dieser Bibeltext beschreibt praktisch Herz und Lunge der Ehe: Sind Liebe und Respekt da, bleibt die Ehe gesund.

Eric N.: Die Bibel ist ja doch praktischer, als ich gedacht hab.

Martin A.: Das freut mich sehr, dass Sie das sagen, Herr N. Was halten Sie davon, wenn wir uns noch mal hier treffen und uns dieses „4-Schritte-Programm zur Problemlösung“ anschauen? Ich bin gespannt, wie Ihnen das gefällt. *

Eric N.: Klar, können wir machen. Bis dahin schau ich mir das auch mal mit meiner Frau an.

Gibt es etwas, was Sie schon lange einmal über die Bibel wissen wollten? Würde es Sie interessieren, was Jehovas Zeugen glauben oder wie sie organisiert sind? Sprechen Sie den nächsten Zeugen Jehovas doch einfach darauf an. Er wird Ihnen gern Auskunft geben.

^ Abs. 61 Mehr dazu in dem Buch Was lehrt die Bibel wirklich? (herausgegeben von Jehovas Zeugen), Kapitel 14.

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