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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JANUAR 2015

Ist es gut und richtig, zu Jesus zu beten?

Ist es gut und richtig, zu Jesus zu beten?

VOR nicht allzu langer Zeit wurden über 800 junge Leute aus verschiedenen christlichen Religionen dazu befragt, ob sie glauben, dass Jesus Gebete beantwortet. Über 60 Prozent waren sich ganz sicher, dass er das tut. Ein Fragebogen kam jedoch zurück, auf dem „Jesus“ durchgestrichen war und stattdessen „Gott“ stand.

Zu Jesus oder zu Gott — zu wem soll man denn nun beten? * Eine gute Frage! Und eine, auf die man auch eine Antwort finden kann. Wie hat Jesus selbst es denn seinen Jüngern erklärt, als er sie beten lehrte?

VON JESUS LERNEN

Jesus erklärte, zu wem man beten sollte, und machte es auch vor.

Jesus hat es uns vorgemacht: Er betete zu seinem Vater im Himmel

WAS ER SAGTE: Auf die Bitte: „Herr, lehre uns beten“, antwortete Jesus: „Wann immer ihr betet, so sprecht: ‚Vater‘ “ (Lukas 11:1, 2). In seiner oft zitierten Bergpredigt legte er außerdem jedem, der damals zuhörte, nahe: „Bete zu deinem Vater.“ Und er sicherte ihnen zu: „Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet“ (Matthäus 6:6, 8). In seiner letzten Nacht als Mensch auf der Erde sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wenn ihr den Vater um etwas bittet, so wird er es euch in meinem Namen geben“ (Johannes 16:23). Seine Worte machen ganz klar, zu wem wir beten sollten: zu seinem Vater und unserem Vater, Jehova Gott (Johannes 20:17).

WIE ER ES SELBST MACHTE: Das, was Jesus sagte, tat er auch. So betete er zum Beispiel: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“ (Lukas 10:21). Ein andermal „hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: ‚Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast‘ “ (Johannes 11:41). Und unmittelbar bevor er starb, betete er: „Vater, ich gebe mein Leben in deine Hände!“ (Lukas 23:46, Gute Nachricht Bibel). Jesus betete also zu seinem Vater im Himmel — dem „Herrn des Himmels und der Erde“ — und gab damit eine ganz klare Linie vor (Matthäus 11:25; 26:41, 42; 1. Johannes 2:6). Wie hielten es die ersten Christen? Hatten sie Jesu Worte auch so verstanden?

ZU WEM BETETEN DIE FRÜHEN CHRISTEN?

Nur wenige Wochen nach Jesu Himmelfahrt wurden seine Jünger angegriffen und man versuchte, sie einzuschüchtern (Apostelgeschichte 4:18). Ganz klar, dass in dieser Zeit viele Gebete gesprochen wurden. Aber zu wem? Die ersten Christen „erhoben . . . ihre Stimme einmütig zu Gott“ und flehten ihn an, ihnen doch „durch den Namen . . . [seines] heiligen Knechtes Jesus“ weiter beizustehen (Apostelgeschichte 4:24, 30). Sie hielten sich also an das, was Jesus vorgegeben hatte, und beteten zu Gott, nicht zu Jesus.

Aus einem Brief, den der Apostel Paulus Jahre später schrieb, geht hervor, wie er und seine Mitstreiter damals beteten: „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten“ (Kolosser 1:3). Außerdem sprach Paulus gegenüber seinen Glaubensbrüdern und -schwestern davon, „allezeit unserem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus für  alle Dinge Dank“ zu sagen (Epheser 5:20). Also legte Paulus anderen ans Herz, zu „unserem Gott und Vater“ zu beten, ihm „für alle Dinge“ zu danken — und das natürlich im Namen Jesu (Kolosser 3:17).

Wir können zeigen, dass wir Jesus lieben, wenn wir so beten, wie er es uns vorgemacht hat und wie es auch die ersten Christen taten (Johannes 14:15). Dadurch, dass wir ausschließlich zu unserem Vater im Himmel beten, werden uns die Worte des Psalmenschreibers noch viel mehr bedeuten: „Ich liebe Jahwe, denn er hört meine Stimme . . . So lange ich lebe, verkünde ich das“ (Psalm 116:1, 2, Neue evangelistische Übersetzung). *

^ Abs. 3 Die Bibel sagt nicht, dass Gott und Jesus ein und dieselbe Person sind. Mehr dazu in Kapitel 4 des Buches Was lehrt die Bibel wirklich? (herausgegeben von Jehovas Zeugen).

^ Abs. 11 Wer möchte, dass seine Gebete von Gott auch beantwortet werden, muss sich natürlich aufrichtig bemühen, so zu leben, wie Gott es erwartet. Mehr dazu in Kapitel 17 des Buches Was lehrt die Bibel wirklich?.

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