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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  Januar 2015

Was Ehemänner über Sicherheit wissen sollten

Was Ehemänner über Sicherheit wissen sollten

WENN es um Sicherheit geht, woran denken Ehemänner meist zuerst? In vielen Kulturen ist die vorherrschende Meinung, dass der Mann vor allem für die finanzielle Absicherung zu sorgen hat. Aber einige Ehefrauen, die finanziell wirklich gut versorgt sind, empfinden trotzdem keine Sicherheit — auf emotionaler Ebene. Manche leben sogar in regelrechter Angst. Rosa aus Spanien sagt zum Beispiel über ihren Mann: „Zu anderen war er immer nett und freundlich, aber zu Hause war er ziemlich grob.“ Joy aus Nigeria berichtet: „Wenn ich mit meinem Mann mal nicht einer Meinung war, hat er zu mir gesagt: ‚Du machst, was ich sage. Schließlich bin ich hier der Mann im Haus.‘ “

Beim Thema Sicherheit geht es also auch um die Frage: Wann ist ein Mann ein Mann — ein liebevoller Ehemann? Was gehört alles dazu, das Zuhause zu einem Ort der Sicherheit und Geborgenheit für seine Frau zu machen? (Ruth 1:9).

WAS DIE BIBEL ÜBER DIE VERANTWORTUNG DES EHEMANNS SAGT

Für Gott sind Mann und Frau gleichwertig. Allerdings haben sie in der Ehe unterschiedliche Aufgaben. Gemäß Römer 7:2 ist eine Frau unter „dem Gesetz ihres Mannes“. Was bedeutet das? So wie in vielen Institutionen jeweils eine Person mit der Führung betraut wird, hat Gott dem Ehemann die Führung in der Ehe übertragen (1. Korinther 11:3). Ehemänner haben also die Verantwortung für ihre Familie.

Aber wie kann man dieser Aufgabe als Ehemann gerecht werden? Die Bibel sagt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat“ (Epheser 5:25, Gute Nachricht Bibel). Obwohl Jesus Christus nie verheiratet gewesen war, können Ehemänner viel von ihm lernen. Wieso?

WARUM JESUS EIN LEITBILD FÜR EHEMÄNNER IST

Jesus wollte anderen Gutes tun und ihnen das Leben leichter machen. Jesus versprach allen, die unterdrückt wurden und denen Probleme schwer zu schaffen machten: „Kommt alle zu mir . . . Bei mir erholt ihr euch“ (Matthäus 11:28, 29, NeÜ bibel.heute). Er linderte ihren körperlichen Schmerz und half ihnen, ihre Bindung zu Gott zu stärken. Kein Wunder, dass sich viele in Jesu Nähe so wohl fühlten! Sie wussten: Er würde ihnen Erleichterung verschaffen.

Was das für Ehemänner bedeutet. Ein guter Ehemann möchte seiner Frau das Leben leichter machen. Manche Frauen  fühlen sich so wie Rosa: „Ich war für meinen Mann eigentlich nichts anderes als das Dienstmädchen.“ Kweku, der eine gute Ehe führt, verhält sich da ganz anders: „Ich frage meine Frau oft, ob ich ihr etwas abnehmen kann. Ich liebe sie, und deswegen helfe ich ihr auch gern bei der Hausarbeit.“

Jesus war rücksichtsvoll und einfühlsam. Als eine Frau, die schon seit 12 Jahren an einer schweren Krankheit litt, von Jesu Wundern hörte, sagte sie sich: „Wenn ich nur seine äußeren Kleider anrühre, werde ich gesund werden.“ Und so war es auch. Sie kam zu Jesus, berührte die Fransen seines Gewands und war sofort geheilt. Manche Beobachter stuften ihr Verhalten wahrscheinlich als ziemlich unverschämt ein. Aber Jesus sah, was dahintersteckte: Sie war absolut verzweifelt. * Ganz liebevoll sagte er zu ihr: „Tochter . . . sei von deiner lästigen Krankheit geheilt.“ Er vermied es also nicht nur, sie bloßzustellen oder ihr Vorwürfe zu machen, sondern  hatte auch Verständnis für ihre Lage. Das zeigt, dass er ein wirklich einfühlsamer Mann war (Markus 5:25-34).

Was das für Ehemänner bedeutet. Ein guter Ehemann ist besonders rücksichtsvoll und geduldig, wenn sich seine Frau nicht wohlfühlt. Er versucht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Ricardo erklärt: „Wenn ich merke, dass meine Frau besonders empfindlich ist, strenge ich mich umso mehr an, nichts zu sagen, was es für sie noch schlimmer macht.“

Jesus kommunizierte mit seinen Jüngern. Jesus redete mit seinen Jüngern über alles. Er sagte: „Ich [habe] euch alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört habe, bekannt gegeben“ (Johannes 15:15). Natürlich wollte Jesus manchmal mit seinen Gedanken oder zum Beten allein sein. Trotzdem sprach er mit seinen Jüngern sehr oft über das, was ihn tief im Herzen bewegte. In der Nacht bevor er als Verbrecher hingerichtet wurde, sagte er ihnen ganz offen, dass er „tief betrübt“ war (Matthäus 26:38). Und selbst als er von seinen Freunden enttäuscht wurde, hörte er deswegen nicht auf, mit ihnen zu reden (Matthäus 26:40, 41).

Über Jesu Beispiel nachzudenken kann dabei helfen, ein besserer Ehemann und Vater zu werden

Was das für Ehemänner bedeutet. Ein guter Ehemann redet mit seiner Frau — über das, was er denkt und fühlt. Manche Männer reden zwar viel mit anderen, sagen jedoch zu Hause fast gar nichts. Aber was es für eine Frau bedeutet, wenn sich ihr Mann öffnet, drückt Ana so aus: „Ich merke, dass er mich wirklich liebt, und fühl mich ihm sehr nah.“

Schweigen ist keine Lösung — auch wenn man mal verärgert ist. Eine Frau erzählt: „Als mein Mann sauer auf mich war, hat er mich tagelang angeschwiegen. Ich hab mich so schuldig und elend gefühlt.“ Ein positives Beispiel ist Edwin, der sich an Jesus orientieren möchte: „Wenn ich mal gereizt bin, antworte ich zwar nicht immer sofort, aber ich versuche, den passenden Moment zu finden, um die Sache zu klären.“

Joy, die schon zu Beginn zitiert wurde, konnte bei ihrem Mann positive Veränderungen sehen, nachdem er einen Bibelkurs mit Jehovas Zeugen begonnen hatte. „Er hat echt an sich gearbeitet und tut alles dafür, um liebevoller zu sein — so wie Jesus es vorgemacht hat.“ Von den Ratschlägen der Bibel haben schon Millionen Ehepaare profitiert. Warum das nicht einmal selbst ausprobieren? Jehovas Zeugen zeigen gern, wie so ein kostenloser Bibelkurs abläuft.

^ Abs. 10 Laut dem Gesetz in Israel damals war diese Frau wegen ihrer Krankheit aus religiöser Sicht unrein; damit wurde auch jeder andere unrein, den sie berührte (3. Mose 15:19, 25).

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