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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM OKTOBER 2014

 TITELTHEMA | DAS REICH GOTTES: WAS KANN ES FÜR UNS BEDEUTEN?

Das Reich Gottes: Warum war es für Jesus von Interesse?

Das Reich Gottes: Warum war es für Jesus von Interesse?

Als Jesus auf der Erde tätig war, sprach er über viele verschiedene Themen. Er lehrte seine Zuhörer unter anderem, wie man beten sollte, wie man Gott gefallen kann und wie man wahres Glück findet (Matthäus 6:5-13; Markus 12:17; Lukas 11:28). Aber das Reich Gottes lag Jesus besonders am Herzen. Deshalb war es auch sein Hauptthema (Lukas 6:45).

Wie im vorigen Artikel erwähnt, war es für Jesus das Wichtigste, dass er „predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte“ (Lukas 8:1). Jesus verausgabte sich dafür und zog Hunderte von Kilometern durch das Land Israel, um Menschen mit der guten Botschaft zu erreichen. Seine Tätigkeit wurde in den vier Evangelien aufgeschrieben. Sie enthalten mehr als 100 Hinweise auf das Reich Gottes. Die meisten Bezugnahmen stammen von Jesus. Dennoch geben sie nur einen Teil dessen wieder, was er alles über das Königreich Gottes gesagt hat (Johannes 21:25).

Warum lag Jesus das Königreich so sehr am Herzen? Jesus wusste, dass er von Gott als Regent ausgewählt worden war (Jesaja 9:6; Lukas 22:28-30). Aber er hatte es nicht darauf abgesehen, Macht und Ehre für sich zu erlangen (Matthäus 11:29; Markus 10:17, 18). Wenn Jesus das Königreich bekannt machte, suchte er dabei nie seinen eigenen Vorteil. Ihm lag und liegt vielmehr daran, was dieses Reich für die bewirken wird, die er besonders liebt — seinen himmlischen Vater und seine treuen Nachfolger. *

WAS BEWIRKT DAS KÖNIGREICH FÜR JESU VATER?

Jesus liebt seinen himmlischen Vater sehr (Sprüche 8:30; Johannes 14:31). Er ist von seinen anziehenden Eigenschaften wie Liebe, Mitgefühl und Gerechtigkeit beeindruckt (5. Mose 32:4; Jesaja 49:15; 1. Johannes 4:8). Wie sehr muss er daher all die Lügen hassen, die man über seinen Vater verbreitet. Zum Beispiel: „Gott ist es gleichgültig, wenn Menschen leiden“ oder: „Gott möchte, dass wir leiden.“ Das ist ein Grund, warum Jesus alles daransetzte, die „gute Botschaft vom Königreich“ zu verkündigen. Er wusste, der Ruf seines Vaters würde zur gegebenen Zeit durch das Königreich wiederhergestellt sein (Matthäus 4:23; 6:9, 10). Wie wird das geschehen?

Durch das Königreich wird Jehova für umwälzende Veränderungen sorgen, die treuen Menschen zugute kommen werden. „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ Jehova wird sogar die Ursachen solcher Tränen beseitigen. Er versichert: „Der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:3, 4). Gott wird also durch das Königreich alles beseitigen, worunter Menschen leiden. *

 Kein Wunder, dass Jesus so viel daran lag, mit anderen über das Königreich zu sprechen. Durch das Königreich wird offenbar werden: Jehova ist wirklich mächtig und mitfühlend (Jakobus 5:11). Und das Königreich wird auch für treue Menschen, die Jesus liebt, zum Segen sein.

WAS BEWIRKT DAS KÖNIGREICH FÜR TREUE MENSCHEN?

Lange bevor Jesus auf die Erde kam, lebte er bei seinem Vater im Himmel. Der Vater brachte durch den Sohn alles ins Dasein — von den beeindruckenden Himmeln mit den unzähligen Sternen und Galaxien bis zu unserem wunderschönen Planeten mit seiner Tierwelt (Kolosser 1:15, 16). Als dann der Mensch erschaffen wurde, war die Freude Jesu besonders groß (Sprüche 8:31).

Liebe zu den Menschen kennzeichnete Jesu Tätigkeit. Von Anfang an machte er klar, dass er auf die Erde gekommen war, um die „gute Botschaft zu verkünden“, besonders denen, die Hilfe brauchten (Lukas 4:18). Aber er redete nicht nur davon, anderen zu helfen, sondern tat auch etwas. Dadurch zeigte er seine Liebe zu Menschen. Einmal hörte ihm eine große Volksmenge zu. Jesus „empfand Mitleid mit ihnen, und er heilte ihre Kranken“ (Matthäus 14:14). Ein andermal war ein Mann, der unter einer lästigen Krankheit litt, davon überzeugt, dass Jesus ihn heilen könnte, wenn er nur wollte. Von seinem Glauben war Jesus tief berührt. Er sagte mitfühlend: „Ich will es. Werde rein!“, und heilte ihn (Lukas 5:12, 13). Als Jesus sah, wie Maria um ihren verstorbenen Bruder Lazarus trauerte, „seufzte er im Geist“, „wurde beunruhigt“ und „brach in Tränen aus“ (Johannes 11:32-36). Dann tat er etwas Unfassbares: Jesus brachte Lazarus zum Leben zurück, obwohl dieser bereits vier Tage tot war (Johannes 11:38-44).

Natürlich war jede Erleichterung, für die Jesus sorgte, nicht von Dauer. Ihm war klar: Früher oder später würden alle, die er geheilt hatte, wieder krank werden und alle, die er auferweckt hatte, würden wieder sterben. Aber er wusste auch, dass durch das Reich Gottes alle Probleme für immer beseitigt würden. Deshalb hat Jesus nicht nur Wunder gewirkt, sondern er predigte auch fleißig „die gute Botschaft vom Königreich“ (Matthäus 9:35). Jesu Wunder zeigten in kleinem Ausmaß, was durch Gottes Königreich bald auf der ganzen Erde bewirkt wird. Nachfolgend einige Verheißungen der Bibel über diese Zeit.

  •  Keine Krankheiten mehr

    „Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln.“ „Kein Bewohner wird sagen: ‚Ich bin krank‘ “ (Jesaja 33:24; 35:5, 6).

  • Kein Tod mehr

    „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29).

    „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiss die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ (Jesaja 25:8).

  • Verstorbene werden auferweckt

    „Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29, Einheitsübersetzung).

    „Es [wird] eine Auferstehung geben“ (Apostelgeschichte 24:15, Pattloch-Bibel).

  • Nie wieder ohne Arbeit oder Wohnung

    „Sie werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. . . . das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen“ (Jesaja 65:21, 22).

  •  Kein Krieg mehr

    „Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde“ (Psalm 46:9).

    „Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen“ (Jesaja 2:4).

  • Kein Hunger mehr

    „Die Erde selbst wird bestimmt ihren Ertrag geben; Gott, unser Gott, wird uns segnen“ (Psalm 67:6).

    „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluss sein“ (Psalm 72:16).

  • Keine Armut mehr

    „Nicht immer wird der Arme vergessen sein“ (Psalm 9:18).

    „Er wird zum Retter für die Bedürftigen, die um Hilfe rufen, für Menschen, die leiden und keinen Beistand haben. Er wird sich über Schwache und Bedürftige erbarmen und zum Lebensretter werden für Menschen in Not“ (Psalm 72:12, 13, Neue Genfer Übersetzung).

Kann man jetzt nicht besser verstehen, warum das Königreich für Jesus so viel bedeutete? Und warum er mit jedem, der zuhören wollte, so begeistert darüber sprach? Er wusste, dass das Königreich die belastenden Probleme beseitigen wird.

Wäre es nicht schön, die Zeit mitzuerleben, wenn sich diese Verheißungen über das Königreich erfüllen? Wo kann man mehr über das Königreich erfahren? Und was muss jeder Einzelne dafür tun, um die Segnungen des Königreichs auch zu erleben? Auf diese Fragen geht der letzte Artikel dieser Serie ein.

^ Abs. 5 Dieser Artikel beschreibt die Gefühle Jesu im Präsens. Das macht deutlich, dass für ihn das Königreich nach wie vor das Wichtigste ist, auch nach seiner Rückkehr in den Himmel (Lukas 24:51).

^ Abs. 8 Weitere Informationen, warum Gott Leid zulässt, findet man in Kapitel 11 des Buches Was lehrt die Bibel wirklich?, herausgegeben von Jehovas Zeugen.

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