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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JULI 2014

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

Wie wurden in alter Zeit Schiffe abgedichtet?

Zunächst wurden die Ritzen zwischen den Schiffsplanken gestopft. Wie Schiffbauer im alten Rom weiter vorgingen, beschreibt Lionel Casson, ein Experte auf dem Gebiet der antiken Seefahrt: „Üblich war das Einschmieren von Nahtstellen, ja oft der gesamten Rumpfoberfläche mit Pech [Asphalt] oder Pech und Wachs.“ Lange vor den Römern nutzten schon die Akkader und die Babylonier Asphalt, um Schiffe abzudichten.

Solchen flüssigen Asphalt gab es in den Ländern der Bibel reichlich

Im Alten Testament wird eine ähnliche Technik in 1. Mose 6:14 erwähnt. Das dort gebrauchte hebräische Wort, das mit „Teer“ wiedergegeben ist, bezieht sich offensichtlich auf Asphalt, ein natürliches Erdölprodukt.

Naturasphalt kommt in flüssigem oder festem Zustand vor. Damals wurde im Schiffbau flüssiger Asphalt verwendet, der meist direkt auf den Rumpf aufgetragen wurde. Dort trocknete er und härtete zu einer wasserdichten Schicht aus.

Die Länder der Bibel hatten ein hohes Asphaltvorkommen. In der Gegend des Toten Meeres, in der Tiefebene Siddim, gab es „Asphaltgruben an Asphaltgruben“ (1. Mose 14:10).

Wie wurde früher Fisch haltbar gemacht?

Fisch ist schon lange ein wichtiges Nahrungsmittel. Manche Apostel Jesu waren Fischer am Galiläischen Meer, bevor sie ihn auf seinen Reisen begleiteten (Matthäus 4:18-22). Zumindest ein Teil des dortigen Fangs wurde in nahe gelegenen Betrieben weiterverarbeitet.

Ägyptische Fischer (Holzschnitt)

Teilweise wird Fisch heute noch nach der gleichen Methode konserviert wie wohl schon im damaligen Galiläa. Zunächst nahm man ihn aus und machte ihn mit Wasser sauber. Das Buch Studies in Ancient Technology beschreibt die nächsten Arbeitsschritte: „Grobes Salz wurde in die Kiemen, das Maul und die Schuppen einmassiert. Danach schichtete man abwechselnd Fisch und Salz aufeinander und deckte alles mit Matten ab [meist aus getrockneten Palmwedeln]. So ließ man es 3 bis 5 Tage stehen, drehte dann alles um und ließ es noch einmal ungefähr genauso lange stehen. Dadurch wurde dem Fisch die Flüssigkeit entzogen und gleichzeitig konnte das gelöste Salz gut einziehen. Danach war er hart und trocken.“

Es ist nicht bekannt, wie lange dieser konservierte Fisch haltbar war. Doch da Fisch damals von Ägypten bis nach Syrien exportiert wurde, haben die Konservierungsmethoden ihren Zweck wohl ganz gut erfüllt.