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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM FEBRUAR 2014

 FRAGEN UNSERER LESER

So oft haben Menschen unter anderen zu leiden: Sieht Gott das nicht?

So oft haben Menschen unter anderen zu leiden: Sieht Gott das nicht?

Unterdrückung, Gewalt, Machtmissbrauch: Von solchen Missständen weiß auch die Bibel zu berichten. Da war zum Beispiel der Vorfall mit Naboth im 10. Jahrhundert v. Chr. * Der damalige König von Israel, Ahab, war auf Naboths Weinberg erpicht und billigte deshalb, dass seine Frau Isebel Naboth und dessen Söhne umbringen ließ (1. Könige 21:1-16; 2. Könige 9:26). Warum hat Gott einen solchen skandalösen Machtmissbrauch geduldet?

Gott kann nicht lügen (Titus 1:2)

Das hängt mit einer wichtigen Wahrheit zusammen: Gott kann nicht lügen (Titus 1:2). Aber was hat das mit unserem Thema zu tun? Gleich zu Anfang warnte Gott die Menschen, dass Auflehnung gegen ihn etwas Schlimmes nach sich ziehen würde: den Tod. Genauso kam es. Seit sich der Mensch im Garten Eden von Gott losgesagt hat, ist der Tod traurige Realität. Interessanterweise ging schon der erste Tod eines Menschen auf das Konto von Willkür und Gewalt — als Kain seinen Bruder Abel ermordete (1. Mose 2:16, 17; 4:8).

Seitdem hat „der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht“, so das Fazit der Bibel (Prediger 8:9). Das hat sich immer wieder bestätigt. Jehova Gott hatte den Israeliten vorausgesagt, sie würden von ihren Königen unterdrückt werden und deswegen zu ihm um Hilfe schreien (1. Samuel 8:11-18). Sogar der weise König Salomo machte dem Volk das Leben durch hohe Abgaben schwer (1. Könige 11:43; 12:3, 4). Und noch viel mehr hatte es unter korrupten Königen wie Ahab zu leiden. Die Frage ist jetzt: Wenn Gott all das verhindert hätte, hätte er sich dann nicht in gewisser Weise selbst zum Lügner gemacht?

Der Mensch hat über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht (Prediger 8:9)

Und noch etwas: Der Teufel hat behauptet, Menschen würden nur aus Eigennutz zu Gott halten (Hiob 1:9, 10; 2:4). Angenommen, Gott würde alle seine Diener vor jeder Form von Unterdrückung beschützen. Würde er damit nicht dem Teufel Argumente liefern? Und was, wenn er die Menschen generell vor Unterdrückung bewahren würde? Dann würde er einer noch größeren Lüge Vorschub leisten. Viele könnten nämlich denken, dass sich der Mensch auch ohne Gott erfolgreich selbst regieren kann. Die Bibel sagt aber genau das Gegenteil: dass der Mensch ganz und gar nicht dazu imstande ist (Jeremia 10:23). Wir brauchen Gottes Königreich, denn nur unter dieser Weltregierung wird Ungerechtigkeit ein Ende haben.

Soll das heißen, dass Gott gar nichts gegen Unterdrückung unternimmt? Nein. Er tut zweierlei: Erstens deckt er ein solches Verhalten auf. Die Bibel unterschlägt zum Beispiel keine Einzelheit von Isebels Komplott gegen Naboth. Außerdem entlarvt sie den, der in Wirklichkeit hinter solchen Gemeinheiten steckt — ein mächtiger Herrscher, der eigentlich unerkannt bleiben will: Satan, der Teufel (Johannes 14:30; 2. Korinther 11:14). Dadurch, dass Gott Unrecht und Unterdrückung aufdeckt und den wahren Urheber nennt, hilft er uns, selbst nicht solche Fehler zu begehen — und sichert uns so unsere ewige Zukunft.

Zweitens garantiert Gott, dass er aller Unterdrückung ein Ende machen wird. Wie er das Unrecht von Ahab und Isebel (und von vielen anderen) aufdeckte, verurteilte und bestrafte, lässt uns fest auf sein Versprechen vertrauen, eines Tages alle Bösen zur Rechenschaft zu ziehen (Psalm 52:1-5). Gott gibt außerdem die Zusicherung, dass er bald alles wiedergutmachen wird, was Menschen, die ihn lieben, durchmachen mussten. * So werden Naboth und seine Söhne eines Tages in einem Paradies auf der Erde leben, in dem es keinerlei Ungerechtigkeit mehr geben wird (Psalm 37:34).

^ Abs. 3 Siehe den Artikel „Ihren Glauben nachahmen“ in dieser Zeitschrift.

^ Abs. 8 Mehr dazu im Kapitel 11 des Buches Was lehrt die Bibel wirklich? (herausgegeben von Jehovas Zeugen).