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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM FEBRUAR 2014

 DIE BIBEL HAT IHR LEBEN VERÄNDERT

Die Erde ein Paradies! Ein Versprechen, das mein Leben verändert hat

Die Erde ein Paradies! Ein Versprechen, das mein Leben verändert hat
  • GEBURTSJAHR: 1974

  • GEBURTSLAND: LETTLAND

  • VORGESCHICHTE: WAGHALSIGER RENNSPORTLER

MEINE VERGANGENHEIT:

Ich bin in Riga geboren, der Hauptstadt Lettlands. Meine Mutter hat mich und meine Schwester allein großgezogen. Mutter war katholisch, aber in die Kirche gegangen sind wir nur an den Feiertagen. Ich habe eigentlich immer an eine höhere Macht geglaubt — nur als junger Mensch hatte ich eher anderes im Kopf.

Meine Mutter hat schon früh gemerkt, dass ich für mein Leben gern Sachen auseinandernehme und wieder zusammenbaue. Sie hatte immer Angst, mich allein zu Hause zu lassen, weil sie nie wusste, was ich diesmal wieder zerlegen würde. Deswegen schenkte sie mir einen Metallbaukasten. Ich war begeistert, denn jetzt konnte ich mein Basteltalent ausleben! Meine Bastelleidenschaft passte auch zu meiner anderen Leidenschaft: Motorräder. Meine Mutter meldete mich deshalb zu einem Mopedrennen an, dem sogenannten Zelta Mopēds (Goldenes Moped). Und so fing es an: Erst fuhr ich Rennen mit Mopeds, später mit schweren Maschinen.

Dieser gefährliche, rasante Sport lag mir. Ich kam schnell rein und hatte großen Erfolg. Drei Mal wurde ich lettischer Meister in verschiedenen Rennklassen und zwei Mal holte ich den baltischen Meistertitel.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT:

Als ich im Rennsport gerade so richtig erfolgreich war, kam meine Freundin Evija (meine jetzige Frau) in Kontakt mit Zeugen Jehovas: Sie hatte zufällig eine Publikation von Jehovas Zeugen in die Hände bekommen, darin einen Coupon für ein Bibelstudium entdeckt, ihn ausgefüllt und eingeschickt. Kurz danach standen zwei Frauen bei ihr vor der Tür und Evija fing mit ihnen ein Bibelstudium an. Ich hatte nichts dagegen, war aber damals selber nicht sonderlich an Religion interessiert.

Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich mich nicht einmal zum Bibelstudium dazusetzen wollte. Also hörte ich mir das mal an und fand es sehr interessant. Besonders berührt hat mich, dass Gott in der Bibel verspricht, die ganze Erde zu einem Paradies zu machen. Zum Beispiel zeigte man mir  Psalm 37:10, 11: „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ Das hat mich total angesprochen.

Von da an wurde ich immer neugieriger auf die Bibel. Mir ging auf, wie viele religiöse Lügen kursieren. Im Gegensatz dazu fand ich das, was in der Bibel steht, so erfrischend logisch und klar.

Nach einer Weile lernte ich im Bibelstudium, wie wertvoll und kostbar das Leben in Jehovas Augen ist (Psalm 36:9). Damit war der Rennsport für mich abgehakt — ich wollte mein Leben nicht mehr aufs Spiel setzen, sondern so leben, dass Jehova geehrt wird. Die Ehre, der Ruhm und der Nervenkitzel im Rennsport bedeuteten mir nichts mehr.

Mir ist bewusst geworden, dass ich gegenüber meinem Lebengeber eine Verantwortung habe

1996 besuchte ich in Tallinn (Estland) einen internationalen Kongress von Jehovas Zeugen — und zwar nicht weit weg von der Rennstrecke, auf der ich oft gefahren war. Auf dem Kongress beeindruckte mich der Frieden und die Harmonie zwischen Menschen aus allen möglichen Ländern. Ein Erlebnis machte mich regelrecht sprachlos: Eine Zeugin Jehovas hatte ihre Handtasche verloren. Ich dachte mir: „Die sieht sie nie wieder.“ Aber kurze Zeit später fand jemand die Tasche und brachte sie ihr zurück. Es fehlte nichts! Mir wurde klar, dass Jehovas Zeugen sich wirklich an die hohen Normen in der Bibel halten. Evija und ich kamen mit unserem Bibelstudium gut voran und 1997 ließen wir uns taufen.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT:

Einige meiner Motorradfreunde sind durch ihren wilden Lebensstil und die Raserei zu Tode gekommen. Bei meinem Bibelstudium ist mir bewusst geworden, dass ich gegenüber meinem Lebengeber, Jehova, eine Verantwortung habe. Das hat mir wahrscheinlich das Leben gerettet.

Vier Jahre lang konnten Evija und ich im Zweigbüro von Jehovas Zeugen in Riga mithelfen. Dann kam unsere Tochter Alise zur Welt, und es macht uns große Freude, sie aufwachsen zu sehen und in ihr die Liebe zu Jehova zu fördern. Ich darf noch jede Woche einen Tag im lettischen Übersetzungsbüro Autos und alles Mögliche andere reparieren. Ich freue mich sehr darüber, dass ich mich mit meinem Basteltalent nützlich machen kann. O ja, ich schraube nach wie vor gern Sachen auseinander und wieder zusammen.

Ich bin so dankbar für all das, was ich aus der Bibel gelernt habe. Und es ist für mich etwas ganz Besonderes, wenn ich zusammen mit meiner Familie anderen von dem einzig wahren Gott, Jehova, erzählen kann. Sein Versprechen, die Erde zum Paradies zu machen, hat mein Leben verändert!