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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  August 2013

 DIE BIBEL HAT IHR LEBEN VERÄNDERT

„Ich fragte mich ernsthaft, wohin mein Leben steuert“

„Ich fragte mich ernsthaft, wohin mein Leben steuert“
  • GEBURTSJAHR: 1941

  • GEBURTSLAND: AUSTRALIEN

  • VORGESCHICHTE: RAUCHER UND TRINKER

MEINE VERGANGENHEIT:

Ich bin in Warialda, einer Kleinstadt in Neusüdwales, aufgewachsen. Es gibt dort eine relativ vielseitige Landwirtschaft mit Schaf- und Rinderzucht, Getreideanbau und Kleinkulturen. Die Stadt ist sauber und die Kriminalitätsrate niedrig.

Ich war das älteste von zehn Kindern und fing mit 13 an, Geld zu verdienen, um mit für die Familie zu sorgen. Da ich nur wenig Schulbildung hatte, suchte ich mir Arbeit in der Landwirtschaft. Mit 15 war ich Farmarbeiter und ritt Pferde zu.

Das Leben auf den Farmen hatte Licht- und Schattenseiten. Einerseits fand ich es richtig schön, in der freien Natur zu arbeiten und abends im Schein des Lagerfeuers den Mond und den Sternenhimmel zu bewundern, während mir der Duft des Buschs um die Nase wehte. Mir ging damals durch den Kopf, dass irgendjemand all das Schöne um mich herum erschaffen haben musste. Andererseits gab es auch schlechte Einflüsse. Auf den Farmen herrschte ein derber Umgangston und Zigaretten waren immer in Reichweite. So gehörte Rauchen und Fluchen bald auch fest zu meinem Leben.

Als ich 18 wurde, zog ich nach Sydney. Ich wollte Soldat werden, doch weil es mit meiner Schulbildung ja nicht weit her war, wurde ich nicht genommen. Ich suchte mir einen Job und blieb ein Jahr in Sydney. In dieser Zeit kam ich zum ersten Mal mit Jehovas Zeugen in Kontakt. Sie hatten mich zu einer ihrer Zusammenkünfte eingeladen, und ich merkte sofort, dass an ihren Lehren etwas dran war.

Bald darauf zog es mich jedoch in den Busch zurück und letztlich blieb ich in Goondiwindi (Queensland) hängen. Ich bekam Arbeit und heiratete. Leider fing ich auch an zu trinken.

Wir bekamen zwei Kinder. Nach der Geburt unserer beiden Söhne fragte ich mich ernsthaft, wohin mein Leben  steuert. Mir fiel wieder ein, was ich bei der Zusammenkunft der Zeugen Jehovas in Sydney gehört hatte, und ich beschloss, etwas zu unternehmen.

Ich fand eine alte Wachtturm-Ausgabe, in der die Adresse des Zweigbüros der Zeugen Jehovas in Australien stand. Dort bat ich brieflich um Hilfe. Das führte dazu, dass mich ein lieber, netter Zeuge besuchen kam und wir bald zusammen die Bibel studierten.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT:

Beim Bibelstudium wurde mir klar, dass sich in meinem Leben einiges grundlegend ändern musste. Ein Bibelvers gab mir besonders zu denken: 2. Korinther 7:1. Dort steht, dass wir uns „von jeder Befleckung des Fleisches“ reinigen sollen.

Ich nahm mir vor, mit dem Rauchen und Trinken aufzuhören. Diese eingefleischten Gewohnheiten aufzugeben fiel mir nicht leicht, doch ich war entschlossen, so zu leben, dass Gott sich über mich freuen kann. Am meisten hat mir der Hinweis in Römer 12:2 geholfen, wo steht: „Formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt.“ Um meine Gewohnheiten zu ändern, musste ich umdenken und sie so sehen, wie Gott sie sieht: als etwas Schädliches. Mit seiner Hilfe habe ich das auch geschafft.

„Um meine Gewohnheiten zu ändern, musste ich umdenken“

Am härtesten war der Kampf gegen das Fluchen. Ich kannte den biblischen Rat aus Epheser 4:29: „Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor.“ Damit tat ich mich allerdings erst mal schwer. Geholfen hat mir Jesaja 40:26, wo über den Sternenhimmel gesagt wird: „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines davon.“ Ich dachte mir: Wenn Gott so mächtig ist, dass er das unendliche Universum erschaffen konnte — und wie gern habe ich mir immer den Himmel angeschaut! —, dann kann er mir doch bestimmt auch die Kraft geben, ein Mensch zu werden, über den er sich freut. Mit viel Anstrengung und vielen Gebeten kam ich meinem Ziel Stück für Stück näher.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT:

Als Farmarbeiter hatte ich nicht oft Gelegenheit, mich mit anderen zu unterhalten, denn meistens war auf den Farmen niemand in der Nähe. Durch die Schulung in den Zusammenkünften von Jehovas Zeugen habe ich jedoch gelernt, mich auszudrücken. Jetzt kann ich zum Beispiel anderen die gute Botschaft von Gottes Königreich erklären (Matthäus 6:9, 10; 24:14).

Seit einigen Jahren darf ich meinen Glaubensbrüdern in der Versammlung als Ältester zur Seite stehen, und es ist für mich eine Ehre, mich nach besten Kräften für sie einzusetzen. Aber am schönsten ist, dass ich Jehova zusammen mit meiner lieben, treuen Frau und unseren wunderbaren Kindern dienen kann.

Ich bin Jehova dankbar, dass er jemand, der so wenig Schulbildung hat wie ich, von sich lernen lässt (Jesaja 54:13). Sprüche 10:22 kann ich nur unterstreichen: „Der Segen Jehovas — er macht reich.“ Meine Familie und ich freuen uns darauf, noch mehr über Jehova zu lernen und ihm für immer zu dienen.