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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM AUGUST 2013

 FRAGEN UNSERER LESER

Warum werden manche Personen in der Bibel nicht mit Namen genannt?

Warum werden manche Personen in der Bibel nicht mit Namen genannt?

Im Bibelbuch Ruth wird ein Mann, der eine Bestimmung im Gesetz Mose nicht einhalten wollte, einfach als „Soundso“ bezeichnet (Ruth 4:1-12). Lässt das den Schluss zu, dass alle biblischen Personen, deren Name nicht erwähnt wird, schlechte Züge haben oder nicht so wichtig sind?

Nein. Hier ein Gegenbeispiel. Jesus gab seinen Jüngern vor seinem letzten Passahmahl den Auftrag: „Geht in die Stadt zu dem und dem [„einem bestimmten Mann“ (Das Buch)]“; sie sollten bei ihm alles für das Passah vorbereiten (Matthäus 26:18). War dieser „bestimmte Mann“ ein schlechter Mensch? War er zu unwichtig, um namentlich genannt zu werden? Keineswegs. Zweifellos war er ein Jünger Jesu. Doch da sein Name für den Bericht nicht wirklich wichtig war, blieb er unerwähnt.

Außerdem werden in der Bibel viele schlechte Menschen durchaus namentlich genannt, während treue oft namenlos geblieben sind. Der Name der ersten Frau, Eva, ist zum Beispiel bekannt, obwohl sie durch ihre Selbstsucht und ihren Ungehorsam zu Adams Sünde beitrug — was uns heute noch teuer zu stehen kommt (Römer 5:12). Noahs Frau wiederum wird nicht mit Namen erwähnt, wenngleich wir ihr viel zu verdanken haben, weil sie ihren Mann selbstlos und willig bei seiner großen Aufgabe unterstützte. Wer würde behaupten wollen, dass sie unwichtig war oder von Gott nicht gesegnet wurde, nur weil ihr Name im Bibelbericht nicht erscheint?

Es gibt noch weitere in der Bibel nicht namentlich erwähnte Personen, die eine bedeutende, ja geradezu heldenhafte Rolle in Jehovas Vorhaben spielten. Denken wir nur an das Mädchen aus Israel, das im Haus Naamans, eines syrischen Heerobersten, als Sklavin diente. Mutig erzählte die Kleine ihrer Herrin — der Frau Naamans — von dem Propheten Jehovas in Israel, was letztlich zu einem großen Wunder führte (2. Könige 5:1-14). Die Tochter des israelitischen Richters Jephtha bewies ebenfalls vorbildlichen Glauben. Um ein Gelübde ihres Vaters zu erfüllen, war sie bereit, auf Mann und Kinder zu verzichten (Richter 11:30-40). Dann sind da noch die Komponisten von über 40 Psalmen, deren Namen nicht erwähnt werden, sowie Propheten, die loyal wichtige Aufgaben erfüllten (1. Könige 20:37-43).

Noch eindrucksvoller ist vielleicht das Beispiel der treuen Engel. Von ihnen gibt es Abermillionen, doch nur zwei werden in der Bibel namentlich erwähnt: Gabriel und Michael (Daniel 7:10; Lukas 1:19; Judas 9). Die übrigen bleiben namenlos. Einer von ihnen wurde einmal von Simsons Vater Manoach gefragt: „Wie ist dein Name, damit wir dich, wenn dein Wort eintrifft, bestimmt ehren werden?“ Seine Antwort? „Warum denn solltest du nach meinem Namen fragen?“ Bescheiden lehnte dieser Engel es ab, Ehre anzunehmen, die nur Gott gebührte (Richter 13:17, 18).

Die Bibel erklärt nicht in jedem Fall, warum bestimmte Personen mit Namen genannt werden, andere dagegen nicht. Doch wir können viel von all den treuen Menschen und Engeln übernehmen, die Gott ohne die Aussicht dienten, sich dadurch einen großen Namen zu machen.

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