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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2013

 FRAGEN UNSERER LESER

Versprach Jesus dem Verbrecher, der neben ihm hing, ein Leben im Himmel?

Versprach Jesus dem Verbrecher, der neben ihm hing, ein Leben im Himmel?

Jesus sagte zu dem Übeltäter an seiner Seite: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43). Jesus erwähnte nicht, wo dieses Paradies sein würde. Deshalb die Frage: Sollte der Mann mit Jesus in den Himmel kommen?

Überlegen wir zunächst, ob der Verbrecher für ein Leben im Himmel überhaupt infrage kam. Menschen, die die Aussicht haben, in den Himmel zu kommen, müssen im Wasser und mit heiligem Geist getauft worden sein; sie sind also durch Gottes Geist gezeugte Jünger Jesu (Johannes 3:3, 5). Ein weiteres Erfordernis ist, dass sie Gottes Moralmaßstäben entsprechen sowie Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Integrität und Mitgefühl aufweisen (1. Korinther 6:9-11). Außerdem müssen sie bis ans Ende ihres Lebens auf der Erde treu zu Gott und Christus stehen (Lukas 22:28-30; 2. Timotheus 2:12). Nur wenn sie diese Voraussetzungen erfüllen, können sie sich als würdig erweisen, auferweckt zu werden und die große Verantwortung zu übernehmen, die im Himmel auf sie wartet — nämlich tausend Jahre als Könige und Priester mit Christus über die Menschheit zu herrschen (Offenbarung 20:6).

Der Mann an Jesu Seite war jedoch ein Verbrecher und starb auch als Verbrecher (Lukas 23:32, 39-41). Zwar zeigte er Respekt gegenüber Jesus, als er zu ihm sagte: „Gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst“ (Lukas 23:42). Aber er war kein getaufter, durch Gottes Geist gezeugter Jünger Jesu, noch war er für einen guten Lebenswandel und Treue bekannt. Ist es vernünftig, anzunehmen, dass Jesus dem Mann versprach, er würde zusammen mit seinen Nachfolgern, die Gott treu geblieben waren, als König im Himmel regieren? (Römer 2:6, 7).

Dazu ein Vergleich: Angenommen, jemand hat uns Geld gestohlen und bittet um Verzeihung. Wir entschließen uns, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Würden wir dem Betreffenden jedoch die Führung unseres Geschäfts anvertrauen oder ihm sagen, dass er sich um unsere Familie kümmern soll? Mit so etwas würde man nur jemand beauftragen, zu dem man vollstes Vertrauen hat. Für Menschen, denen ein Leben im Himmel in Aussicht steht, bedeutet das: Es muss eine gute Vertrauensgrundlage da sein, dass sie als Herrscher über die Menschheit fest für Gottes gerechte Maßstäbe eintreten werden (Offenbarung 2:10). Bei dem Übeltäter an Jesu Seite fehlte diese Grundlage, selbst wenn seine letzte Bitte offensichtlich aufrichtig war.

Viele sind auch der Meinung, dass Jesus dem Mann versprach, er würde noch am selben Tag mit ihm im Himmel sein. Das war aber unmöglich, denn Jesus selbst kam an diesem Tag auch nicht in den Himmel. Er war erst drei Tage „im Herzen der Erde“, also im Grab (Matthäus 12:40; Markus 10:34). Und nach seiner Auferstehung blieb er bis zu seiner Himmelfahrt noch 40 Tage auf der Erde (Apostelgeschichte 1:3, 9). Der Verbrecher konnte somit nicht am selben Tag mit Jesus im Himmel gewesen sein.

In was für ein Paradies sollte er dann kommen? Er wird nach seiner Auferstehung unter der Herrschaft Jesu in einem Paradies auf der Erde leben (Apostelgeschichte 24:15; Offenbarung 21:3, 4). Jehovas Zeugen würden Ihnen gern mehr über dieses Paradies erzählen und darüber, was Gott von uns erwartet. Sprechen Sie sie doch einfach an.