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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JANUAR 2013

 DIE BIBEL HAT IHR LEBEN VERÄNDERT

„Endlich fühle ich mich wirklich frei“

„Endlich fühle ich mich wirklich frei“
  • GEBURTSJAHR: 1981
  • GEBURTSLAND: VEREINIGTE STAATEN
  • VORGESCHICHTE: VERLORENER SOHN

MEINE VERGANGENHEIT:

Ich bin in Moundsville geboren, einem ruhigen Städtchen am Ohio im Norden von West Virginia. Ich war das zweitälteste von vier Kindern — drei Jungs und ein Mädchen. Da ging es natürlich meistens ziemlich hoch her. Meine Eltern waren fleißige, anständige Leute mit einem großen Herzen für andere. Wir hatten nie viel Geld, aber irgendwie kamen wir doch immer über die Runden. Als Zeugen Jehovas lag meinen Eltern viel daran, uns schon von klein auf biblische Grundsätze mit auf den Weg zu geben.

Im Teenageralter schienen mir dann andere Sachen verlockender, als nach der Bibel zu leben. Ich war mir nicht mehr sicher, ob so ein Leben wirklich sinnvoll ist und zufrieden macht. Absolute Freiheit schien für mich der einzige Weg zu echtem Glück. Schon bald ging ich nicht mehr zu den Zusammenkünften im Königreichssaal mit. Zwei von meinen Geschwistern schlugen denselben Weg ein. Unsere Eltern taten alles Menschenmögliche, um uns zu helfen, aber wir reagierten nicht darauf.

Ich ahnte ja nicht, dass mich die so heiß ersehnte „Freiheit“ in die Sucht treiben würde. Auf dem Heimweg von der Schule bot mir ein Freund eines Tages eine Zigarette an. Ich sagte nicht Nein. Nach und nach ließ ich mich noch auf viele andere schädliche Sachen ein. Ich fing mit Alkohol und Drogen an und führte ein unmoralisches Leben. Im Lauf der nächsten Jahre probierte ich immer härtere Drogen aus und schlitterte in die Abhängigkeit. Um an Geld zu kommen, begann ich schließlich, Drogen zu verkaufen.

Ich versuchte ständig, mein Gewissen zu unterdrücken, doch es meldete sich immer wieder. Ich dachte aber, dass sowieso schon alles zu spät sei und es kein Zurück mehr geben würde. Obwohl ich bei Partys und Konzerten unter Leuten war, fühlte ich mich oft einsam und deprimiert. Manchmal dachte ich daran, was für gute, anständige Menschen meine Eltern doch waren, und fragte mich, wie ich so auf Abwege geraten konnte.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT:

Im Unterschied zu mir hatten andere mich nicht aufgegeben. Im Jahr 2000 luden mich meine Eltern zu einem Bezirkskongress  von Jehovas Zeugen ein. Ich ging mit, wenn auch widerwillig. Die Überraschung war groß, als mein Bruder und meine Schwester, die wie ich auf die schiefe Bahn geraten waren, ebenfalls mitkamen!

Auf dem Kongress fiel mir ein, dass ich ungefähr ein Jahr zuvor hier ein Rockkonzert besucht hatte. Der Unterschied war wie Tag und Nacht! Bei dem Konzert lag überall Müll herum und alles war mit Zigarettenqualm eingenebelt. Die meisten Konzertbesucher waren unfreundlich und die Musik machte depressiv. Auf dem Kongress dagegen wimmelte es von richtig glücklichen Leuten, die mich herzlich begrüßten, obwohl sie mich jahrelang nicht gesehen hatten. Alles war sauber und das Programm machte einem Hoffnung. Als ich sah, wie positiv sich die Wahrheit der Bibel auswirkt, konnte ich es nicht fassen, dass ich sie über Bord geworfen hatte (Jesaja 48:17, 18).

„Der Bibel habe ich es zu verdanken, dass ich keine Drogen mehr nehme und verkaufe und ein produktives Mitglied der Gesellschaft geworden bin“

Gleich nach dem Kongress nahm ich mir vor, wieder den Anschluss an die Versammlung zu suchen. Meine Geschwister, die der Kongress ebenfalls angesprochen hatte, wollten auch zurückkommen. Wir waren alle drei mit einem Bibelstudium einverstanden.

Jakobus 4:8 ging mir besonders zu Herzen. Dort steht: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen.“ Wenn ich Gott näherkommen wollte, musste ich unbedingt mein Leben in Ordnung bringen. Das bedeutete zum Beispiel, mit dem Trinken, dem Rauchen und den Drogen aufzuhören (2. Korinther 7:1).

Ich zog einen Schlussstrich unter meine alten Freundschaften und suchte mir Freunde, die Jehova lieben. Der Glaubensbruder, der mit mir die Bibel studierte, war mir eine besondere Hilfe. Er rief regelmäßig an und kam vorbei, um nach mir zu sehen. Dieser Älteste ist noch heute einer von meinen besten Freunden.

Meine beiden Geschwister und ich wollten unser Leben Gott widmen und ließen uns im Frühjahr 2001 taufen. Unsere Eltern und mein jüngerer Bruder, der seinen Glauben nicht aufgegeben hatte, waren natürlich überglücklich, dass wir nun doch noch alle gemeinsam Jehova dienten.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT:

Früher hielt ich die Grundsätze der Bibel für unnötig einengend, doch jetzt betrachte ich sie als äußerst wertvollen Schutz. Der Bibel habe ich es zu verdanken, dass ich keine Drogen mehr nehme und verkaufe und ein produktives Mitglied der Gesellschaft geworden bin.

Es ist für mich etwas ganz Besonderes, zu einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen zu gehören, die Jehova dienen. Bei ihnen herrscht echte Liebe und sie ziehen im Dienst für Gott an einem Strang (Johannes 13:34, 35). Unter ihnen habe ich einen richtigen Schatz gefunden: meine Frau Adrianne, die ich von Herzen liebe und ehre. Wir haben viel Freude, uns zusammen für unseren Schöpfer einzusetzen.

Statt nur für mich zu leben, bin ich Vollzeitprediger geworden. So kann ich anderen helfen, Gottes Wort auch in ihrem Leben wirken zu lassen. Das hat mir bisher das größte Glück gebracht. Ich kann mit felsenfester Überzeugung sagen, dass die Bibel mein Leben verändert hat. Endlich fühle ich mich wirklich frei.