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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM DEZEMBER 2012

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

Lag Jesus falsch, als er davon sprach, dass Salz seine Kraft verliert?

Jesus sagte in der Bergpredigt zu seinen Nachfolgern: „Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wie wird seine Salzkraft wiederhergestellt werden? Es taugt zu nichts weiter, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden“ (Matthäus 5:13). Salz ist ein Konservierungsmittel. Jesus wollte mit seinem Vergleich also wahrscheinlich ausdrücken, dass seine Jünger andere vor geistigem und moralischem Verfall schützen könnten und sollten.

Salzablagerungen am Toten Meer

In einer Enzyklopädie heißt es zu der Bemerkung Jesu über den Verlust der Salzkraft, dass „Salz aus der Gegend des Toten Meeres im Allgemeinen Verunreinigungen durch andere Mineralien aufwies; das Salz konnte also aus dieser Verbindung ausgewaschen werden und übrig blieb eine geschmacklose Substanz“. Man kann daher nachvollziehen, warum Jesus sagte, dieser Rückstand tauge zu nichts weiter, als hinausgeworfen zu werden. Weiter wird ausgeführt: „Obwohl das Salz vom Toten Meer aufgrund seiner Verunreinigungen minderwertiger war als die meisten anderen Meersalze, war es wegen seiner Verfügbarkeit (man konnte es einfach am Ufer aufsammeln) die Hauptversorgungsquelle für Palästina“ (The International Standard Bible Encyclopedia).

Was bedeutete für die Menschen in biblischer Zeit der Verlust einer Drachme?

Eine Drachme

Jesus erzählte einmal in einem Gleichnis von einer Frau, die zehn Drachmen besaß und eine davon verlor. Sie zündete eine Lampe an und fegte ihr Haus sorgfältig, bis sie die Münze fand (Lukas 15:8-10). Zur Zeit Jesu entsprach eine Drachme fast einem ganzen Tagesverdienst. Ein solches Geldstück zu verlieren war somit keine Bagatelle. Die beschriebene Szene war allerdings noch aus anderen Gründen realitätsnah.

Wie in einschlägiger Literatur nachzulesen ist, trugen Frauen Münzen oft als Schmuck. Jesus könnte also auf eine Münze angespielt haben, die zu einem wertvollen Erbe oder einer Mitgift gehörte. Wie dem auch sei, man kann sich gut vorstellen, dass eine Frau, die eine solche Münze verlor, überall verzweifelt nach ihr suchte.

Zudem waren die Häuser der einfachen Leute damals so gebaut, dass sie möglichst wenig Licht und Wärme hineinließen. Sie hatten kaum Fenster, wenn überhaupt welche. Die Räume waren normalerweise mit Stroh oder anderem getrockneten Pflanzenmaterial ausgestreut. Wenn da eine Münze herunterfiel, konnte man sie nur schwer wiederfinden. In einem Kommentar zu Jesu Gleichnis heißt es: „Ging ein relativ kleiner Gegenstand wie etwa ein Geldstück an so einer Stelle verloren, war es das Naheliegendste, erst einmal eine Lampe anzuzünden und das Haus auszufegen.“