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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  September 2012

Das Los der Frau

Das Los der Frau

„Wenn ich sehe, wie Frauen behandelt werden, habe ich keine Lust, erwachsen zu werden“ (ZAHRA, 15, zitiert in der französischen Ausgabe von GEO)

AUS den Worten von Zahra spricht eine bittere Realität: Überall auf der Welt haben Mädchen und Frauen ihr Leben lang unter Gewalt und Diskriminierung zu leiden. Hier einige Fakten.

  • Geschlechterdiskriminierung. In Asien werden männliche Nachkommen bevorzugt. Laut einem UN-Bericht aus dem Jahr 2011 „fehlen“ in diesem Teil der Erde schätzungsweise 134 Millionen Frauen, weil Mädchen abgetrieben, nach der Geburt getötet oder vernachlässigt werden.
  • Schulbildung. Weltweit sind zwei Drittel von denen, die keine oder weniger als vier Jahre Schulbildung haben, Frauen und Mädchen.
  • Sexuelle Übergriffe. Mehr als 2,6 Milliarden Frauen leben in Ländern, wo Vergewaltigung in der Ehe nach wie vor nicht unter Strafe gestellt ist.
  • Gesundheit. In den Entwicklungsländern stirbt etwa alle zwei Minuten eine Frau infolge von Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen. Die Ursache: fehlende medizinische Grundversorgung.
  • Eigentumsrecht. Obwohl Frauen über die Hälfte der weltweiten landwirtschaftlichen Erzeugnisse erwirtschaften, haben sie in vielen Ländern nicht das Recht, Land zu besitzen oder zu erben.

Warum bleiben Frauen Grundrechte wie diese versagt? In manchen Kulturen bieten Glaubensinhalte und -praktiken Nährboden oder sogar Rechtfertigung für die Misshandlung von Frauen. Die indische Rechtsanwältin Chandra Rami Chopra wird in einer französischen Tageszeitung wie folgt zitiert: „Alle religiösen Gesetze haben eines gemeinsam: die Diskriminierung von Frauen.“

Trifft das auch auf die Bibel zu? Werden Frauen darin ebenfalls herabgesetzt wie in vielen anderen religiösen Büchern? Bestimmte Bibeltexte könnten den Anschein erwecken. Doch wie sieht der Gott der Bibel Frauen wirklich? Auch wenn das Thema oft recht emotional befrachtet ist — ein genauer, unvoreingenommener Blick in das Wort Gottes liefert hier Klarheit.