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DER WACHTTURM DEZEMBER 2011

Naturkatastrophen: Warum passiert so viel?

Naturkatastrophen: Warum passiert so viel?

IN DEN Nachrichten wird sehr oft von Katastrophen berichtet. Noch nie sind so viele Menschen Opfer irgendeines Unglücks geworden. Allein im Jahr 2010 gab es nach Angaben eines belgischen Forschungszentrums 373 Katastrophen mit mindestens 296 000 Toten.

Die Zahl der gemeldeten Katastrophen ist im Lauf der letzten Jahre merklich gestiegen. Während beispielsweise zwischen 1975 und 1999 jährlich noch weit unter 300 Katastrophen gezählt wurden, waren es von 2000 bis 2010 im Schnitt annähernd 400 pro Jahr. Da drängt sich manchem die Frage auf: Warum passiert denn jetzt so viel?

Wer Gott hier die Schuld gibt, liegt falsch. Die Unglücke, unter denen heute so viele leiden, kommen nicht von ihm. Es stimmt aber, dass in der Bibel für unsere Zeit Katastrophen vorausgesagt wurden. In Matthäus 24:7, 8 zum Beispiel lesen wir Jesu Worte: „Es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.“ Warum machte Jesus diese Voraussage, und was hat sie für uns zu bedeuten?

Gottes Sohn reagierte damit auf die Frage: „Was wird das Zeichen . . . des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matthäus 24:3). Er zählte einige Entwicklungen auf, unter anderem die oben erwähnten Katastrophen. Dann äußerte er den bedeutungsvollen Satz: „Wenn ihr diese Dinge geschehen seht, erkennt, dass das Königreich Gottes nahe ist“ (Lukas 21:31). Naturkatastrophen wären somit ein wichtiger Anzeiger dafür, dass große Veränderungen unmittelbar vor uns liegen.

Katastrophen — die treibenden Kräfte dahinter

Jetzt bleibt aber noch die Frage zu klären: Wenn nicht Gott für die Katastrophen verantwortlich ist, wer oder was dann? Das bekommt man nur heraus, wenn man eine wichtige Aussage der Bibel berücksichtigt: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Nicht Gott steckt also hinter den schlimmen Zuständen, unter  denen wir leiden, sondern oft ist es Gottes Feind, „der böse ist“; er wird in der Bibel auch als „der Teufel“ bezeichnet (Offenbarung 12:9, 12).

Dieser Feind Gottes verfolgt rigoros seine eigenen Ziele und geht dabei über Leichen. Da er die ganze Welt beherrscht, hat er sie massiv mit seinem Denken infiziert. Darauf weist die Bibel hin, wenn sie sagt, die Menschen würden „in den letzten Tagen . . . eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig“ (2. Timotheus 3:1, 2). Man braucht sich daher nicht zu wundern, dass auf die Art ein Weltsystem entstanden ist, das auf den Charakterzügen des Teufels aufbaut. Er ist der Motor hinter Selbstsucht, Habgier und Ausbeutung, die oft zu einer Gefahr für die Menschen werden.

Inwiefern trägt die allgemeine Habgier heute zu Katastrophen bei? In einem UN-Katastrophenbericht heißt es: „Allzu oft sind gerade Risikozonen wie etwa Überschwemmungsgebiete stark besiedelt. Zudem wird die Widerstandsfähigkeit der Natur durch die Zerstörung von Wäldern und Feuchtgebieten immer mehr geschwächt. Und über alldem schwebt die Gefahr eines globalen Klimawandels mit steigendem Meeresspiegel, bedingt durch die vom Menschen verursachte erhöhte Konzentration von Treibhausgasen“. So manches läuft hier unter dem Motto „wirtschaftlicher Fortschritt“, doch in Wirklichkeit ist das Grundmotiv Selbstsucht und Habgier, die die ganze Welt durchdringen.

Viele Fachleute erkennen mittlerweile an, dass unbedachtes Handeln die verheerenden Auswirkungen von Naturkatastrophen verschlimmert hat. Der Mensch hat ein System gefördert, das Naturkatastrophen verschärft, und damit genau genommen dem Teufel in die Hände gearbeitet.

Wie man sieht, sind Katastrophen oft das Ergebnis menschlicher Rücksichtslosigkeit. Manche wären weniger schlimm ausgefallen, wenn sie irgendwo anders passiert wären. In vielen Teilen der Erde entstand erheblich größerer Schaden, weil sich skrupellose Leute klammheimlich bereichern wollten oder die wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit in der Welt von heute Unmengen Menschen in Gefahrenzonen getrieben hat. Natürlich sind nicht in jedem Fall Einzelpersonen schuld, wenn Menschen unter Katastrophen leiden, denn die Bibel sagt: „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle“ (Prediger 9:11).

Die Gründe für Katastrophen sind also vielschichtig. Wie kann man sich aber nun auf einen Ernstfall einstellen? Was kann man tun, damit es einen nicht so hart trifft? Der nächste Artikel gibt dazu einige Tipps.