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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2011

 Wie man Gott näherkommt

Er wird sich nach ihnen sehnen

Er wird sich nach ihnen sehnen

ES TUT unglaublich weh, mit anzusehen, wenn ein geliebter Mensch leidet und stirbt. Und natürlich trauert man um ihn. Wie beruhigend ist es da, dass unser Schöpfer, Jehova Gott, sehr wohl weiß, wie tief der Schmerz geht. Noch tröstlicher ist, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als seine unendlich große Macht einzusetzen, um die Toten wieder zum Leben zu bringen. Diese Zuversicht hatte Hiob, wie aus Hiob 14:13-15 hervorgeht.

Versetzen wir uns einmal in die damalige Zeit. Hiob, ein Mann von außergewöhnlichem Glauben, macht viel Schlimmes durch: Er verliert seinen Besitz und seine geliebten Kinder und bekommt eine schmerzhafte Krankheit. In seinem Elend schreit er zu Gott: „O dass du mich im Scheol verbärgest!“ (Vers 13). Hiob sieht im Scheol (dem sinnbildlichen Ort, an dem der Großteil der Menschen im Tod schläft) die ersehnte Befreiung. Er wird dort frei von Schmerzen und Qualen sein — als würde ihn Gott wie einen Schatz verborgen halten. *

Wird Hiob für immer im Scheol bleiben? Er denkt das nicht. Er betet weiter: „O dass du . . . mir eine Zeitgrenze setztest und meiner gedächtest!“ Hiob hofft fest darauf, dass er nur vorübergehend im Scheol bleibt und Jehova ihn nicht vergisst. Er vergleicht diese Phase mit einer Zeit der „Fronarbeit“ — eine ihm aufgezwungene Wartezeit. Wie lange würde sie dauern? „Bis meine Ablösung kommt“, sagt er (Vers 14). Damit ist die Befreiung aus dem Scheol gemeint, die Auferstehung von den Toten.

Was gibt Hiob die Gewissheit, dass er eines Tages befreit wird? Er weiß, was unser liebevoller Schöpfer für Menschen empfindet, die ihm treu waren und gestorben sind. Hiob sagt: „Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen“ (Vers 15). Hiob ist sich bewusst, dass Gott ihm das Leben gegeben hat. Er hat es möglich gemacht, dass er im Mutterleib entstand, und kann ihn mit Sicherheit auch von den Toten auferwecken (Hiob 10:8, 9; 31:15).

In den Worten Hiobs steckt eine zu Herzen gehende Wahrheit über Jehova: Er hängt sehr an denen, die sich — wie Hiob — von ihm formen lassen und so in seinen Händen zu wertvollen Menschen werden (Jesaja 64:8). In Jehovas Augen sind seine treuen Diener kostbar. Wie die Bibel sagt, sehnt er sich nach den Treuen, die gestorben sind. Das zugrunde liegende hebräische Wort ist „ohne Frage eines der stärksten Wörter, um die Gefühlsregung sehnlichen Wünschens auszudrücken“, so ein Bibelwissenschaftler. Jehova hat seine Diener nicht nur im Gedächtnis, sondern wünscht sich auch sehr, ihnen das Leben wieder zu schenken.

Glücklicherweise lässt uns Jehova durch das Buch Hiob — eines der ältesten Bibelbücher — wissen, dass er die Toten auferwecken will. * Er möchte, dass wir unsere Lieben, die gestorben sind, wiedersehen. Dieser Gedanke kann den Verlust erträglicher machen. Es lohnt sich wirklich, mehr über unseren liebevollen Gott herauszufinden und darüber, wie man sich von ihm formen lassen kann. Dann kann man miterleben, wie sein Wille Realität wird.

Vorschlag für das Bibellesen im März

Esther 1-10 bis Hiob 1-15

^ Abs. 4 Hiobs Wunsch, von Gott verborgen zu werden, kann laut einem Bibelwissenschaftler bedeuten, dass er als etwas Wertvolles an einem sicheren Ort verwahrt werden wollte. Nach einer anderen Quelle könnte man seine Worte auch so verstehen: „Verstecke mich wie einen Schatz.“

^ Abs. 8 In Kapitel 7 des Buches Was lehrt die Bibel wirklich? (herausgegeben von Jehovas Zeugen) steht mehr zu der biblischen Verheißung, dass die Toten in einer gerechten neuen Welt auferstehen werden.