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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JUNI 2010

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

 Hätten Sie es gewusst?

Was hat es damit auf sich, dass in der Bibel so häufig vom Stadttor die Rede ist?

▪ Städte mit einer schützenden Mauer zu umgeben, war auch schon in biblischen Zeiten üblich. Häufig wurden in der Nähe der Stadttore öffentliche Plätze angelegt, wo man zusammenkam, Neuigkeiten austauschte sowie kaufte und verkaufte. Hier erfolgten wichtige Bekanntmachungen und hier verkündeten auch Propheten ihre Botschaften (Jeremia 17:19, 20). Das Werk The Land and the Book sagt hierzu: „Fast alle geschäftlichen Angelegenheiten wurden in oder bei den Stadttoren geregelt.“ Die Stadttore hatten für die Israeliten in etwa die Funktion eines Gemeindezentrums.

Abraham zum Beispiel kaufte von Ephron „vor den Augen der Söhne Heths inmitten all derer, die in das Tor seiner Stadt eingingen“, Land für eine Familiengrabstätte (1. Mose 23:7-18). Und Boas bat zehn Älteste aus Bethlehem, sich zu ihm ins Stadttor zu setzen, damit er in ihrem Beisein die Erbschaftsangelegenheiten Ruths in Verbindung mit dem Tod ihres Mannes regeln und sie gemäß der im Gesetz vorgesehenen Schwagerehe zur Frau nehmen konnte (Ruth 4:1, 2). In den Toren hielten die Ältesten einer Stadt auch Gericht: Sie hörten sich Rechtsangelegenheiten an, fällten Urteile und sorgten für deren Vollstreckung (5. Mose 21:19).

Wo lag Ophir, das in der Bibel als Herkunftsland besonders hochwertigen Goldes erwähnt wird?

▪ „Gold aus Ophir“ wird das erste Mal im Buch Hiob mit „purem Gold“ gleichgestellt (Hiob 28:15, 16). Ungefähr 600 Jahre nach dem Tod Hiobs erwarb König David Gold von dort für den Bau des Tempels Jehovas in Jerusalem. Auch sein Sohn Salomo führte Gold aus Ophir ein (1. Chronika 29:3, 4; 1. Könige 9:28).

Gemäß der Bibel ließ Salomo eine Schiffsflotte in Ezjon-Geber am Roten Meer bauen, die Gold aus Ophir beförderte (1. Könige 9:26). Fachleuten zufolge lag Ezjon-Geber am äußersten Ende des Golfs von Akaba, im Gebiet der heutigen Hafenstädte Elat und Akaba. Von hier aus konnten Schiffe Gebiete rund um das Rote Meer ebenso ansteuern wie weiter entfernte Handelszentren an der Küste Afrikas oder Indiens, wo einige Ophir vermuten. Andere wiederum glauben, dass sich Ophir in Arabien befand, weil dort antike Goldminen entdeckt wurden und man auch heute noch Gold schürft.

Zu der Behauptung einiger, die Goldminen Salomos seien einfach nur Legende, schreibt der Archäologe und Ägyptologe Kenneth A. Kitchen: „Ofir selbst ist historisch belegbar. Auf einem hebräischen Ostrakon [Tonscherbe], wahrscheinlich aus dem 8. Jhd. [v. u. Z.], findet sich deutlich die kurze Notiz: ‚Gold von Ophir für Horon — 30 Schekel [340 g].‘ Ofir ist hier wirklich das Herkunftsland des Goldes genau wie in ägyptischen Texten ‚Gold von Amau‘, ‚Gold von Punt‘ oder ‚Gold von Kusch‘ . . . erwähnt wird. Gegebenenfalls kann es auch Gold meinen, das in Art und Qualität dem Gold von Ofir entspricht.“

[Bild auf Seite 15]

Abraham erwirbt im Stadttor Land

[Bild auf Seite 15]

Der Name Ophir auf einem hebräischen Ostrakon

[Bildnachweis]

Collection of Israel Antiquities Authority, Photo © The Israel Museum, Jerusalem