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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2010

Ist die Bibel das Wort Gottes?

Ist die Bibel das Wort Gottes?

„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. TIMOTHEUS 3:16, 17).

WIE kraftvoll der Apostel Paulus mit den obigen Worten den unschätzbaren Wert der Bibel betont! Natürlich meinte er in erster Linie den Teil der Bibel, der ihm damals zur Verfügung stand — die Schriften, die manchmal als „Altes Testament“ bezeichnet werden. Doch vom Grundsatz her gelten seine Worte genauso für alle 66 Bücher der Bibel und damit auch für die Bücher, die Jesu treue Jünger im 1. Jahrhundert verfassten.

Hat die Bibel für Sie den gleichen hohen Stellenwert wie für Paulus? Waren die Verfasser der Bibel Ihrer Ansicht nach wirklich von Gott inspiriert, das heißt, wurde ihnen das, was sie schrieben, von Gottes Geist eingegeben? Für die Christen des 1. Jahrhunderts stand das ebenso außer Frage wie für Christen in all den Jahrhunderten danach. John Wyclif zum Beispiel, ein englischer Theologe des 14. Jahrhunderts, betrachtete die Bibel als „den absolut zuverlässigen Maßstab für Wahrheit“. Und das Werk The New Bible Dictionary erklärt in einem Kommentar zu den oben angeführten Worten des Paulus: Die göttliche „Inspiration garantiert . . . die Wahrheit sämtlicher Aussagen der Bibel“.

Die Einstellung zur Bibel ändert sich

In neuerer Zeit hat das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Bibel mehr und mehr nachgelassen. „Rein theoretisch . . . akzeptieren alle Christen [nach wie vor] die Bibel als verbindliche Anleitung für das Alltagsleben und  als Grundlage ihres Glaubens“, so das Handbuch The World’s Religions. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus: Für viele ist die Bibel mittlerweile nichts weiter als „eine unzuverlässige menschliche Überlieferung“. Einerseits erkennt man an, dass die Verfasser der Bibel tiefgläubige Männer waren. Andererseits betrachtet man sie als Menschen wie alle anderen, die sich damit abmühten, tiefe religiöse Wahrheiten zu erklären, ohne jedoch über das Wissen und die Bildung zu verfügen, die wir heute besitzen.

Tatsache ist, dass sich heute kaum jemand im Denken oder im Verhalten an der Bibel orientiert. Hört man nicht immer wieder, die biblische Moral sei schlicht altmodisch und weltfremd? Viele haben keine Hemmungen, biblische Gebote und Grundsätze zu relativieren oder sie aus Bequemlichkeit gleich ganz über Bord zu werfen. Manche bezeichnen sich zwar als Christen, ignorieren aber rundweg, was die Bibel über sexuelle Moral, Ehebruch, Ehrlichkeit und Trunkenheit sagt (1. Korinther 6:9, 10).

Warum ist das so? Anfang des 20. Jahrhunderts wies der Archäologe Sir Charles Marston auf einen möglichen Grund hin. In seinem Buch The Bible Is True erklärte er, dass die Menschen „viele Spekulationen moderner Autoren“, die die Glaubwürdigkeit der Bibel angreifen, allzu schnell „akzeptiert haben, ohne sie zu hinterfragen“. Und heute? Was ist von den Ansichten und Theorien der Gelehrten zu halten, die das Vertrauen in die Bibel untergraben? Bitte lesen Sie weiter.