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Jehovas Zeugen

Deutsch

Der Wachtturm  |  Dezember 2009

 Für Gespräche mit den Kindern

Jeremia hat nicht aufgegeben

Jeremia hat nicht aufgegeben

FÜHLST du dich ab und zu überfordert oder mutlos und würdest am liebsten nicht mehr weitermachen? — * Das passiert ganz vielen. Auch Jeremia verlor mal den Mut, als er noch jung war. Aber er ließ sich von dem, was andere gesagt oder getan haben, nicht unterkriegen, auch als er einmal am liebsten aufgegeben hätte. Jeremia war für Gott etwas ganz Besonderes. Gucken wir mal, warum.

Jeremia war noch gar nicht geboren, da hatte Jehova, der wahre Gott, ihn schon als Propheten ausgesucht. Er sollte den Leuten sagen, dass das, was sie machten, Gott überhaupt nicht gefiel. Und was hat Jeremia zu Jehova gesagt, als er dann damit anfangen sollte? — »Ich kann wirklich nicht gut reden. Ich bin noch zu jung dafür.« *

Was meinte Jehova wohl dazu? — Lieb, aber auch deutlich sagte er zu Jeremia: »Sag nicht: ›Ich bin noch zu jung dafür.‹ Zu allen, zu denen ich dich senden werde, solltest du gehen; und alles, was ich dir gebieten werde, solltest du reden. Fürchte dich nicht.« Warum brauchte Jeremia keine Angst zu haben? Weil Jehova ihm versprach: „Ich bin mit dir, um dich zu befreien“ (Jeremia 1:4-8).

Wie du ja schon weißt, verlor Jeremia irgendwann trotzdem den Mut. Weil er Gott diente, lästerten die anderen nämlich über ihn. »Ich werde den ganzen Tag ausgelacht und alle machen Witze über mich«, sagte Jeremia. Er wollte schon aufhören, über Jehova zu reden. „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden“, sagte er. Aber dann hat er doch nicht aufgegeben. Warum nicht?

Jeremia erklärte: »Das Wort Jehovas brannte ganz tief in mir wie ein Feuer, ich habe versucht, es zurückzuhalten, aber ich konnte es nicht« (Jeremia 20:7-9). Manchmal hatte Jeremia Angst. Trotzdem gab er nicht auf, denn er hatte Jehova lieb. Und deshalb hat Jehova ihn auch beschützt.

Das war nämlich so: Jehova hatte Jeremia den Auftrag gegeben, die Leute zu warnen. Wenn sie sich nicht bessern würden, dann würde Jerusalem zerstört werden. Als Jeremia den Leuten das ausrichtete, wurden sie wütend auf ihn und riefen: »Dieser Mann hat den Tod verdient!« Doch Jeremia bettelte sie richtig  an: »Hört auf das, was Jehova sagt.« Außerdem meinte er: »Eins müsst ihr wissen: Wenn ihr mich tötet, dann habt ihr einen Unschuldigen umgebracht, denn Gott hat mich gesandt, um mit euch zu reden.« Was passierte wohl mit Jeremia? —

Die Bibel gibt die Antwort: „Dann sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: ,Diesem Mann gebührt kein Todesurteil, denn im Namen Jehovas, unseres Gottes, redete er zu uns.‘ “ Siehst du, weil Jeremia sich nicht einschüchtern ließ, sondern weitermachte, hat Jehova ihn beschützt. Jetzt war da aber noch Urija. Er war auch ein Prophet von Jehova. Doch er hat sich ganz anders verhalten.

In der Bibel steht, dass Urija genau das Gleiche wie Jeremia über Jerusalem voraussagte. König Jojakim fand das allerdings überhaupt nicht gut; er war wütend auf Urija. Hast du eine Idee, wie Urija darauf reagierte? — Er bekam es mit der Angst zu tun und rannte nach Ägypten weg. Er wollte nichts mehr für Gott tun. Doch der König schickte Männer hinter ihm her, die ihn fingen und zurückholten. Kannst du dir vorstellen, was der gemeine König mit Urija gemacht hat? — Er nahm ein Schwert und brachte Urija um! (Jeremia 26:8-24).

Warum wurde wohl Jeremia von Jehova beschützt und Urija nicht? — Kann sein, dass Jeremia genauso viel Angst hatte wie Urija, aber er wollte weiter etwas für Jehova tun und lief nicht weg. Jeremia hat nicht aufgegeben. Was können wir jetzt von Jeremia lernen? — Auch wenn es uns manchmal schwerfällt, das zu tun, was Gott möchte, sollten wir ihm vertrauen und auf ihn hören.

^ Abs. 3 Der Gedankenstrich nach einer Frage ist als Hinweis gedacht, eine Pause zu machen und das Kind antworten zu lassen.

^ Abs. 4 Diese Anführungszeichen (» «) stehen überall dort, wo der Text der Neuen-Welt-Übersetzung in einfacheren, kindgerechten Worten wiedergegeben ist.