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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM JUNI 2009

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

 Hätten Sie es gewusst?

Warum sagt man am Ende eines Gebets „Amen“?

„Amen“ ist sowohl im Deutschen als auch im Griechischen eine Transliteration des hebräischen Wortes ’amén. Einem Gebet, Schwur, Segen oder Fluch folgte oft ein gemeinsames Amen, was so viel heißt wie „so sei es“ oder „wahrhaft“. Die Zuhörer drückten so ihre Zustimmung zu dem Gesagten aus. Die Bedeutung von „amen“ wird in einem Nachschlagewerk auch mit „wahrlich, fest, gewiss, zuverlässig, treu“ wiedergegeben. Man verpflichtete sich mit diesem Wort, sich an einen Schwur oder Bund zu halten und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu tragen (5. Mose 27:15-26).

Beim Predigen und Lehren leitete Jesus manchmal seine Aussagen mit dem Wort „amen“ ein, um zu betonen, dass sie absolut zuverlässig sind. In einem solchen Fall wird „amen“ in der Bibel mit „wahrlich“ wiedergegeben (Matthäus 5:18; 6:2, 5). Im Johannesevangelium sagt Jesus das Wort immer zweimal hintereinander: „Wahrlich, wahrlich“ (Johannes 1:51). Diese Verdopplung kommt, soweit man weiß, in keiner anderen religiösen Schrift vor.

In den Christlichen Griechischen Schriften wird „Amen“ auch als Titel für Jesus gebraucht, was anzeigt, dass seine Worte immer „treu und wahrhaftig“ sind (Offenbarung 3:14).

Was waren die Urim und die Tummim?

Mit den Urim und den Tummim konnte man im alten Israel offensichtlich herausfinden, was der Wille Jehovas war, und zwar in Angelegenheiten, die das Volk oder dessen Führer betrafen. Die Urim und die Tummim waren dem Hohen Priester anvertraut. Sie befanden sich in der Tasche des „Brustschilds der Rechtsprechung“ (2. Mose 28:15, 16, 30). Die Bibel sagt nichts Genaueres darüber, wie sie aussahen oder wie sie gebraucht wurden. Verschiedene Texte deuten darauf hin, dass es sich um Lose handelte, durch die Gott auf eine Frage mit Ja oder Nein antwortete oder eine Antwort verweigerte.

Einmal bat David Abjathar, ein Ephod zu holen. Dieses Kleidungsstück gehörte anscheinend dem Hohen Priester und enthielt die Urim und die Tummim. David stellte Jehova zwei Fragen. Er wollte wissen, ob Saul anrücken würde und ob ihn die Grundbesitzer von Keila ausliefern würden. Beide Male antwortete Jehova mit Ja. So konnte David die richtige Entscheidung treffen (1. Samuel 23:6-12).

Einige Zeit zuvor gebrauchte König Saul die Urim und die Tummim, um eine Schuldfrage zu klären. Zunächst fragte er, ob das Volk oder ob er zusammen mit seinem Sohn schuldig sei. Das Los fiel auf Saul und seinen Sohn. Anschließend entschied das Los, wer von den beiden die Verantwortung trug (1. Samuel 14:40-42). Als Saul später die Gunst Jehovas verlor, antwortete ihm Gott nicht mehr, „weder durch Träume noch durch die Urim noch durch die Propheten“ (1. Samuel 28:6).

Nachdem der Tempel in Jerusalem 607 v. u. Z. zerstört worden war, verwendete man gemäß der jüdischen Tradition die Urim und die Tummim nicht mehr.

[Bild auf Seite 27]

„Amen“ in Offenbarung 3:14 (Codex Alexandrinus, 5. Jahrhundert)