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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM FEBRUAR 2009

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

 Hätten Sie es gewusst?

War der in der Bibel beschriebene Aussatz die heute unter diesem Namen bekannte Krankheit?

Bei „Aussatz“ oder „Lepra“ handelt es sich um eine Infektionskrankheit des Menschen. Der Erreger, das Mycobacterium leprae, wurde 1873 von Dr. G. A. Hansen entdeckt. Das Bakterium kann bis zu neun Tagen im Nasensekret außerhalb des Körpers überleben, wie Forscher festgestellt haben. Man fand heraus, dass sich Personen, die engen Kontakt mit Infizierten haben, leicht anstecken können. Die Krankheit wird auch durch kontaminierte Kleidung übertragen. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation gab es 2007 über 220 000 Neuerkrankte.

Im Nahen Osten trat in biblischen Zeiten zweifellos diese Krankheit auf, denn das Gesetz des Moses schrieb vor, Aussätzige unter Quarantäne zu stellen (3. Mose 13:4, 5). Doch das mit „Aussatz“ wiedergegebene hebräische Wort zará‛ath bezog man nicht nur auf infizierte Menschen, sondern auch auf Kleidung und Gebäude. Diese Form des Aussatzes konnte sowohl an Kleidungsstücken aus Leinen oder Wolle als auch an Lederwaren auftreten. In einigen Fällen war ihr durch Waschen beizukommen. Wenn jedoch „die gelblichgrüne oder rötliche Plage” bestehen blieb, musste der Gegenstand verbrannt werden (3. Mose 13:47-52). In Häusern konnten sich „gelblichgrüne oder rötliche Vertiefungen“ in den Wänden zeigen. Befallene Steine und Mörtel mussten dann herausgerissen und weit entfernt von menschlichen Behausungen weggeworfen werden. Falls der Aussatz erneut auftrat, war das gesamte Gebäude abzureißen und das Baumaterial wegzuschaffen (3. Mose 14:33-45). Vermutlich handelte es sich bei dem „Aussatz“ an Häusern und Kleidungsstücken um Moder oder Schimmel. Doch mit Bestimmtheit kann das niemand sagen.

Warum verursachte die Predigttätigkeit des Paulus in Ephesus einen Aufruhr unter den Silberschmieden?

Die Silberschmiede in Ephesus machten ein einträgliches Geschäft mit der Herstellung von „Silberschreinen der Artemis“ (Apostelgeschichte 19:24). Das Bildnis dieser Göttin der Jagd, der Fruchtbarkeit und der Geburt, die auch die Schutzgöttin von Ephesus war, wurde im Artemistempel der Stadt aufbewahrt und war angeblich „vom Himmel gefallen“ (Apostelgeschichte 19:35). Der Tempel zählte zu den Sieben Weltwundern der Antike. Im Monat Artemision (März/April) fanden in Ephesus große Feste zu Ehren der Artemis statt, zu denen jedes Jahr Scharen von Pilgern in die Stadt strömten. Daher waren Kultgegenstände als Andenken, Amulette oder Opfergaben für die Göttin sehr gefragt. Solche Kultgegenstände wurden von den Pilgern oft mit nach Hause genommen und in der Familie verehrt. In Inschriften aus Ephesus ist von der Herstellung goldener und silberner Statuen der Artemis die Rede und einige andere erwähnen sogar eine Vereinigung von Silberhandwerkern.

Paulus lehrte, dass Bildnisse, die „mit Händen gemacht“ sind, keine Götter sind (Apostelgeschichte 19:26). Die Silberschmiede sahen dadurch ihre Existenz bedroht. Sie verursachten einen Aufruhr und protestierten gegen die Predigttätigkeit des Paulus. Ihre Befürchtungen fasste der Silberschmied Demetrius so zusammen: „Überdies besteht nicht nur die Gefahr, dass diese unsere Beschäftigung in Verruf kommen wird, sondern auch, dass der Tempel der großen Göttin Artemis für nichts geachtet werde, und selbst ihre herrliche Größe, die von dem ganzen Bezirk Asien und der bewohnten Erde angebetet wird, steht im Begriff, herabgesetzt und zu nichts zu werden“ (Apostelgeschichte 19:27).