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Jehovas Zeugen

Deutsch

Der Wachtturm  |  November 2008

Er liebt Gerechtigkeit

Er liebt Gerechtigkeit

 Wie man Gott näherkommt

Er liebt Gerechtigkeit

Hebräer 10:26-31

WER schon einmal ungerecht oder grausam behandelt wurde, der weiß, dass kaum etwas schwerer zu verkraften ist als himmelschreiende Ungerechtigkeit — vor allem wenn dieses Unrecht von jemand kommt, der einen eigentlich lieben und umsorgen sollte. Vielleicht ist er sogar noch ungestraft davongekommen und zeigt keinen Funken Reue. Da fragt man sich schon, wie Gott so etwas zulassen kann. * Eins steht fest: Jehova Gott hasst Ungerechtigkeit. Wie sein Wort, die Bibel, versichert, werden Menschen, die anderen immer wieder Schlimmes zufügen, zur Verantwortung gezogen. Dass daran kein Weg vorbeigeht, erklärt der Apostel Paulus in Hebräer 10:26-31.

Er schreibt: „Wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig“ (Vers 26). Wer immer wieder sündigt oder mutwillig Böses tut, ist wirklich verachtenswert. Warum kann man das sagen? Erstens sündigt er nicht aus einer momentanen Schwäche heraus — was jedem von uns ab und zu passiert, da wir unvollkommen sind —, sondern es gehört zu seinem Verhaltensmuster. Zweitens tut er es mit voller Absicht. Wie die Bruns-Übersetzung es ausdrückt, handelt so ein Mensch „vorsätzlich“ böse. Er ist durch und durch schlecht. Drittens geschieht es nicht aus Unkenntnis. Derjenige weiß genau, was er tut, denn er hat eine „genaue Erkenntnis der Wahrheit“, er kennt Gottes Willen und seine Maßstäbe.

Wie sieht Gott einen böswilligen, reuelosen Menschen an? Für diesen „bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig“, sagt Paulus. Das Opfer Jesu, ein Geschenk Gottes, deckt die Sünden zu, die wir begehen, weil wir unvollkommen sind (1. Johannes 2:1, 2). Wer jedoch immer wieder Böses tut, ohne zu bereuen, zeigt, dass er dieses kostbare Geschenk nicht schätzt. In Jehovas Augen hat er „den Sohn Gottes mit Füßen getreten“ und das Blut Jesu „als von gewöhnlichem Wert geachtet“ (Vers 29). Sein Verhalten zeigt, dass Jesus für ihn überhaupt nicht zählt, dass er sein Blut „für wertlos achtet“ (Bruns) — als wäre es das Blut eines x-beliebigen Menschen. Wer derart undankbar ist, darf nicht erwarten, dass ihm das Opfer Christi zugutekommt.

Womit muss so jemand rechnen? Der Gott der Gerechtigkeit erklärt: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ (Vers 30). Eins sollte jedem, der anderen ständig Schlimmes zufügt, klar sein: Niemand setzt sich ungestraft über Gottes gerechte Gesetze hinweg. Irgendwann bekommt jeder die Quittung für sein Tun (Galater 6:7). Spätestens wenn Gott die Erde von aller Ungerechtigkeit befreit, muss man sich vor ihm verantworten. Und das wird schon bald sein (Sprüche 2:21, 22). Nicht umsonst sagt Paulus: „Es ist etwas Furchtbares, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“ (Vers 31).

Zu erfahren, dass Jehova Gott vorsätzliches Bösestun nicht billigt, tröstet und macht Mut, vor allem wenn man selbst das Opfer ist. Man darf es voll und ganz Jehova überlassen, das Unrecht zu vergelten — dem Gott, der Ungerechtigkeit hasst!

[Fußnote]

^ Abs. 4 Warum Gott Leid zulässt, wird in dem von Jehovas Zeugen herausgegebenen Buch Was lehrt die Bibel wirklich? auf den Seiten 106 bis 114 ausführlich erklärt.