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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  Oktober 2008

Der Messias vorhergesagt

Der Messias vorhergesagt

 Der Messias vorhergesagt

LANGE hatte die jüdische Nation den Messias herbeigesehnt, war doch von Jesaja und anderen Propheten viel über sein Kommen geschrieben worden. Zur Zeit Jesu rechnete man dann allgemein damit, dass sein Auftreten unmittelbar bevorstand (Lukas 3:15). Es ist bezeichnend, wie viele bedeutsame Einzelheiten über das Leben des Messias in den biblischen Prophezeiungen zu finden sind. Den Verlauf all dieser Ereignisse vorherzusehen oder sie so zu steuern, dass Jesus alles genau so widerfuhr, wäre für Menschen ein Ding der Unmöglichkeit gewesen!

Einzelheiten über die Geburt des Messias. Jesaja hatte vorausgesagt, der Messias oder Christus werde von einer Jungfrau zur Welt gebracht. Nachdem der Apostel Matthäus die übernatürlichen Umstände der Geburt Jesu beschrieben hatte, stellte er fest: „Das alles geschah in Wirklichkeit, damit sich erfülle, was Jehova durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt: ‚Siehe! Die Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären‘ “ (Matthäus 1:22, 23; Jesaja 7:14). Jesaja hatte  auch vorausgesagt, der Christus werde ein Nachkomme Davids sein, ja er hatte sogar Isai, Davids Vater, mit Namen erwähnt. Tatsächlich stammte Jesus direkt von David ab (Matthäus 1:6, 16; Lukas 3:23, 31, 32). Deshalb sagte der Engel Gabriel vor Jesu Geburt zu seiner Mutter Maria: „Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben“ (Lukas 1:32, 33; Jesaja 11:1-5, 10; Römer 15:12).

Einzelheiten über das Leben des Messias. Als Jesus erwachsen war, las er einmal in der Synagoge von Nazareth aus der Prophezeiung Jesajas vor, darunter die Worte: „Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden.“ Anschließend wandte er das auf sich an und sagte: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt worden“ (Lukas 4:17-21; Jesaja 61:1, 2). Jesaja hatte außerdem vorausgesagt, wie freundlich, sanft und bescheiden sich der Messias gegenüber denen verhalten würde, die hofften, von ihm geheilt zu werden. Matthäus berichtet: „Viele folgten ihm auch, und er heilte sie alle, doch befahl er ihnen ausdrücklich, ihn nicht bekannt zu machen, damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde . . . ‚Er wird weder zanken noch schreien . . . Ein zerstoßenes Rohr wird er nicht zerbrechen‘ “ (Matthäus 8:16, 17; 12:10-21; Jesaja 42:1-4; 53:4, 5).

Einzelheiten über die Leiden des Messias. Jesaja hatte prophezeit, der Messias werde von den allermeisten in Israel nicht angenommen, sondern werde für sie „ein Stein des Anstoßes“ werden (1. Petrus 2:6-8; Jesaja 8:14, 15). Und wirklich: Obwohl Jesus so viele Wunder wirkte, „glaubten sie nicht an ihn, damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt werde, das er sprach: ‚Jehova, wer hat an das geglaubt, was wir gehört haben?‘ “ (Johannes 12:37, 38; Jesaja 53:1). Der Unglaube der Juden war nicht zuletzt auf die allseits beliebte, aber irrige Vorstellung zurückzuführen, der Messias werde ihre Nation unmittelbar von der Herrschaft der Römer befreien und ein unabhängiges davidisches Königreich auf der Erde wiederherstellen. Dass Jesus leiden und sterben musste, machte es aus Sicht der meisten Juden unmöglich, ihn als Messias zu akzeptieren. Aber genau das war von Jesaja vorhergesagt worden: Der Messias würde Leiden durchmachen, bevor er König werden sollte.

Im Bibelbuch Jesaja werden dem Messias prophetisch die Worte in den Mund gelegt: „Meinen Rücken bot ich den Schlagenden . . . Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Demütigungen und Speichel.“ Matthäus berichtet, was geschah, als Jesus der Prozess gemacht wurde: „Darauf spien sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit ihren Fäusten. Andere gaben ihm Backenstreiche“ (Jesaja 50:6; Matthäus 26:67). Jesaja hatte geschrieben: „Er ließ sich niederdrücken; doch pflegte er seinen Mund nicht aufzutun.“ Genau so kam es auch: Jesus — von Pilatus zu den Anschuldigungen der Juden befragt — „antwortete ihm nicht, nein, nicht ein Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte“ (Jesaja 53:7; Matthäus 27:12-14; Apostelgeschichte 8:28, 32-35).

Einzelheiten über den Tod des Messias. Jesajas Prophezeiung erfüllte sich weiter in Verbindung mit Jesu Tod und selbst darüber hinaus. Jesaja hatte vorausgesagt: „Er wird seine Grabstätte sogar bei den Bösen machen und bei der reichen Klasse in seinem Tod“ (Jesaja 53:9). Wie bewahrheitete sich diese scheinbar widersprüchliche Prophezeiung? Zur Hinrichtung schlug man Jesus zwischen zwei Räuber an den Pfahl (Matthäus 27:38). Sein Leichnam aber wurde später von dem wohlhabenden Joseph von Arimathia in seine eigene, neu ausgehauene Felsengruft gelegt (Matthäus 27:57-60). Und schließlich ging durch Jesu Tod einer der wichtigsten Aspekte der Prophezeiung Jesajas in Erfüllung. Jesaja hatte über den Messias gesagt: „Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, viele in einen  gerechten Stand bringen, und ihre Vergehungen wird er selbst tragen.“ Tatsächlich erbrachte Jesus mit seinem Tod das Lösegeld, durch das alle, die daran glauben, von der Last der Sünde befreit werden können (Jesaja 53:8, 11; Römer 4:25).

Erfüllung der Prophezeiungen gesichert

Um die Identität des Messias aus den heiligen Schriften zu belegen, zitierten Jesus und seine Apostel häufiger als jedes andere Bibelbuch die Prophezeiung Jesajas. Aber Jesaja war nicht der Einzige, der die Zukunft voraussagte. Viele weitere Prophezeiungen aus den Hebräischen Schriften finden ebenfalls an Jesus, an seinem Königreich und an dem, was es in Zukunft noch alles bewirken wird, ihre Erfüllung (Apostelgeschichte 28:23; Offenbarung 19:10). * Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass all diese Voraussagen eintreffen würden? Jesus sagte einmal zu den Juden: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN [also die Hebräischen Schriften] zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als dass auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe“ (Matthäus 5:17, 18).

Jesus wies außerdem darauf hin, wie sich biblische Prophezeiungen in Verbindung mit ihm oder später erfüllen sollten (Daniel 9:27; Matthäus 24:15). Darüber hinaus sagten er selbst sowie seine Jünger Ereignisse in weiter Zukunft voraus, von denen wir heute viele mit eigenen Augen beobachten können. Um diese Voraussagen und um biblische Prophezeiungen für die nahe Zukunft dreht sich der nächste Artikel.

[Fußnote]

^ Abs. 9 Weitere Informationen über Prophezeiungen, die sich an Jesus erfüllten, stehen in dem von Jehovas Zeugen herausgegebenen Buch Was lehrt die Bibel wirklich? auf Seite 200.

[Bild auf Seite 4]

„Die Jungfrau wird . . . einen Sohn gebären“

[Bild auf Seite 5]

„Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Demütigungen“