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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM AUGUST 2008

 Für Gespräche mit den Kindern

Samuel blieb auf dem richtigen Weg

Samuel blieb auf dem richtigen Weg

HAST du schon einmal gesehen, wie andere etwas Schlimmes gemacht haben? — * Samuel ging es so, obwohl man da, wo er wohnte, überhaupt nicht damit rechnen würde. Er lebte nämlich in der Stadt Silo bei der Stiftshütte, einem Zelt, wo man Gott anbetete. Das war vor über 3 000 Jahren. Sehen wir uns einmal an, wie Samuel überhaupt dahin kam.

Samuels Mutter, Hanna, hatte sich schon lange ein Kind gewünscht. Als sie einmal zur Stiftshütte ging, betete sie deswegen so innig zu Gott, dass ihre Lippen zitterten. Der Hohe Priester Eli dachte schon, sie wäre betrunken. Doch dann erklärte ihm Hanna, warum sie so unglücklich war. Da segnete er sie mit den Worten: »Ich wünsche dir, dass Gott dir das gibt, worum du gebeten hast« (1. Samuel 1:17). *

Als dann Samuel zur Welt kam, war Hanna überglücklich und sagte zu ihrem Mann Elkana: »Wenn ich Samuel nicht mehr stillen muss, bringe ich ihn zur Stiftshütte, damit er Gott dort dient.« Das tat sie dann auch, als Samuel vielleicht 4 oder 5 Jahre alt war.

Der Hohe Priester Eli war schon sehr alt. Er hatte zwei Söhne, Hophni und Pinehas, die Jehova nicht so dienten, wie es sein sollte. Sie schliefen sogar mit Frauen, die zur Stiftshütte kamen! Was hätte ihr Vater deiner Meinung nach tun sollen? — Er hätte sie bestrafen und sie daran hindern müssen, so etwas Schlimmes zu tun.

Als Samuel größer wurde, bekam er das verkehrte Verhalten der Söhne Elis bestimmt mit. Ließ er sich von ihrem schlechten Beispiel beeinflussen? — Nein, er machte nicht mit, sondern handelte so, wie es ihm seine Eltern beigebracht  hatten. Wie du dir sicher vorstellen kannst, war Jehova sehr böse auf Eli. Er schickte sogar einen Propheten zu Eli, der ihm sagte, wie Gott seine Familie und vor allem seine Söhne bestrafen würde (1. Samuel 2:22-36).

Samuel diente weiterhin zusammen mit Eli in der Stiftshütte. Eines Nachts, als Samuel schon schlief, rief eine Stimme seinen Namen. Samuel lief zu Eli, aber der hatte ihn gar nicht gerufen. Dasselbe geschah ein zweites Mal. Beim dritten Mal wurde Samuel von Eli aufgefordert, zu sagen: „Rede, Jehova, denn dein Knecht hört.“ Als Samuel das beim nächsten Mal tat, sprach Jehova zu ihm. Weißt du, was Jehova zu Samuel sagte? —

Er teilte ihm mit, dass er Elis Familie bestrafen würde. Am nächsten Morgen traute sich Samuel aber nicht, Eli zu sagen, was er von Jehova erfahren hatte. Doch Eli wollte es unbedingt wissen. Schließlich berichtete Samuel ihm alles. Jehova würde genau das tun, was der Prophet bereits angekündigt hatte. Darauf entgegnete Eli: „[Jehova] tue, was gut ist in seinen Augen.“ Hophni und Pinehas wurden getötet, und auch Eli starb (1. Samuel 3:1-18).

Samuel dagegen „wuchs weiter auf, und es erwies sich, dass Jehova seinerseits mit ihm war“. Er war, als sie starben, wahrscheinlich schon ein Jugendlicher — also in einem schwierigen Alter. Was meinst du: Fiel es Samuel immer leicht, richtig zu handeln, obwohl andere das nicht taten? — Leicht war es sicher nicht für Samuel, aber er war Jehova treu, und zwar bis an sein Lebensende (1. Samuel 3:19-21).

Möchtest du auch wie Samuel sein und immer auf dem richtigen Weg bleiben? Dazu musst du nach der Bibel leben und auf deine Eltern hören. Wenn du das tust, werden sich nicht nur deine Eltern freuen, sondern auch Jehova.

^ Abs. 3 Der Gedankenstrich ist als Hinweis gedacht, beim Lesen mit den Kindern innezuhalten und die Frage an sie zu richten.

^ Abs. 4 Diese Anführungszeichen (» «) stehen überall dort, wo der Text der Neuen-Welt-Übersetzung in einfacheren, kindgerechten Worten wiedergegeben ist.