Einstellung der Bedienungshilfe

Search

Sprache auswählen

Zurück zum Untermenü

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Zurück zum Inhalt

Jehovas Zeugen

Deutsch

DER WACHTTURM APRIL 2008

In Gottes Augen sind wir wertvoll

In Gottes Augen sind wir wertvoll

 Wie man Gott näherkommt

In Gottes Augen sind wir wertvoll

Lukas 12:6, 7

„WORIN immer unser Herz uns verurteilen mag . . .“ Mit diesen Worten räumt die Bibel ein, dass unser Herz uns gelegentlich veranlassen kann, übertrieben selbstkritisch zu sein. Ja, es könnte uns sogar einreden, wir würden die Liebe und Zuwendung Gottes gar nicht verdienen. Doch die Bibel versichert uns, dass „Gott größer ist als unser Herz und alles weiß“ (1. Johannes 3:19, 20). Gott kennt uns besser als wir uns selbst, und er sieht uns womöglich ganz anders, als wir uns sehen. Und da letztlich das zählt, was er denkt, stellt sich die Frage: Was sind wir denn in seinen Augen wert? Die Antwort gibt eine zu Herzen gehende Veranschaulichung Jesu, die er bei zwei Gelegenheiten gebrauchte.

Wie Jesus das eine Mal erwähnte, werden „zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft“ (Matthäus 10:29, 31). Und gemäß Lukas 12:6, 7 sagte er: „Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. . . . Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.“ Diese so einfache, aber wirkungsvolle Veranschaulichung macht deutlich, wie Jehova jeden Einzelnen seiner Diener sieht.

Sperlinge waren mit die billigsten Vögel, die zum Verzehr angeboten wurden. Zweifellos hatte Jesus schon öfter arme Frauen, vielleicht sogar seine eigene Mutter, beobachtet, die auf dem Markt die kleinen Vögel kauften, um sie für ihre Familie zuzubereiten. Für einen Assarion (eine Münze im Wert von weniger als 5 Cent) erhielt man zwei Sperlinge. Diese Vögel waren so billig, dass man für den doppelten Betrag einen fünften gratis dazubekam.

Nach Jesu Worten würde kein einziger Sperling „vor Gott vergessen“ oder ohne sein Wissen „zur Erde fallen“ (Matthäus 10:29). Jehova entgeht es also nicht, falls ein Sperling verletzt zu Boden fällt, oder wenn er dort nach Futter sucht. Er hat diese scheinbar unbedeutenden Vögelchen nicht nur erschaffen, sie sind ihm auch weiterhin wichtig genug, um Notiz von ihnen zu nehmen. Für ihn sind sie zweifellos wertvolle Lebewesen. Erkennen wir, was Jesus mit seiner Veranschaulichung sagen wollte?

Jesus gebrauchte häufig Gegenüberstellungen, bei denen er etwas Kleines heranzog, um etwas Größeres zu verdeutlichen. Beispielsweise sagte er, „dass die Raben weder säen noch ernten, und sie haben weder Scheune noch Vorratshaus, und doch ernährt sie Gott. Wie viel mehr wert seid ihr als die Vögel!“ (Lukas 12:24). Damit wird deutlich, was Jesus mit dem Beispiel der Sperlinge vermitteln wollte. Wenn Jehova schon diese Vögelchen etwas bedeuten, wie viel mehr liegt ihm dann an Menschen, die ihn lieben und ihm dienen!

Wie die Worte Jesu zeigen, brauchen wir uns der Zuwendung Gottes, der „größer ist als unser Herz“, nicht unwürdig zu fühlen. Wie gut zu wissen, dass unser Schöpfer sogar das in uns sieht, was wir selbst mitunter nicht sehen können!

[Bildnachweis auf Seite 9]

Sperlinge: © ARCO/D. Usher/age fotostock