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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2008

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

 Hätten Sie es gewusst?

Welchen Wert hatten die zwei Münzen der armen Witwe?

Im 1. Jahrhundert zahlten die Juden als Tempelsteuer eine „Doppeldrachme“. Ihr Wert entsprach zwei Tagelöhnen (Matthäus 17:24). Zum Vergleich: Wie Jesus einmal sagte, bekam man zwei Sperlinge für „eine Münze von kleinem Wert“, den Lohn für 45 Minuten Arbeit. Für den doppelten Preis — den Lohn für circa 90 Minuten Arbeit — erhielt man fünf Sperlinge (Matthäus 10:29; Lukas 12:6).

Was die arme Witwe, die Jesus beobachtete, für den Tempel spendete, war wesentlich weniger wert. Bei ihren zwei Münzen oder zwei Lepta handelte es sich um die kleinsten Kupfermünzen, die damals in Israel in Umlauf waren. Geht man von einem durchschnittlichen 12-stündigen Arbeitstag aus, so entsprachen die beiden Münzen nur 164 eines Tagelohns oder weniger als dem Lohn für 12 Minuten Arbeit.

Warum schätzte Jesus Christus die Spende der Witwe höher ein als die Spenden aller anderen? Die anderen gaben „von ihrem Überfluss“, die Witwe jedoch verfügte lediglich über „zwei kleine Münzen“. Sie hätte nur eine Münze spenden und die andere für sich behalten können. Doch sie hatte „alles eingeworfen, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt“ (Markus 12:41-44; Lukas 21:2-4).

Ab wann war Saulus unter dem Namen Paulus bekannt?

Der Apostel Paulus war von Geburt Hebräer mit römischem Bürgerrecht (Apostelgeschichte 22:27, 28; Philipper 3:5). Wahrscheinlich hatte er von Kindheit an sowohl den hebräischen Namen Saulus als auch den römischen Namen Paulus. Auch einige seiner Verwandten hatten römische und griechische Namen (Römer 16:7, 21). Übrigens trugen damals besonders Juden, die außerhalb von Israel lebten, nicht selten zwei Namen (Apostelgeschichte 12:12; 13:1).

Nach seiner Bekehrung zum Christentum war der Apostel anscheinend zehn Jahre lang meist unter seinem hebräischen Namen Saulus bekannt (Apostelgeschichte 13:1, 2). Doch auf seiner ersten Missionsreise (um 47/48 u. Z.) bevorzugte er wahrscheinlich seinen römischen Namen Paulus. Er war beauftragt worden, Nichtjuden die gute Botschaft zu überbringen, und hielt es wohl für günstiger, seinen römischen Namen zu gebrauchen (Apostelgeschichte 9:15; 13:9; Galater 2:7, 8). Vielleicht zog er diesen Namen auch deshalb vor, weil sein hebräischer Name Saulus ähnlich ausgesprochen wurde wie ein griechisches Wort, das einen negativen Beiklang hatte. Wie dem auch sei, Paulus war bereit, ‘Menschen von allen Arten alles zu werden, damit er auf jeden Fall einige rettete’ (1. Korinther 9:22).

[Bild auf Seite 12]

Ein Lepton in natürlicher Größe