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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM MÄRZ 2008

Ein Gott, der Leben wiedergibt

Ein Gott, der Leben wiedergibt

 Wie man Gott näherkommt

Ein Gott, der Leben wiedergibt

Lukas 7:11-15

WER hat nicht schon einmal einen geliebten Menschen verloren? Das ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen überhaupt. Unser Schöpfer weiß, wie weh das tut. Aber nicht nur das: Er kann alles, was der Tod anrichtet, sogar ungeschehen machen. In der Bibel wird uns davon erzählt, dass Menschen auferweckt wurden. So zeigt uns Gott, dass er Leben nicht nur geben, sondern auch zurückgeben kann. Dazu hat er seinem Sohn Jesus Christus die Macht verliehen. Ein Beispiel für so ein Wunder wollen wir uns einmal ansehen. Es steht in Lukas 7:11-15.

Es war das Jahr 31 u. Z. Jesus war unterwegs nach Nain, einer Stadt in Galiläa (Vers 11). Dort kam er wahrscheinlich gegen Abend an. Die Bibel sagt: „Als er sich nun dem Tor der Stadt näherte, da, siehe, wurde ein Toter herausgetragen, der einziggezeugte Sohn seiner Mutter. Außerdem war sie eine Witwe. Auch war eine beträchtliche Volksmenge aus der Stadt bei ihr“ (Vers 12). Man kann sich vorstellen, wie schwer dieser Witwe ums Herz gewesen sein musste! Nun war auch noch ihr einziger Sohn gestorben. So hatte sie zum zweiten Mal jemand verloren, der für sie da sein und für sie sorgen konnte.

Jesus wandte seinen Blick der trauernden Mutter zu, die vermutlich nahe bei der Bahre im Trauerzug ging. Im Bericht heißt es: „Als der Herr sie erblickte, wurde er von Mitleid mit ihr bewegt, und er sprach zu ihr: ‚Hör auf zu weinen‘ “ (Vers 13). Die große Verzweiflung der Mutter ging Jesus sehr nahe. Vielleicht dachte er an seine eigene Mutter, die damals wohl schon Witwe war und bald auch um ihn trauern würde.

Jesus ging auf den Trauerzug zu, aber nicht, um sich ihm anzuschließen. Entschieden rührte er die Bahre an, und alle blieben stehen. Dann sagte Jesus, der Macht über den Tod erhalten hatte, mit fester Stimme: „ ‚Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!‘ Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter“ (Vers 14, 15). Die Mutter hatte ihren Sohn hergeben müssen, als der Tod ihn ihr genommen hatte. Nun gab Jesus ihn seiner Mutter zurück und sie waren wieder vereint. Aus Tränen der Trauer wurden Tränen des Glücks.

Ein solches Glück zu erleben und einen geliebten Menschen wiederzusehen — wer würde sich nicht danach sehnen? Gott kann das nur zu gut nachempfinden. In Jesu Mitgefühl für die trauernde Witwe spiegelte sich Gottes eigenes Mitgefühl, denn Jesus ist das Ebenbild seines Vaters (Johannes 14:9). Wie die Bibel sagt, sehnt sich Gott danach, alle zum Leben zurückzubringen, die in seinem Gedächtnis aufgehoben sind (Hiob 14:14, 15). Sein Wort, die Bibel, eröffnet uns eine wunderbare Aussicht: ein Leben im Paradies auf der Erde und ein Wiedersehen mit lieben Freunden und Verwandten (Lukas 23:43; Johannes 5:28, 29). Würde es sich nicht lohnen, diesen Gott, der Leben wiedergeben kann, besser kennenzulernen und zu erfahren, wie man selbst fest an die Auferstehung glauben kann?

[Bild auf Seite 23]

„Der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter“