„Lasst euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie . . . euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen“ (MAT. 5:16)

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1. Welche Gründe zur Freude haben wir?

JEHOVAS Diener lassen ihr Licht rund um den Erdball leuchten. Die Ergebnisse sind begeisternd: Jehovas Volk wächst immer mehr. Letztes Jahr führten wir über 10 Millionen Bibelstudien durch. Und denken wir nur an die vielen Millionen Menschen, die zum Gedächtnismahl kamen. Sie haben von Jehovas Liebe erfahren, die sich im Lösegeld zeigt (1. Joh. 4:9).

2, 3. (a) Was hält uns nicht davon ab, wie Lichtspender zu leuchten? (b) Was werden wir im Folgenden besprechen?

2 Jehovas internationales Volk spricht zwar viele Sprachen. Das hält uns aber nicht davon ab, unseren Vater vereint zu preisen (Offb. 7:9). Ganz gleich, welche Muttersprache wir haben oder wo wir leben: Wir können „wie Lichtspender in der Welt leuchten“ (Phil. 2:15).

3 Die Zunahme, die wir im Volk Gottes beobachten, die Einheit, die wir genießen, und die wachsame Einstellung, die  wir bewahren möchten — all das trägt zur Verherrlichung Jehovas bei. Wie? Wir werden sehen. (Lies Matthäus 5:14-16.)

LADEN WIR ANDERE EIN

4, 5. (a) Wie können wir unser Licht außer durch das Predigen noch leuchten lassen? (b) Wie wirkt sich Freundlichkeit aus? (Siehe Anfangsbild.)

4 Wie lassen wir unser Licht leuchten? In dem Artikel „Licht in der Finsternis“ im Wacht-Turm vom 1. Juli 1925 hieß es: „Es folgt somit, dass in diesen noch übrigen Tagen . . . niemand treu und wahrhaftig gegen den Herrn sein könnte, wenn er nicht Gebrauch machen würde von der Gelegenheit, sein Licht leuchten zu lassen. Er muss dies tun, indem er den Völkern der Erde die frohe Kunde erzählt, und sich selbst in Übereinstimmung mit den Wegen des Lichtes bringt.“ Wir ehren Jehova dadurch, dass wir die gute Botschaft predigen und Menschen zu Jüngern machen (Mat. 28:19, 20). Außerdem verherrlichen wir Jehova durch unser Verhalten. Menschen, die wir zu Hause antreffen, und Passanten auf der Straße beobachten uns. Ein freundlicher Gruß und ein herzliches Lächeln sagen viel darüber aus, wer wir sind und was für einem Gott wir dienen.

5 Jesus sagte: „Wenn ihr in das Haus eintretet, so grüßt die Hausgenossen“ (Mat. 10:12). In der Gegend, wo Jesus und die Apostel predigten, bat man Fremde gewöhnlich ins Haus. Das ist heute vielerorts nicht mehr üblich. Manche sind verunsichert oder reagieren sogar verärgert auf unseren Besuch. Wenn wir aber freundlich erklären, warum wir kommen, kann das Bedenken zerstreuen. Ein Lächeln ist oft die beste Einleitung — auch im Trolleydienst. Bestimmt hast du auch schon bemerkt, wie ansprechend ein freundlicher Gruß und ein Lächeln wirken. Vielleicht nehmen Passanten dann eher etwas zum Lesen mit oder sind sogar zu einem biblischen Gespräch bereit.

6. Wie hat sich ein Ehepaar im Dienst eingesetzt?

6 Ein älteres Ehepaar in England kann sich aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt am Dienst von Haus zu Haus beteiligen. Sie entschlossen sich, ihr Licht direkt vor der Haustür leuchten zu lassen. In ihrer Nähe gibt es eine Schule und wenn Eltern ihre Kinder abholen, legen die beiden auf einem Tisch einige Publikationen aus. Viele Eltern haben die Bücher Fragen junger Leute — praktische Antworten sowie verschiedene Broschüren mitgenommen. Eine Pionierin aus der Versammlung ist öfter dabei. Die herzliche Art der Schwester und das echte Interesse des Ehepaars an anderen führten sogar dazu, dass ein Vater ein Bibelstudium begann.

7. Wie kannst du auf Neuankömmlinge in deiner Gegend zugehen?

7 In den letzten Jahren haben viele Länder einen Zustrom an Flüchtlingen erlebt. Wie können wir ihnen Jehova und seinen Vorsatz näherbringen? Ein Vorschlag: Überleg dir doch, welche Sprachen die Neuankömmlinge am häufigsten sprechen. Mithilfe der JW Language App könntest du eine Begrüßung und ein paar weitere Sätze in diesen Sprachen lernen. Dadurch machst du neugierig, kannst vielleicht jw.org vorstellen und zeigen, wie viele Videos und Veröffentlichungen es in der jeweiligen Sprache gibt (5. Mo. 10:19).

8, 9. (a) Wofür ist die Leben-und-Dienst-Zusammenkunft gedacht? (b) Wie können Eltern ihren Kindern helfen, ihr Licht leuchten zu lassen?

 8 Jehova sorgt für alles, was wir brauchen, um uns im Dienst zu verbessern. In der Leben-und-Dienst-Zusammenkunft bekommen wir praktische Hinweise, die uns Sicherheit geben. So fällt es uns leichter, Rückbesuche zu machen und Bibelstudien zu leiten.

9 Vielen Neuen fällt auf, dass in unseren Zusammenkünften Kinder mitmachen. Ihr Eltern könnt euren Kindern helfen, ihr Licht leuchten zu lassen. Bringt ihnen zum Beispiel bei, Kommentare in eigenen Worten zu geben. Einfache, von Herzen kommende Antworten aus einem Kindermund haben schon so manchen von der Wahrheit überzeugt (1. Kor. 14:25).

DIE EINHEIT FÖRDERN

10. Wie können wir in der Familie die Einheit fördern?

10 Wir können unser Licht auch dadurch leuchten lassen, dass wir in der Versammlung und in der Familie die Einheit fördern. Genau das tun Eltern, wenn sie für ein regelmäßiges Familienstudium sorgen. Viele sehen sich zusammen JW Broadcasting an. Überlegt danach doch gemeinsam, was ihr aus dem Programm mitnehmen könnt. Kinder und Teenager haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Es ist wichtig, beim Leiten des Familienstudiums gezielt auf diese einzugehen (Ps. 148:12, 13).

Sich für Ältere zu interessieren tut beiden Seiten gut (Siehe Absatz 11)

11-13. Wie tragen alle zur Einheit in der Versammlung bei?

11 Auch junge Leute können die Einheit in der Versammlung fördern und andere ermuntern, ihr Licht leuchten zu lassen. Könntest du noch mehr auf ältere Brüder und Schwestern zugehen? Frag sie doch nach Glaubenserfahrungen, die sie im Laufe der Jahre gemacht haben. Das kann sehr gut tun — dir und deinem Gesprächspartner. Wir alle wollen bewusst darauf achten, dass sich jeder im Königreichssaal wohlfühlt: Begrüßen wir Besucher mit einem freundlichen Lächeln, bieten wir ihnen einen Platz an und machen  wir sie mit anderen bekannt. Geben wir ihnen das Gefühl, zu Hause zu sein. Das wird sie motivieren, ihr Licht leuchten zu lassen.

12 Wie können Brüder, die Predigtdienstzusammenkünfte leiten, Ältere unterstützen, ihr Licht leuchten zu lassen? Sie können beispielsweise für geeignetes Gebiet sorgen und bei Bedarf Älteren einen jüngeren Partner zur Seite stellen. Wenn man Verständnis für gesundheitliche Einschränkungen hat und darauf Rücksicht nimmt, können alle — Jung und Alt, erfahren und unerfahren — eifrig predigen (3. Mo. 19:32).

13 Der Psalmist schrieb begeistert: „Wie gut und wie lieblich es ist, wenn Brüder in Einheit beisammenwohnen!“ (Lies Psalm 133:1, 2.) Wenn die Israeliten zur Anbetung zusammenkamen, konnten sie einander ermutigen. Die Gemeinschaft war so angenehm und erfrischend wie Salböl. Auch heute kann jeder von uns zu einer guten Atmosphäre und zur Einheit in der Versammlung beitragen. Vielleicht tust du das schon — dann mach weiter so! Könntest du dein Herz für deine Brüder und Schwestern sogar noch mehr öffnen? (2. Kor. 6:11-13).

14. Wie kannst du dein Licht in der Nachbarschaft leuchten lassen?

14 Könntest du das Licht der biblischen Wahrheit in deiner Nachbarschaft heller leuchten lassen? Dein freundliches Benehmen kann Interesse an der Wahrheit wecken. Frage dich: „Wie sehen mich eigentlich meine Nachbarn? Ist mein Zuhause sauber und ordentlich? Gelte ich als hilfsbereit?“ Wenn du dich mit Brüdern unterhältst, frage sie doch einmal, wie sich ihre Freundlichkeit und ihr gutes Benehmen auf Verwandte, Nachbarn, Arbeitskollegen und Schulkameraden ausgewirkt hat. Bestimmt haben sie schöne Erfahrungen zu erzählen (Eph. 5:9).

WACHSAM BLEIBEN

15. Warum ist es so wichtig, wachsam zu bleiben?

15 Wie hell unser Licht leuchtet, hängt auch von unserer Einstellung ab. Jesus ermahnte seine Jünger wiederholt, wachsam zu bleiben (Mat. 24:42; 25:13; 26:41). Welche Folgen hätte es zu glauben, dass die große Drangsal noch lange nicht kommt? Das Predigtwerk wäre für uns nicht mehr so dringend (Mat. 24:21). Unser Licht würde nicht mehr hell leuchten, sondern flackern und vielleicht sogar ganz ausgehen.

16, 17. Wie können wir wachsam bleiben?

16 Je kritischer die Zeiten werden, desto wachsamer müssen wir sein. Jehova wird zur richtigen Zeit eingreifen, keine Frage (Mat. 24:42-44). Bleiben wir geduldig und in Erwartung. Lesen wir täglich in Gottes Wort und seien wir „wachsam im Hinblick auf Gebete“ (1. Pet. 4:7). Wir haben leuchtende Vorbilder, Brüder und Schwestern, die ein Leben lang voller Freude wachsam geblieben sind. Ein solches Vorbild wird in dem Lebensbericht „Sieben Jahrzehnte am ‚Rocksaum‘ eines ‚Juden‘ “ vorgestellt. (Siehe Wachtturm vom 15. April 2012, Seite 18-21.)

17 Setzen wir uns voll für Jehova und unsere Brüder ein. Das macht uns glücklich — und die Zeit vergeht wie im Flug (Eph. 5:16). Unsere Brüder vor  hundert Jahren waren fleißig und haben viel erreicht. Doch unter Jehovas Leitung erreichen wir heute noch viel mehr. Wir lassen unser Licht in einem Ausmaß leuchten, das sich damals keiner hätte vorstellen können.

Bei Hirtenbesuchen werden wir auf die Weisheit aus Gottes Wort aufmerksam gemacht (Siehe Absatz 18, 19)

18, 19. Wie können uns Älteste helfen, wachsam und aktiv zu bleiben?

18 Es tut gut zu wissen, dass wir Jehova trotz unserer Fehler dienen dürfen. Älteste, „Gaben in Form von Menschen“, stehen uns zur Seite. (Lies Epheser 4:8, 11, 12.) Wenn sie dich das nächste Mal besuchen, dann nutze die Gelegenheit, von ihnen zu lernen.

19 Ein Ehepaar in England bat zwei Älteste um einen Hirtenbesuch. Die Frau fand, dass ihr Mann die geistige Führung nicht ausreichend übernahm. Der Mann gab zu, nicht der beste Lehrer zu sein; sie hätten auch kein regelmäßiges Familienstudium mit ihren zwei Kindern. Die Ältesten sprachen mit dem Ehepaar darüber, wie sich Jesus um die Bedürfnisse seiner Jünger kümmerte. Sie ermunterten den Mann, sich an ihm zu orientieren, und die Frau, Geduld zu haben. Außerdem gaben sie praktische Tipps, was beide für ein regelmäßiges Familienstudium tun könnten (Eph. 5:21-29). Später lobten die Ältesten den Mann für seine Fortschritte. Sie ermunterten ihn, nicht aufzugeben und auf Gottes Geist zu vertrauen. Ihr liebevolles Interesse und ihre Unterstützung halfen dieser Familie, ihr Licht leuchten zu lassen.

20. Wozu führt es, wenn wir unser Licht leuchten lassen?

20 „Glücklich ist jeder, der Jehova fürchtet, der in seinen Wegen wandelt“, sang der Psalmist (Ps. 128:1). Lass dein Licht weiter leuchten: Lade andere ein Gott zu dienen, fördere die Einheit und bleib wachsam. Das macht dich glücklich und motiviert andere, unseren Vater Jehova zu verherrlichen (Mat. 5:16).