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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM (STUDIENAUSGABE) JANUAR 2016

Mit Gott zusammenarbeiten macht Freude

Mit Gott zusammenarbeiten macht Freude

„Mit ihm zusammenarbeitend, bitten wir euch auch inständig, nicht die unverdiente Güte Gottes anzunehmen und ihren Zweck zu verfehlen“ (2. KOR. 6:1)

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1. Wozu hat Gott andere eingeladen, obwohl er der Allerhöchste ist?

JEHOVA ist der Allerhöchste — er hat alles erschaffen und besitzt unendliche Weisheit und Macht. Hiob wurde das bewusst, als Jehova ihm einige Fragen über die Schöpfung stellte. Danach sagte Hiob: „Ich habe erkannt, dass du alle Dinge zu tun vermagst, und es gibt keine Idee, die für dich unerreichbar ist“ (Hiob 42:2). Jehova könnte alles, was er sich vorgenommen hat, auch ohne fremde Hilfe erreichen. Aber seit jeher hat er andere aus Liebe dazu eingeladen, mit ihm zusammenzuarbeiten, um seinen Willen zu verwirklichen.

2. Welche wichtige Arbeit übertrug Jehova seinem Sohn?

2 Die erste Schöpfung Gottes war sein einziggezeugter Sohn. Er durfte bei der gesamten unsichtbaren und sichtbaren Schöpfung Jehovas mitarbeiten (Joh. 1:1-3, 18). Paulus schrieb über Jesus: „Durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle anderen Dinge sind durch ihn und für ihn  erschaffen worden“ (Kol. 1:15-17). Jehova ließ seinen Sohn also nicht nur bei der Schöpfung mitarbeiten, sondern erzählte auch anderen von der wichtigen Rolle, die er dabei spielte. Was für eine Ehre!

3. Welche Arbeit gab Jehova Adam, und warum?

3 Jehova hat auch mit Menschen zusammengearbeitet. Zum Beispiel durfte Adam den Tieren Namen geben (1. Mo. 2:19, 20). Das muss Adam sehr gefallen haben: Die Tiere genau zu beobachten, ihr Verhalten zu studieren und sich dann einen passenden Namen für sie auszudenken! Jehova hätte den Tieren auch selbst Namen geben können, schließlich hatte er sie ja erschaffen. Aber aus Liebe übertrug er diese Aufgabe Adam. Außerdem hätte Adam das Paradies, den Garten Eden, vergrößern dürfen (1. Mo. 1:27, 28). Leider entschied sich Adam irgendwann dafür, nicht mehr mit Gott zusammenzuarbeiten. Das hatte für ihn und seine Nachkommen katastrophale Folgen (1. Mo. 3:17-19, 23).

4. Wie haben andere mit Gott zusammengearbeitet?

4 Später durften auch andere Menschen mit Gott zusammenarbeiten, um sein Vorhaben zu verwirklichen. Noah baute die Arche, in der er und seine Familie die Sintflut überlebten. Moses befreite das Volk Israel aus Ägypten. Josua führte sie in das verheißene Land. Salomo baute den Tempel in Jerusalem. Maria wurde die Mutter von Jesus. Diese treuen Menschen und noch viele andere arbeiteten alle mit Jehova zusammen, damit sein Wille geschieht.

5. Wobei dürfen wir mitarbeiten? Ist Jehova dabei auf uns angewiesen? (Siehe Anfangsbild.)

5 Heute lädt Jehova uns ein, das messianische Königreich voll zu unterstützen. Dafür gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Zwar steht nicht jede Form des heiligen Dienstes jedem Christen offen, aber die gute Botschaft vom Königreich predigen — das kann jeder von uns! Natürlich müsste Jehova uns dabei nicht mitarbeiten lassen. Er könnte auch selbst zu den Menschen sprechen. Und wie Jesus sagte, könnte Jehova sogar die Steine schreien lassen, um auf den messianischen König aufmerksam zu machen (Luk. 19:37-40). Doch Jehova erlaubt uns, seine Mitarbeiter zu sein (1. Kor. 3:9). Paulus schrieb: „Mit ihm zusammenarbeitend, bitten wir euch auch inständig, nicht die unverdiente Güte Gottes anzunehmen und ihren Zweck zu verfehlen“ (2. Kor. 6:1). Mit Gott zusammenzuarbeiten ist eine Ehre, die wir nicht verdient haben. Und es macht uns viel Freude. Warum?

MIT GOTT ZUSAMMENARBEITEN MACHT GLÜCKLICH

6. Wie hat sich Gottes Sohn gefühlt, als er mit seinem Vater zusammengearbeitet hat?

6 Von Anfang an hat es Jehovas Dienern Freude gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Gottes erstgeborener Sohn, dargestellt als die personifizierte Weisheit, sagte: „Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor . . . Da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders lieb hatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war“ (Spr. 8:22, 30). Jesus arbeitete eng mit seinem Vater zusammen und war fröhlich. Warum? Weil er sich über seine getane Arbeit freute und weil er wusste, dass Jehova ihn lieb hatte. Wie ist das bei uns?

Was könnte uns zufriedener machen, als jemandem die Wahrheit näherzubringen? (Siehe Absatz 7)

7. Warum macht uns das Predigen glücklich?

7 Nach Jesu Worten macht beides glücklich: etwas zu geben und etwas zu bekommen (Apg. 20:35). Wir haben uns gefreut, als wir von der Wahrheit gehört haben, und es freut uns auch, anderen davon zu erzählen. Wir sehen die Freude bei  Menschen, die nach der Wahrheit hungern und jetzt langsam Jehova näherkommen und die kostbaren Wahrheiten der Bibel verstehen. Es berührt unser Herz, wenn sie ihr Denken und sogar ihre Lebensweise ändern. Und wir merken, wie wichtig das Predigen der guten Botschaft ist: Es macht ewiges Leben für alle möglich, die mit Gott versöhnt werden (2. Kor. 5:20). Gibt es etwas Schöneres, als anderen zu helfen, den Weg zum ewigen Leben einzuschlagen?

8. Wie empfinden einige die Zusammenarbeit mit Jehova?

8 Doch unser Glück hängt nicht davon ab, ob Menschen positiv auf die gute Botschaft reagieren. Schon allein zu wissen, dass sich Jehova über uns freut und unsere Anstrengungen schätzt, macht uns glücklich. (Lies 1. Korinther 15:58.) Marco aus Italien hat festgestellt: „Ich weiß, dass ich mein Bestes Jehova gebe und nicht jemandem, der meine Arbeit schon bald wieder vergessen hat. Dieses Glücksgefühl ist unbezahlbar.“ Und Franco, auch aus Italien, sagt: „Durch sein Wort und durch alles andere, womit er uns stärkt, erinnert uns Jehova jeden Tag daran, dass er uns liebt und dass alles, was wir für ihn tun, wichtig ist — selbst wenn wir unsere Bemühungen für völlig unbedeutend halten. Deswegen macht es mich glücklich, mit Gott zusammenzuarbeiten. Es gibt meinem Leben einen Sinn.“

MIT GOTT ZUSAMMENARBEITEN BRINGT UNS IHM UND ANDEREN NÄHER

9. Wie nah waren sich Jehova und Jesus, und warum?

9 Wenn wir mit einem Freund zusammenarbeiten, kommen wir ihm näher und erfahren mehr über seine Persönlichkeit und seine Eigenschaften. Wir lernen nicht nur seine Ziele kennen, sondern auch, wie er sie erreichen möchte. Jesus arbeitete mit Jehova wohl Milliarden von Jahren zusammen. Dadurch entstand ein unzertrennliches Band der Liebe und Zuneigung zwischen den beiden. Wie nah sie sich waren, beschrieb Jesus mit den Worten: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10:30). Sie genossen eine einzigartige Einheit und arbeiteten immer harmonisch zusammen.

10. Warum bringt uns das Predigen Gott und anderen näher?

10 Jesus bat Jehova in einem Gebet, seine Jünger zu schützen. Warum? Er sagte: „Damit sie eins seien, so wie wir es sind“ (Joh. 17:11). Gott näherkommen können wir, wenn wir uns an seine Maßstäbe halten und beim Predigen mit ihm zusammenarbeiten, denn dann verstehen wir seine anziehenden Eigenschaften immer besser. Wir merken, warum es gut ist, auf ihn zu vertrauen und sich an seine Anweisungen zu halten. So nahen wir uns Gott, und dann kommt er auch uns näher. (Lies Jakobus 4:8.) Und auch unseren Brüdern und Schwestern kommen wir durch das Predigen näher, weil wir vor ähnlichen Herausforderungen stehen, ähnliche Glücksmomente erleben und weil wir die gleichen  Ziele haben. Ja, wir arbeiten zusammen, freuen uns zusammen und halten zusammen durch. Octavia aus England sagt: „Wenn ich mit Jehova zusammenarbeite, bringt mich das anderen näher. Denn das Freundschaftsverhältnis zwischen mir und anderen beruht dann nicht auf oberflächlichen Gemeinsamkeiten, sondern auf einem gemeinsamen Ziel und Lebensweg.“ Geht es dir nicht genauso? Fühlst du dich nicht auch mit anderen enger verbunden, wenn du siehst, wie sehr sie sich anstrengen, Jehova zu gefallen?

11. Warum werden wir Jehova und unseren Brüdern in der neuen Welt sogar noch näher kommen?

11 Das Band der Liebe, das uns mit Gott und anderen Menschen verbindet, kann schon heute stark sein. Aber in der neuen Welt wird es noch viel stärker sein. Denken wir nur einmal an die Arbeit, die uns erwartet! Viele werden auferstehen und wir dürfen sie willkommen heißen und ihnen die Wege Jehovas erklären. Die ganze Erde muss zu einem Paradies gemacht werden. Das sind Aufgaben, die es in sich haben. Aber es wird eine große Freude sein, unter Jesu Herrschaft Seite an Seite zusammenzuarbeiten und vollkommen zu werden. Alle werden sich gegenseitig und Jehova noch näher kommen, und er wird uns alle Herzenswünsche erfüllen (Psalm 145:16).

MIT GOTT ZUSAMMENARBEITEN IST EIN SCHUTZ

12. Warum ist Predigen ein Schutz?

12 Wir müssen unsere geistige Gesinnung schützen. Schließlich leben wir in einer Welt, die vom Teufel beherrscht wird, und außerdem sind wir unvollkommen. Deswegen kann das falsche Denken und Handeln der Welt leicht auf uns abfärben. Den Geist der Welt könnte man mit der Strömung in einem Fluss vergleichen. Damit wir nicht abgetrieben werden, müssen wir mit aller Kraft gegen den Strom schwimmen. Genauso kostet es viel Kraft, sich nicht vom Geist der Welt Satans mitreißen zu lassen. Aber wenn wir predigen, konzentrieren wir uns auf wichtige Dinge, die unseren Glauben stärken, und nicht auf Gedanken, die unseren Glauben untergraben könnten (Phil. 4:8). Das Predigen stärkt unsere Überzeugung, denn es erinnert uns an Gottes Versprechen und an seine liebevollen Maßstäbe. Und es hält auch unsere geistige Waffenrüstung intakt. (Lies Epheser 6:14-17.)

13. Wie denkt ein Bruder aus Australien über das Predigen? Wie denkst du darüber?

13 Wenn wir weiter fleißig predigen und uns in der Versammlung voll einsetzen, haben wir einfach keine Zeit, uns unnötig viele Gedanken über unsere eigenen Probleme zu machen. Das ist ebenfalls ein Schutz. Joel aus Australien sagt: „Durch das Predigen behalte ich den Blick für die Realität. Ich werde dabei an die Probleme von anderen erinnert und daran, wie gut es mir geht, weil ich nach der Bibel lebe. Zu Predigen hilft mir auch, demütig zu bleiben, weil ich zeigen kann, dass ich mich auf Jehova und meine Brüder und Schwestern verlasse.“

14. Wieso ist unsere Ausdauer beim Predigen ein Beweis dafür, dass Gott uns seinen Geist gibt?

14 Das Predigen stärkt auch unsere Überzeugung, dass Gott uns seinen Geist gibt. Zum Vergleich: Angenommen du bekommst die Aufgabe, Brot an Menschen in deiner Nachbarschaft zu verteilen. Du bekommst dafür kein Geld und Unkosten werden dir nicht erstattet. Bald stellst du auch noch fest, dass die meisten das Brot gar nicht haben wollen, manche dich wegen dieser Arbeit sogar hassen. Wie lange würdest du wohl durchhalten? Die Ablehnung der Leute würde dich wahrscheinlich  schnell entmutigen und du würdest sicher bald aufgeben. Im Gegensatz dazu haben viele von uns beim Predigen jahrelang durchgehalten, und das auf eigene Kosten — trotz Hohn und Spott. Zeigt das nicht eindeutig die Wirkung des Geistes Gottes in uns?

MIT GOTT ZUSAMMENARBEITEN BEWEIST UNSERE LIEBE ZU IHM UND ANDEREN

15. Wieso unterstützen wir mit dem Predigen Gottes Vorsatz?

15 Noch eine Überlegung: Wie hängt das Predigen mit dem zusammen, was Jehova in seiner Liebe für die Menschen vorgesehen hatte? Er wollte, dass sie die Erde bevölkern und nie sterben. Adam sündigte zwar, aber Jehova hielt an seinem Vorsatz fest (Jes. 55:11). Aus Liebe sorgte er für eine Möglichkeit, Menschen von Sünde und Tod zu befreien. Jesus arbeitete dabei mit Jehova zusammen. Er kam auf die Erde, um sein Leben für Menschen zu opfern, die sich an Gottes Gesetze halten. Dafür mussten sie diese Gesetze natürlich erst einmal kennenlernen. Deswegen lehrte Jesus sie, was Gott von ihnen erwartet, und diese Aufgabe übertrug er später seinen Jüngern. Wenn wir anderen helfen, Freunde Gottes zu werden, arbeiten wir direkt mit Gott zusammen, um Menschen von Sünde und Tod zu erlösen.

16. Wie hängt unser Predigen mit den zwei wichtigsten Geboten zusammen?

16 Wenn wir anderen helfen, den Weg zu ewigem Leben zu finden, beweisen wir unsere Liebe zu unseren Mitmenschen und zu Jehova. Er will, „dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Tim. 2:4). Als Jesus nach dem wichtigsten Gebot für das Volk Israel gefragt wurde, sagte er: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘ “ (Mat. 22:37-39). Wenn wir beim Predigen mithelfen, zeigen wir, dass wir uns an diese Gebote halten. (Lies Apostelgeschichte 10:42.)

17. Was bedeutet es dir, die gute Botschaft predigen zu dürfen?

17 Wir sind wirklich gesegnet! Jehova hat uns eine Arbeit gegeben, die uns glücklich macht, uns ihm und anderen näherbringt und unsere Freundschaft mit ihm schützt. Und wir können dadurch unsere Liebe zu ihm und zu anderen Menschen zeigen. Natürlich lebt jeder der Millionen Diener Gottes unter anderen Umständen. Doch ob jung oder alt, reich oder arm, stark oder schwach: Alle suchen und finden Wege, um ihren Glauben mit anderen zu teilen. Bestimmt wirst auch du Chantal aus Frankreich zustimmen, die sagt: „Die mächtigste Person im Universum, der Schöpfer von allem, der glückliche Gott sagt zu mir: ‚Geh! Sprich! Sprich für mich — aus tiefstem Herzen. Ich gebe dir meine Kraft, die Bibel, die Unterstützung der Engel, Weggefährten auf der Erde, fortschrittliche Schulung und genaue Anweisungen zur richtigen Zeit.‘ Es ist wirklich eine unglaubliche Ehre, das zu tun, was Jehova möchte, und mit ihm zusammenzuarbeiten!“