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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM (STUDIENAUSGABE) FEBRUAR 2016

Diene Jehova weiterhin mit Freude

Diene Jehova weiterhin mit Freude

WAS war der schönste Tag in deinem Leben? Dein Hochzeitstag? Der Tag, an dem dein erstes Kind geboren wurde? Oder war es der Tag deiner Taufe? Womöglich war der letztere dein wichtigster und schönster Tag. Und bestimmt freuten sich auch deine Glaubensbrüder, als du öffentlich zu erkennen gabst, dass du Gott liebst — mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und ganzer Kraft (Mar. 12:30).

Höchstwahrscheinlich hast du dich seit deiner Taufe schon über vieles im Dienst für Jehova gefreut. Einige Königreichsverkündiger haben jedoch nicht mehr so viel Freude wie früher. Wie konnte es dazu kommen? Und welche Gründe haben wir, Jehova weiterhin freudig zu dienen?

WARUM EINIGE IHRE FREUDE VERLOREN HABEN

Ein Grund zur Freude ist die Königreichsbotschaft. Immerhin verspricht uns Jehova, das gegenwärtige böse System bald zu vernichten und die neue Welt herbeizuführen. Darüber hinaus erfahren wir aus Zephanja 1:14: „Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr.“ Wenn wir allerdings länger darauf warten müssen als gedacht, könnten wir die Freude verlieren, die wir einst hatten, und in unserem heiligen Dienst für Jehova nachlassen (Spr. 13:12).

Mit Gottes Volk zusammen zu sein kann uns dazu anspornen, Jehova weiter mit Freude zu dienen. Wahrscheinlich war es das vorbildliche Verhalten von Dienern Jehovas, das uns zur wahren Anbetung gezogen und uns dazu veranlasst hat, Gott freudig zu dienen (1. Pet. 2:12). Aber was könnte passieren, wenn ein Glaubensbruder nicht nach Gottes Maßstäben lebt? Aus Enttäuschung könnten wir dann die Freude verlieren, da es ja gerade das vorbildliche Verhalten von Jehovas Volk war, das uns zur Wahrheit gezogen hatte.

Auch die Geschäftswelt kann uns durch ihre Propaganda die Freude rauben. Durch sein böses System will uns der Teufel nämlich glauben machen, dass wir Dinge benötigen, die wir in Wirklichkeit gar nicht brauchen. Vergessen wir aber nicht, was Jesus sagte: „Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein“ (Mat. 6:24). Wir können Jehova nicht freudig dienen und  gleichzeitig versuchen, so viel wie möglich von der Welt mitzunehmen.

IN DEM GOTT UNSERER RETTUNG JUBELN

Wer Jehova liebt, dem fällt es nicht schwer, ihm zu dienen (1. Joh. 5:3). Jesus lädt alle ein, die sich abplagen und belastet sind, zu ihm zu kommen, um von ihm neue Kraft zu erhalten. Außerdem sagte er: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Mat. 11:28-30). Ein Jünger Christi zu sein und dessen Joch auf sich zu nehmen, gibt neue Kraft und bringt Freude. Und wir haben im Dienst Jehovas wirklich allen Grund, glücklich zu sein! Hier nun drei wichtige Gründe, warum wir in dem Gott unserer Rettung jubeln können (Hab. 3:18).

Wir dienen unserem Lebengeber, dem glücklichen Gott (Apg. 17:28; 1. Tim. 1:11). Da wir unser Leben unserem Schöpfer verdanken, hören wir nicht auf, ihm freudig zu dienen — ganz gleich, wie viele Jahre seit unserer Taufe schon vergangen sind.

Héctor bewahrt seine Freude, indem er an die Königreichshoffnung denkt und sich am Predigen beteiligt

Héctor zum Beispiel diente Jehova 40 Jahre lang als reisender Aufseher. Selbst im Alter dient er Jehova noch gern (Ps. 92:12-14). Aufgrund der Krankheit seiner Frau kann er im Dienst für Gott jedoch nicht mehr so viel tun. Seine Freude hat darunter aber nicht gelitten. Er erzählt: „Es ist zwar traurig zu sehen, wie sich die Gesundheit meiner Frau immer mehr verschlechtert. Auch ihre Pflege ist nicht leicht. Dennoch lasse ich nicht zu, dass das meine Freude im Dienst des wahren Gottes raubt. Ich weiß, ich verdanke mein Leben Jehova, der den Menschen nicht umsonst erschuf. Das ist für mich Grund genug, ihn innig zu lieben und ihm mit ganzem Herzen zu dienen. Ich strenge mich an, mich am Predigtdienst zu beteiligen. Und ich versuche immer an die Königreichshoffnung zu denken, damit ich meine Freude nicht verliere.“

Jehova hat für das Loskaufsopfer gesorgt, wodurch er für uns ein glückliches Leben ermöglicht. Ja, Gott hat die Welt so sehr geliebt, „dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Joh. 3:16). Wenn wir an Jesu Loskaufsopfer glauben, für das Gott liebevollerweise gesorgt hat, können unsere Sünden vergeben werden. Ist das nicht ein überwältigender Grund, dankbar zu sein? Und sollten wir Jehova nicht aus Dankbarkeit für das Lösegeld freudig dienen?

Jesús vereinfachte sein Leben und diente Jehova jahrelang freudig

Ein Bruder namens Jesús, der in Mexiko lebt, sagt: „Ich war ein Sklave meiner Arbeit. Manchmal arbeitete ich fünf Schichten durch, und das obwohl dies nicht verlangt wurde. Mir ging es dabei nur  ums Geld. Doch dann erfuhr ich etwas über Jehova und darüber, wie er seinen geliebten Sohn für die Menschheit gegeben hat. Das weckte in mir den starken Wunsch, ihm zu dienen. Also gab ich mich Jehova hin, kündigte nach 28 Jahren in der Firma und nahm den Vollzeitdienst auf.“ Damit begannen viele schöne Jahre im Dienst für Jehova.

Die „Frucht“, die wir hervorbringen, führt zu großer Freude, nicht zu Kummer. Weißt du noch, wie dein Leben aussah, bevor du Jehova kennenlerntest? Der Apostel Paulus erinnerte die Christen in Rom, dass sie einst „Sklaven der Sünde“ waren, dann aber „Sklaven der Gerechtigkeit“ wurden. Sie brachten als „Frucht“ Heiligkeit hervor, was zu ewigem Leben führen würde (Röm. 6:17-22). Auch wir führen ein Leben, das heilig und frei von dem Kummer ist, den ein unmoralisches und gewalttätiges Verhalten verursacht. Ist das nicht ein Grund zur Freude?

„Die glücklichsten Jahre meines Lebens sind die, die ich im Dienst für Jehova verbracht habe“ (Jaime)

Ein weiteres Beispiel: Jaime war Atheist, Evolutionist und Boxer. Er fing an unsere Zusammenkünfte zu besuchen und war von der Liebe beeindruckt, die dort herrscht. Damit er jedoch von seinem früheren Lebenswandel loskommen konnte, musste er Jehova um Hilfe bitten, an ihn zu glauben. Jaime erzählt: „Nach und nach entdeckte ich, dass ein liebevoller Vater und barmherziger Gott existiert. Mich an Jehovas gerechte Maßstäbe zu halten, ist für mich ein Schutz gewesen. Hätte ich mich nicht geändert, wäre ich wie meine früheren Boxerfreunde wahrscheinlich schon getötet worden. Die glücklichsten Jahre meines Lebens sind die, die ich im Dienst für Jehova verbracht habe.“

GIB NICHT AUF!

Wie sollten wir eingestellt sein, solange das Ende des bösen Systems der Dinge auf sich warten lässt? Vergessen wir nicht: Wir säen „im Hinblick auf den Geist“ und werden „ewiges Leben ernten“. Deshalb wollen wir „nicht nachlassen, das zu tun, was vortrefflich ist, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten“ (Gal. 6:8, 9). Halten wir daher mit Jehovas Hilfe weiter durch und arbeiten wir fleißig an den Eigenschaften, die wir für das Überleben der „großen Drangsal“ benötigen, und dienen wir Jehova trotz Prüfungen weiter mit Freude (Offb. 7:9, 13, 14; Jak. 1:2-4).

Wir können davon überzeugt sein, dass Jehova unser Ausharren belohnen wird, denn er würde weder unsere Arbeit noch unsere Liebe für ihn und seinen Namen jemals vergessen. Wenn wir Jehova weiterhin freudig dienen, werden wir wie der Psalmist David über Jehova sagen können: „Ich habe den Herrn stets vor Augen. Weil er mir zur Seite steht, werde ich nicht zu Fall kommen. Deshalb ist mein Herz voll Freude, und ich kann aus tiefster Seele jubeln. Auch mein Körper ruht in Sicherheit“ (Ps. 16:8, 9, Neue Genfer Übersetzung).