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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM NR. 4 2016

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

Warum war es so außergewöhnlich, wie Jesus mit Leprakranken umging?

Lepra war unter den Juden in alter Zeit eine gefürchtete Krankheit: Sie befällt die Nervenenden und kann Betroffene dauerhaft schädigen und entstellen. Noch zur Zeit Jesu galt Lepra als unheilbar. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr wurden Kranke unter Quarantäne gestellt und waren verpflichtet, andere wegen ihres Zustands zu warnen (3. Mose 13:45, 46).

Die Religionsführer der Juden stellten Regeln auf, die über das hinausgingen, was in der Thora stand. Das machte das Leben für die Betroffenen unnötig schwer. Zum Beispiel gab es rabbinische Vorschriften, nach denen niemand einem Leprakranken näher als 4 Ellen (rund 2 m) kommen durfte; bei Wind musste man sogar 100 Ellen (rund 45 m) Abstand halten. Die Vorschrift in der Thora, Leprakranke sollen „außerhalb des Lagers“ wohnen, legten einige Schriftgelehrte so aus, dass sich Betroffene nicht innerhalb der Stadtmauern aufhalten durften. Von einem Rabbi wird berichtet, er hätte jeden Leprakranken, den er in einer Stadt sah, mit Steinen beworfen und gerufen: „Verschwinde und verunreinige nicht andere Leute!“

Jesus war da ganz anders! Er vertrieb Leprakranke keineswegs. Im Gegenteil: Er scheute sich nicht einmal, sie zu berühren — und er heilte sie sogar (Matthäus 8:3).

Welche Gründe ließen jüdische Religionsführer für eine Scheidung gelten?

Scheidungsurkunde, datiert um 71/72 n. Chr.

Scheidung war unter den religiösen Führern im 1. Jahrhundert ein umstrittenes Thema. Einige Pharisäer stellten Jesus deswegen einmal provokativ die Frage: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ (Matthäus 19:3).

Gemäß der Thora war es einem Mann gestattet, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wenn er „etwas Anstößiges an ihr gefunden“ hatte (5. Mose 24:1). Zur Zeit Jesu gab es zwei Rabbinerschulen, die dieses Gesetz recht gegensätzlich auslegten. Die eher strikte Schule des Schammai vertrat die Ansicht, dass der einzig rechtmäßige Scheidungsgrund „Unzucht“ war, das heißt Ehebruch. Die Schule des Hillel lehrte, ein Mann könne sich wegen jedes noch so geringen Problems scheiden lassen. Es reichte schon aus, wenn seine Frau das Essen versalzen hatte oder er eine andere Frau attraktiver fand.

Wie beantwortete Jesus die Frage der Pharisäer? Er sagte klar und deutlich: „Wer immer sich von seiner Frau scheiden lässt, ausgenommen aufgrund von Hurerei [sexueller Unmoral], und eine andere heiratet, [begeht] Ehebruch“ (Matthäus 19:6, 9).

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