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Jehovas Zeugen

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Der Wachtturm  |  Nr. 1 2018

3 Mit Problemen zurechtkommen

3 Mit Problemen zurechtkommen

Es gibt Probleme, die sich weder vermeiden noch lösen lassen. Vielleicht hat man einen geliebten Menschen durch den Tod verloren oder ist chronisch krank. Dann bleibt einem meist nichts anderes übrig, als zu lernen, damit zurechtzukommen. Kann die Bibel jemandem in solch einer verzweifelten Lage helfen?

CHRONISCHE KRANKHEITEN

Rose sagt: „Ich habe eine genetische Störung, die starke und permanente Schmerzen verursacht. Das schränkt mein Leben stark ein.“ Am meisten leidet sie darunter, sich beim Bibelstudium nicht immer konzentrieren zu können. Was ihr Mut gemacht hat, sind Jesu Worte aus Matthäus 19:26: „Bei Gott . . . sind alle Dinge möglich.“ Rose erkannte, dass es verschiedene Wege gibt, die Bibel zu studieren. Da die Schmerzen ihr das Lesen manchmal nahezu unmöglich machten, fing sie an, sich Aufnahmen der Bibel und anderer biblischer Publikationen * anzuhören. Sie sagt: „Ohne diese Möglichkeiten wäre meine Freundschaft mit Gott vielleicht in die Brüche gegangen.“

Ist Rose wieder einmal traurig darüber, was sie alles nicht mehr schafft, trösten sie die Worte aus 2. Korinther 8:12: „Wenn vorerst die Bereitschaft da ist, so ist sie besonders annehmbar gemäß dem, was jemand hat, nicht gemäß dem, was jemand nicht hat.“ Das erinnert Rose daran: Gott freut sich über das, was sie macht, weil sie alles tut, was ihr möglich ist.

 TRAUER

Delphine berichtet: „Der Tod meiner 18-jährigen Tochter löste bei mir so großen Schmerz aus, dass ich dachte, ich könnte nicht mehr weiterleben. Nichts würde mehr so sein, wie es einmal war.“ Psalm 94:19 war Balsam für ihre Seele: „Als mich viele Sorgen quälten, gab dein Trost mir neue Hoffnung und Freude“ (Neues Leben). Delphine sagt: „Ich musste etwas finden, um mich sinnvoll zu beschäftigen und so meinen Schmerz zu lindern. Dafür bat ich Jehova um Hilfe.“

Sie begann, sich ehrenamtlich zu engagieren. Doch trotzdem fühlte sie sich manchmal innerlich zerbrochen. Irgendwann kam ihr das Bild von Kreide in den Sinn: Egal wie oft Kreide zerbricht — man kann damit immer noch etwas Schönes malen. Delphine merkte, dass auch sie für andere immer noch wertvoll sein kann. Sie erzählt weiter: „Zum Beispiel zeigte ich meinen Bibelschülern, wie die Bibel sie trösten und ihnen gleichzeitig helfen kann, ihre Denkweise in eine positive Richtung zu lenken. Dadurch hat Jehova auch mich getröstet und mir Hoffnung gegeben.“ Sie machte sich eine Liste mit Personen aus der Bibel, die auch durch Phasen tiefer Trauer gingen. Was stellte sie dabei fest? Für alle, ohne Ausnahme, war das Gebet sehr wichtig. Außerdem wurde ihr bewusst: „Solange die Bibel zu bleibt, kann man keine Antworten finden.“

Und noch etwas hat Delphine durch ihr Bibelstudium gelernt: nach vorn zu schauen und nicht zurück! Die Hoffnung aus Apostelgeschichte 24:15 tröstet sie: „Es [wird] eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben.“ Wie real ist die Auferstehung für sie? Sie sagt: „Ich werde meine Tochter wiedersehen. Jehova weiß bestimmt schon ganz genau, wann und wo er uns wieder zusammenbringt. Ich stelle mir vor, wie wir dann in unserem Garten sitzen, so wie früher.“

^ Abs. 4 Viele Aufnahmen findet man auf der Website jw.org.

In den schwersten Stunden spendet die Bibel Trost