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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM (STUDIENAUSGABE) MAI 2014

Halten wir Schritt mit Jehovas Organisation?

Halten wir Schritt mit Jehovas Organisation?

„Die Augen Jehovas sind auf die Gerechten gerichtet“ (1. PET. 3:12)

1. Welche Organisation löste das abtrünnige Israel als Volk für Jehovas Namen ab? (Siehe Anfangsbild.)

JEHOVA wird zu Recht die Gründung der Christenversammlung im ersten Jahrhundert und die Wiederherstellung der wahren Anbetung in unserer Zeit zugeschrieben. Wie im vorigen Artikel erwähnt, löste die aus Christi ersten Nachfolgern bestehende Organisation die abtrünnige Nation Israel als Volk für Jehovas Namen ab. Diese neue, von Gott sehr begünstigte Organisation bestand auch nach der Zerstörung Jerusalems 70 u. Z. (Luk. 21:20, 21). Die Ereignisse im ersten Jahrhundert deuteten Entwicklungen an, die Jehovas Diener heute betreffen. Satans System der Dinge wird bald nicht mehr existieren, doch Gottes Organisation wird auch nach den letzten Tagen bestehen (2. Tim. 3:1). Wieso können wir davon überzeugt sein?

2. Was sagte Jesus über die „große Drangsal“, und womit wird sie beginnen?

2 Jesus sagte über seine unsichtbare Gegenwart und das Ende des Systems der Dinge: „Dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird“ (Mat. 24:3, 21). Zu Beginn dieser unvergleichlichen Drangsal wird Jehova Groß-Babylon, das Weltimperium  der falschen Religion, durch politische Mächte vernichten lassen (Offb. 17:3-5, 16). Was passiert danach?

SATANISCHER ANGRIFF VOR HARMAGEDON

3. Was wird mit Jehovas Volk geschehen, nachdem die falsche Religion vernichtet worden ist?

3 Satan und verschiedene Elemente seiner Welt werden nach der Vernichtung der falschen Religion Jehovas Diener angreifen. Über „Gog vom Land Magog“ sagt die Bibel: „Wie ein Sturm wirst du herankommen. Wie Wolken, um das Land zu bedecken, wirst du werden, du und all deine Scharen und viele Völker mit dir.“ Da Jehovas Zeugen als die friedlichsten Menschen der Erde keine Streitkräfte haben, gelten sie als leicht angreifbares Ziel. Doch der Angriff auf sie wird sich als großer Fehler erweisen! (Hes. 38:1, 2, 9-12).

4, 5. Wie wird Gott reagieren, wenn seine Diener von Satan angegriffen werden, um sie zu vernichten?

4 Wie wird Jehova reagieren, wenn sein Volk von Satan angegriffen wird, um es zu vernichten? Jehova wird für seine Diener eintreten und sein Recht als höchster Herrscher durchsetzen. Einen Angriff auf sie betrachtet er als persönlichen Angriff. (Lies Sacharja 2:8.) Deshalb wird unser himmlischer Vater sofort Schritte unternehmen, um uns zu retten. Wenn in Harmagedon, dem „Krieg des großen Tages Gottes“, die Welt Satans zerstört wird, werden Jehovas Diener gerettet sein (Offb. 16:14, 16).

5 In der Bibel wird über Harmagedon gesagt: „ ‚Einen Rechtsstreit hat Jehova mit den Nationen. Er wird bestimmt persönlich mit allem Fleisch ins Gericht gehen. Was die Bösen betrifft, er muss sie dem Schwert hingeben‘ ist der Ausspruch Jehovas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Siehe! Unglück geht aus von Nation zu Nation, und ein großer Sturm, er wird von den entlegensten Teilen der Erde her erweckt werden. Und die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tag gewiss von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt noch begraben werden. Zu Dünger auf der Oberfläche des Erdbodens werden sie werden‘ “ (Jer. 25:31-33). Das gegenwärtige böse System der Dinge wird in Harmagedon vernichtet. Satans Welt gibt es dann nicht mehr, aber der irdische Teil der Organisation Jehovas besteht weiter.

WARUM JEHOVAS ORGANISATION WÄCHST UND GEDEIHT

6, 7. (a) Wer gehört zur „großen Volksmenge“? (b) Welche guten Ergebnisse wurden in den letzten Jahren erzielt?

6 Gottes Organisation auf der Erde wächst und gedeiht, weil die Menschen, die ihr angehören, Gottes Gunst genießen. Die Bibel versichert uns: „Die Augen Jehovas sind auf die Gerechten gerichtet und seine Ohren auf ihr Flehen“ (1. Pet. 3:12). Zu den Gerechten gehört eine „große Volksmenge“, die „aus der großen Drangsal kommen“ wird (Offb. 7:9, 14). Diese Überlebenden bilden nicht nur eine Volksmenge, sondern eine „große Volksmenge“ — sehr viele Menschen. Sehen wir uns unter den Überlebenden der „großen Drangsal“?

7 Woher kommen die, die zur großen Volksmenge gehören? Sie wurden in Erfüllung eines Teils des von Jesus vorausgesagten Zeichens seiner Gegenwart zusammengebracht. Er sagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis;  und dann wird das Ende kommen“ (Mat. 24:14). Das ist die wichtigste Aufgabe der Organisation Gottes in den heutigen letzten Tagen. Durch das weltweite Predigen und Lehren der Zeugen Jehovas haben Millionen erfahren, wie sie Gott „mit Geist und Wahrheit anbeten“ können (Joh. 4:23, 24). Beispielsweise ließen sich in den Dienstjahren 2003 bis 2012 über 2 707 000 zum Zeichen ihrer Hingabe an Gott taufen. Auf der ganzen Erde gibt es jetzt weit über 7 900 000 Zeugen. Mit ihnen versammeln sich weitere Millionen, besonders bei der jährlichen Feier zum Gedenken an den Tod Christi. Wir wollen uns nicht mit Zahlen hervortun. Es ist Gott, der es wachsen lässt (1. Kor. 3:5-7). Doch eines ist klar ersichtlich: Die große Volksmenge wächst und wird mit jedem Jahr größer.

8. Was ist der Grund für den bemerkenswerten Zuwachs in Jehovas heutiger Organisation?

8 Die Zahl der Diener Gottes ist bemerkenswert angestiegen, denn Jehova steht hinter seinen Zeugen. (Lies Jesaja 43:10-12.) Diese Zunahme wurde wie folgt vorausgesagt: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ (Jes. 60:22). Der Überrest der Gesalbten war einst wie „der Kleine“, nahm jedoch an Zahl zu, als weitere geistige Israeliten in Gottes Organisation gebracht wurden (Gal. 6:16). Dank des Segens Jehovas ist auch die große Volksmenge über die Jahre immer größer geworden.

WAS JEHOVA VON UNS ERWARTET

9. Was müssen wir tun, um das zu erleben, was Gottes Wort voraussagt?

9 Uns steht, wie in Gottes Wort vorausgesagt, eine wunderbare Zukunft bevor — ob wir nun gesalbt sind oder zur großen Volksmenge gehören. Um sie zu erleben, müssen wir das tun, was Jehova von uns erwartet (Jes. 48:17, 18). Denken wir nur an die Israeliten und das mosaische Gesetz. Es enthielt nützliche Bestimmungen, die das Volk schützten. Beispielsweise wurden das Sexualverhalten, Geschäftsangelegenheiten, Kindererziehung und zwischenmenschliche Beziehungen geregelt (2. Mo. 20:14; 3. Mo. 19:18, 35-37; 5. Mo. 6:6-9). Gottes Erfordernisse sind auch für uns von Nutzen — und bestimmt ist es nicht schwer, seinen Willen zu tun. (Lies 1. Johannes 5:3.) Genauso wie es für die Israeliten ein Schutz war, das mosaische Gesetz zu befolgen, ist es auch für uns zum Schutz, uns nach Gottes Gesetzen und Grundsätzen zu richten. Außerdem trägt es dazu bei, „im Glauben gesund“ zu bleiben (Tit. 1:13).

10. Warum sollten wir uns für das Bibelstudium und den wöchentlichen Studierabend Zeit nehmen?

10 Der irdische Teil der Organisation Jehovas geht auf verschiedenen Gebieten voran. Zum Beispiel verstehen wir die biblische Wahrheit immer besser. Das überrascht nicht, denn „der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist“ (Spr. 4:18). Doch jeder von uns könnte sich fragen: Halte ich Schritt mit den Verbesserungen im Verständnis der biblischen Wahrheit? Lese ich täglich in der Bibel? Bin ich ein begeisterter Leser unserer Veröffentlichungen? Findet in meiner Familie wöchentlich der Studierabend statt? Wie die meisten zustimmen werden, ist das alles nicht zu schwer. Oft muss man sich nur Zeit dafür nehmen. Wie wichtig ist es doch, genaue biblische Erkenntnis zu erlangen, danach zu leben und Fortschritte zu machen — besonders jetzt, vor der großen Drangsal!

11. Was haben die Feierlichkeiten im alten Israel und heutige Zusammenkünfte und Kongresse gemeinsam?

 11 Es ist zu unserem Besten, wenn Jehovas Organisation uns immer wieder anspornt, die Ermahnung des Paulus zu beachten: „Lasst uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht“ (Heb. 10:24, 25). Die Israeliten wurden bei ihren jährlichen Festen und anderen Zusammenkünften geistig erbaut. Überdies waren es freudige Ereignisse wie zum Beispiel das besondere Laubhüttenfest in den Tagen Nehemias (2. Mo. 23:15, 16; Neh. 8:9-18). So ist es auch heute bei unseren Zusammenkünften und Kongressen. Ziehen wir vollen Nutzen daraus! Sie tragen zu unserem geistigen Wohl und Glück bei (Tit. 2:2).

12. Wie sollten wir zur Verkündigung des Königreiches eingestellt sein?

12 Wir sind mit Gottes Organisation verbunden und beteiligen uns freudig am „heiligen Werk der guten Botschaft Gottes“ (Röm. 15:16). Das macht uns zu Mitarbeitern Jehovas, des „Heiligen“ (1. Kor. 3:9; 1. Pet. 1:15). Das Predigen der guten Botschaft trägt zur Heiligung seines Namens bei. Bestimmt ist es ein unschätzbares Vorrecht, mit der „herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes“ betraut zu sein (1. Tim. 1:11).

13. Wovon hängt unsere geistige Gesundheit und unser Leben ab?

13 Gott möchte, dass wir zu ihm halten, immer seine Organisation unterstützen und dadurch geistig gesund bleiben. Moses sagte zu den Israeliten: „Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, dass ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Boden wohnst, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben“ (5. Mo. 30:19, 20). Ja, unser Leben hängt davon ab, den Willen Gottes zu tun, Jehova zu lieben, auf ihn zu hören und fest zu ihm zu halten.

14. Wie dachte ein Bruder über den sichtbaren Teil der Organisation Gottes?

14 Bruder Pryce Hughes, der immer treu zu Jehova und seiner Organisation hielt, schrieb einmal: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich von jenen frühen Tagen kurz vor 1914 . . . bis heute in der Erkenntnis des Vorhabens Jehovas herangewachsen bin. . . . Eines ist mir dabei sehr wichtig gewesen: mich eng an Jehovas Organisation zu halten. Frühe Erfahrungen zeigten mir, wie unvernünftig es ist, sich auf menschliche Überlegungen zu verlassen. Sobald ich mich in dieser Hinsicht entschieden hatte, beschloss ich, mit Jehovas treuer Organisation Schritt zu halten. Wie sonst könnte man Jehovas Gunst und seinen Segen erhalten?“

MIT GOTTES ORGANISATION SCHRITT HALTEN

15. Zeige anhand eines biblischen Beispiels, wie wir Verbesserungen im biblischen Verständnis betrachten sollten.

15 Wer in Jehovas Gunst stehen und von ihm gesegnet werden möchte, muss seine Organisation unterstützen und Verbesserungen im biblischen Verständnis annehmen. Ein Beispiel: Nach Jesu Tod gab es Tausende jüdische Christen, die für das mosaische Gesetz eiferten und sich nur schwer von ihm lösen konnten  (Apg. 21:17-20). Der Brief des Paulus an die Hebräer half ihnen jedoch, anzuerkennen, dass sie „durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal geheiligt worden“ waren und nicht durch „Schlachtopfer, die gemäß dem GESETZ dargebracht“ wurden (Heb. 10:5-10). Die meisten Christen jüdischer Herkunft dachten ohne Zweifel um und machten weiter Fortschritte. Auch wir müssen eifrig studieren und für verbessertes Verständnis des Wortes Gottes oder Veränderungen im Predigtdienst offen sein.

16. (a) Warum wird das Leben in der neuen Welt wunderschön sein? (b) Warum freust du dich auf die neue Welt?

16 Alle, die loyal zu Jehova und seiner Organisation stehen, werden weiterhin gesegnet. Großartige Vorrechte warten auf treue Gesalbte als Miterben Christi im Himmel (Röm. 8:16, 17). Und wie schön doch das Leben im Paradies sein wird. Als Teil der Organisation Jehovas dürfen wir anderen freudig von Gottes künftiger neuer Welt erzählen (2. Pet. 3:13). In Psalm 37:11 heißt es: „Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ Dann wird man „Häuser bauen und sie bewohnen“ und das Werk der eigenen Hände verbrauchen (Jes. 65:21, 22). Es wird keine Unterdrückung, keine Armut und keinen Hunger mehr geben (Ps. 72:13-16). Niemand wird mehr durch Babylon die Große verführt werden, denn sie wird verschwunden sein (Offb. 18:8, 21). Verstorbene werden auferstehen und ewig leben können (Jes. 25:8; Apg. 24:15). Was für begeisternde Aussichten für Millionen, die sich Jehova hingegeben haben! Damit wir das, was in der Bibel vorausgesagt ist, erleben können, müssen wir immer mit Gottes Organisation vorangehen.

Siehst du dich im Paradies? (Siehe Absatz 16)

17. Wie sollten wir zur Anbetung Jehovas und zu seiner Organisation eingestellt sein?

17 Das Ende des gegenwärtigen Systems steht bevor. Halten wir daher am Glauben fest und seien wir dankbar für alles, was Gott getan hat, damit wir ihn anbeten können. Auch der Psalmist David war so eingestellt. Er schrieb: „Eines habe ich von Jehova erbeten — danach werde ich suchen: dass ich im Haus Jehovas wohne alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit Jehovas und mit Wertschätzung seinen Tempel zu betrachten“ (Ps. 27:4). Mögen wir alle fest zu Jehova und seinem Volk stehen und weiterhin mit seiner Organisation Schritt halten!