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Jehovas Zeugen

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DER WACHTTURM (STUDIENAUSGABE) NOVEMBER 2013

Menschen mit dem versorgen, was sie brauchen — wie?

Menschen mit dem versorgen, was sie brauchen — wie?

„TAUSENDE Zeugen Jehovas mussten ihr Zuhause verlassen, als nach einer umstrittenen Wahl blutige Unruhen ausbrachen“, berichtet François, ein Ältester aus einem Entwicklungsland. „Lebensmittel und Medikamente wurden knapp — oder extrem teuer. Banken schlossen und die Geldautomaten waren entweder leer oder außer Betrieb.“

Das Zweigbüro reagierte sofort. Es schickte Geld und Hilfslieferungen an die Brüder, die in verschiedenen Königreichssälen im Land untergekommen waren. An Straßensperren, die rivalisierende Gruppen errichtet hatten, wurden die Fahrzeuge des Zweigbüros meist durchgelassen, weil Jehovas Zeugen allseits dafür bekannt waren, sich immer und unter allen Umständen neutral zu verhalten.

„Auf der Fahrt zu einem Königreichssaal feuerten aber plötzlich Heckenschützen auf unseren Lieferwagen“, erzählt François. „Die Kugeln verfehlten uns nur knapp. Als wir dann sahen, wie ein Soldat mit gezückter Waffe auf uns zurannte, half nur noch eins: Rückwärtsgang rein, umdrehen und schleunigst zurück zum Zweigbüro. Wir waren Jehova so dankbar, noch am Leben zu sein. Am nächsten Tag gelang es den 130 Brüdern und Schwestern, die wir erreichen wollten, sich in Sicherheit zu bringen. Einige kamen zu uns ins Zweigbüro. Bis die Unruhen vorbei waren, kümmerten wir uns geistig und materiell um sie.“

„Später gingen beim Zweigbüro viele Dankesbriefe von Brüdern aus allen Teilen des Landes ein“, erzählt François. „Zu erleben, wie Brüder, die sie gar nicht kannten, ihnen halfen, hat sie tief berührt und ihr Vertrauen zu Jehova sehr gestärkt.“

Geraten Brüder und Schwestern bei Katastrophen — ob durch den Menschen oder die Natur verursacht — in Not, sagen wir nicht: „Haltet euch warm und wohlgenährt“ (Jak. 2:15, 16). Stattdessen setzen wir alles daran, dass für ihre materiellen Bedürfnisse gesorgt ist. So ahmen wir die Jünger im ersten Jahrhundert nach, die aufgrund einer Warnung vor einer bevorstehenden Hungersnot beschlossen, dass jeder, „so wie er es sich leisten konnte, den in Judäa wohnenden Brüdern als Dienstleistung eine Unterstützung sende“ (Apg. 11:28-30).

Diener Jehovas leisten in Not geratenen Personen gern materielle Hilfe. Doch Menschen haben auch geistige Bedürfnisse (Mat. 5:3). Damit sie sich dessen bewusst werden und etwas tun können, um sie zu stillen, hat Jesus seinen Nachfolgern den Predigtauftrag gegeben (Mat. 28:19, 20). Als Einzelne setzen wir für diesen Auftrag viel Zeit, Kraft und Mittel ein. Als Organisation leisten wir mit einem Teil der gespendeten Gelder materielle Hilfe. In erster Linie werden Spenden jedoch dafür verwendet, die gute Botschaft vom Königreich zu verbreiten. So beweisen wir unsere Liebe zu Gott und zum Nächsten (Mat. 22:37-39).

Jede Spende wird zweckgemäß und auf beste Weise eingesetzt — darauf können alle vertrauen, die das weltweite Werk von Jehovas Zeugen unterstützen. Bist du in der Lage, Brüdern, die in Not geraten sind, zu helfen? Möchtest du zur Förderung des Predigtwerks beitragen? Wenn ja, dann „enthalte das Gute nicht denen vor, denen es gebührt, wann immer es in der Macht deiner Hand liegt, es zu tun“ (Spr. 3:27).