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ERWACHET! JULI 2015

 UNSERE FAMILIENSEITEN | TEENS

Es ist aus . . . Liebeskummer

Es ist aus . . . Liebeskummer

DAS PROBLEM

„Ich hab gedacht, ich hätte den Richtigen gefunden. ,Er ist es einfach! Wir beide, für immer!‘ Aber wir waren gerade mal zwei Monate zusammen, da musste ich echt Schluss machen. Ich konnte es nicht fassen! Es hatte so genial angefangen und war so schnell wieder vorbei!“ (Anna *)

„Erst hab ich gedacht, wir sind uns total ähnlich. In meinem Kopf hatte ich uns beide schon verheiratet. Doch mit der Zeit merkte ich, wie verschieden wir in Wirklichkeit waren. Als mir klar wurde, dass ich grad dabei war, den Fehler meines Lebens zu begehen, machte ich Schluss“ (Elaine)

Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Dann ist dieser Artikel extra für dich!

DAS SOLLTEST DU WISSEN

Trennungsschmerz kann heftig sein, auch wenn du selber Schluss gemacht hast. „Ich hab mich furchtbar gefühlt!“, sagt Sarah. Die junge Frau hatte sich nach sechs Monaten von ihrem Freund getrennt. „Gerade eben noch gehörte dieser Mensch in mein Leben — und im nächsten Moment war er verschwunden. Wenn ich dann ‚unsere‘ Lieder gehört hab, musste ich immer an die ganzen schönen Momente denken. Oder ich war an Orten, die voller Erinnerungen steckten, und er war nicht da. Das tat so weh. All diese Gefühle . . . Dabei war ich es gewesen, die Schluss gemacht hatte!“

Das Ende einer Liebe tut weh — und kann trotzdem das Richtige sein. Elaine sagt: „Natürlich will man niemandem wehtun. Aber irgendwann verstehst du, dass am Ende beide leiden, wenn man verzweifelt eine Beziehung retten will, die einfach nicht funktioniert.“ Sarah sieht das genauso: „Wenn du mit jemandem in der Kennenlernphase nicht glücklich bist, wirst du vermutlich auch in der Ehe nicht glücklich mit ihm sein. Da ist vorher Schluss machen einfach das Beste.“

Eine Trennung macht dich nicht zum Versager. Es ist so: Die Kennenlernphase war nicht nur erfolgreich, wenn man am Ende heiratet, sondern auch schon dann, wenn man eine Entscheidung treffen kann. Wenn du oder der andere ernste Bedenken haben, ist eine Trennung höchstwahrscheinlich die beste Entscheidung. Aber nur weil die Beziehung gelöst wurde, bist du noch lange kein Loser! Du bist nicht in einer Sackgasse — dein Leben kann weitergehen! Wie?

 DAS KANNST DU TUN

Den Schmerz nicht übergehen. „Ich hab nicht einfach einen Freund verloren, ich hab meinen besten Freund verloren“, sagt Elaine. Wenn eine Liebesgeschichte endet, ist eine Trauerphase ganz normal. Adam sagt dazu: „Das Ende einer Beziehung bedeutet auch immer Schmerzen — selbst wenn man weiß, dass es so am besten war.“ Vielleicht geht es dir so ähnlich wie König David. Als es ihm eine Zeit lang echt schlecht ging, schrieb er: „Ich weine die ganze Nacht. Mein Bett ist nass von Tränen“ (Psalm 6:7, Neue evangelistische Übersetzung [6:6, NW]). Manchmal ist es das Beste, man durchlebt den Schmerz, statt vor ihm davonzulaufen. Anzuerkennen, dass diese Gefühle nun mal da sind, ist normalerweise der Anfang des Heilungsprozesses. (Dein Bibeltipp: Prediger 3:1, 4.)

Mach was mit Menschen, denen du etwas bedeutest. Das kann natürlich schwerfallen. Anna gibt zu: „Am Anfang wollt ich noch nicht mal jemanden sehen. Ich hab Zeit für mich gebraucht, musste über alles nachdenken und verstehen, was da passiert war.“ Doch mit der Zeit wurde Anna klar, dass es wirklich eine gute Idee ist, mit ihren Freunden zusammen zu sein. Die konnten ihr wieder auf die Beine helfen. Heute sagt sie: „Jetzt gehts mir wieder besser. Und der Trennungsschmerz ist längst nicht mehr so schlimm.“ (Dein Bibeltipp: Sprüche 17:17.)

Versuch, etwas daraus zu lernen. „Hat diese Zeit vielleicht gezeigt, wo ich mich noch weiterentwickeln kann? Würde ich beim nächsten Mal etwas anders machen?“ Solche Fragen bringen dich weiter. Marcia erzählt von sich: „Nach einer Weile konnte ich verstehen, wie das alles gekommen war. Aber das hat schon seine Zeit gebraucht, weil ich am Anfang alles so emotional gesehen hab und noch keinen klaren Kopf hatte.“ Adam ging es ähnlich: „Ich hab ein Jahr gebraucht, bis ich über die Sache weggekommen bin. Um was Sinnvolles daraus mitzunehmen, hab ich noch länger gebraucht. Aber durch die Geschichte habe ich viel gelernt: Über mich, über das andere Geschlecht und über Beziehungen. Meine Trennungsschmerzen haben echt nachgelassen.“

Erzähl es Gott! In der Bibel steht über Gott: „Er heilt, die gebrochenen Herzens sind, und verbindet ihre schmerzhaften Stellen“ (Psalm 147:3). Natürlich ist Gott kein Heiratsvermittler. Und er ist auch nicht daran schuld, wenn eine Liebesgeschichte kein Happy End hat. Aber er will, dass es dir so richtig gut geht! Erzähl ihm im Gebet alles, was du auf dem Herzen hast. (Dein Bibeltipp: 1. Petrus 5:7.)

^ Abs. 4 Namen geändert.

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