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Jehovas Zeugen

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Erwachet!  |  Juli 2015

 TITELTHEMA | IST MAN DEM LEBEN HILFLOS AUSGELIEFERT?

Lebenssituation: Von Erwartungen überfordert

Lebenssituation: Von Erwartungen überfordert

JEDER will etwas — und zwar sofort. Der Chef. Die Kinder. Der Ehepartner. Die kranke Mutter . . . So hat man sich sein Leben eigentlich nicht vorgestellt, doch man steckt mittendrin. „Aber wie soll es denn anders laufen? Es brauchen mich doch alle“, denkt man vielleicht. Nur: Man hilft weder sich noch den anderen, wenn man immer auf jeden Wunsch eingeht. Was kann man tun, damit einem nicht alles entgleitet?

BEISPIEL AUS DER BIBEL: MOSES

Eine Zeit lang hatte das ganze Volk Israel nur einen einzigen Richter: Moses. Und Moses dachte wahrscheinlich, er tut einfach, was getan werden muss. Aber sein Schwiegervater sagte zu ihm: „Es ist nicht richtig, wie du das machst. So richtest du dich selbst zugrunde.“ Er machte Moses einen Vorschlag: Er solle auch andere geeignete Männer als Richter einsetzen und sie würden nur die schwierigen Fälle an ihn weiterleiten. Welchen Vorteil hätte das? Sein Schwiegervater erklärte: „Wenn du das tust . . . , bleibst du der Aufgabe gewachsen und die Leute hier können alle zufrieden heimgehen“ (2. Mose 18:17-23, Einheitsübersetzung).

SO MACHT ES DELINA

Wie schon im ersten Artikel erwähnt, leidet Delina an Dystonie, einer Bewegungsstörung. Und um ihre drei Geschwister, die eine Behinderung haben, kümmert sie sich auch noch. Sie erzählt: „Ich nehm einen Tag nach dem anderen in Angriff und versuch, nichts vor mir herzuschieben. Das nimmt etwas den Stress weg. Weil ich inzwischen ganz offen über meine Situation spreche, bekomme ich mehr Unterstützung, auch von meinem Mann. Außerdem kümmere ich mich jeden Morgen ein bisschen um meine Pflanzen. Das tut mir echt gut.“

„Für alles gibt es eine bestimmte Zeit“ (Prediger 3:1)

WAS MAN SELBST MACHEN KANN

Hier ein paar Vorschläge, wenn man sich überfordert fühlt:

  • Andere direkt um Hilfe bitten. Wohnen die Kinder zum Beispiel noch zu Hause, könnte man sie einspannen. Oder wohnen in der Nähe vielleicht Freunde oder jemand aus der Familie, die einem unter die Arme greifen könnten?

  • Aus der eigenen Situation kein Geheimnis machen. Wenn der Chef zu hohe Anforderungen stellt, könnte man mit ihm darüber sprechen und fragen, ob er die Arbeitslast verringern kann. Das heißt nicht, dass man mit der Kündigung droht, sondern dass man ihn einfach wissen lässt, was man alles zu stemmen hat. Vielleicht lässt sich da von seiner Seite etwas tun.

  • Auflisten, was in einer Woche alles anliegt. Könnten andere davon vielleicht etwas übernehmen?

  • Hat man eine Einladung bekommen? Wenn man nicht genug Zeit oder Kraft dafür hat, lieber freundlich Nein sagen.

Unterm Strich: Wer versucht alles zu schaffen, schafft womöglich bald gar nichts mehr.

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