Trotz des medizinischen Fortschritts bleiben viele Krankheiten bis heute unbesiegt. Oft ließe sich allerdings Schlimmeres verhindern.

Weltweit

Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass bis 2035 jährlich 24 Millionen Menschen an Krebs erkranken werden. Das ist eine Steigerung um etwa 70 Prozent gegenüber den zurzeit schätzungsweise mehr als 14 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr. Über die Hälfte der Fälle werden wohl auf Faktoren wie Alkoholmissbrauch, Fettleibigkeit, mangelnde Bewegung, erhöhte Strahlenbelastung und Rauchen zurückzuführen sein.

Großbritannien

Die britische Regierung veranlasste eine Studie, die sich damit beschäftigt, ob sich die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (menschliche Form des Rinderwahns) durch medizinische Verfahren wie Bluttransfusionen verbreiten könnte. „Wir sind wirklich besorgt über die Mitteilung, dass diese unheilbare Krankheit immer noch eine ernst zu nehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt“, sagte der Parlamentsabgeordnete Andrew Miller. Hinweisen zufolge könnten verseuchte Blutkonserven und Spenderorgane zur Ausbreitung der Krankheit führen.

Norwegen

Eine 11- jährige Studie mit circa 63 000 Teilnehmern ergab, dass Depressionen das Risiko eines Herzversagens um bis zu 40 Prozent erhöhen. In einem Bericht der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie wird eine Autorin der Studie zitiert, die zwei Gründe nennt, warum Depressionen Herzprobleme begünstigen: Sie steigern die Ausschüttung von Stresshormonen und können es dem Patienten massiv erschweren, medizinischen Rat umzusetzen.

Vereinigte Staaten

Forscher untersuchen das Gesundheitsrisiko, das von „Rauch aus dritter Hand“ ausgeht. Gemeint sind Rückstände von Zigarettenrauch auf Oberflächen und feine Ablagerungen in Wohnungen, Hotelzimmern, Fahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Rauchrückstände können im Laufe der Zeit sogar noch giftiger werden.