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ERWACHET! JULI 2014

 TITELTHEMA | PLÖTZLICH ALLES ANDERS — WAS DANN?

Plötzlich ein schwerer Verlust

Plötzlich ein schwerer Verlust

Ronaldo lebt in Brasilien. Bei einem Verkehrsunfall starben fünf aus seiner Familie, auch seine Mutter und sein Vater. Er selbst wurde ins Krankenhaus eingeliefert. „Erst nach zwei Monaten im Krankenhaus erfuhr ich, dass sie bei dem Unfall umgekommen waren“, sagt er.

„Ich wollte es erst nicht wahrhaben. Wie konnten sie nur alle tot sein! Aber als ich dann begriff, dass es wirklich so war, stand ich unter Schock. Noch nie habe ich so einen großen Schmerz verspürt. Tagelang fragte ich mich, wie ich nur ohne sie leben sollte. Ich weinte jeden Tag — Monat für Monat. Ich machte mir Vorwürfe, weil ich jemand anders ans Steuer gelassen hatte. Vielleicht würden sie ja noch leben, wenn ich selbst gefahren wäre.

Das ist jetzt 16 Jahre her. Trotz dieses tragischen Verlusts ist das Leben irgendwie weitergegangen. Aber dieses Gefühl der Leere, das wird wohl noch lange da sein.“

BEWÄLTIGUNGSSTRATEGIEN

Sich selbst erlauben zu trauern. In der Bibel steht, dass es „eine Zeit zum Weinen“ gibt (Prediger 3:1, 4). Ronaldo erzählt: „Jedes Mal, wenn mir nach Weinen zumute war, weinte ich. Die Tränen zurückzuhalten hätte sowieso nichts gebracht. Nachdem ich geweint hatte, ging es mir immer viel besser.“ Aber jeder trauert auf seine Art. Wenn man also keine Gefühle zeigt, heißt das noch lange nicht, dass man sie unterdrücken würde oder dass man sich vielleicht sogar zum Weinen zwingen müsste.

Sich nicht zurückziehen (Sprüche 18:1). „Am liebsten hätte ich mich völlig abgeschottet. Aber ich habe wirklich versucht, das nicht zu machen“, sagt Ronaldo. „Wenn Besuch kam, dann empfing ich ihn auch. Außerdem schüttete ich meiner Frau und engen Freunden mein Herz aus.“

Verletzende Worte nicht zu sehr an sich heranlassen. Vielleicht sagt jemand: „Es war wohl das Beste so.“ Ronaldo erinnert sich: „Manche Worte sollten mich trösten, haben aber genau das Gegenteil bewirkt.“ Statt immer wieder darüber nachzudenken, was einen verletzt hat, gibt die Bibel den guten Rat: „Gib nicht dein Herz all den Worten hin, die die Menschen reden“ (Prediger 7:21).

Die Wahrheit darüber herausfinden, was nach dem Tod ist. Ronaldo sagt: „Aus Prediger 9:5 weiß ich, dass die Toten nicht leiden. Das gibt mir inneren Frieden. Außerdem spricht die Bibel von einer Auferstehung. Wer gestorben ist, wird also wieder leben! Wenn ich an meine Lieben denke, stelle ich mir vor, sie wären auf eine Reise gegangen“ (Apostelgeschichte 24:15).

Vielleicht neu für Sie? Die Bibel verspricht eine Zeit, in der Gott „den Tod für immer verschlingen“ oder beseitigen wird (Jesaja 25:8). *

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