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ERWACHET! JULI 2014

 UNSERE FAMILIENSEITEN | TIPPS FÜR TEENS

Dein Handy und du: Was geht? Was geht nicht?

Dein Handy und du: Was geht? Was geht nicht?

DAS PROBLEM

Du bekommst eine Nachricht, unterhältst dich aber gerade mit einem Freund. Was jetzt?

  1. Sich weiter unterhalten und nebenbei die Nachricht lesen.

  2. Sich entschuldigen und dann die Nachricht lesen.

  3. Sich weiter unterhalten und die Nachricht später lesen.

Ist es nicht egal, was du machst? Nein!

DAS MUSST DU WISSEN

Im Sport und auch bei Freundschaften gibt es Spielregeln. Wenn du mit dem einen Freund redest und gleichzeitig einem anderen etwas schreibst, ist das so, als würdest du dich nicht an die Spielregeln halten. Natürlich könnte man argumentieren: „Das sind doch meine Freunde. Die verstehen das.“ Aber muss man Freunde nicht erst recht gut behandeln? Das heißt nicht, dass du dich verkrampfen und dich stur nach Regeln benehmen musst. Aber eins steht fest: Wenn du deine Freunde nicht gut behandelst, hast du sie wahrscheinlich nicht mehr lange.

Warum ist das so? Weil einfach jeder gern höflich behandelt werden möchte. Beth * sagt: „Es nervt, wenn ich mich mit einer Freundin unterhalte, die ständig ihr Handy checkt. Als ob sie darauf wartet, dass irgendwas Tolleres passiert!“ Was denkst du, wie lange Beth so eine Freundin ertragen wird?

Und, wie benehmen sich dein Handy und du? Sieh dir noch mal „Das Problem“ an. Was würdest du machen? Wahrscheinlich ist dir klar, dass sich Option A überhaupt nicht gehört. Aber was ist mit Option B und C? Findest du es höflich, ein Gespräch zu unterbrechen, nur um eine Nachricht zu checken? Oder sagt dir dein Anstandsgefühl, dass es richtig ist, die Nachricht einfach zu ignorieren und dich weiter zu unterhalten?

Jetzt wird es schon ein bisschen kompliziert . . . Aber die Bibel hat die Lösung: „So wie ihr von anderen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch“ (Lukas 6:31, Hoffnung für alle). Wie kannst du diesen guten Rat umsetzen, wenn es um dich und dein Handy geht?

 WAS MAN TUN KANN

Alles zu seiner Zeit. „Manchmal bekomm ich mitten in der Nacht eine Message“, sagt Richard. „Und dann ist es noch nicht mal was Wichtiges! Aber der andere hat mich wach gemacht.“ Wie ist das bei dir? Schickst du auch schon mal Nachrichten, wenn die Leute eigentlich schlafen? (Grundsatz der Bibel: Prediger 3:1.)

Der Ton macht die Musik. Kommunikation findet durch Worte, den Tonfall, den Gesichtsausdruck und die Körpersprache statt. Davon kannst du das meiste leider nicht vermitteln, wenn du eine Nachricht schreibst. Kann man das vielleicht durch irgendetwas anderes ausgleichen? „Gute Umgangsformen sind wichtig“, findet Jasmine. „Fang mit einem netten ‚Hallo!‘ an und vergiss auch nicht ‚bitte‘ und ‚danke‘.“ (Grundsatz der Bibel: Kolosser 4:6.)

Soll ich oder soll ich nicht . . . Was waren noch mal die Optionen A, B und C bei dem Problem am Anfang? Klar, es könnte sein, dass du eine wichtige Nachricht erwartest. Dann ist es vielleicht auch richtig, dich kurz zu entschuldigen und zu gucken, ob das die Nachricht ist. Meistens kann das Handy aber warten. Amy (17) meint: „Dein Phone läuft dir nicht weg, deine Freundin aber vielleicht schon.“ Du musst auch gut abwägen, was du machst, wenn du in einer Gruppe bist. „Schreib nicht die ganze Zeit Nachrichten“, sagt Jane (18). „Damit gibst du den anderen das Gefühl, dass sie dir irgendwie egal sind und du lieber woanders wärst.“

Erst denken, dann senden. Könnte das, was du geschrieben hast, falsch rüberkommen? Vielleicht könnten das Smileys oder andere Emoticons verhindern! „Wenn du was lustig meinst, dann setz ein Smiley dahinter“, empfiehlt Amber (21). „Du kannst leicht jemand verletzen oder es kann sogar richtig Stress geben, wenn jemand etwas ernst nimmt, was für dich eher ein Witz war und worüber du gar nicht weiter nachgedacht hast.“ (Grundsatz der Bibel: Sprüche 12:18.)

Ganz klar: Man braucht Benimmregeln für sich und sein Handy!

Wie ist das bei dir? Sich gut zu benehmen zeigt, dass du andere liebst. Und woran erkennt man Liebe? Die Bibel sagt: „Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung“ (1. Korinther 13:4, 5, Neue Genfer Übersetzung). Ist da vielleicht das eine oder andere dabei, woran du noch arbeiten kannst?

^ Abs. 11 Einige Namen in diesem Artikel wurden geändert.