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ERWACHET! JUNI 2014

 UNSERE FAMILIENSEITEN | EHE

Die Finanzen im Griff

Die Finanzen im Griff

DAS PROBLEM

Ein Blick auf die Kontoauszüge und Rechnungen verrät: Das Geld rinnt einem wie Sand durch die Finger. Kaum verheiratet und schon sind die Ausgaben außer Kontrolle. Wer ist schuld? Der Ehepartner? Nicht so schnell! Schließlich ist man ein Team! Wodurch sind denn beide in diese Lage gekommen? *

DIE URSACHEN

Lebensumstellung. Für jemand, der vor seiner Heirat noch zu Hause gelebt hat, sind das Bezahlen von Rechnungen und das gemeinsame Tragen von Kosten vielleicht ziemliches Neuland. Und womöglich geht der Ehepartner ganz anders mit Geld um. So könnte einer eher dazu neigen, Geld auszugeben, während der andere es lieber spart. Im Umgang mit Geld auf einen Nenner zu kommen, erfordert Zeit.

Schulden, die ignoriert werden, wachsen wie Unkraut in einem Garten einfach weiter und weiter

Hinausschieben. Jim, heute ein erfolgreicher Geschäftsmann, war als frisch Verheirateter schlecht organisiert. Das kam ihm teuer zu stehen. Er gibt zu: „Weil ich Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlt habe, mussten meine Frau und ich Tausende Dollar Verzugsgebühren zahlen. Uns ging das Geld aus!“

Die Falle „unsichtbares Geld“. Man gibt schnell zu viel Geld aus, wenn man nicht sieht, wie es den Geldbeutel verlässt — wie beim Zahlen mit Bank- oder Kreditkarte, beim Interneteinkauf oder bei elektronischen Zahlungen. Auch die Verlockung, leicht an einen Kredit zu kommen, kann dazu führen, dass sich Neuvermählte verschulden.

Was auch immer die Ursache ist, das Thema Geld kann die Ehe vor eine Zerreißprobe stellen. „Für die meisten Ehepaare ist Geld das Streitthema Nummer eins — egal wie viel sie haben. Geld bietet Nährboden für Konflikte“, heißt es in dem Buch Fighting for Your Marriage.

 WAS MAN TUN KANN

Zusammenarbeiten. Um die Ausgaben in den Griff zu bekommen, ist es besser, zusammenzuarbeiten, als sich gegenseitig zu beschuldigen. Warum sich nicht von Anfang an vornehmen, sich durch Geld nicht entzweien zu lassen? (Grundsatz der Bibel: Epheser 4:32.)

Einen Finanzplan aufstellen. Jeden Monat alle Ausgaben aufschreiben, auch wenn sie noch so gering sind. Das hilft, herauszufinden, wo das Geld bleibt und welche Ausgaben überflüssig sind. „Du musst die Blutung stoppen“, sagt Jim, der bereits erwähnt wurde. „Das sagt man in der Medizin und in der Geschäftswelt.“

Man könnte eine Liste der nötigen Ausgaben erstellen und jede Kategorie mit einem Preisschild versehen. Zum Beispiel für einen Monat festlegen, wie viel man für Essen, Kleidung, Auto, Miete oder Kredite und Ähnliches ausgeben wird. (Grundsatz der Bibel: Lukas 14:28.)

„Wer sich Geld leiht, ist abhängig von seinem Gläubiger“ (Sprüche 22:7, Hoffnung für alle [Hfa])

Man könnte auch jeden Monat Bargeld auf die einzelnen Posten (Essen, Miete, Tanken und anderes) verteilen. Dazu legen manche den jeweiligen Betrag in einen Umschlag. * Sobald einer leer ist, hört man entweder auf, in dieser Kategorie Geld auszugeben, oder nimmt Geld aus einem anderen Umschlag.

Die Einstellung zu Besitz überdenken. Glück hängt nicht davon ab, immer das Neueste zu haben. Schließlich sagte Jesus: „Wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt“ (Lukas 12:15). Oft verrät unser Konsumverhalten, ob wir diesen Worten glauben. (Grundsatz der Bibel: 1. Timotheus 6:8.)

Umdenken. Aaron, der seit zwei Jahren verheiratet ist, sagt: „Dinge wie Pay-TV und Essengehen erscheinen zuerst vielleicht bezahlbar, aber sie können mit der Zeit finanziell ziemlich wehtun. Wir mussten lernen, Nein zu sagen, um nicht über unsere Verhältnisse zu leben.“

^ Abs. 4 Dieser Artikel richtet sich zwar an frisch Verheiratete, die Grundsätze gelten aber für alle Ehepaare.

^ Abs. 14 Falls man elektronisch oder mit Kreditkarte zahlt, Belege anstelle von Bargeld in die Umschläge legen.

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