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Jehovas Zeugen

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Erwachet!  |  April 2013

 UNSERE FAMILIENSEITEN | EHE

Verletzenden Worten keine Chance geben

Verletzenden Worten keine Chance geben

DAS PROBLEM

ER und SIE sind unterschiedlicher Meinung und es hagelt wieder einmal Vorwürfe und Kritik. Verletzende Worte sind bei den beiden mittlerweile so üblich, dass sie schon die „normale“ Art der Kommunikation geworden sind.

So ein Verhaltensmuster kann man durchbrechen. Dazu muss man jedoch erst einmal wissen, wo die Ursachen des Problems liegen und warum es nur von Vorteil ist, etwas zu ändern.

DIE URSACHEN

Prägung durch die Familie. Viele Verheiratete kommen aus Familien, in denen verletzende Worte gang und gäbe waren. Sie reden dann oft selbst in dem Ton, den sie von zu Hause gewöhnt sind.

Einfluss der Unterhaltung. In Film- und Fernsehkomödien werden mit verbalen Grobheiten Lacher provoziert. Die Zuschauer finden diese Art Kommunikation dann harmlos oder sogar witzig.

Kultureller Hintergrund. In manchen Kulturen ist man der Auffassung, „echte Männer“ müssten despotisch über andere herrschen oder Frauen müssten knallhart auftreten und dürften keine Schwäche zeigen. Mit einer solchen Einstellung sieht man bei Meinungsverschiedenheiten im Ehepartner eher den Gegner als den Verbündeten und gebraucht nicht Worte, die guttun, sondern verletzen.

Was auch immer der Grund ist, verletzende Worte können Anzeiger für eine drohende Scheidung sein und zu einer Reihe gesundheitlicher Beschwerden führen. Manche meinen sogar, Worte könnten härter treffen als Faustschläge. Eine Frau, die von ihrem Mann körperlich und verbal misshandelt wurde, sagt: „Die Beleidigungen waren für mich schwerer zu ertragen als die Gewalt.“

Was kann man machen, wenn verletzende Worte die Ehe zu zerstören drohen?

 WAS MAN TUN KANN

Sich in den anderen hineinversetzen. Sehr heilsam ist es, einen gedanklichen Rollentausch vorzunehmen. Das hilft einem zu verstehen, wie die eigenen Worte beim anderen ankommen. Man könnte an eine bestimmte Situation denken, in der sich der Partner verletzt gefühlt hat. Dabei sollte man sich nicht darauf konzentrieren, was man konkret gesagt hat, sondern wie der andere das Gesagte empfunden hat. Bestimmt kommen einem Ideen, wie man dasselbe auch netter hätte ausdrücken können. Die Bibel erklärt: „Eine Antwort, wenn milde, wendet Grimm ab, aber ein Wort, das Schmerz verursacht, lässt Zorn aufkommen“ (Sprüche 15:1).

Auf gute Vorbilder schauen. Wer sich bei seiner Wortwahl negativ hat beeinflussen lassen, der sollte sich gute Vorbilder suchen. Es lohnt sich, bei Paaren genau hinzuhören, die respektvoll miteinander umgehen. (Grundsatz der Bibel: Philipper 3:17.)

Positive Emotionen wieder aufleben lassen. Verletzende Worte haben öfter mit dem Herzen als mit der Zunge zu tun. Deshalb im Herzen ansetzen und positive Gedanken und Gefühle erzeugen. Dazu könnte man sich alte Fotos ansehen: Worüber hat man sich zusammen gefreut? Über was hat man gelacht? Was fand man am Partner sympathisch? (Grundsatz der Bibel: Lukas 6:45.)

Ich-Botschaften formulieren. Statt über den Partner verbal herzufallen, besser erklären, wie einen etwas Bestimmtes persönlich berührt. Dazu ein Beispiel: Auf die Bemerkung „Ich fühl mich übergangen, wenn du was planst, ohne dich mit mir abzusprechen“ kommt eher eine positive Reaktion als auf den Vorwurf „Das ist ja wieder mal typisch! Immer machst du Pläne, ohne mich zu fragen“. (Grundsatz der Bibel: Kolosser 4:6.)

Wissen, wann man die Bremse ziehen muss. Wenn sich die Gemüter erhitzen und der Umgangston zu entgleisen droht, ist es vielleicht am besten, das Gespräch vorerst zu beenden. Normalerweise ist nichts verkehrt daran, eine hitzige Auseinandersetzung abzubrechen und das Gespräch später fortzusetzen, wenn man sich wieder beruhigt hat. (Grundsatz der Bibel: Sprüche 17:14.)

Verletzende Worte haben öfter mit dem Herzen als mit der Zunge zu tun

 

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